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Internationaler Frauentag – wir zahlen nicht für eure Krise!

Seit 1911 gibt es den Internationalen Frauentag, der von der Zweiten Internationale ausgerufen wurde. Die Initiative dafür ging von Clara Zetkin aus. Ab 1921 wurde der Internationale Frauentag von der Kommunistischen Internationale initiiert. Das Datum wurde gewählt, da am 8. März (im julianischen Kalender: der 23. Februar) in Petrograd Arbeiterinnen, die Ehefrauen von Soldaten und erstmals auch Bäuerinnen auf die Straße gingen und gemeinsam streikten. Sie lösten damit die Februarrevolution, den Sturz des zaristischen Regimes in Russland aus.

Der 8. März war und ist bis heute der zentrale Tag der Arbeiterfrauenbewegung, der neuerdings auch von der bürgerlichen feministischen Bewegung für sich zu vereinnahmen versucht wird. Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen der Arbeiterfrauenbewegung und dem bürgerlichen Feminismus: Während der Feminismus für das Recht der Frau kämpft, wie die Männer unter kapitalistischen Verhältnissen ausbeuten zu dürfen, kämpft die Arbeiterfrauenbewegung für ein Ende der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Clara Zetkin formulierte einst: „Die Emanzipation der Frau wie die des ganzen Menschengeschlechtes wird ausschließlich das Werk der Emanzipation der Arbeit vom Kapital sein. Nur in der sozialistischen Gesellschaft werden die Frauen wie die Arbeiter in den Vollbesitz ihrer Rechte gelangen.“

Die Krise des Kapitalismus hat die arbeitenden Menschen hart getroffen. Die Kosten der Krise werden ihnen von Kapital und Regierung aufgebürdet, sie sollen mit Kurzarbeit, Überstunden, Arbeitslosigkeit, Nulllohnrunden und anderen Maßnahmen für die Krise bezahlen. Frauen trifft es besonders hart. Oft wurden sie als Heldinnen der Krise bezeichnet, arbeiten viele von ihnen doch in den systemrelevanten Sektoren in der Pflege, im Lebensmittelhandel und im Gesundheitsbereich.

Dort sind sie vielfach mit niedrigen Löhnen konfrontiert und häufig kommt noch Teilzeitarbeit hinzu, da sie sich um Kinderbetreuung und -erziehung sowie den Haushalt kümmern müssen. Mit der infolge der Pandemie immer wieder erfolgenden Schließung von Kleinkinder- und Kinderbetreuungseinrichtungen sowie Schulen wurde die unbezahlte Arbeit im privaten vervielfacht, während viele weiterarbeiten mussten, egal ob im Homeoffice oder in systemrelevanten Sektoren.

Am 6. März rufen die Partei der Arbeit, die Kommunistische Jugend Tirol (KJÖ Tirol) und der Kommunistische StudentInnenverband Innsbruck deshalb zur Kundgebung „8. März – Internationaler Frauentag: Wir zahlen nicht für eure Krise!“ auf!

Kundgebung
6. März zum Internationalen Frauentag
15:00 Uhr
Wiltener Platzl

Gast

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