Echte Männer singen (nicht) ?!...

Ich gestehe, ich habe ein Hobby. Ich bin leidenschaftliche Chorsängerin und es gibt in jedem gemischten Chor ein Dauerthema, das unter den Nägeln brennt. Wo sind die singenden Männer? Es grenzt schon fast an Manie, wenn die singenden Damen beinahe jedes männliche Wesen in der Umgebung auf Gesangstauglichkeit und vor allem -willigkeit prüfen. Es wird gefleht und gewinselt und ich hörte, manchmal wird Bier als Bestechungsmittel angeboten. Allein, die Herren der Schöpfung wollen nur in der Minderzahl ihre Umgebung mit ihren Stimmen erfreuen. Liebe Männer ich verrate euch ein Geheimnis. Ihr werdet wahrscheinlich in keiner anderen Gruppe so geschätzt wie in einem Chor. Die singenden Damen hegen und pflegen ihre Mitsänger. Tenöre und Bässe werden eifersüchtig bewacht, damit sie nicht von der Konkurrenz abgeworben werden. Sie werden umschwänzelt, man sorgt sich um ihr Wohlergehen und auch für die Partnerschaftsanbahnung bieten Chöre gegebenenfalls ein wunderbares Spielfeld, denn die männlichen Gegenspieler sind zahlenmäßig stark reduziert und meist schon in festen Händen. Sänger, Single, wunderbar 🙂 Männer traut euch!! Man erwartet von euch ja nicht, dass ihr á la Musical bei jeder sich bietenden Gelegenheit schmachtend in Gesang ausbrecht, ihr müsst auch nicht von Anfang an perfekt sein. Chorgesang braucht Übung, das ist klar, aber dafür gibt es auch Proben. Freude am Singen ist wichtig, der Rest kommt, wenn ihr nicht vollkommen unmusikalisch und ataktisch seid, mit der Zeit fast von allein. Kommt, singt mit, ein Chor ist sicher auch in eurer Nähe, vielleicht erschallt dann in nächster Zeit häufiger: „It’s raining men! Hallelujah!“   Alles Liebe Euer Plaudertäschchen   PS: Und gesund ist das Ganze auch noch!! https://www.medizinpopulaer.at/archiv/medizin-vorsorge/details/article/singen-ist-medizin.html Und wer auf Chorsuche ist, dem darf die Seite des Sängerbundes ans Herz gelegt werden:...

Hilfe, es weihnachtet sehr!...

  Geht es nur mir so, oder gibt es da draußen noch mehr Menschen, denen der jedes Jahr noch früher einsetzende Weihnachtswahn etwas schräg einfährt? Nicht dass wir uns missverstehen, ich liebe Weihnachten, die Deko, die Lichter, das ganze Brimborium samt und sonders.  Aber Lebkuchen im August ist schon wirklich viel zu früh, oder? Und als ich mich letzthin in einem meiner Krimskramsläden sage und schreibe schon am 8.10. einem voll weihnachtlich geschmückten Laden gegenübersah, das ging dann endgültig zu weit. Jedes Jahr das gleiche Spiel, jedes Jahr noch ein wenig früher, wenn das so weitergeht, starten wir nächstes Jahr  unter Umständen schon gleich nach dem Sommerurlaub und dem Schulstart in die Weihnachtssaison. Ich für mich verweigere diesen Frühstart, indem mir vor Mitte November kein einschlägiger Artikel in den Einkaufskorb kommt. Und da überlege ich mir immer wieder, ob  sich diese ewig nach weiter vorne bewegende Spirale nicht umkehren ließe, wenn wir als Kunden gegenüber dem Handel ein Zeichen setzen und die Waren wirklich erst dann kaufen würden, wenn es dem Kalenderlauf angemessen ist. Vielleicht könnten wir auf diese Weise  zu den üblichen „normalen“ Zeiten zurückkehren, als der Sommerschlussverkauf noch am Ende des Sommer und der Winterschlussverkauf im Frühjahr stattfand, als Schokoosterhasen erst nach dem Fasching und Nikoläuse erst am November im Laden waren. Ich weiß, die Glitzerwelt des Handels ist verlockend und die Angebote schreien geradezu nach Aufmerksamkeit, aber versucht es mal… Also widersteht dem Konsumdruck und genießt vorerst mal noch den Herbst, Weihnachten kommt noch früh genug.   Euer Plaudertäschchen...

Wo der Inn hinfließt…....

Wenn im Sommer die MitschreiberInnen des Provinnsbruck-Blogs, ihre Heimat hinter sich lassen, dann läuft im Hintergrund trotz allem noch der Es-gefällt-dir-was-hat-das-mit-Innsbruck-zu-tun-du-musst-was-schreiben-Modus. Ich habe da immer das Gefühl, dass eines der Redaktions-Urgesteine im Miniformat auf meiner Schulter sitzt und mir „Wir brauchen einen Beitrag“ in Ohr flüstert. So kam es auch, dass ich bei meinem Kurzausflug nach Schärding nicht auf euch vergessen habe und unseren Hausfluss, den Inn in ganz verträumter Abendstimmung aufs Bild bannte.   Und wer Abend sagt, der nimmt die Morgenstimmung auch gleich mit…   Ein bisschen breiter als bei uns ist der Inn in Schärding schon…   Und wenn mensch schon mal in dieser Ecke ist, dann kann frau auch gleich einen Abstecher in benachbarte Bayern machen und schauen, wo denn der Inn in die Donau mündet. Also ich habe mir ja sagen lassen angesichts, der Wassermenge die der Inn mitbringt, müsste die Donau ab Passau ja eigentlich Inn heißen, aber wir wollen mal nicht so sein, wo hätte denn Johann Strauß sonst seine Inspiration für Österreichs Nationalwalzer herbekommen und es wäre ja wirklich schade drum… Leider war das Wetter etwas trübe, aber wenn man genau schaut, sieht man in der Mitte die Strömungslinie, bei der Inn und Donau zusammenfließen.     Bis bald Euer Plaudertäschchen...

La Finta Giardiniera – Operngenuss im kleinen Rahmen...

La Finta Giardiniera – Operngenuss im kleinen RahmenDie Studierenden des Tiroler Landeskonservatoriums bringen Wolfgang Amadeus Mozarts „La finta giardiniera“ (dt. Titel: Gärtnerin aus Liebe) auf die Bühne. Nach der Premiere am 26.4.2016 haben Opernfreunde auch noch am am 27., 28. und 29. April, jeweils um 19.30 Uhr die Möglichkeit im Konzertsaal des Tiroler Landeskonservatoriums in kleinem, aber feinen Rahmen Mozarts komische Oper zu erleben. „Überraschungen, Täuschungen und Verwechslungen treiben sieben Menschen fast in den Wahnsinn, bevor zum guten Schluss die Richtigen zueinander finden.“ (dem Programmheft entnommen) Die Studierenden überzeugen mit ihren musikalischen Fähigkeiten, präsentieren schöne Stimmen und verstehen es mit ihrer Spielfreude den Funken auf das Publikum zu übertragen. Ausstattung und Regie harmonieren mit den jungen Künstlern, sodass der Abend trotz des draußen herrschenden winterlichen Wetters Frühlingsgefühle wach werden lässt. Mit besten Empfehlungen für musikalische Schleckermäuler Euer...

Mein Name ist Streifen – Zebrastreifen...

Wer ihn nicht kennen sollte, das gestreifte Ding am Foto ist ein Zebrastreifen, liebevoll auch Schutzweg genannt. Wie ich allein im Lauf der letzten Woche sechsmal erleben musste, ist seine Existenz zunehmend bedroht und wird diesem wundervollen Wesen beinahe jegliche Daseinsberechtigung entzogen. Ob Edellimousine, ob flotte Radlstudentin oder radelnder Silberopa, diese Streifen haben einen Zweck und stellen nicht nur ein stylisches Design eines eher minimalistisch veranlagten Künstlers im Rahmen der Stadtgestaltung dar. Liebe Autofahrer, wenn ein menschliches Wesen am Gehsteig steht und ganz klar in eure Richtung schaut, liegt es nicht daran, dass dieses Etwas mittels telepathischer Wirkung eure Kiste beschleunigen will, sondern ihr solltet wirklich ernsthaft in Erwägung ziehen, dass so ein Würstchen wie ich tatsächlich die Absicht hegen könnte, mal eben sicher über die Straße zu kommen. Liebe Radfahrer, das gilt auch für euch. Der Schutzweg ist auch für euch verbindlich! Ich habe es wirklich über, regelmäßig beim Aus- und Einsteigen in den Bus (Hotspots Maria-Theresien-Straße, Museumstraße) fast gerammt zu werden und dass mir abwechselnd am Zebrastreifen fast die Nase oder mein Hinterteil geglättet wird, auch wenn eure Kurvenfahrten dabei schon fast artistische Fähigkeiten erahnen lassen und somit durchaus einen gewissen Unterhaltungswert darstellen könnten. Liebe Fahrer diverser Fortbewegungsmittel, Fußgänger haben auch eine Daseinsberechtigung, also lasst uns leben. Ein paar Sekunden warten sollte im Straßenverkehr kein Problem sein. Gebt dem Schutzweg die Chance tatsächlich seinen ureigensten Zweck zu erfüllen und setzt nicht auf das Recht des Stärkeren. Auf ein gedeihliches Miteinander freut sich nicht nur euer...

Alt, aber neu… Bücher und Slammen in schöner Harmonie...

Die Wagner’sche ist wieder, was sie immer war, eben die Wagner’sche Buchhandlung. Zurück zu den Wurzeln heißt die Devise. Raus mit all den Nebensächlichkeiten, welche anderswo ihren Platz finden, und Fokus auf das, was eine Buchhandlung ausmacht, eben das Buch. Und da am Anfang stets das Wort steht, wurde das Wort auch in Form eines Schaufensterslams am 2. Oktober gebührend in Szene gesetzt. Sechs Poeten stellten sich dem buntgemischten Publikum. Herzschlag um Herzschlag schwang man sich hoch zu einem Himmel voller Sternschnuppen, der Begriff der intellektuellen Prostitution wurde aus der Taufe gehoben und man vermeinte angesichts wunderbarer Schilderungen fast den Duft eines sommerlichen Barbecues zu riechen, wobei fleischkontaminierte Knollen für handfeste Missverständnisse sorgten. Im heiligen Land Tirol, das nur oans isch, wurden gar Heilige verführt, es gab Phantasiereisen durch die Stürme der Zeit und die Qualen der Poeten. Es wurde klar, dass immer „eppas“ da ist, das uns begleitet und schließlich ist das Leben ja eigentlich wirklich schön. Man darf sich wünschen und hoffen, dass dieser Abend in der neuen alten Wagner’schen einer von vielen Folgenden sein wird. Die Vorzeichen lassen auf viel Schönes hoffen. Euer...