Hinaus aus der Stadt

  Sonntag, ein schöner Frühlingstag, noch nicht im Mai, aber von Temperatur, Farben und Düften her könnte es auch schon der Mai sein, oder zumindest der späte April. Aber nein, es ist der späte März. Die Jacke ist dir bald zu warn, du nimmst sie über die Schulter, packst die Kamera ein und machst dich auf die Socken. Hinaus zur Stadt. Stadttore gibt’s ja keine mehr, schade irgendwie, auch keinen, der einen kontrolliert, wenn du die Stadt verlässt, so wie es früher wahrscheinlich üblich war.  Das Rumer Tor ist dir bekannt. Es führt direkt durch den südlichen Teil der Hofburg, und erinnert ein klein wenig an das berühmte Michaelertorder Wiener Hofburg. Also stell dir mal vor: du gehst durch ein mit einer Barockkuppel bekröntes Tor einer Burg, hinaus über die Kohlstatt, über Feld und Flur und landest dann nach einigen Kilometern in Rum. Ein winziges Dörfchen damals, jetzt eine typische Umlandmarktgemeinde, mit einem alten Dorfkern, einem kleinen Villenviertel und einem für einen Ort dieser Größe doch eher ungewöhnlichen Hochhausviertel, das dann direkt in das Olympische Dorf übergeht. Eben auch ein Dorf, aber kein typisch tirolerisches.   Dazwischen aber, und jetzt sprechen wir von jetzt, zieht sich zwischen Inn und den noch ihren alten Dorfcharakter besitzenden ehemaligen Dörfern und jetzigen Stadtteilen Mühlau und Arzl eine Industrie- und Gewerbezone. Eine Gegend, in der sich an Sonntagen natürlich kaum eine Spaziergängerin oder ein Spaziergänger verirrt, in der du ohne Probleme mitten auf der Straße gehen kannst, weil kaum Verkehr, die aber doch zumindest dem fotographischen Auge einiges zu bieten hat. Kleinindustrie- und Geschäftsbauten der verschiedensten Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts und natürlich auch des bereits in sein zweites Jahrzehnt getretenen, wechseln sich ab und bieten ein buntes Bild von schnell und ohne viel...

Music and the city (Vol. 47): Aki Takase (04.04.)...

Am 04.04. eröffnet die grandiose Pianistin und Komponistin Aki Takase zusammen mit der Tänzerin Yui Kawaguchi das Osterfestival Tirol. Grund genug für mich ihr ein paar Fragen zu ihrem Musikverständnis und ihrem Bezug zu Literatur und Tanz zu stellen. Ich habe ein sehr interessantes Zitat gefunden, das Ihnen zuschrieben wird: „Wo ich bin, da ist alles“. Ist das eine mögliche Beschreibung Ihrer musikalischen Ästhetik? Geht es Ihnen um die Ausweitung der „Möglichkeitsräume“ in Ihrem Spiel? Um die Überschreitung von Konventionen und Einschränkungen? Aki Takase: Der Original-Satz war der Titel des Buches „Nur da wo Du bist, da ist nichts“ von Yoko Tawada. Daher habe ich ihn damals zitiert und etwas verändert. Das bedeutet, wenn man am Klavier sitzt und sich ganz auf die Musik konzentriert, dann ist man in gewissem Sinne ganz allein auf der Welt. Auf der anderer Seite bedeutet „Wo ich bin, da ist alles“, dass ich meine vielfältigen musikalischen Wege aufzeigen möchte. In Ihren Werken nehmen Sie oft Bezug auf andere Kunstformen (Tanz, Literatur usw.). Wie beeinflussen Sie andere Künste bei ihrem Komposition- und Improvisationsprozess? In welcher Wechselwirkung stehen diese unter diesem Gesichtspunkt? „Musik ist meine Sprache“, das ist mein Motto. Ganz so wie es Peter Brötzmann sagte. Den Akzent und den Klang der Wörter und die Bewegungen des Tanzes finde ich sehr musikalisch. Ich bin außerdem sehr begeistert von den Geschichten von Yoko Tawada. Sie schreibt sehr metaphysische und „weltfremde“ Bücher. Das begeistert mich und  von diesen Büchern erhalte ich auch wertvolle und wichtige Anregungen. Es kommt vor, dass ich manchmal ihre Wörter nehme und etwas davon in meine Musik übertragen und transformieren möchte. Musik und Tanz haben eine starke Verbindung, bereits seit alten Zeiten. Ich liebe Tanz seit der frühen Kindheit. Die Bewegung des Tanzes...

Relikte – Arbeitserziehungslager Reichenau...

Viele können es nicht mehr hören, viele wollen es nicht mehr sehen, viele glauben die Mahner wären ewig gestrige und wieder andere tragen ihre Unwissenheit und tierische Existenz so offen zur Schau, dass ich mich beinah genötigt fühle diesen Artikel zu veröffentlichen, um mich wieder unter die Mahner zu mischen. Anlassfall ist eine heftig geführte Facebook Diskussion deren Thematik ein Artikel der Tiroler Tageszeitung vom 27.03.2014 war. Aufgrund einer Gewalttat, die natürlich geahndet werden muss, forderten Mitbürger tatsächlich aber ganz unverhohlen wieder kollektive „Vergasungen“. Die Reichenau Die Reichenau ist ein relativ junger Stadtteil, der erst in der Nachkriegszeit entstand und mitunter als Sinnbild für die ersten Gehversuche von großflächigem zivilem und sozialem Wohnbau in Innsbruck zu verstehen ist. Auf den ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen des „Gutshofes Reychenau“, der entscheidend zur Nahrungsmittelversorgung des Innsbrucker Bürgertums beitrug, entstanden erste „Wohnblöcke“ für die durch die Kriegswirren verarmten und Existenzlosen Arbeiter, Soldaten, aber auch Bauern und Andere (z.b. Südtiroler…). Die legendäre „Bocksiedlung“ zählt ebenfalls zu ihren Ursprüngen (Eine Barackensiedlung). An der Grenze zur heute genannten „Rossau“ bzw. am Gelände des heutigen Recylinghofes Rossau stand das von der GESTAPO betriebene „Arbeitserziehungslager Reichenau“. In der Diktion der damaligen Zeit war der Unterschied zu einem „KZ“ darin begründet, dass solche Lager nicht in erster Linie der Vernichtung , sondern zur „Disziplinierung und Herstellung der Arbeitsfähigkeit“ galten – Im Klartext bedeutete dies meist tödliche Zwangsarbeit. Zahlen und Fakten sind nur spärlich dokumentiert ebenso sind zuverlässige Quellen Mangelware. In grausamer Relation zu den anderen Unglaublichkeiten dieser Zeit dürfte es sich um ein „kleines“ Lager gehandelt haben („nur“ ca. 200 -800 Tote) und eignet sich dadurch hervorragend für einen kollektiven Verdrängungsprozess. Jetzt wird’s wirklich Hart Ich begebe mich nun auf dünnes Eis, da weitere Recherchen notwendig wären und Spekulation nicht die Mutter und...

Die Zwölf Geschworenen im BogenTheater...

Klassiker sind die, die jede/r schon mal gesehen hat, glaubt gesehen zu haben oder wovon jede/r die Geschichte kennt. Klassiker sind vor allem die, worüber schon viel geschrieben wurde und was auch außerhalb von Film und Theater als ganz wichtig gilt. Viele werden Reginald Roses Stück „Die Zwölf Geschworenen“ (schon an sich eine Bearbeitung eines Fernsehspiels) mit der Verfilmung von Sidney Lumet mit Henry Fonda verbinden. Und manche werden den Text als Lehrbeispiel über Kleingruppenforschung und Gruppendynamik angeführt finden. Die Geschichte ist anscheinend einfach: 12 Geschworene versammeln sich an einem brütend heißen Tag, um über Schuld oder Unschuld eines jungen Mannes, der seinen Vater erstochen haben soll, zu entscheiden. Kommen sie nicht zu einem einstimmigen Urteil, so werden andere Geschworene bestellt. Eigentlich scheint die Sache auch ganz einfach zu sein und alle Geschworenen halten den Jungen für den Täter. Alle – bis auf einen. Und dieser eine versucht nun alles, um die anderen umzustimmen und von seinen Zweifeln zu überzeugen. Das BogenTheater Innsbruck hat den Klassiker aus den 50er Jahren, der seitdem schon viele Bearbeitungen erlebt hat, behutsam und möglichst stimmig ins Hier und Heute versetzt. Dass es letztlich um die Frage Todesstrafe oder nicht geht, wird für österreichische Verhältnisse auch als möglich gesehen wegen – Achtung Ironie! – den Aussagen eine gewissen austro-kanadischen Millionärs im letztjährigen Nationalratswahlkampf. Dass auch ein Herr Putin als Aktualität herhalten muss, mag man im Vergleich zur Vorlage (die immerhin in der Stalinära entstand) für eher einseitig halten, passt freilich auch in das „kulturliberale“ Pathos der Entstehungszeit des Stückes. Was als Kampf um juristische Wahrheit anhebt, geht bei den Rollen an die Substanz. Recht und Gerechtigkeit kommen mit Rechthaben und Rechtbehalten in den Clinch. Abgründe von Rassismus, Vorurteilen und persönlichen Verletzungen tun sich auf....

(Über)schnappschuss_16

Gehweg. Geh, weg? Hoi. Heu?...

Haltestelle verlegt

Nicht gerade fußgängerfreundlich gestaltet sich die momentane Verlegung der Haltestelle für die westwärts fahrenden Busse an der Klinkkreuzung. Ein schmaler Pfad führt zurzeit schräg über den Platz, der momentan noch keinen Namen hat – Pizzaplatz wäre mir schon mal eingefallen, weil er direkt vor einer Pizzeria liegt – hinüber zur anderen Seite des Innrain, wo der letzte Abschnitt bis zur Haltestelle dann ohne Schutzweg gegangen werden muss, was aufgrund des Gegenverkehrs nicht ganz ungefährlich ist. Die Haltestelle selbst wird dann sowohl von den normalerweise an der Haltestelle beim Finanzamt anfahrenden Verbundbussen wie auch denen der IVB-Busse, die bei der Klinik halten, bedient.  Nun, dass Haltestellen manchmal wegen Bauarbeiten verlegt werden müssen, ist eine von den Benützer/innen in Kauf zu nehmende Notwendigkeit, und in den meisten Fällen gelingt das auch mehr oder weniger ohne große Probleme.  Warum diese Haltestelle verlegt wurde, und leider in eine für die Busbenützer/innen eher ungünstig verlegt, erschließt sich dem Fußgänger/erst einmal nicht. Fährt doch der Individualverkehr weiter die rechte Seite des Innrain, sowohl geradeaus Richtung Klinik /Universität wie auch rechts abbiegend über die Innbrücke. Da erhebt sich für mich schon die Frage: wurde hier wieder mal zugunsten des  Individualverkehrs eine wichtige Haltestelle des öffentlichen Verkehrs geopfert bzw. so ungünstig verlegt, dass diese für die Benützerin / den Benützer nur erschwert und nicht ohne Gefahr benützt werden...

„Sind Sie im Sozialbereich tätig?“...

Nach einer Lesung in der Innenstadt und einem längeren Plausch mit dem Veranstalter stolperte ich gestern spätnachts nach hause. Ich wählte unter anderen den Weg zwischen Krankenkasse und Viaduktbögen. Doch: da liegt wer auf dem Boden. Ich mache Halt. Es ist ein mir schon bekannter Obdachloser. Stark alkoholisiert hat er es nicht mehr in irgendeine städtische Herbere geschafft und sich, so wie er ist – ohne jede Schlafunterlage oder gar Schlafsack – einfach an einer Hausmauer auf den Boden gelegt, um zu schlafen. Bei den Temperaturen gestern Nacht (rund um null Grad) womöglich sein letzter Schlaf. Ich versuche, ihn zu wecken. Er brabbelt etwas von „is mir wurscht, lass mich liegen, passt schon, is eh wurscht“. Nein, ist nicht wurscht, denke ich mir. Lege meine Jacke über ihn und wähle die 144. Nun bin auch ich es, der friert. Ich mache den „Fehler“ und sage, dass hier ein stark alkoholisierter Obdachloser liege der zu erfrieren drohe weil er die Kälte nicht mitbekommt. Statt einen Rettungswagen los zu schicken, verbindet mich der Herr in der Leitstelle – so schnell kann ich gar nicht schauen – mit der Polizei. Komisch, denke ich mir, und schildere nun einem Polizisten, dass ich bitte einen Rettungswagen geschickt haben möchte, weil da jemand zu erfrieren droht. Während ich telefoniere zeigt sich wieder einmal die hässliche Fratze unserer Gesellschaft: zwei Radfahrerinnen fahren an dem am Boden liegenden mit den Worten „he’s just sleeping“ vorbei, ein Anderer geht wortlos, aber einen Kepab in sich hinein würgend, ebenfalls vorbei. Nur einer gestikuliert, ob ich eh grad mit der Rettung telefoniere. „Ja“, signalisiere ich ihm, auch wenn ich komischerweise die Polizei dran habe. Nach 13 Minuten kommen dann auch tatsächlich zwei Polizisten und wollen dem am Boden liegenden klar...

Der 3-Mio-Euro Verzicht. Warum es richtig ist....

Ein verheerender Waldbrand und seine Folge Als der 18-Jährige aus Absam seine Zigarette weg warf, tat er dies wie so viele andere auch: achtlos. Als er bemerkte, dass seine weg geworfene Zigarette das Unterholz in Flammen gesetzt hatte, hat er das getan, was wohl viele von uns ebenso getan hätten: er hat versucht, den Brand zu löschen. Ein hoffnungsloses Unterfangen bei dem staubtrockenen Gehölz und dem vorherrschenden Wind. Als er sah, dass sein Bemühen nichts bringt, hat er das getan, was wohl viele von uns ebenso getan hätten: er hat die Einsatzkräfte alarmiert. Dabei hat er aber auch das getan, was die allermeisten von uns (mich eingeschlossen) im ersten Moment vermutlich verschwiegen bzw nicht getan hätten: nämlich zugeben, dass er selbst es war, der den Brand verursacht hat. Ich selbst hätte vor den erwartbaren Konsequenzen vermutlich duckmäuserisch irgendwelche anderen als Verursacher vermutet, während ich als „Entdecker des Brandes“ fein raus gewesen wäre. Dass die Landesregierung in ihrer heutigen Sitzung auf mögliche Schadenersatzforderungen in Höhe von ca. 3 Millionen Euro verzichtet hat, werden wohl nur Dummköpfe als „verantwortungslosen Umgang mit Steuergeld“ bezeichnen. Es wurde der gesamtgesellschaftlich gesehen einzig richtige Weg beschritten: Jemandem, der aus Fahrlässigkeit einen so großen Schaden verursacht und dann auch noch den Mumm hat, dazu zu stehen, darf „nicht die Existenz verbaut werden“, wie es heute bei der Pressekonferenz der Landesregierung geheißen hat. Es gehört eine ordentliche Portion Mut dazu, zu einem Fehler zu stehen. Mit dem Verzicht auf Schadenersatz sendet die Politik das richtige Signal aus: es gibt auch eine andere Form der Zivilcourage und die gehört geschätzt und derart gefördert. Gratulation den Offiziellen zu dieser symbolkräftigen Entscheidung. Gezogener Hut und tiefer Respekt für den 18-Jährigen. Wenn nun auch noch Staatsanwälte und Gerichte weise und vor...

APANIES PERLEN

Menschen verlieren Hoffnung, die Beherrschung und manchmal auch sich selbst. Launen der Kultur? APANIES PERLEN: Wenn Judith W. Taschler Geschichten erzählt, lesen sich Schicksale wie zu Papier gebrachte Wetterkapriolen. „Oskar oder Who the fuck is Waldheim?“ Böse Taten haben ein Nachspiel. Während der Großvater eventuell darüber nachdenkt, ob er trotzdem in den Himmel kommt, erschwert Oskars Vergangenheitsbewältigung sogar das Vorspiel mit der amerikanischen Gastmutter. Ihr gehauchtes „Who the fuck is Waldheim?“, löst dennoch heftige Erektionen bei ihm aus. Nach all den Enthüllungen, ist Oskar aber sicher keiner mehr, der zum Lachen in den Keller geht. „Bis der Tod uns scheidet“ Während die einen noch suchen, sind die anderen längst im Begriff zu verlieren. Mercedes-Händler sind da keine Ausnahme. Schon gar nicht, wenn das Objekt der Begierde aus einer erzkonservativen Familie kommt und die eigene Spiritualität durch seine Schuld – durch seine große Schuld – nicht mehr leben kann. „Worst case“ Ist der schlimmste Fall eingetreten, nimmt Julius sogar Herkunft in Kauf. Aber was tun, wenn einem das Vertraute plötzlich Kälteschauer über den Rücken jagt? Brennholz sammeln? Den Verstand verlieren? Da Zeit längst an Relevanz verloren hat, entscheidet er sich vorläufig dafür, alte Geschichten aufzuwärmen. Zumindest, bis die Vergangenheit dann wirklich an die Tür klopft. „Apanies Perlen“ Menschen verlieren Hoffnung, die Beherrschung und manchmal auch sich selbst. Wird das Schicksal von einem Schmuckstück gelenkt, braucht es irgendwann keine Tigerhaie mehr, um zerfleischt zu werden. Wie sich die wundersamen Perlen in Australien finden, um sich auf einer Südtiroler Waldlichtung zu verlieren, fädelt Judith W. Taschler im gleichnamigen Erzählband so geschickt ein, dass phantastische Tauchgänge nicht mehr in Knechtschaft geraten. APANIES PERLEN: Ein Erzählband wie Frühling, Sommer, Herbst, Winter und alles gleichzeitig. Judith W. Taschler APANIES PERLEN. Vier Erzählungen 184 Seiten, Picus,...

Auf die Plätze, fertig, obdachlos? MitläuferInnen welcome!...

Hohe Wellen hat in den vergangenen Tagen mein Vorhaben, am 27. April für den Verein für Obdachlose 44 Mal um das Landhaus zu laufen, geschlagen. Ich hatte per E-mail sämtliche Landtagsabgeordnete und Landesregierungsmitglieder (gesamt 44 PolitikerInnen) darum ersucht, pro Runde 100-Euro zu sponsern. 4.400.- Euro sollten so zusammenkommen. Viele PolitikerInnen sagten rasch und bereitwillig zu. Hintergrund war ursprünglich eine zugegebenermaßen komplizierte Wette meinerseits – kurz gefasst: Sollte es gelingen, das Treibhaus zu den April-Terminen (15. – 18.) meines aktuellen Programms „Schwarzmalen“ bis unter’s Dach zu füllen, freut sich mein Orthopäde und ich laufe für den Verein für Obdachlose 44 Runden um das Landhaus. Von vornherein war klar, dass jedenfalls gelaufen wird. Ausverkauftes Treibhaus oder nicht. Der Verein für Obdachlose kann das Geld schließlich gut brauchen. Und dem Verein für Obdachlose werden auch Freikarten zur Verfügung gestellt. Klare Sache. Schließlich wollte der Grüne Klubobmann Gebi Mair mit mir um die Wette laufen. Per E-mail, samt Foto mit ihm in Laufmontur vor dem Landhaus, forderte er mich heraus. Sukkus: wer langsamer als der andere ist, zahlt pro Runde 100 Euro – für den Verein für Obdachlose. Nachzulesen auf: http://gebimair.blogspot.co.at/ Nach einem Tag Bedenkzeit kam ich zum Schluss: Das ist ein netter Versuch. Ein netter Versuch der politischen Vereinnahmung eines Benefizlaufs. Und darauf kann es nur zwei logische Antwort geben: einerseits eine mediale per Presseaussendung (untenstehend), da Mair längst auch per Presseaussendung für seine Idee geworben hatte, andererseits die noch viel logischere: zur generellen Teilnahme am Benefizlauf für den Verein für Obdachlose aufzurufen: LAUF AUCH DU MIT! Maximal 44 Runden um’s Tiroler Landhaus. Für den Verein für Obdachlose und zur Frustbewälitgung jahrzehntelang plakatierter Wahlwerbesprüche wie „Wohnen in Tirol muss wieder leistbar werden“. Richtwert 1 Euro/Runde. Du definierst, wie viele Runden Du laufen...