Neue Texte am Inn

„Mein Leben ist nicht einfach“, sagt Unterweger. Und er sagt es mit Begeisterung. Vielleicht weil er das bis jetzt nicht so richtig gecheckt hat. Das Sprechen strengt ihn an. Vielleicht auch nur, weil er nichts mehr zum Sagen hat. Sein Mund ist trocken, seine Zunge schwer, seine Lippen rissig. Von Jeniffer spricht er lange und mit wässrigen Augen. „Jeniffer ist einfach das Schönste was es gibt“, so Unterweger. Und dass er sie liebt, aber ohne Erfolg. Aber er liebt sie, und ruft zu Hause immer wieder ihren Namen, das störte ja niemanden, er ist ja allein. Unterweger wartet auf das zufällig eintretende Ereignis ihrer beider Begegnung mitten auf der Straße irgendwo in der Stadt oder in einem Bus oder in der Straßenbahn. Schließlich ist die Stadt ja nicht so groß, als dass das nicht geschehen könnte. © Helmut Schiestl Mehr davon und Texte von philmarie theatdaggres gibt es heute, 30. Juni 2016, um 19 Uhr in der Vogelweide imWaltherpark....

Ausstellung Seelentiefentauchen von Christina Hirschlein...

Meine Sehnsucht nach Ganzheit und einer gefühlten inneren Mitte spiegelt sich in der Vorliebe Momentaufnahmen meiner Umgebung symmetrisch aneinander auszurichten und zu zentrieren. Konzentration als Fokussierung des eigenen Geistes auf etwas Schönes, ist eine mir zuinnerst lieb gewordene Beschäftigung. Neben den ästhetischen Versuchen eine Mitte, sowie eine bildliche Ganzheit zu finden, inspiriert mich der Mensch in all seinen berührenden Regungen, Ein- und Ausdrücken. Doch letztlich gibt es Myriaden von Faszinosa unserer unbegreiflichen Welt und deshalb lassen sich meine künstlerischen Spielereien selbstverstehenderweise nicht auf diese zwei eben genannten Kategorien begrenzen, sondern schlängeln sich ins Wirrwarr des Unfassbaren. Schließlich sind letzten Endes all diese grob umschreibenden Worte nur leere Hüllen, die das für mich in der Seele der Natur, des Menschen und der Kunst innewohnende Mysterium nicht in sich fassen können. Jedenfalls werde ich Fragmente dieser inneren und äußeren Suche und des Ausrichtungsprozesses ausstellen. Der Auftakt wird am 10. Juli ab 19 Uhr im Kooio sein und von einer zauberschönen Gedichtlesung von Florian Josef Rinderer begleitet werden. Die darauf folgenden zwei Wochen bin ich wochentäglich von 14:00 Uhr bis 19:00 im Kooio (Mariahilfstraße 40) und freue sehr mich über jede Art von Besuch und...

Probeliegen

Szene für eine ältere Frau und einen älteren Mann. Ein Friedhof. Ein älteres Ehepaar spaziert den Weg entlang, vorbei an zum Teil noch frischen Gräbern. Sie sind durchschnittlich gekleidet. Der Mann trägt einen Sack mit frischen Grablichtern. Die Frau eine Handtasche. Sie kommen eben an ein frisch ausgeschaufeltes Grab. Mann zu seiner Frau: Schau, ein leeres Grab! Frau: Ach ja. Muss jemand grad gestorben sein. Mann: Wollen wir probeliegen? Frau (etwas verwundert): Möchtest du? Mann (überzeugt): Warum nicht? Und du? Frau: Ja, wenn du meinst. Mir tut heut eh schon das Kreuz so weh. Mann: Ja, und mir tut heut der Fuß so weh. Frau: Die Kriegsverletzung? Mann: Ja. Frau: So ein Sarg wär doch das Beste für uns, glaubst nicht auch? Mann (sich mühsam in das offene Grab hineinzulegen versuchend): Bin ganz deiner Meinung, Paula, bin ganz deiner Meinung. Frau (vor dem offenen Grab stehend): Tu dir nur nicht weh, Max! Mann: Keine Sorge, Paula, (stöhnt ein bisschen) au, au, auch, ach ach. Ist eh ganz fein da herunten. Frau (in das Grab hinunterschauend): Liegst du bequem, Max? Mann: Ja, komm herunter, Paula. Es kann da eh nix passieren. Komm, leg dich nur einer! Frau (nun ebenfalls in das Grab hinuntersteigend): Ah, dunkel ist es da. (Die Sonne geht gerade unter). Aber auch fein kühl. Die beiden nun völlig im Grab und auf der Bühne nicht mehr sichtbar. Mann: Eben. Liegst du bequem, Paula? Frau: Ja. Mann: Dann schlaf jetzt gut. Gute Nacht, Paula. Frau: Gute Nacht, Max. Stille....

Aufschneiden oder Anfechten. Das ist hier die Frage....

Wir Österreicher und Österreicherinnen erleben derzeit ein unfreiwillig komisches Schauspiel: Der Verfassungsgerichtshof seziert quasi mit der Genauigkeit eines Mikrochirurgen und der investigativen Präzision einer Special-Task-Force des CSI den Wahlvorgang rund um die Auszählung der Stichwahl der Bundespräsidentenwahl. Dabei lernt man allerhand. Zum Beispiel über das Schlitzen, pardon, das Aufschneiden von Briefwahlkuverts. Mit handelsüblichem Aufschneiden hat das nichts zu tun. Eine Wahlkarte wird in der Regel von einem technischen Gerät geöffnet ergo geschlitzt. Das geht so schnell, glatt und sauber, dass ein händisches Herausnehmen des Stimmzettels sofort auffallen würde. Aha. Tatsächlich scheint es sich bei der von der FPÖ betriebenen Wahlanfechtung augenscheinlich gleichfalls um eine riesige Schlitzaktion oder besser Aufscheiderei zu handeln. Denn außer besagter Erkenntnis über das Schlitzen (das übrigens mit den eigens dafür verwendeten Maschinen die Möglichkeit von Manipulationen beim Auszählen geradzu ausschließt), Einzelheiten über das Jausen- und Brotzeit-Bedürfnis von Wahlbeisitzern oder der Tatsache, dass ehrenamtliches Beisitzen an einem handelsüblichen Werktag eben für praktisch alle Werktätigen Menschen nicht möglich ist (wow!), ist schlichtweg nichts herausgekommen. Null. Njet. Nada. Dieses Nichts haben wir dafür aber nun auf hunderten Seiten Protokoll des Verfassungsgerichtshofes fein säuberlich und für alle Ewigkeit dokumentiert. Der betriebene Aufwand und die Kosten sind enorm (wie hoch eigentlich, liebe FPÖ?). Eine komplette und normalerweise mehrwöchige Sitzung des Gerichtshofes musste extra verschoben und sämtliche 14 VerfassungsrichterInnen mit ausschließlich dieser Angelegenheit betraut werden. Mediales Tamtam und Trara inklusive. Ein solcherart geplantes Drehbuch für eine vorsommerliche Gratis-Kampagne mit Dauermedienpräsenz ohne Ende hätte sich die FPÖ selbst wohl gar nicht ausdenken können. Ok, liebe Verfassungsrichter, man kann natürlich die Ansicht vertreten, Regeln sind Regeln, und Regeln sind in unserer Form- und Norm-fixierten Welt natürlich anstandslos zu befolgen. Und weil die komplizierten Regeln des Bundespräsidentenwahlgesetzes nicht österreichweit und flächendeckend bzw. juristisch akribisch...

Solidarität demonstrieren – Brenner grenzenlos...

Aktivist_innen und Künstler_innen aus Nord- und Südtirol haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam für eine menschliche Flüchtlingspolitik, ein offenes Europa, grenzenlosen Zusammenhalt, Solidarität und vor allem gegen Gewalt einzutreten. Am 25.06.2016 veranstalten Aktivist_innen Künstler_innen und Einzelpersonen aus Nord- und Südtirol einen Solidaritätstag am Brennerpass und übernehmen gemeinsam Verantwortung für ein offenes Europa und gegen Gewalt. Sei auch DU dabei! Stimmen der Organisatoren “Wir demonstrieren Solidarität als einzig richtige Antwort in der Flüchtlingsthematik. Eine Solidarität innerhalb der Regionen und in weiterer Folge zwischen den Regionen. Wir demonstrieren Gewaltfreiheit und treten mit Musik, Kultur- und Informationsprogramm, Spaß, aber auch Redebeiträgen gegen eine Spirale der Gewalt auf. Wir demonstrieren Zusammenhalt und Kooperation auf regionaler und internationaler Ebene.” Birgit Hohlbrugger und Mesut Onay, Freedomseekers Innsbruck “Europa blickt derzeit auf den Brenner, der zum neuralgischen Punkt in der Flüchtlingsfrage, aber auch der Frage eines grenzfreien Europas des Zusammenhalts geworden ist. Vertreter aus Nord- und Südtirol demonstrieren am 25. Juni 2016 genau an diesem Grenzpunkt gemeinsam Solidarität auf regionaler sowie internationaler Ebene. und treten gegen Gewalt in jeglicher Form ein. Wir treten für eine menschliche Flüchtlingspolitik, ein offenes Europa, grenzenlosen Zusammenhalt und vor allem gegen Gewalt ein.” Vanja Zappetti, Südtirol WANN und WO? Ort: Brennerstraße (Ab Tankstelle) Zeit: Am 25. Juni 2016 ab 10 Uhr Programm: 11:00 Uhr – 13:00 Uhr • Picknicken mit (Jazz-) Musikgruppen aus Südtirol und Nordtirol. //Picknick and Music groups from South and North Tyrol – Jazzy Funky Jam aus Innsbruck – Giovanni Di Vella con i Capitan Whistle & Belmondo’s Friends 12:00 Uhr Kinderecke mit Spielen, Kindermalen und Hüpfburg // Games and Playground for Kids Maria vom Waldkindergarten aus Österreich Erika Baffìco è a disposizione dal pomeriggio con Città a Tutto Mondo (Italien) 13:00 Uhr – 14:00 Uhr Theatergruppe ART-ERIE Im...

Str8 outta Komplex #5 Party...

Ohne viel Worte hat C. Langstrumpf einen Moment einer wiederholt gelungenen Komplex Magazin Party festgehalten.  Thema dieser Ausgabe war „[w]ortlos“.   Auf dass das nächste Thema „[re]tour“ wiederum viele kreative, kritische, komplexe Querköpfe zum Mitmachen inspiriert, Einsendungen an:...

Es weidet der Vogel im Pavillon im Waltherpark...

Den Waltherpark sozial und kulturell zu beleben  – eine schöne Idee! Nun steht er schon – der Pavillon des Kulturvereins Vogelweide – gehts hin und schauts ihn euch an! Hier seht ihr ihn under construction: Zwei Jahre wird’s ihn geben, vielleicht auch länger? Wer weiß, wer weiß … Ein bereichender Ort für Anpruggen – als Stadtteil der Begegnung, Erholung und Kommunikation. Vielfältige Veranstaltungen stehen bevor, der  Raum steht zur Verfügung: Aktive Mitgestaltung des Programms und BürgerInnenbeteiligung erwünscht! Konzerte, Lesungen, Theater, Kabarett, poetry slam, Malerei, Bildhauerei, Fotographie, Picknick im Park, Tanz … Veranstaltungen für Kinder, Senioren … alles ist erlaubt! Informiert euch detaillierter auf: http://www.vogelweide.org/ Vogelweide gibt’s auch auf facebook. Morgen, Sonntag 19.6.2016 von 13:00 – 22:00 wird ein DJ Set mit Arabic Funk aus Beirut mit Ernesto Chahoudd – Arabic Funk aus Beirut – geboten. Einen feinen Sonntag und nicht vergessen: Nicht vom Wetter abschrecken lassen – Kleidung für alle Fälle einpacken! Es kann einem ja in letzter Zeit sehr schnell heiß und genauso schnell wieder kalt werden! Text: Barbara...

FLUCHTpunkt: Ein Jubiläum und ein Solidaritätsfest im Dienst von geflüchteten Menschen...

Mit einem Solidaritätsfest feiert das Projekt FLUCHTpunkt am Samstag, 18.06. ab 19:30 Uhr im Innsbrucker Jugendzentrum Z6 das zwanzigjährige Bestehen seines TrägerInnenkreises. Vor zwanzig Jahren, 1996, begannen Studierende der damaligen Innsbrucker Sozialakademie damit, ein Konzept für einen Sozialdienst für Flüchtlinge, die in der Innsbrucker Schubhaft angehalten werden, zu entwerfen. Wenig später starteten sie mit ersten ehrenamtlichen Betreuungsbesuchen in der Schubhaft im heutigen Polizeianhaltezentrum Innsbruck. Ein Jahr später wurde der Trägerverein arge-Schubhaft als Verein für psychosoziale Betreuung und rechtliche Beratung von Schubhäftlingen gegründet. Von 1998 bis 2005 leistete der Verein aufgrund eines Vertrages mit dem Innenministerium Hilfe und Unterstützung für die Menschen, die in Innsbruck in Schubhaft genommen wurden. Mitte Dezember 2005 teilte das Ministerium dem Verein mit, den Förderungsvertrag nicht verlängern zu wollen- die arge-Schubhaft war dem Ministerium sichtlich zu kritisch eingestellt…. Dank der großen Solidarität vieler UnterstützerInnen gelang es aber, den Verein, das Büro und die Infrastruktur zu erhalten. Schubhaftbetreuung darf seit dieser Zeit aber nicht mehr geleistet werden. Heute betreibt die arge-Schubhaft im mittlerweile elften Jahr das Projekt FLUCHTpunkt – Hilfe – Beratung – Intervention für Flüchtlinge. Das Projekt berät und vertritt schutzsuchende und vertriebene Menschen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus und begleitet Geflüchtete und Asylsuchende, die keinen Platz in bestehenden Unterstützungssystemen finden. Darüber hinaus möchte FLUCHTpunkt durch seine Arbeit auf politische Defizite des Umgangs mit Menschen auf der Flucht hinweisen. Während der 20 Jahre, in denen FLUCHTpunkt und seine Vorgängerprojekte sich für die Interessen geflüchteter Menschen engagierten, sind die Bedingungen für diese zunehmend schwieriger und enger geworden. Eine Verschlechterung im Asyl- und Fremdenrecht ist der nächsten nachgefolgt. Zuletzt haben die Maßnahmen und Pläne für „Obergrenzen“, „Notstand“ und „Asylzentren“ in Drittländern die Rechte und Interessen von Asylsuchenden umso mehr verletzt und in Frage gestellt. FLUCHTpunkt wird auch dadurch...

Das 6.000-Euro-Ding oder: Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin …...

Nigeria. Seit viel zu vielen Jahren immer wieder in den Schlagzeilen: brennende Öl-Pipelines, mordende christliche Milizen, meuchelnde islamische Milizen, terroristische Splittergruppen, Splittergruppen von Splittergruppen. Dazwischen das nigerianische Militär und eine UN-Mission. Und auch einer, der dem Vergewaltigen und Morden seine Grundlage entziehen will: Den Nachschub. Den Nachschub an Menschen. Der Name dieses Friedensstifters: Seun Lawal. Dieses Jahr begann Lawal an der Universität Innsbruck das Masterstudium „Peace, Security and Development and International Conflicts Transformation”. Dank eines Förderprogramms der Universität Innsbruck waren dem Nigerianer die Studiengebühren erlassen worden, eigene Ersparnisse und Unterstützung seiner Familie und seiner Freunde hatten Seun Lawal ermöglicht, den Masterlehrgang zu beginnen. Das erste Modul an der Universität Innsbruck verhalf Lawal dazu, mit seinem bestehenden Netzwerk und mit anderen Engagierten in Nigeria, in den drei letzten Monaten rund zweitausend orientierungslose junge Menschen vor dem Abdriften zur Terrororganisation Boko Haram zu bewahren. Seun will mehr: den Masterlehrgang abschließen und seiner Heimat zu anhaltendem Frieden (mit)verhelfen. Doch nun steht das, was gerade erst so vielversprechend begonnen hat, vor dem Aus. Und das darf nicht sein. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage und der Abwertung seiner Währung gewährt Nigeria derzeit kein Stipendium. Seun Lawal hat 1.200 EUR zur vorläufigen Sicherung seines Studienplatzes im Sommer 2016 aufbringen können und auch die Universität Innsbruck hat alles, was in ihrer Macht steht, getan. Nun könnte man sagen: „Muss man sich vorher überlegen, ob sich das finanziell ausgeht.“ Ja, könnte man. Die Umstände sind schwieriger, als es sich hier darstellen lässt. Um wieviel geht es: Um 6.000 Euro. Sechstausend Euro, die keine in Zinsen messbare Rendite abwerfen. Trotzdem wären diese 6.000 Euro eine hervorragende Investition. Sie ermöglichen Seun Lawal die weitere Teilnahme am Masterlehrgang „Peace, Security and Development and International Conflicts Transformation” an der Universität Innsbruck. Vorerst....

Von Ramadan und Stalking (Flüchtlinge, ein Schwimmkurs für Einheimische #2)...

Der Ramadan hat begonnen. Für die meisten in Österreich lebenden Nicht-Muslime ist diese Information absolut nichtig. Ich hätte auch schreiben können: Ein Kochtopf voll mit Essen zum Fastenbrechen nach Sonnenuntergang ist übergegangen, irgendwo in Ägypten. Für jemanden, der beruflich mit Flüchtlingen zu tun hat, bekommt die Information ein wenig mehr Bedeutung. Der vergangene Montag war der erste Tag des Ramadans. Ich, Morgenmuffel der ich bin, machte mich eher müde, zu spät und als Resultat aus beidem auch ein bisschen grantig auf zum ersten Deutschkurs. Unterwegs malte ich es mir in meinem grantigen Kopf aus: Ist sicher eh voll umsonst, dass ich jetzt aufgestanden bin. Wird eh keiner kommen. Würde ich wahrscheinlich auch nicht tun. Was heißt wahrscheinlich, machen wir uns nichts vor. Wenn ich fasten müsste hätte ich bis zu dieser Uhrzeit wahrscheinlich schon den ersten Kollaps erlitten. Ich hätte gleich den Kurs absagen sollen. Der erste Tag ist sicher der Schlimmste. Außerdem regnet es in Strömen. Vorurteile passieren halt im Kopf, wenn du von dir auf andere schließt. Ich war wie gesagt schon spät dran und fand keinen Parkplatz. Voll peinlich, die Lehrerin kommt zu spät, aber in dem Fall dachte ich mir, ist es sicher egal, wird ja eh keiner kommen. Endlich näherte ich mich dem Kursort, als sie da schon standen, eingepackt in Regelmäntel wie eine Gruppe von Schlümpfen. Zwölf Menschlein, allesamt warteten sie schon ungeduldig auf den Deutschkurs. Ok, jetzt ist es wirklich peinlich, dass die Lehrerin zu spät kommt. Grantig und unausgeschlafen. An Tagen wie diesem denke ich manchmal, wie viel einfacher und vor allem ausgeschlafener mein Leben wäre, wenn diese Flüchtlinge, Ausländer, nenn sie wie du willst, tatsächlich so integrationsunwillig wären, wie oft behauptet wird. Im Ernst, müssen die da in aller Früh...