Alt, aber neu… Bücher und Slammen in schöner Harmonie...

Die Wagner’sche ist wieder, was sie immer war, eben die Wagner’sche Buchhandlung. Zurück zu den Wurzeln heißt die Devise. Raus mit all den Nebensächlichkeiten, welche anderswo ihren Platz finden, und Fokus auf das, was eine Buchhandlung ausmacht, eben das Buch. Und da am Anfang stets das Wort steht, wurde das Wort auch in Form eines Schaufensterslams am 2. Oktober gebührend in Szene gesetzt. Sechs Poeten stellten sich dem buntgemischten Publikum. Herzschlag um Herzschlag schwang man sich hoch zu einem Himmel voller Sternschnuppen, der Begriff der intellektuellen Prostitution wurde aus der Taufe gehoben und man vermeinte angesichts wunderbarer Schilderungen fast den Duft eines sommerlichen Barbecues zu riechen, wobei fleischkontaminierte Knollen für handfeste Missverständnisse sorgten. Im heiligen Land Tirol, das nur oans isch, wurden gar Heilige verführt, es gab Phantasiereisen durch die Stürme der Zeit und die Qualen der Poeten. Es wurde klar, dass immer „eppas“ da ist, das uns begleitet und schließlich ist das Leben ja eigentlich wirklich schön. Man darf sich wünschen und hoffen, dass dieser Abend in der neuen alten Wagner’schen einer von vielen Folgenden sein wird. Die Vorzeichen lassen auf viel Schönes hoffen. Euer...

Neue Romantik

Der Ausritt auf einem weißen Schimmel, die Fahrt im Cabrio oder harmonisch aneinandergeschmiegt auf der Vespa war gestern. Der Kavalier im Jahr 2015 kutschiert seine Angebetete durch Einsatz seiner Körperkraft durch die Stadt. Danke an das Pärchen, das gestern meinen Heimweg um ein herzliches Schmunzeln bereichert hat. Euch geht es bei diesem Anblick hoffentlich ebenso. Alles Liebe Euer...

Auflesung einer Institution… zum vorläufigen Abschied von Text ohne Reiter...

Nun denn, die Ritter des Wortes haben gestern vorläufig zum letzten Mal ihre literarischen Speerspitzen über den Gefilden der Sprachgewalt aufleuchten lassen. Während Robert Prosser nebst alkoholischen Genüssen Eindrücke aus der Hip Hop Szenerie aus Bosnien importierte um anschließend im Queen Anne in romantischer Stimmung in enger Nachbarschaft zum Pissoir „Betrunkene“ aus dem Auto fallen zu lassen, gemahnte Stefan Abermann an die Endlichkeit des Seins, in welchem er endlich Stille genoss aber von seinen Kameraden selbst im Tod noch verfolgt wurde und diese unter Zugrundelegung all ihrer im Lauf der Jahre erworbenen und nie abgelegten Spleens (ich sage nur Eichhörnchen) auf seine Kosten hochbetagt ihr Comeback planten. Martin Fritz erinnerte im Schutzmantel der allgegenwärtigen Präsenz eines Sicherheitsvollbades an die Anfangszeiten der Lesebühne und seine Rolle als scheinbar einzig Vernünftiger der Truppe und Markus Koschuh erweckte nochmals die „liebevollen“ Grußworte und Aufträge des Martin Fritz anlässlich einer längeren Absenz zum Leben und ließ das Publikum nach Betrachtungen zu einem durchschnittlichen Lesebühnenabend ohne Pointe zurück… Meine Lieben, ich muss sagen, der Chor zum Backstreet Boys Hit „Quit playing games with my heart“ war so grauenhaft, dass es schon wieder ein Genuss war. Fast wehmütig wurde schlussendlich von den Anwesenden das Einfahren der Leinwand beobachtet und gerüchteweise auch mit salbungsvollen Worten kommentiert. Es darf aber auf eine Auferstehung der Lesebühne im Herbst in etwas veränderter Form gehofft werden. Stay tuned: Text ohne Reiter im Netz und auf Fetzbuch Euer Plaudertäschchen Ein frühes...

Am Ende wird alles gut…...

1. Mai – und wenn ich aus dem Fenster blicke ist von Frühlingsstimmung nicht gar so viel zu entdecken. Graue Tage sind nicht gerade dazu angetan unsere Laune zu heben. Doch darf uns der Schein von außen gar so sehr die Stimmung trüben? Wenn der Himmel voller Wolken hängt, neigt man gerne dazu, Trübsal zu blasen,… und wenn man gerade dabei ist, dann kommt einem auch gern zu Bewusstsein, dass es im Job grad nicht so rund läuft, dass man sich in die falschen Menschen verliebt, manches besser ungesagt geblieben wäre, die Uhr sich kurz mal rückwärts drehen sollte, um Geschehenes zu ändern,… Ehrlich, wer hat sich gerade dabei ertappt, dass er diese Stimmungslagen kennt? Ich selbst mache bei weitem nicht immer alles richtig, die obigen Gedanken verfolgen auch mich regelmäßig und doch bin ich nicht bereit aufzustecken. Wir sollten, ja wir müssen mutig nach vorne blicken. Jeder von uns hat seinen Platz im Weltgefüge, jeder/ jede ist wichtig! Wenn wir das Licht am Ende des Tunnels zeitenweise so gar nicht zu erblicken vermögen, sollten wir darauf vertrauen, dass alles im Leben seinen Sinn hat, es wirklich besser werden kann und und dass wir selbst dazu beitragen können, wieder das Positive zu entdecken. Wir sollten einfach die kleinen Dinge im Leben mehr schätzen. Eine blühende Blume, ein Sonnenstrahl, der sich den Weg durch die Wolken bricht, ein gutes Gespräch, gemeinsames Lachen, eine kurze Nachricht von lieben Freunden,… Wenn wir diese Dinge schätzen, ist der Weg zur Zuversicht, dass sich auch größere Schwierigkeiten meistern lassen, nicht weit und wir können auch daran glauben, wie es Oscar Wilde so schön formulierte: „Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.“ Euer...

Kleine Anregung

„Sei mutig, sei du“, diese vier auf den Gehsteig gesprühten Worte sprangen mir Freitag mittags nach einer langen Arbeitswoche gleich zweimal in der Maximilianstraße ins Auge. „Sei mutig, sei du“ klingt eigentlich ganz einfach, ist es aber nicht immer. Die Gesellschaft, in der wir leben, fordert von uns in vielen Bereichen Anpassung. Beruf, Familie, Freunde, sie alle haben ihre eigenen Bedürfnisse. Die wirtschaftlichen Gegebenheiten in einer doch sehr konsumorientierten Gesellschaft tragen nicht unbedingt dazu bei, es Individualisten, welche sich ganz dem vorerwähnten Motto verschreiben, leicht zu machen. Wer ist schon gern ein komischer Kauz, ein unangenehm Auffallender, ein Unbequemer, gar ein Spinner? Ich gestehe, auch ich gehöre eher zu der angepassten Linie, doch ich bewundere Menschen, welche ohne ihre Mitmenschen aus den Augen zu verlieren, konsequent ihren eigenen Weg gehen und oft auch einen hohen Preis dafür bezahlen. „Sei mutig, sei du“ regt zum Reflektieren der eigenen Gewohnheiten und Denkweisen an. Wir müssen ja nicht gleich unser Leben total auf den Kopf stellen, aber es schadet ja nicht, öfter mal in uns hineinzuhören, wer wir selbst wirklich sind, was wir wirklich wollen und dann mal einen individuelleren Weg einzuschlagen… Euer...

Fundstücke der Straße

Wer sich mit offenen Augen durch die Stadt bewegt hat die Möglichkeit auch immer wieder nette Dinge zu entdecken, an welchen andere vorbeihasten, ohne ihnen Beachtung zu schenken. Mein Tag stand gestern unter dem Motto: Schaf sucht Mensch, Mensch sucht Rad… Vielleicht finden die zusammengehörenden Teile ja wirklich wieder zueinander? (Fundorte: Schaf – eine Regenrinne in der Fallmerayerstraße und der Drahtesel in der Maximilianstraße) Euer...