Der Tod kommt auf leisen Sohlen...

Die Zeichen mehren sich… Der Tod geht um in Innsbruck!! Ein Grund zur Panik?! Nein keineswegs, aber ein guter Grund, Theaterluft zu schnuppern, denn das Tiroler Landestheater startet nächste Woche mit den Aufführungen der Rockoper Everyman. Der zur Aufführung gelangende Bühnenstoff beruht auf einem englischen Moralitätenspiel aus dem 15. Jahrhundert, an welchem sich schon Hugo von Hofmannsthal für seinen Jedermann orientiert hat. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes hat eine lange Tradition und so alt die literarischen Vorlage sein mag, sie hat doch nichts von ihrer Aktualität verloren. Wie oft geht im Strudel des allgegenwärtigen Konsumwahns der Blick für Andere verloren, die Gesellschaft scheint geradezu zu erwarten, dass man sich mit Ellbogentechnik über Andere erhebt. Doch was steht am Ende unseres Lebensweges? Was bleibt? Können wir erworbenen Reichtum mit ins Jenseits nehmen, wie sich das der/die Einzelne auch immer vorstellen mag? Es ist klar, am Ende unseres Weges stehen wir allein und bloß da. Was in Erinnerung bleibt ist die Art und Weise, wie wir unseren Mitmenschen begegnet sind. Dem alten Bühnenstoff wird nun durch die Musik der deutschen Progressive-Metal-Band Vanden Plas neues Leben eingehaucht, welche einen musikalischen Bogen von Metal über Bombast-Rock, Klassik und Irish Folk bis hin zur Kirchenmusik spannt. Im Rahmen der Einführungsmatinee zu Everyman am letzten Sonntag fiel der Satz, dass sich der Sucus des Stückes wohl zusammenfassen ließe in: „Tu Gutes und glaube.“ Intendant Johannes Reitmeier definierte dabei den Glauben über jegliche Religionsgrenzen hinweg als den Glauben an das Gute im Menschen. Gerade in diesen unruhigen Zeiten, wo man allmählich daran zweifelt, dass die Menschheit jemals wirklich in friedlicher Koexistenz leben wird, ein schöner Denkansatz. So bleibt zu hoffen, dass die hoffentlich zahlreichen Zuschauer des sich anbahnenden Spektakels nicht nur musikalisch beflügelt, sondern...

Echte Männer singen (nicht) ?!...

Ich gestehe, ich habe ein Hobby. Ich bin leidenschaftliche Chorsängerin und es gibt in jedem gemischten Chor ein Dauerthema, das unter den Nägeln brennt. Wo sind die singenden Männer? Es grenzt schon fast an Manie, wenn die singenden Damen beinahe jedes männliche Wesen in der Umgebung auf Gesangstauglichkeit und vor allem -willigkeit prüfen. Es wird gefleht und gewinselt und ich hörte, manchmal wird Bier als Bestechungsmittel angeboten. Allein, die Herren der Schöpfung wollen nur in der Minderzahl ihre Umgebung mit ihren Stimmen erfreuen. Liebe Männer ich verrate euch ein Geheimnis. Ihr werdet wahrscheinlich in keiner anderen Gruppe so geschätzt wie in einem Chor. Die singenden Damen hegen und pflegen ihre Mitsänger. Tenöre und Bässe werden eifersüchtig bewacht, damit sie nicht von der Konkurrenz abgeworben werden. Sie werden umschwänzelt, man sorgt sich um ihr Wohlergehen und auch für die Partnerschaftsanbahnung bieten Chöre gegebenenfalls ein wunderbares Spielfeld, denn die männlichen Gegenspieler sind zahlenmäßig stark reduziert und meist schon in festen Händen. Sänger, Single, wunderbar 🙂 Männer traut euch!! Man erwartet von euch ja nicht, dass ihr á la Musical bei jeder sich bietenden Gelegenheit schmachtend in Gesang ausbrecht, ihr müsst auch nicht von Anfang an perfekt sein. Chorgesang braucht Übung, das ist klar, aber dafür gibt es auch Proben. Freude am Singen ist wichtig, der Rest kommt, wenn ihr nicht vollkommen unmusikalisch und ataktisch seid, mit der Zeit fast von allein. Kommt, singt mit, ein Chor ist sicher auch in eurer Nähe, vielleicht erschallt dann in nächster Zeit häufiger: „It’s raining men! Hallelujah!“   Alles Liebe Euer Plaudertäschchen   PS: Und gesund ist das Ganze auch noch!! https://www.medizinpopulaer.at/archiv/medizin-vorsorge/details/article/singen-ist-medizin.html Und wer auf Chorsuche ist, dem darf die Seite des Sängerbundes ans Herz gelegt werden:...