Ob diese Bäume noch blühen …...

Das verheißt wohl nichts Gutes. So viele Baumaschinen, die da der Natur näher rücken. Bedrohlich näher rücken. Daher wohl zu Recht die Frage: Ob diese Magnolien heuer wohl noch blühen werden? Die vor der Technik-Uni tun es jedenfalls schon. Die hier, na ja, man wird sehen. Warten wir’s mal ab. Am Sonntag soll’s ja ohnehin wieder kühler werden und womöglich schneien. Da wird der voreilige Frühlingsbeginn vielleicht in einem Schleier aus...

Nein, Gebi Mair. Kein „Wett“lauf für wohnungslose Menschen...

Vor ein paar Tagen hatte ich die Idee, einen Benefizlauf für den „Verein für Obdachlose“ zu machen. Am 27. April, einen Tag vor dem Jahrestag der letzten Landtagswahl, will ich 44 Mal um das Tiroler Landhaus laufen. 44 Mal deshalb, weil es 36 Landtagsabgeordnete und 8 Regierungsmitglieder gibt, deren Parteien seit gefühlten Jahrzehnten Plakate à la „Wohnen muss wieder leistbar werden“ affichieren. Alle 44 PolitikerInnen wollte ich als 100-Euro-RundensponsorInnen gewinnen – so sollten 4.400 Euro für den „Verein für Obdachlose“ zusammenkommen. In einer enstprechenden Presseaussendung zeigte ich mich in Sakko und Laufhose startbereit vor dem Landhaus, viele Hunderter in meinen Händen. Mein Bittschreiben um 100 Euro wurde alsbald von mehreren Landtagsabgeordneten und Regierungsmitgliedern positiv beantwortet. Schließlich erreichte mich folgendes E-mail von Klubobmann Gebi Mair (GRÜNE), versehen mit einem Foto, in dem er in voller Laufmontur ebenfalls vor dem Landhaus zu sehen ist: „Lieber Koschuh, herzlichen Dank für deinen Einsatz für wohnungslose Menschen. Dass alle Menschen einen leistbaren Platz zum Wohnen haben und niemand auf der Straße bleiben muss ist auch uns Grünen ein großes Anliegen. Ich möchte dich deshalb bei deiner Wette unterstützen und sicherstellen, dass mindestens die angestrebten 4.400 Euro zusammenkommen. Ich laufe mit dir um die Wette! Wenn du schneller bist, bezahle ich die Differenz in Runden, 100 Euro pro Runde die du vor mir im Ziel bist. Und wenn ich schneller bin, bezahlst du die Differenz in Runden, ebenfalls 100 Euro pro Runde. Läufst du mit mir um die Wette um Unterstützung für den Verein für Obdachlose? Top, die Wette gilt? Liebe Grüße Gebi“ In seinem blog macht Gebi Mair auch schon PR für einen „Wettlauf für wohnungslose Menschen“: http://gebimair.blogspot.co.at/2014/03/ein-wettlauf-fur-wohnungslose-menschen.html Nach einem ad-hoc-mail, in dem ich um Bedenkzeit bis heute bat, habe ich heute früh wie...

(Über)schnappschuss_15

Spieglein, Spieglein an der Wand – wer strahlt am Schönsten, im ganzen...

BETTELVERBOTE – ERSTE SCHRITTE DER INTERVENTION...

Die Debatte über Bettelverbote und die Kriminalisierung von Bettler_innen ist im Zuge einer gesetzlichen Neuregelung in Tirol angekommen und beginnt auf Hochtouren zu laufen. Bevor die Denkmuster durch ewige Wiederholung eingeprägt sind und Schlagwörter wie „Bettelmafia“ oder „organisierte Banden“ in ihrer inszenierten Bedrohlichkeit zum selbstverständlichen Argumentationsrepertoire gehören, bevor sich mittels diskursiver Macht der letzte Rest an kapitalismuskritischen Sichtweisen und an der Bereitschaft zu Solidarität verflüchtigt hat, fangen wir schon mal an zu intervenieren, bevor es zu spät ist.   BETTELVERBOTE – ERSTE SCHRITTE DER INTERVENTION Ein Kunst- und Kulturprojekt der Initiative Minderheiten Tirol in Kooperation mit der Bettellobby Tirol Ziel des Projektes ist es, Betteln als Thema auf die Agenda kritischer künstlerisch-kreativer und politischer Netzwerke zu setzen. Als Auftakt des dreiteiligen Kunst- und Kulturprojektes findet einSymposium mit Künstler_innen, Wissenschafter_innen und Aktivist_innen(insbesondere aus Wien, der Steiermark, Salzburg und Tirol) statt. Eswidmet sich Diskursen & GegenArgumenten, rechtlichen Rahmenbedingungen& aktivistischen Netzwerken, Austausch & Handlungsperspektiven sowieKunst & Intervention: mit Ausstellung, Podiumsdiskussion, Filmen, Vorträgen und Gesprächsrunden zum Thema Betteln:   PART I: SYMPOSIUM BETTELVERBOTE IM WIDERSPRUCH: DEBATTEN – ARGUMENTE – INTERVENTIONEN Samstag, 5. April 2014, ab 13:00 Uhr Die Bäckerei – Kulturbackstube, Dreiheiligenstraße 21a, Innsbruck Gerüstet mit Hintergrundinformationen, einem tiefgehendenVerständnis der Funktionsweisen von Diskursen und Praktiken in Bezugauf Betteln und voller Ideen und Anregungen zu künstlerisch-kreativenAuseinandersetzungsmöglichkeiten, treffen wir uns zu einemgemeinsamen Workshop. Dieser dient der kollektiven Ideensammlung fürden Aktionstag am 13. Juni und soll zu Kooperationen und künstlerisch-kreativen Experimenten sowie zur Entstehung neuer Netzwerke der Zusammenarbeit beitragen. Da sich die Interventionen amAktionstag an eine breite Öffentlichkeit richten, liegt der Schwerpunkt auf Aktionen im öffentlichen Raum (wie z.B. Straßentheater) und auf Ausdrucksformen und Medien, mit denen viele Menschen erreicht werden können (z.B. Postkarten mit künstlerisch-kreativ gestalteten Sujets zum Thema, Plakate etc.). Alle Personen, die sich beteiligen wollen, sind herzlich eingeladen. Für die Realisierung künstlerisch-kreativer Interventionsformen und Materialkosten steht ein von allen Beteiligten gemeinsam zuverteilendes Budget...

Oh, du grünes Innsbruck du!...

Oh, du grünes Innsbruck du! Neulich: Sonntagsspaziergang über den Mühlauer Steig zur Hungerburgstation hinauf. Wunderbarer Blick von der Aussichtsplattform auf Innsbruck. Sonnig, wolkenlos, really astonishing! Und: Der Blick auf Fotos mit Beschreibungen von Innsbruck gerichtet: „Das gibt doch es nicht!“ Ein Foto der begrünten Annasäule in der Maria-Theresien-Straße! Ich nehme an Ende 1980er/Anfang 90er Jahre. Grün! Nicht komplett zuzementiert! Dafür damals halt mit jeder Menge Verkehr. Ich persönlich finde, dass die Maria-Theresien-Straße jetzt als Fußgängerzone mehr Lebendigkeit verdient hätte mit lebenden Pflanzen und die Innenstadt sich generell keine einzementierten und vergitterten Bäume als optische Gräueltat. Diese befinden sich ja – oh Graus – am Landhausplatz, beim Casino und nun auch vor dem neuen Vorplatz der Dreiheiligenkirche. Jetzt auch noch in der neu sanierten Meranerstraße. Viele neue Fahrradständer gibt es dort auch, das ist positiv hervorzuheben. Hallo Stadtpolitik! Kann man wirklich viele Kosten sparen und haben Stadtangestellte weniger Arbeit mit der Pflege einzementierter Bäume? Warum wird das so gemacht? Architektonischer Unfug oder Kostenersparnis? Ein Baum, bei dem ich weder Erde noch Wurzeln erkennen kann, was ist das für ein Baum? Ein entbaumter Baum? So wie ein Mensch ohne Füße? Ein paar Gedanken hierzu: Ist dieses Einzementieren und Vergittern von Bäumen Ausdruck unseres aktuellen Zeitgeistes, der Wirtschaftlichkeit über Menschlichkeit stellt? Zementiert man nicht auch uns Menschen zu? Still sein, ruhig sein, nicht aufmucken und zu Ungerechtigkeiten ja bitte, danke und Amen sagen? Nach oben beten und nach unten treten, oder wie? Werden nicht wir auch auf gewisse Weise auch zuzementiert, sodass es gilt, sich mühselig zwischen den Zementritzen als Grashalm einen Weg zu bahnen? Ich sage zu diesem Zeitgeist, nein danke, mehr Freiheit im Denken und Handeln! Eigenständiges politisches Denken und kein ewiges Diktat der Wirtschaft, die sich Politker_innen...

Messer in Hennen im Kellertheater...

Schon am Anfang ist mir aufgefallen, dass die Bühne toll aufgebaut war, auch die Sitzreihen wurden verkleinert bzw. der Gang zu den Sitzreihen wurde verbreitert, was mir ein Gefühl von mehr Sicherheit vermittelte. Früher bin ich mir immer ein wenig gefangen in diesem Besucherraum vorgekommen, irgendwie hatte ich manchmal im Hinterkopf „Sollte irgendetwas Unvorhergesehenes geschehen, komm ich hier nie mehr raus”.  Nun zum Stück: Teresa Waas verkörpert eine junge Bäuerin und mit ihr bestellt ihr Mann, Pony William, das Land. Allein die Mimik dieser jungen Frau lässt erahnen, dass dies ein sehr reduziertes Leben mit viel kräftezehrender Arbeit ist. Sie spielt dies  faszinierend und manchmal bemerkt man überrascht wie viel Schönheit die junge Bäuerin ausstrahlt. Auftritt von Johann Nikolussi, der den Müller Gilbert Horn darstellt. Obwohl eine heruntergekommene Gestalt, strahlt er eine ungeheure Bühnenpräsenz aus. Er wird im Dorf als Magier gehandelt und außerdem soll er seine Ehefrau und die Kinder getötet haben. Seine ganze Magie besteht im Besitz eines Tintenstiftes, mit welchem er seine Tagesabläufe und Gedanken aufschreibt. Die Bäuerin verfällt seinem Charisma. Das gesamte Stück nachzuerzählen, wäre wenig sinnvoll, da ich ganz sicher annehme, dass alle ihre eigenen Gedanken hineininterpretieren. Jedenfalls solltet ihr euch dieses Theaterstück unbedingt anschauen. Philipp Rudig als Bauern habe ich auch als schauspielerisch gut empfunden, nur hat er keinen so nachhaltigen Eindruck wie die beiden Obengenannten hinterlassen – sorry! Jedenfalls ist sowohl die schauspielerische Leistung als auch das Flair des Kellertheater für mich ein Grund immer wieder vorbeizuschauen!   ILONA WIESINGER Messer in Hennen im Innsbrucker Kellertheater (Adolf-Pichler-Platz 8), von David Harrower mit: Johann Nikolussi, Teresa Waas, Philipp Rudig, Regie: Manfred Schild Premiere: 8.3.2014 März: 11.-13., 15., 18.-20., 22., 25.-29., April: 1., 3.-5., 8.-12., 15.-18., Beginn jeweils um 20 Uhr Reservierungen: www.kellertheater.at oder...

Die 4.400-Euro-Wette für leistbares Wohnen...

Markus Koschuh bittet PolitikerInnen um Geld-, doch keine Wortspenden: Nach 3 Tagen „Randvoll“ Ende Dezember bei „Jahrmarkt der Heiterkeiten 2013“ will Kabarettist Markus Koschuh es nun im April bewerkstelligen, das Treibhaus an 4 Tagen hintereinander bis unter das Dach zu füllen. Von 15. – 18. April zeigt er dort sein runderneuertes, topaktuelles Programm „Schwarzmalen“. Gelingt dies, will Koschuh dem „Verein für Obdachlose“ mindestens 4.400 Euro zukommen lassen. „Ich gehe folgende Wette ein: „Wird das Ziel, den Treibhaus-Turm vier mal hintereinander bis unter das Dach zu füllen, erreicht, laufe ich am 27. April, dem um einen Tag vorverlegten ersten Jahrestag der letzten Tiroler Landtagswahl, für all jene die obdachlos sind oder von Obdachlosigkeit bedroht sind, 44 Mal um das Tiroler Landhaus. Pro Runde sollen 100 Euro gesponsert werden und so 4.400 Euro für den Verein für Obdachlose zusammenkommen.“ (Strecke: Landhausplatz – Maria-Theresien-Straße – Meranerstraße – Wilhelm-Greil-Straße – Landhausplatz; 44 Runden á ca 450 Meter: gesamt 19,8 Kilometer). Weshalb 44 Runden: 36 Landtagsabgeordnete und 8 Landesregierungsmitglieder ergeben zusammen 44 PolitikerInnen, die als RundensponsorInnen á 100 Euro gewonnen werden sollen. Warum die 4.400 Euro an den Verein für Obdachlose gehen sollen: Mit dem Spendenempfänger „Verein für Obdachlose“ soll das Thema „Wohnen in Tirol“ wieder mehr Aufmerksamkeit bekommen und nicht nur wahlkampfkompatibel per „Wohnen muss wieder leistbar werden“-Plakaten affichiert und dann wieder rasch vergessen werden. Dem Verein für Obdachlose werden überdies Freikarten für die 4 Treibhaus-Termine bereitgestellt. SCHWARZMALEN – 15./16./17./18. April 2014, 20:15 Uhr, Treibhaus-Innsbruck, Karten: www.treibhaus.at, Treibhaus-Café bzw 0512/572000. 4.400-EURO-LAUF: 27. April 2014, fünf vor Zwölf, Start/Ziel: Landhausplatz MitläuferInnen (sportlicher, nicht politischer Natur) inkl. RundensponsorInnen willkommen – Info/Anmeldung via office@markuskoschuh.at Foto: Dave Bullock (PS: ob das Treibhaus ausverkauft sein wird oder nicht, ist eigentlich wurscht. Der Lauf findet statt – der Verein...

GRÜNE ZEITEN

Anfang der 1980er-Jahre verhielten sich Studierende zu Lehrveranstaltungszeugnissen wie Konzerne zum Umweltschutz – man hatte voneinander gehört. GRÜNE ZEITEN: Walter Klier gibt einer Ära Stoff, in der das Streiken noch geholfen hat. „Ich hab keinen indischen Teppich.“ Sag Guten Tag, zum Substandard. Dieser oder ähnliche Gedanken dürften Martin Rauch durch den Kopf gegangen sein, als er die WG in der Innsbrucker Gilmstraße zum ersten Mal betrat. Ein Befreiungsakt? Gemessen am Verlust provinziell konservativer, weil elterlicher, Bevormundung: Ja. Gemessen am Gewinn überspannter, weil politisch nur vordergründig korrekter, Genoss_innen: Jein. „Sie interessierten sich, von den heimischen Fichten und Kastanienbäumen einmal abgesehen, am meisten für das eigene Seelenleben, am zweitmeisten für die Dritte Welt, aber niemals für den Ostblock. Daran ist er am Ende wohl auch zugrundegangen.“ Martin Rauchs Interesse? Frauen. „Die Sache braucht dich!“ Doch: Was tun, wenn man sich die schöne neue Welt als Jazzliebhaber, Alpinist und potentieller Student nicht mal mehr auf die passiv Resistente am Arsch vorbeigehen lassen kann? Wofür eintreten? Wen kritisieren? Und wogegen in Wahrheit wettern? Den sauren Regen? Die Atomkraft, das Patriarchat oder doch den an Peinlichkeit oft nur schwer zu übertreffenden Grün-Aktionismus? „Ich werde bei keinem dieser lächerlichen Aufmärsche von hundertdreiundzwanzig oder hundertsiebenundzwanzig Leuten mehr mittun. Ich werde keine vernünftigen Argumente mehr finden, keine Plakate mehr kleben, nicht mit Leuten, die sowieso meiner Meinung sind, abendelang über Details und Strategie streiten, denn es gibt keine Strategie, wenn sie niemanden interessiert.“ Dem Innsbrucker Nachtleben rund ums „Ravenna“ bleibt Martin Rauch praktisch treu. Den Frauen? Theoretisch. „Können wir trotzdem reden?“ Walter Klier findet nicht nur wahre Worte, sondern auch richtig viele. Er kostet Sprache aus. Die Rache des Archivs? GRÜNE ZEITEN lässt den Verdacht zu, dass der Innsbrucker Autor nicht nur hypothetisch erlebt haben könnte, was...

Sommer neben der Baustelle...

Der Sommer ist dieses Jahr sehr früh nach Innsbruck zurückgekehrt. Schon jetzt tummeln sich wieder täglich hunderte Studenten auf der Mauer neben der Uni, lernen, tratschen und trinken das eine oder andere Bier. Doch etwas Entscheidendes hat sich verändert im Vergleich zu den letzten Jahren. – Die Baustelle, die vom Studentenhaus flussabwärts immer weiter wandert. Schon mehrere wunderschöne Bäume mussten wegen ihr das Leben lassen und können keinen Schatten mehr spenden. Auch die wunderschöne Trauerweide direkt neben der Universitätsbrücke musste ihr Leben lassen. Es hieß, sie würde die Sicherheit gefährden. In meiner Naivität glaubte ich der Stadt. Jetzt ist endgültig der Beweis erbracht, dass sie nur wegen der Baustelle entfernt werden musste. Einmal mehr haben die Politiker uns belogen. Eigentlich sollten wir alle zum Rathaus gehen und protestieren. Doch leider tun wir das, was wir viel zu oft tun – wir akzeptieren stillschweigend. So rücken wir von Tag zu Tag noch enger zusammen. Doch sollte die Stadt aufpassen. Irgendwann wird es auch uns gutmütigen Österreicher(inne)n zu bunt. Hütet euch vor diesem Tag! Er wird kommen.   MANUEL SCHWAIGER Das Foto von der Baustelle stammt von der Universität Innsbruck, das vom gefällten Baum von Helmut...

THEATER DER AGGRESSIONEN: Göttliche Maßnahmen...

GÖTTLICHE MAßNAHMEN …. um den massenhaften Zuzug nach Himmelsreich zu regulieren. Das Theater der Aggressionen liefert Theater, wie es sein soll: provokant, dreckig und brutal. Die Aufführungen holen die ZuschauerInnen aus ihrer Passivität und knallen so richtig rein, wo es weh (und manchmal auch: gut) tut. GÖTTLICHE MAßNAHMEN ist das vierte Stück des TdA und verspricht wieder ein voller Erfolg zu werden. Hier ein Auszug: Vor dem Absprung erklärt uns ein Selbstmörder den Grund für seine Tat. Bevor er unten aufschlägt, öffnet sich ein Zeitwurmloch, in das er reinstürzt und ihn die restliche Ewigkeit von oben nach unten fliegen lässt. Dann wechseln wir in den Himmel und erfahren, wieso diese Maßnahme eingeführt wurde.  Selbstmörder: Ich bin eigentlich sehr überrascht, und wäre aber nicht ganz ehrlich, wenn ich behaupten würde, keinerlei Stolz wegen meiner Konsequenz zu empfinden, weil ich schließlich doch die nötige Standfestigkeit besessen habe, dieser Welt Lebewohl zu sagen und mich vom Balkon meiner Wohnung gestürzt habe.   Petrusa zu Gott: Du musst ja nicht sozial handeln, es muss nur so auf den Pöbel wirken und da kommen dann halt solche Sachen meiner Meinung nach schon ein bisschen zu makaber daher!   Bittsteller zu Gott: Bisher hat er unten seinen rollstuhltechnischen Müßiggang durch bestrafungstechnischen Büßiggang abgeleistet, was meiner Meinung nach für die restliche Ewigkeit so hätte bleiben sollen.   Gott zu Bittstellerin 1: Aber ich kann dir schon jetzt sagen, dass homosexuelle Menschen auch weiterhin aufgenommen werden, weil sonst würde die Bevölkerung von Himmelsreichs abrupt stagnieren. Jeder Mensch war teilweise homosexuell, also auch du mein Kind!   Gott zu Bittstellerin 2: Mir zur Unterhaltung hab ich euch in die Welt gesetzt! Ein Computerspiel mit unvorhersehbarem Ausgang!  Spannung in meinen langweiligen Alltag zu bringen, in die Langeweile meiner Perfektion! Meiner Omnipotenz!  ...