Luftsprünge at Kulturbackstube w/PeterPiek...

Mit seinem neuen, vierten Album „+“ im Gepäck kehrt Allroundkünstler Peter Piek diesen Mittwoch, den 1. Februar, in die Kulturbackstube zurück. Um 19 Uhr wird er eine Ausstellung seiner Malerei eröffnen – diese läuft dann einen Monat lang – und ab 20 Uhr wird Piek musizieren. dada: https://www.facebook.com/events/1868495776728951/ Oopsy daisy, weiters wird er schon am 31.Jänner zwei Stunden zu Gast bei Freirad 105.9 sein, bei rechtzeitiger Voranmeldung kann mensch da live anwesend sein, genauere Infos unter https://www.facebook.com/events/156513514847337/ Seit er das letzte Mal in der Bäckerei war, habe ich ein T-Shirt, auf dem sein Porträt zu sehen ist, yep Klamotten macht er unter anderem auch. Es liegt bereit, nicht unweit eines Posters von Piek mit Blume im Mund. Werde den Rest des Outfits nach seiner Sprungtauglichkeit auswählen, denn vielleicht wird ja das neue Video zu dem Song “1st Song“ nachgestellt, so in einer Anti-Mannequin-Challenge-Manier, wo nicht stillgestanden sondern mit viel Schwung in die Luft gesprungen wird. Was ich mir erwarte und erhoffe: eine Party mit einem Touch Fasching, ein Mix von runden Bildern ausgelösten Konfettiregen-Emotionen und schwungvolle Dancemoves. Und nun beamen wir uns noch geschwind nach Island und stellen uns auf die Luftsprüngemood für Mittwoch ein, watch this: www.peterpiek.com...

Winter, du kalter Geselle...

  Langsam geht uns dieser Winter mit seiner  Kälte wohl schon auf die Nerven, vor allem weil wir sie nicht mehr gewohnt sind. Laut Meteorologen hat uns heuer der kälteste Winter seit 1987 fest im Griff, informiert uns heute der STANDARD. Und viele mögen da schon ein wenig an den vielzitierten Klimawandel zu zweifeln beginnen. Nur dass dieser Winter noch kein Argument gegen jenen ist, da es nur eine Frage der Statistik ist, wie oft solche kalten und strengen Winter in einem Jahrzehnt vorkommen. Während also die Winter der letzten dreißig Jahre eher milder waren als eben der heurige, so haben sich Winter, wie wir ihn heuer erleben, in früheren Jahrzehnten eben viel häufiger ereignet. Soweit zur Wetterstatistik. Aber wäre alles nur Statistik, wäre es nicht weiter schlimm, wäre nicht auch das Elend von vielen Menschen, die sich in diesen kalten Zeiten im Freien herumschlage müssen. Die Notschlafstellen haben Hochbetrieb, und Menschen, die auf der Straße schlafen müssen, sollten dies wohl jetzt nicht mehr tun müssen, so ist zumindest zu Hoffen. Dass der Winter auch nicht mit Schönheit geizt, davon kann uns ein kleiner Spaziergang durch die Stadt oder auch in die ländliche Umgebung überzeugen. Seien es Schneelandschaften, oder eine Eisechse  wie hier in Mariahilf, oder auch mal eine Frucht, die wohl ungewollt in den Schnee gefallen ist oder dort abgelegt wurde. Oder eine schöne alte Villa präsentiert sich in ihrem Winterkleid udn hätte uns uns wohl viel zu erzählen von kalten und weniger kalten Wintern. Manchmal ist es vielleicht auch ein schon etwas in die Jahre gekomenes Verkehrsschild, das seine Botschaft einfach verloren...

10 Jahre KOSTNIX – jetzt wird gefeiert!...

Am 14. Mai 2007 sperrte der Kostnixladen das erste Mal auf. Es sollte ein Zeichen gesetzt werden gegen die alles dominierende und zerstörende kapitalistische Wirtschaftsweise. Es soll gezeigt werden, dass es auch ohne Geld geht und dass Menschen auch ohne die Aussicht auf irgendeine Gegenleistung initiativ werden und sich solidarisch für andere, auch unbekannten Leute, einsetzen. 10 Jahre Kostnix sind der Beweis, dass eine Wirtschaftsweise, in der Solidarität und nicht Konkurrenz zählt, ökologisch, egalitär und frei sein kann. Die kapitalistische Konkurrenz- und Raubwirtschaft kann dagegen gar nicht anders als die Grundlagen des Lebens kurzsichtig auszubeuten, Menschen gegeneinander aufzuhetzen und uneigennütziges Handeln zu bestrafen. Schaffen wir daher den Kapitalismus ab! Stück für Stück und ein für alle mal. Zur Feier der Dekade tanzen, trinken und träumen wir von einem Innsbruck, in dem der Sillpark ein Kostnix ist, die Öffis gratis fahren und die Wohnungen denen gehören die drin...

Echte Männer singen (nicht) ?!...

Ich gestehe, ich habe ein Hobby. Ich bin leidenschaftliche Chorsängerin und es gibt in jedem gemischten Chor ein Dauerthema, das unter den Nägeln brennt. Wo sind die singenden Männer? Es grenzt schon fast an Manie, wenn die singenden Damen beinahe jedes männliche Wesen in der Umgebung auf Gesangstauglichkeit und vor allem -willigkeit prüfen. Es wird gefleht und gewinselt und ich hörte, manchmal wird Bier als Bestechungsmittel angeboten. Allein, die Herren der Schöpfung wollen nur in der Minderzahl ihre Umgebung mit ihren Stimmen erfreuen. Liebe Männer ich verrate euch ein Geheimnis. Ihr werdet wahrscheinlich in keiner anderen Gruppe so geschätzt wie in einem Chor. Die singenden Damen hegen und pflegen ihre Mitsänger. Tenöre und Bässe werden eifersüchtig bewacht, damit sie nicht von der Konkurrenz abgeworben werden. Sie werden umschwänzelt, man sorgt sich um ihr Wohlergehen und auch für die Partnerschaftsanbahnung bieten Chöre gegebenenfalls ein wunderbares Spielfeld, denn die männlichen Gegenspieler sind zahlenmäßig stark reduziert und meist schon in festen Händen. Sänger, Single, wunderbar 🙂 Männer traut euch!! Man erwartet von euch ja nicht, dass ihr á la Musical bei jeder sich bietenden Gelegenheit schmachtend in Gesang ausbrecht, ihr müsst auch nicht von Anfang an perfekt sein. Chorgesang braucht Übung, das ist klar, aber dafür gibt es auch Proben. Freude am Singen ist wichtig, der Rest kommt, wenn ihr nicht vollkommen unmusikalisch und ataktisch seid, mit der Zeit fast von allein. Kommt, singt mit, ein Chor ist sicher auch in eurer Nähe, vielleicht erschallt dann in nächster Zeit häufiger: „It’s raining men! Hallelujah!“   Alles Liebe Euer Plaudertäschchen   PS: Und gesund ist das Ganze auch noch!! https://www.medizinpopulaer.at/archiv/medizin-vorsorge/details/article/singen-ist-medizin.html Und wer auf Chorsuche ist, dem darf die Seite des Sängerbundes ans Herz gelegt werden:...

Kinderschutz, Kindeswohl und Kinderrechte...

… und wie die EU das alles nicht ganz so wichtig nimmt. Um die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Österreich voranzutreiben, noch mehr zu institutionalisieren und auf die Einhaltung des Kindeswohl in allen Bereichen und für alle in Österreich lebenden Kinder zu pochen, entstand vor 20 Jahren das Netzwerk Kinderrechte. Vertreten sind dort 48 Kinderrechts- und Kinderschutzorganisationen, von UNICEF über SOS Kinderdorf bis zur Liga für Kinder- und Jugendgesundheit. Auch das Kinderbüro ist Mitglied und ich als Außenstellenleiterin des Kinder- und Jugendbüros bin die einzige Vertreterin aus Tirol. Vier Mal im Jahr fuhr ich nach Wien, um mich über die Kinderrechtssituation in Österreich auszutauschen und Vernetzung zu betreiben. Jedes Mal kam ich mit neuen Ideen und kreativer Energie zurück. Bei der heurigen Jänner-Sitzung war als Gastreferent Stefan Schennach eingeladen. Er ist Mitglied im österreichischen Bundesrat, kommt ursprünglich aus Tirol und war früherer Geschäftsführer der Südwind-Buchhandlung. Er sprach über Kinderrechtsverletzungen im europäischen Kontext, was mich ein weiteres Mal so beeindruckte und zugleich in höchstem Male an der Prioritätensetzung und der moralischen Grundeinstellung der Europäischen Union zweifeln ließ, dass es mich dazu veranlasst, Euch an den Referatsinhalten von Stefan Schennach teilhaben zu lassen. Kein Thema sei so schmutzig diskutiert worden, wie die Leihmutterschaft, berichtete Schennach. Vor allem kirchliche Institutionen laufen Sturm bei jedem noch so kleinen Versuch, eine geordnete Lösung zu finden. Aber eine Lösung zu finden, vor allem, wie mit den lebenden und aus Leihmutterschaft hervorgegangenen Kindern umgegangen werden soll, sei dringend notwendig. Es gibt keine Zahl darüber, wie viele Kinder das sind, aber Schennach kennt einige Stories. Eltern, die ihre Kinder nicht mit in den Urlaub nehmen können, weil die Kinder keinen Pass haben. Kinder, die nicht eingeschult werden können, weil sie keinen Nachnamen haben. Kinder, die keine Papiere, keine...

Radln bei Schneefall in Innsbruck – der neueste Trend, oder sind die „plemplem“?...

Am Montag war es wieder soweit. Schnee wohin das Auge reicht. Auf den Straßen der Landeshauptstadt bewegte sich der zähe Morgenverkehr auf Grund der eisigen Temperaturen und der schneebedeckten Straßen noch zäher als üblich. Die Fahrbahn wechselte ab zwischen schneeweiß oder matschig braun – daran war erkennbar, wo in der letzten Stunde ein Schneeräumungsfahrzeug gefahren ist. Hohe Schneeberge, vom Schneepflug beiseite geräumt, trennten den Gehsteig von der Fahrbahn. Die Bodenmarkierungen waren nicht zu erkennen und ich war trotz Schneefalles froh, mit zu Fuß vom Bahnhof ins Büro zu gehen. Inmitten des frühmorgendlichen Schneechaos fielen mir aber dann einige Personen auf, welche sich auf ihrem Fahrrad zwischen Bussen, LKW’s und Autos auf schneebedeckter Straße ihren Weg durch die Stadt bahnten. Auch auf dem Gehsteig waren vereinzelte Radfahrer unterwegs – denen war die Straße wohl doch etwas zu gefährlich. Auf der einen Seite war ich fasziniert von der Körperbeherrschung, welche die lebensmüden und meist helmlosen „Snowbiker“ an den Tag legten. Auf der anderen Seite hatte ich große Lust, jeden Einzelnen davon vom Rad zu hauen – denn ich kann es einfach nicht begreifen: Wie kann man sich und alle anderen Verkehrsteilnehmer nur solchen Gefahren aussetzen? Dass der Straßenverkehr gefährlich ist, wird von der Anzahl der Unfalltoten im Straßenverkehr jährlich dokumentiert und ist traurig genug. Wie kann es dann sein, dass es so viele hirnlose und rücksichtslose Personen gibt, die meinen das Schicksal herausfordern zu müssen? Es ist für mich unbegreiflich. Vor allem waren nicht nur junge Studenten unter den Bikern, sondern auch ältere Damen und Herren stürzten sich mit dem Fahrrad ins Schneegestöber. Ich bog an der Triumpfpforte ab, Richtung Bergisel. Auf Höhe des Wettercafes erblickte ich ein Polizeiauto, welches im Stau stand. Mindestens 2 Radfahrer überholten die Beamten auf der...

Servus, mach’s guat: Ein Abschiedsbrief...

Das Kinderbüro beendet die Arbeit in Innsbruck. Es gab so viele schöne Momente. Beim Nachdenken darüber, was für mich die Highlights der dreijährigen Tätigkeit des Kinder- und Jugendbüros in Innsbruck waren, kommen viele farbenfrohe Bilder in meinen Kopf: Jugendliche, die sich erstmalig mit dem Gemeinderat über ihre Themen austauschen, „Spirit of Change“ als Green Event, Spiele-Nachmittag mit Flüchtlingskindern, Projekt-Wochenende am Piburger See, Jugendbegegnung in Berlin, Kinder malen ihren Traum-Spielplatz und Vieles mehr. Die Arbeit war bunt, vielfältig und überraschend. Ich war 24 als ich den Job bekam, zuerst noch etwas schüchtern und beobachtend, doch schnell wuchs ich mit meinen Aufgaben. Für mich war die Kinder- und Jugendbeteiligung in Innsbruck eine Spielwiese, auf der ich mich so richtig austoben durfte. Die Stadt Innsbruck als Auftraggeber war hierbei stets ein zuverlässiger Kooperationspartner, der mir auch in schwierigen Situationen hilfreich zur Seite stand. Herzstück meiner Arbeit war der Aufbau und die Begleitung des Innsbrucker Jugendrats. Ich durfte miterleben, wie junge Menschen an Selbstvertrauen gewinnen und sich nicht davor scheuen, ihre Meinung gegenüber Erwachsenen zu vertreten. Dabei sind Jugendliche so ehrlich und es ist ihnen egal, ob sie damit politisches Kleingeld verdienen oder nicht, denn ihnen geht es um die Sache. Sie trauen sich Dinge anzusprechen, vor denen etablierte PoltikerInnen zurückschrecken. Das ist eine unglaublich wertvolle Ressource! Inzwischen sind meine „Schützlinge“ vom Jugendrat 16 Jahre alt, sprechen selbstbewusst vor dem Gemeinderat, vertreten ihre Meinung in Ausschüssen und machen ihre eigene Live-Radiosendung. Ich wünsche ihnen viel Ausdauer, Mut und Kraft für ihr weiteres Engagement und hoffe, dass sie das Recht auf Mitbestimmung und Meinungsfreiheit so sehr verinnerlicht haben wie ich. Kinder und Jugendliche gehören in alle Bereiche der Stadtpolitik einbezogen! Kinder- und Jugendbeteiligung ist eine Querschnittsmaterie und die Meinungen sowie Bedürfnisse von den jungen...

Neujahrsvorsätze der anderen Art...

Zugegeben: Dieser Text hätte pünktlich am 1. Jänner dieses Jahres – nein besser noch am 31. Dezember des vergangenen Jahres erscheinen soll. Schließlich geht es ja immer darum, total aktuell und up to date zu sein – nein, noch besser, den anderen immer um mindestens eine Nasen- oder noch besser eine Armlänge voraus zu sein. Zugegeben: Ich hab’s verkackt. Diese ganze „schneller, höher, weiter“-Sache und so. Ich habe mir gedacht, ich geh’s dieses Jahr mal bewusst langsam an, der Stress kommt schon von ganz alleine noch daher. Und seien wir uns mal ehrlich: In Zeiten der ultimativen Selbstoptimierungs-Instagram-Ernährungskult-Beauty-Vlog-Welle gibt es immer dieses „noch besser…“, das wir vor uns hertragen wie eine mahnende Gallionsfigur, die nichts anderes bringt als uns das Leben schwerzumachen. Gerade um die Jahreswende laden wir uns meist ein besonders schweres Exemplar auf, mit Sätzen wie: „Nächstes Jahr mache ich mehr Sport!“ oder „Ich werde nur noch gesundes Zeug essen!“ oder, oder , oder. Dass diese Vorsätze meist zum Scheitern verurteilt sind, weiß eh mittlerweile jeder. Warum tun wir uns das also an? Natürlich, es ist grundlegend sehr lobenswert, an sich arbeiten zu wollen und seine schlechten Gewohnheiten zu überdenken. Aber das Ganze geht doch auch ein wenig entspannter für uns selbst und ein wenig mehr im Sinne des Gemeinwesens. Deshalb hier ein paar alternative Vorschläge für Neujahrsvorsätze, für all diejenigen, die noch keine eigenen haben:   Überdenk mal dein Konsumverhalten. Ja, und wenn ich sage „überdenke“ dann meine ich damit auch genau einfach nur mal über das eigene Konsumverhalten nachzudenken. Du musst nicht gleich ultimative Veränderungen ansteuern, aber überleg dir einfach nur mal für einen Moment, wie viele der Dinge, die du bei dir zu Hause hast, du wirklich brauchst, oder wie die Kleider in deinem Kleiderschrank...

Silvester im Licht

Er fragte sich, ob es laut war und viel geknallt wurde an diesem Silvester.  Und ob er dann am besten gar nicht aus dem Haus hätte gehen sollen, um sich nicht einen Gehörschaden zu holen, wenn etwa direkt neben ihm oder vor oder hinter ihm ein Silvesterknaller losgegangen wäre. .Aber jetzt war er ja schon hier, und mit der Knallerei musste er dann klar kommen, wenn er wieder nach Hause ging.  So klappte er die Mappe auf, in der sich die Speisekarte befand. Er hörte am Nebentisch zwei Frauen sich Gespenstergeschichten erzählen. Und zwei andere am anderen Nebentisch sich gegenseitig Neujahrsvorsätze schwören. Er hätte die Kellnerin gerne zu einem Glas Champagner eingeladen, und noch lieber hätte er ihr mit seinem Kugelschreiber dabei die beiden Worte „Süße Maus“ auf ihren Arm geschrieben.  Er tat aber keines von beiden, weil die Kellnerin keine Zeit für so etwas hatte, auch keine Zeit für ein  Gespräch, welches ja erst die Voraussetzung für so etwas gewesen wäre. So war es nur bei einem unverbindlichen Gedankenspiel geblieben. Und die Frage, wie weitermachen und wie es überhaupt weiterging mit ihm, war dann doch heftiger gewesen und hatte sich über erstere Überlegung gelegt und hatte wohl noch nach weiteren Fragestellungen verlangt. Und im Übrigen wusste er auch nicht, ob nicht der schon etwas ältere Mann, der ihm schräg gegenübersaß, nicht in den nächsten Minuten durchdrehte, so ernst sah er aus, saß allein bei seinem Bier, und viel Grobkörniges mochte durch seinen Kopf gehen. So wie auch durch seinen Kopf viel Grobkörniges ging. Der Silberflitter am Kleid der jungen Frau, die ein paar Tische weiter saß. „Und gehen sie mit uns …“ hörte er am Nebentisch jemanden zu seinem Gegenüber sagen. Die Spiegelung im Fenster, die das normalerweise...