Aktuelle Kommentare
  • Helmut Schiestl: Ja vielleicht wird aus dem Patscherkofel noch eines schönen ...
  • Gastrosoph: Die Gastropatsche Patschert war s c h e i n b a r die zög...
  • Solon: Liebe Sandra, mit großem Interesse habe ich deine Komment...
  • Whisker: @bernhard: > mein kompliment an jeden, der es in diesem ...
  • Richard: Lieber Koschuh, dass du hier so einseitig/kurzsichtig auf de...
  • Otto Riedling: Mich würde interessieren, ob Bürgermeisterin und AV-Präsiden...

Innsbrucks moderne Kirchenbauten … Theresienkirche auf der Hungerburg...

Der erst im beginnenden Zwanzigsten Jahrhundert besiedelte Innsbrucker Stadtteil Hungerburg, auch „Hoch-Innsbruck“ genannt, besitzt neben schönen alten und auch modernen Villen, dem ehemaligen Hotel Mariabrunn von Siegfried Mazzagg, der Talstation der Nordkettenbahn von Franz Baumann auch die „älteste“ der modernen Innsbrucker Sakralbauten:  die Pfarr- und Wallfahrtskirche Zur Heiligen Theresia vom Kinde Jesu. Ein schlichter und sich gut in die Landschaft und Siedlung einfügender Bau, durch seine quaderartigen Form ein klein wenig an eine Burg erinnernd, vor allem aber durch seine Fresken von Max Weiler bekannt geworden.  . Die Gegend der Hungerburg war früher ein Waldgebiet und wurde dann von wohlhabenden Innsbrucker Bürgern mit Villen besiedelt, wohl nicht zuletzt des beeindruckenden Panoramas wegen. Bereits um 1840 erwarb ein Andreas von Attlmayr ein Stück der Gramartwaldung und erbaute sich darauf in Sommerhaus, dem er den Namen „Neuhof Mariabrunn“ gab, in dem auch Wanderer verpflegt wurden. Dabei soll der Tiroler Dichter Adolf Pichler eine so karge Mahlzeit bekommen haben, dass er den Ort als „Hungerburg“ bezeichnet hat. Soweit zur Namensherkunft. Es gab also nie dort oben eine Burg, in der man Menschen verhungern ließ, wie man  vielleicht annehmen möchte. Aus dem ursprünglichen Ausflugsziel war dann schon bald mal eine kleine Siedlung geworden, die dann mit dem Bau der Hungerburgbahn – der 1905/6 errichteten ehemaligen Standseilbahn, deren Betrieb 2005 eingestellt und durch die von der berühmten Architektin Zaha Hadid geplante Neue Hungerburgbahn ersetzt wurde – erschlossen und zu einem beliebten Ausflugsziel geworden ist. Nun aber zur Kirche. Diese wurde nach der Grundsteinlegung 1931 in nicht einmal einjähriger Bauzeit 1932 geweiht. Die Pläne dazu stammen vom Innsbrucker Architekten Siegfried Thurner. Die schnelle Bauzeit verdankt sich wohl nicht zuletzt einer heute kaum mehr nachzuvollziehenden Begeisterung für den Bau einer neuen Kirche, so wenn man etwa...

Der Südwind-Filmpreis 2017 geht an „Wolf and Sheep“...

Anlässlich des 26. Internationalen Filmfestivals Innsbruck vergab die IFFI-Jungendjury, zusammengesetzt aus 12 AHS- und BHS-SchülerInnen, am 27. Mai 2017 um 11:30 Uhr im Leokino Innsbruck den mit 1.000 Euro dotierten Südwind-Filmpreis an den Streifen „Wolf and Sheep“ und seine Regisseurin Shahrbanoo Sadat. Innsbruck, 27.5.2017. Die Entscheidung war eindeutig: Mit 36 Punkten gewann der afghanisch-dänische Film „Wolf and Sheep“ (2016) den diesjährigen Südwind-Filmpreis. Der Film der jungen Regisseurin Shahrbanoo Sadat, der den Alltag einer Gruppe Mädchen und Burschen in einem entlegenen Dorf in den Bergen Afghanistans portraitiert, setzte sich mit seiner Leichtigkeit und eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen klar durch. Insgesamt bewarben sich vier Filme um den Südwind-Filmpreis, auf Platz zwei und drei schafften es der Film „Gagma Napiri – Winterreise nach Abchasien“ (Georgien/Kasachstan) und Anishoara (Moldawien/Deutschland), auf Platz vier landete der bolivianische Spielfilm „Viejo Calavera“. Die SchülerInnen der Jury begründeten ihre Wahl folgendermaßen: „Mit Leichtigkeit wird eine Welt gezeigt, in der Mythos und Realität miteinander verschmelzen. Ein Mikrokosmos wird portraitiert, in der Kinder im Mittelpunkt stehen. Das dörfliche Leben ist hart, geprägt von Traditionen und doch bleibt Zeit für Spiel und Freundschaft. Gebräuche, denen man sich fügen wird müssen, werden in Szene gesetzt. Hintergrund ist eine beeindruckende Landschaft, die keine Klischees bedient und einen vergessen lässt, dass eigentlich Krieg herrscht. Am Ende fliehen die Dorfbewohner und es bleibt ungewiss, wie es weitergeht. Der heurige Südwind-Filmpreis geht an die Regisseurin Shahrbanoo Sadat für ihren Film ‚Wolf and Sheep'“. Die IFFI-Jugendjury, die seit 2001 im Rahmen des Internationalen Filmfestivals Innsbruck einen Preis vergibt, bestand heuer aus zwölf SchülerInnen aus verschiedenen Tiroler AHS und BHS. Die Jugendlichen hatten Gelegenheit, bei einem Filmworkshop grundlegendes Wissen und Instrumente zur Analyse von Filmen und Filmsprache kennenzulernen. Zum neunten Mal stiftet die entwicklungspolitische Organisation Südwind Tirol den mit 1.000...

„Weil wir hier leben“: Österreich – Türkei im Spannungsfeld...

Fishbowl Diskussion DI 13.06.2017, 19:30 Uhr Die Bäckerei – Kulturbackstube, Dreiheiligenstraße 21a, 6020 Innsbruck Die in den 1960er-Jahren beginnende Anwerbung von Arbeitskräften aus der Türkei führte zu einem kontinuierlichen Anwachsen der türkischstämmigen Community. Während die Integration dieser Menschen in die österreichische Gesellschaft viele Aufs und Abs erlebt hat, ist es derzeit vor allem die Politik des türkischen Präsidenten Erdo?an, die zu einer hohen Aufmerksamkeit auf Menschen mit türkischem Migrationshintergrund führt. Aber ist diese Aufmerksamkeit gerechtfertigt und wie stark ist der Einfluss der türkischen Politik tatsächlich? In welchem Spannungsverhältnis leben Menschen mit türkischen Wurzeln und wie steht es um türkischstämmige KritikerInnen der AKP-Regierung? Sind die islamisch-konservativen Entwicklungen in der Türkei hinderlich für die Integration und führt der politische Rechtsruck in Österreich zu einer Zunahme des Spannungsverhältnisses für Menschen mit türkischem Migrationshintergrund? Darüber diskutieren: Yeliz Kondul (Integrationsbotschafterin, ZUSAMMEN:ÖSTERREICH) Nihat Alp (ehemaliger Vorsitzender des Tiroler Integrationszentrums) Moderation Martin Haselwanter (Südwind Tirol) Fishbowl Diskussion DI 13.06.2017, 19:30 Uhr Die Bäckerei – Kulturbackstube, Dreiheiligenstraße 21a, 6020 Innsbruck Die Südwind-Veranstaltung wird im Rahmen des Projekts SISUMMA...

Kunst: Der kritische Punkt ist erreicht....

Es ist ein ziemlich sattes Programm, das vier Studentinnen da auf die Beine gestellt haben. Es ist zugleich ein Symposium, das es in der Dichte in Tirol meines Wissen noch nie gegeben hat. Man kann nur sagen: Wow. Und ich freue mich, am zweiten Tag den Konzertabend u.a. mit Mieze Medusa eröffnen zu dürfen. In meinem Handgepäck eine romantische Performance zu Klängen von Jean Sibelius: „Tiroler Identität in einer-Dur“. Schaut euch das Programm an (link am Ende des Textes), sucht euch das für euch besonders Interessante raus und geht hin. Das kann wirklich was. Fest steht: Am 1. und 2. Juni steht Innsbruck ganz unter dem Motto „K[uns]T als gesellschaftskritisches Medium“. Hier die Kurzinfo zum Symposium – der Eintritt ist frei wie ein Vogerl: Veranstaltungsreihe K[uns]T als gesellschaftskritisches Medium Vor über einem Jahr haben sich vier Studentinnen entschieden, sich dem Thema „Kunst als gesellschaftskritisches Medium“ zu widmen und dabei ein fächerübergreifendes Symposium zu organisieren. Folgende Fragestellungen haben sie dabei inspiriert: Inwiefern kann Kunst dazu beitragen, gesellschaftlichen Widerstand zu leisten? Inwiefern ist Kunst vielleicht immer schon politisiert? Inwiefern lässt sie sich als Vehikel von Gesellschaftskritik begreifen, die uns als BürgerInnen einer Gesellschaft betrifft? Schließlich: Wie zeigt sich das Verhältnis von Kunst und Kritik? Diese Fragen sollen eine pluralistische Diskussion entzünden, die für das Spannungsfeld von Kunst, Gesellschaft und Kritik sensibilisiert. Dabei steht der wissenschaftlichen Beschäftigung mit diesem Thema ein praxisnaher und künstlerischer Zugang gegenüber, der eine Ausstellung, Konzerte und Performances einschließt. Hard Facts: Symposium K[uns]T als gesellschaftskritisches Medium | 1.-2. Juni 2017 um 9:00 Uhr | Archäologisches Universitätsmuseum, Innrain 52. 3. Stock mit Vorträgen, Workshops, Performances und Diskussionen von Veronika Berti, Irmgard Bibermann, Noelia Bueno-Gómez, Gerhard Donhauser, Kurt Drexel, Christian Glanz, Sandra Hupfauf, Lukas Ladner, Raphael Lepuschitz, Chris Moser, Andreas...

Frühjahrsputz im Kleiderschrank...

Kleider machen ja bekanntlich Leute. Manchmal machen Kleider Leute auch verrückt, weil sie nämlich zu viele davon haben und diese sich unübersichtlich im Kleiderschrank türmen. Angezogen wird im Endeffekt dann immer das Gleiche, nämlich das, was gut erreichbar ist. In den hinteren Reihen türmen sich neben tief bereuten Fehlkäufen auch längst vergessene gute Stücke, in die man wieder reinwachsen will oder die man sich für besondere Anlässe vorbehält. Kurz gesagt: Im Kleiderschrank mischen sich Fehler aus der Vergangenheit mit Zukunftsvisionen und nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was wir dort vorfinden, spiegelt die gegenwärtige Lebensrealität wider – auf der ständigen Suche nach Veränderung, Verbesserung, letztendlich nach sich selbst. Die Modeindustrie freut sich und wir verlieren dabei ziemlich schnell den Blick auf das Wesentliche. Frühjahrszeit ist dabei vielleicht die perfekte Zeit, um Bilanz zu ziehen und einen realistischen Blick hinter die Kulissen der eigenen (Typ-)Veränderung zu werfen. Wer möchte nicht entschlackt und leicht in den Sommer starten? Weil es manchmal ja schwerfällt, auf eigene Faust aktiv zu werden, lohnt es unter Umständen, sich externes Expertenwissen zu Nutze zu machen. Gerade feiert im Netz die japanische Aufräumexpertin Marie Kondo Hochkondor äh -kontur. Ihr Tipp: Raus mit ALLEM und im Zimmer auf einen großen Haufen werfen. Ja, das kann schon mal den ein oder anderen beeindruckten Aha-Moment hervorrufen und vor allem die Frage: Brauche ich das alles WIRKLICH? Sehr gut, damit ist ein erster Schritt getan, das eigene Konsumverhalten zu überdenken. Der nächste Schritt besteht laut Kondo darin, jedes Kleidungsstück einmal in die Hände zu nehmen und sich dabei zu fragen: Macht dieses Ding mich glücklich? Wird diese Frage intuitiv mit Nein beantwortet, wird es aussortiert. Für weniger emotional geleitete Faktenfreaks empfiehlt sich für derartige Entscheidungsprozesse vielleicht eher eine persönliche Langzeitstudie: Dabei werden...

Wie Wir Leben Wollen: Zentrum und Peripherie...

Zahlreiche richtungsweisende politische Entscheidungen der jüngsten Vergangenheit haben aufgezeigt, dass in vielen Fällen das Stadt-Land-Gefälle einen sehr bedeutsamen Einflussfaktor darstellt. Lässt sich das Paradoxon, dass in einer vernetzten Welt, in der räumliche Distanz oftmals keine Rolle mehr zu spielen scheint, neue Barrieren zwischen Zentrum und Peripherie auftun, auch im Kulturbetrieb nachweisen? Und wenn es so sein sollte, was bedeutet dies für Kultur und Gesellschaft?       Zum Thema geladene Diskutanten_innen: Marc Deiser (Gemeinderat, Grinzens) Helene Schnitzer (Tiroler Kulturinitiativen, TKI) Tobias To?pfer (UIBK, Geographie) … Philipp Wastian (Alternative Kulturwerkstatt, Schwaz) Wann: 28. Mai 2017, 18:00 Uhr Wo: Spielraum für Alle, Franz-Fischer-Straße 12...

#diskursiv: Schall und Rauch – das Denken der Weltverschwörungstheoretiker...

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe #diskursiv des Kulturkollektivs Contrapunkt begrüßen wir Thomas Rammerstorfer. Er ist Journalist, Referent und recherchiert u.a. zu Verschwörungstheorien. Dafür laden wir ihn am 5. Juni um 20:30 in Die Bäckerei ein. Die Medien werden zentral gesteuert. 9/11 war ein „Inside Job“. Es gibt keinen Klimawandel. Hinter allen spektakulären Terroranschlägen der letzten Jahre stecken CIA und Mossad. Die Bilderberger, die Freimaurer, die Illuminaten, die Juden und/oder Satan regieren heimlich die Welt. Die meisten Naturkatastrophen werden künstlich erzeugt. Es gab nie eine Mondlandung. Nazis haben UFOs gebaut und Außerirdische die Pyramiden. Impfungen nutzen nur der Pharmaindustrie. Die Erde ist in Wirklichkeit hohl. Und auch hinter dem „Islamischen Staat“ steckt Israel. Man könnte diese Aufzählung mehr oder weniger gängiger Verschwörungstheorien fortsetzen. Vermutlich sogar tagelang. Rechte und Linke, Islamhasser und Anhänger*innen des politischen Islams, Christ*innen jeder Facon, Sekten-, Esoterik- und Satans-Jünger*innen, gutmütige Hippies und hasserfüllte Pöbler, sie sind sich oft in einem einig: Nichts ist so wie es scheint. Alles wird gesteuert. Die Geschichte ist nicht eine Geschichte der politischen, ökonomischen und sozialen Konflikte, sondern schlicht eine der Verschwörung mehr oder weniger unbekannter Mächte; je nach persönlicher Vorliebe mal gegen die „deutsche Rasse“, gegen das Christentum, gegen den Islam oder gar gegen die Menschheit an sich. Es gibt weder Zu- noch Unfälle. Überall steckt ein geheimer Plan dahinter, und der führt ins Verderben. Die Vorstellungen einer Weltverschwörung sind alt. Verschwörungstheorien haben aber durch die modernen Medien, insbesondere das Web 2.0 eine neue Dynamik erfahren. Im Sekundentakt werden dort absurde Theorien und dreiste Lügen über den Globus gejagt. Geglaubt wird, was man glauben will, was sich mit bereits vorhandenen Vorurteilen deckt, was das „Wiederlegen“ der Horrorgeschichten noch schwieriger macht. Dazu wird argumentiert, es habe in der Geschichte ja tatsächlich auch Komplotte...

Von einem Kurzen

Eigentlich macht provInnsbruck keine Facebookverwurschtung, aber dieser Text über Sebastian Kurz hat es verdient, im digitalen Stadtgeflüster verewigt zu werden: Härteste Phase im Leben: Als er mit 24 Jahren plötzlich als Staatssekretär 13.056 Euro verdiente. Seine Mutter machte sich Sorgen. Tapferste politische Leistung: Schließung der Balkanroute. Das dort ausgebrochene Elend der Flüchtlinge (Seuchen, Krankheit, Menschenhandel) konnte er tapferst ignorieren. Heldenhafteste Aktion: Er ist „bewusst nicht“ am Westbahnhof gegangen um ankommende Flüchtlinge zu empfangen. In Vergleich zu Sebastian Kurz sind Martin Luther King, Nelson Mandela und Mutter Teresa ein Lercherlschas. Liebe ÖVP, euer Messias ist gekommen und wandelt leibhaftig unter uns. Bringt die frohe Kunde unter die Menschheit: #listekurz Text: Christoph Altenburger Foto: Dragan...