Halloweenrelikte – Der Allerseelen Tod...

Die beiden anstehen Feiertage sind dem Tod gewidmet. „Der Tod ist ein gerechter Mann – ob du arm bist oder reich – als Leich is jeder gleich“ (c EAV) – Will mann/frau ihm ein Schnippchen schlagen: wird Halloween gefeiert. Wird der Toten Erinnerung gezollt – am Friedhof gedacht. Das Bewusstsein der Endlichkeit des Seins; unterscheidet den Menschen vielleicht vom Tier. Das Bewusstsein, dass der Tod einer manchmaligen Unerträglichkeit des Seins auch ein Ende setzen kann – kann tröstlich sein. A. Camus formulierte mal die These: „Nur der Selbstmord ist das Einzig ernstzunehmende, philosophische Problem“. Der Toten zu gedenken, wie auch nicht zu vergessen, ist mitunter Grundstein, welcher Religion begründen kann. Ob Tote auferstehen, oder sie im ewigen Paradies weiterleben, vielleicht sogar wiedergeboren werden, oder für immer verschwunden sind – bleibt alleinig im Gehirn des Seienden. Rituale helfen dem Menschen sein Leben zu bewältigen. Die freie Wahl dieser Rituale macht den Menschen zum Individuum. Das rebellieren gegen Rituale ist Ausdruck, des sich findenden Individuums. Hermann Hesse meinte:“ Die Hölle ist überwindbar“ – und gab uns damit nicht nur einen Grund Halloween zu feiern, sondern auch an ein Paradies zu glauben. Süßes oder Saures, LG...

Damit manchen ein Licht aufgeht …...

Der öffentliche Raum ist ein Ort für den Austausch von Meinungen und das Zusammentreffen von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Wenn wir aufeinander zugehen und mit Andersdenkenden diskutieren, haben wir die Möglichkeit, unsere Vorurteile zu hinterfragen und den eigenen Horizont zu erweitern. Jeder Mensch ist einzigartig und unverzichtbar – alle sind wir gleich an Rechten und Würde Das Foto stammt vom offiziellen Start der Beamerprojektion „Über 7 Brücken“ auf der Innbrücke in Richtung der Innsbrucker Altstadt – mit WortKunst aus dem sprachkabi.net zu Außenseiter(inne)n und sogenannten Randgruppen. Alle Interessierten sind herzlich...

„Millions can walk“: Film und Diskussion...

Filmvorführung und Diskussion mit Rajagopal (Indien, Präsident Ekta Parishad) Mo 3. November, 18:00 Uhr, Leokino Schulvorstellung Di, 4. November, 9:00 Uhr Der Film „Millions can walk“ dokumentiert den gewaltfreien „Marsch für Gerechtigkeit“. Wie kann man für seine Rechte kämpfen, ohne Gewalt anzuwenden? Mit dieser so aktuellen wie wichtigen Fragestellung strahlt der Film von Christoph Schaub und Kamal Musale weit über Indien hinaus. Er zeigt die vielfältigen Facetten des imposanten Protestmarsches, taucht ein ins Geschehen. Dabei fokussiert er immer wieder auf einzelne TeilnehmerInnen, auf deren schicksalshafte Geschichte und die tägliche Realität in den Dörfern dieser Menschen. Zeit: Montag, den 3. November 2014, 18:00 Uhr Ort: Leokino Innsbruck, Anichstraße 36, Innsbruck Am Dienstag, den 4. November 2014 findet um 9:00 Uhr ein Schulvorstellung mit anschließender Diskussion statt. Anmeldung erforderlich! Mehr Infos dazu finden sich hier. Rajagopal P. V. ist Vizepräsident der nationalen Gandhi-Foundation sowie Präsident und Gründungsmitglied der Ekta Parishad. Die indische Organisation “Ekta Parishad”, ist eine Organisation, die für die Rechte der unterdrückten Landbevölkerung in Indien kämpft. Organisation: Südwind in Kooperation mit dem IFFI (International Film Festival Innsbruck...

Der Asylcontainer

Mag sein, dass alle, die kommen, bleiben. Ich werde mich auf sie freuen! Ich werde ihnen zu verstehen geben, dass sie hier ein Stück Heimat finden werden. Ich werde ihnen anbieten, dass sie doch noch länger bleiben möchten, weil ihre Gesellschaft so angenehm ist. Ich würde auch ihren Schmerz verstehen. Mit ihnen gemeinsam spazieren, um zu hören und zu verstehen. Wir werden uns die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Ich werde ihnen mein Land zeigen. Dort, wo der Platz am schönsten ist, werde ich ihnen eine Heimat anbieten. Ich werde sie nicht warten lassen im Asylcontainer, weil auch die Flucht irgendwann einmal ein Ende haben muss. Weil wir alle wissen, wenn wir erschöpft sind, dass wir Ruhe brauchen und uns geborgen fühlen dürfen. Wir sollten gleichzeitig wie Kinder und Erwachsene sein. Wir sollten wie Kinder fangen spielen und wenn wir müde sind, einen sicheren Zufluchtsort haben. Wir sollten wie Erwachsene erwachsen sein und den Kindern und den Erwachsenen einen Zufluchtsort bieten, wenn sie müde von der Reise zu uns finden. Mag sein, dass alle, die kommen, bleiben. Ich werde mich auf sie freuen. Reflexion zur Installation „Warteräume“ von Robert Gander/Günter Richard Wett am Vorplatz des Landestheaters von Andreas...

Wer hat an der Uhr gedreht?...

Sich darüber zu ärgern, was sich nicht mehr ändern lässt, erzeugt Bauchweh und Weltschmerz. Ich ärgere mich zweimal im Jahr über die Zeitumstellung – das ließe sich ohne Aufwand ändern, indem man sie einfach abschafft. Seit bald hundert Jahren wird hierzulande am Stundenzeiger herumgefummelt. Die allwissende Müllhalde Wikipedia weiß über das Hin und Her mit der Sommerzeit interessante Informationen zu berichten. Seit der (Wieder)einführung der Sommerzeit in Österreich in den 70ern ist die Zeitumstellung umstritten: Der Biorhythmus kommt durcheinander, es kommt zu Schlafstörungen und in der Zeit nach der Umstellung häufen sich Unfälle merkbar. Auch der Energieverbrauch – das am häufigsten genannte Argument für die Zeitumstellung – verbessert sich keineswegs: Zwar sinkt der Stromverbrauch etwas, der klima- und gesundheitsschädliche Treibstoffverbrauch steigt allerdings an, wenn es länger hell bleibt. Ein wirkliches Argument für die Zeitumstellung gibt es nicht, sie ist weder sinnvoll noch natürlich, kostet die Gesellschaft allerdings Millionen durch Folgewirkungen und auch Tiere leiden darunter. Wer sich über die Zeitumstellung informieren möchte und eventuell auch ihre Abschaffung unterstützen will, findet im Netz zahlreiche Informationen darüber. Wenn ihr der Meinung seid, dass die Zeitumstellung super ist und ich ein alter Raunzer bin, kommentiert bitte diesen Beitrag – mich interessieren auch und gerade Argumente dafür, schließlich betrifft und beeinträchtigt uns alle diese Umstellung  zweimal im Jahr....

Nicht’bruck: 8

Was Nicht’bruck ist, steht in Nicht’bruck: 1. Ort 8 Das Ende der Welt ist ganz nah. Ich glaube, es ist hier. Über Berge sind wir gefahren, nach Osten, sehr lange, auf Straßen, kaum breiter als das Auto. Zuletzt haben wir eine Abzweigung nach unten genommen und dieses Dorf erreicht. Schnell stellt sich heraus: übernachten kann man hier nicht, wir müssen bald weiterfahren. Der enge Weg führt zu einem Parkplatz an einer alten Mole, dann ist Schluss. Nur noch Wasser. Eine Gruppe von einheimischen Männern ist in einem alten Mercedes vorgefahren. Wir plaudern auf Englisch. Keine der beiden Parteien weiß, was sie von der anderen halten soll. TouristInnen verirren sich nicht hierher. Nebenbei justiere ich die Kamera. Stativ, Weitwinkel, Polfilter, Blende 11, automatische Belichtungsreihe. Fokussieren. Bereit. Ich mache das Foto.  42° 5’6.95″N...

Wir müssen reden: über TTIP...

Das Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA (TTIP – steht für: Transatlantic Trade and Investment Partnership) bestimmt seit Monaten den öffentlichen Diskurs. Sowohl die Inhalte, als auch das Vorgehen der verantwortlichen Personen bei den Verhandlungen selbst sind Anstoß zahlreicher Petitionen, Protestaktionen und hitziger politischer Debatten auf europäischer und nationaler Ebene. Die Kritik richtet sich dabei nicht nur auf die Konsequenzen des Abkommens und die damit verbundenen Befürchtungen, die durch die Schlagworte „Chlorhuhn“ und „Entmachtung der Politik“ emotional zum Ausdruck kommen, sondern auch auf die Verhandlungspraktiken, die bisher von Intransparenz geprägt waren. Vor allem geht es darum, ob Politik oder Wirtschaft über die Umstände, was wir essen bzw. unter welchen Bedingungen wir arbeiten, entscheiden Am 29. Oktober 2014 19 Uhr im Hörsaal 2 auf der SOWI (Innsbruck, Universitätsstr. 15) Darüber diskutieren: MEP Jörg Leichtfried, Univ.-Prof. DDDr. Waldemar Hummer (Institut für Europa- und Völkerrecht), Prof. Dr. Andreas Maurer (Institut für Politikwissenschaft), Fritz Pichlmann (attac), Univ.-Prof. Dr. Heinrich Neisser (Moderation) Dabei wird nicht nur den Vertretern am Podium, sondern auch den ZuhörerInnen die Gelegenheit geboten, sich aktiv in die Debatte einzumischen und kritische Fragen zu...

Das Buch der Bücher für die Insel...

Kurzentschlossenen sei die heutige Lesung in der Haymonbuchhandlung um 19:30 am Sparkassenplatz nahegelegt. Fünfzig Bücher bespricht Markus Gasser in seinem kürzlich bei Hanser erschienen Werk Das Buch der Bücher für die Insel und lädt zu einem kurzweiligen, spannenden, intelligenten und abwechslungsreichen Spaziergang durch die Welt der Literatur ein. Wem es heute doch zu spontan ist, der möge sich morgen Abend im For Friends Hotel in Seefeld einfinden. Auch hier liest Gasser ab 20:30 Uhr aus seinem...

Sir Terry Pratchetts – Das Buch der Nomen...

Dies ist die Geschichte von der großen Fahrt. Dies ist die Geschichte von der Suche nach Enkel Richard, 39. Dies ist die Geschichte vom Ding das den Weg kennt und kleinen Wesen die irgendwo zuhause sind. Ein tolldreistes LIVE.HÖR.SPIEL voller Werbebotschaften, Rolltreppen, Baggern, dressierten Ratten und Sonderangeboten in Hülle und Fülle. Inklusive düsteren Prophezeiungen. 9 Sprechis husten, kichern, flüstern, schreien, singen, donnern und krakeelen sich durch diese tollkühne Trilogie von Bestsellerautor Sir Terry Pratchett. An drei einzigartigen Abenden, die sowohl als Serie, als auch als Einzelereignis ein Genuss sind. Sonntag 26.10.14 Donnerstag 30.10.14 Mittwoch 05.11.14 Eintrittskarte 10-12 Euro Dreitrittskarte 25-32 Euro Freies Theater Innsbruck Wilhelm-Greil-Straße 23 6020...

VGT-Mahnwache für Tiere am Museumsvorplatz in Innsbruck...

50 Personen werden 1 Stunde lang still 50 Tieren gedenken, von denen sie jeweils eine Fotografie in den Händen halten. WANN: Freitag 24. Oktober 2014, ab 15 Uhr WO: Museumsvorplatz in Innsbruck 70 Millionen Masthühner werden jedes Jahr in Österreich geschlachtet, dazu 9 Millionen Legehühner und 5,5 Millionen Schweine. 200.000 Tiere sterben hierzulande jährlich in Tierversuchen. Kalte Statistiken, in denen das Einzelschicksal der Tiere untergeht. Doch jedes dieser Wesen hatte Gefühle und eine Persönlichkeit, kam mit der unschuldigen Freude kleiner Kinder auf die Welt, doch traf nur auf Tierfabriksmauern und Tierversuchskäfige. 50 Lebensgeschichten sollen deshalb am Freitag in einer pietätvollen Gedenkveranstaltung der Anonymität entrissen werden. Überall auf der Welt gibt es Gedenkveranstaltungen dieser Art, bei denen öffentlich um Tiere getrauert wird, deren Leichnam die Trauernden in den Armen halten. Auch in Spanien und Osteuropa war das möglich, ebenso in Wien und Graz. Nur die Innsbrucker Polizei scheint die in einer Demokratie wichtige Funktion der öffentlichen Trauer und Meinungsäußerung nicht zu respektieren. Den AktivistInnen wurde unter Androhung einer gewaltsamen Räumung der Trauerveranstaltung das im Arm Halten der toten Körper verboten, obwohl diese chemisch behandelt und tiefgefroren waren, also keinerlei Hygieneprobleme verursacht hätten. Die TierschützerInnen beugen sich schweren Herzens der Gewalt, um eine Eskalation zu vermeiden. Dazu Chris Moser, VGT-Koordinator in Tirol: „In der Polizei hier in Innsbruck gibt es offensichtlich gewisse Personen, die alles daran setzen, überall sonst übliche Tierschutzveranstaltungen zu verhindern. So wurde uns ebenfalls unter Androhung einer gewaltsamen Räumung der Kundgebung untersagt, ein Transparent über der Inntalautobahn zu zeigen, obwohl das an allen anderen Orten Österreichs einwandfrei möglich ist. Diese Haltung der Innsbrucker Polizei ist ein Tiefschlag für alle Menschen demokratischer...