Mein Name ist Streifen – Zebrastreifen

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Wer ihn nicht kennen sollte, das gestreifte Ding am Foto ist ein Zebrastreifen, liebevoll auch Schutzweg genannt. Wie ich allein im Lauf der letzten Woche sechsmal erleben musste, ist seine Existenz zunehmend bedroht und wird diesem wundervollen Wesen beinahe jegliche Daseinsberechtigung entzogen.

Ob Edellimousine, ob flotte Radlstudentin oder radelnder Silberopa, diese Streifen haben einen Zweck und stellen nicht nur ein stylisches Design eines eher minimalistisch veranlagten Künstlers im Rahmen der Stadtgestaltung dar.

Liebe Autofahrer, wenn ein menschliches Wesen am Gehsteig steht und ganz klar in eure Richtung schaut, liegt es nicht daran, dass dieses Etwas mittels telepathischer Wirkung eure Kiste beschleunigen will, sondern ihr solltet wirklich ernsthaft in Erwägung ziehen, dass so ein Würstchen wie ich tatsächlich die Absicht hegen könnte, mal eben sicher über die Straße zu kommen.

Liebe Radfahrer, das gilt auch für euch. Der Schutzweg ist auch für euch verbindlich! Ich habe es wirklich über, regelmäßig beim Aus- und Einsteigen in den Bus (Hotspots Maria-Theresien-Straße, Museumstraße) fast gerammt zu werden und dass mir abwechselnd am Zebrastreifen fast die Nase oder mein Hinterteil geglättet wird, auch wenn eure Kurvenfahrten dabei schon fast artistische Fähigkeiten erahnen lassen und somit durchaus einen gewissen Unterhaltungswert darstellen könnten.

Liebe Fahrer diverser Fortbewegungsmittel, Fußgänger haben auch eine Daseinsberechtigung, also lasst uns leben. Ein paar Sekunden warten sollte im Straßenverkehr kein Problem sein.
Gebt dem Schutzweg die Chance tatsächlich seinen ureigensten Zweck zu erfüllen und setzt nicht auf das Recht des Stärkeren.

Auf ein gedeihliches Miteinander freut sich nicht nur
euer Plaudertäschchen

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