SONO-SOLO-SHOW

Nach ihrem Debüt beim PMK – Weihnachtsfest, lädt das Frauenensemble zur ersten SONO-SOLO-SHOW: Es erwartet euch eine musikalische Reise quer durch alle Länder und Epochen! Samstag, 22.10.2017 im Spielraum für alle, Franz Fischer Str. 12 (zur Info: gleich beim M-Preis ums Eck, gegenüber vom Judozentrum) BEGINN 20:00 Uhr EINTRITT freiwillige Spende Chorleitung: Antonella Placheta Instrumentale Begleitung: Kontrabass: Heinrich Pan Harfe: Eva Kuster Drums: Michael Gassebner Info über Spielraum für Alle: Spielraum für Alle Non-Profit Organization · Innsbruck VEREIN FÜR MITEINANDER DENKEN – ESSEN – REDEN – TÜFTELN – ERNTEN – FINDEN – WERKELN – TRÄUMEN – PROBIEREN – SUCHEN –...

Historische Ansichten unserer Stadt...

          Wir zeigen alles rund um Innsbruck in alten historischen Ansichten. Wir haben eine Facebook-Seite gestartet, um möglichst viele Interessierte zu erreichen. Auch wer nicht auf Facebook ist, kann sich unsere Seite ansehen! In unserem Archiv warten circa 3000 weitere Schätze, die wir nach und nach zeigen werden. Wir wissen, dass auch bei Euch auf Dachböden und in Kellern (wo auch immer) noch so manch altes darauf wartet entdeckt zu werden: Schätze Eurer Eltern und Großeltern! Du kannst bei uns mit deinen eigenen alten Bildern mitmachen, sie bei uns selbst posten! Teile mit uns die Freude daran. Postkarten, Fotos, Prospekte, Bilder aus alten Zeitungen, Büchern und Bildbänden, … ganz egal was: Jede Art der Mitarbeit ist wünschenswert – schau vorbei, mach mit, wir freuen uns!...

Das echte Leben hat keine Kommentarfunktion...

Ich bin sehr müde. Die Geburtenrate in Österreich ist gestiegen. Endlich mal eine erfreuliche Nachricht, hätte ich gerne gemeint. Aber der Blick auf die Kommentare hat mich schnell eines Besseren belehrt. Wie viele von den putzigen kleinen Babys denn nun „echte Österreicher“ seien, möchte man dort wissen. Nach Mädchen hat übrigens noch keiner gefragt, just saying. Und auch sonst ist irgendwie nie etwas gut genug. Die Kommentarspalten. Selbst dieser Text, das weiß ich jetzt schon, wird kritisiert werden. Schließlich ist es ja nur ein „Befindlichkeitstext“ und ich sollte lieber eine wissenschaftliche Abhandlung voller schlüssiger und vor allem objektiver Argumente über die Auswirkungen des Whataboutism auf das heimische Schmetterlingsvorkommen schreiben. Ich freue mich ja sonst immer über neunmalkluge Vorschläge dazu, was ich EIGENTLICH hätte schreiben können. Tja, ich schreibe aber jetzt über meine Befindlichkeit, darüber, wie müde ich bin. Ich bin aber auch schon gespannt (plot twist) auf die ellenlangen Kommentare, die meinem Text deshalb schlichte Inhaltslosigkeit vorwerfen. Dazu kann ich nur eine Frage stellen (eine rhetorische versteht sich, im Dienste der Inhaltlslosigkeit): Was ist sinnloser: einen inhaltslosen Text zu produzieren oder aber diesen zu lesen und ihm auch noch einen ellenlangen Kommentar zu widmen? Und wenn man eh schon so genau weiß, welcher Aspekt denn der interessantere zu beleuchten gewesen wäre, warum setzt man sich dann nicht schlicht hin und schreibt selbst darüber? (Ja, das waren jetzt zwei Fragen, liebe KritikerInnen) Tja, warum eigentlich nicht, hm? Weil es nämlich viel einfacher ist, andere in ihrem Tun zu kritisieren, als selbst etwas zustande zu bringen. Es soll ja andererseits AutorInnen geben, die mit wilden Überspitzungen um sich werfen, Clickbaiten wie die Weltmeister und sich am Ende angesichts der Kritik winselnd in eine Ecke verziehen und darüber heulen, wie sehr sie...

Anleitung zum Aussteigen...

              Seit Tagen kursieren in der Tiroler Tageszeitung Meldungen über eine angebliche Tarifreform bei den Innsbrucker Verkehrsbetrieben. Worin genau die Reform im wörtlichen Sinn einer Um- und Neugestaltung des geltenden Systems bestehen soll, bleibt auch nach sorgfältiger Lektüre der Berichterstattung weitestgehend rätselhaft. Faktisch geht es um eine Verteuerung der Tarife, auch wenn die Stadtregierung diese euphemistisch als „Tarifanhebungen“ oder „Tarifanpassungen“ tarnen will. Eine Attraktivierung des Angebotes, zum Beispiel durch Schaffung einer familienfreundlichen Jahreskarte oder sehr günstigen Kurzstreckentickets, ist nach derzeitigem Stand der Informationen nicht geplant. Dafür schwirren viele Zahlen umher, die die Ticket-Verteuerungen als wirtschaftliche Notwendigkeit erscheinen lassen sollen. Aber selbst wenn es einen wirtschaftlichen Verlust durch steigende Personalkosten zu verzeichnen gibt: müsste es in Zeiten wie diesen – Stichwort Klimawandel, Stichwort schlechte Luft- und Lebensqualität durch überbordende Verkehrsbelastung – nicht ein Gebot der Stunde und eine der lösbaren Aufgaben unseres Jahrzehnts sein, in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs bzw. einer umweltfreundlichen Mobilität zu investieren? Sollten wir nicht an allen politischen Hebeln drehen, um überflüssigen (individuellen) Autoverkehr in der Stadt auszubremsen oder zumindest einzudämmen? Jene Menschen finanziell durch Verteuerungen zu bestrafen, die mit Bus und Straßenbahn fahren und sich gesellschaftlich richtig verhalten, ist ein ablehungswürdiger Affront, vor allem wenn es gleichzeitig keinerlei Bestrebungen gibt, die Alternative so zu verteuern, dass nur noch unbedingt notwendige Wege und Fahrten mit dem Auto getätigt werden. Zur Erinnerung: Erst im Jänner 2015 sind die IVB-Tarife (und damals wirklich) neu gestaltet, Jahreskarten massiv vergünstigt, Einzel- und Mehrfahrtentickets jedoch verteuert worden. Die damaligen Neuerungen wurden von allen Parteien der Stadtregierung als großer Erfolg gefeiert und – zu Recht oder nicht sei dahingestellt – auf die eigenen Fahnen geheftet. Der starke Anstieg der Jahreskarten hat eindrucksvoll bewiesen, dass ein attraktives...

About locker room talk

          Jeder, der den US-Wahlkampf auch nur am Rande verfolgt, hat gerade in den letzten Tagen mitbekommen, daß ein bestimmtes Thema das amerikanische Volk mehr denn je in zwei Lager spaltet. Hat dieser bis vor einer Woche mit nicht allzu wenig Skandalen und rassistischen und populistischen Aussagen aufwarten können, so hat keine der bisher ausreichend ungustiösen Taten und Worte des republikanischen Kandidaten die Emotionen derart hochkochen lassen wie die 11 Jahre alte Aufnahme, in der sich besagter Herr darüber äußert, wie er Frauen auf Grund seines gesellschaftlichen und finanziellen Standes zu behandeln befähigt sieht. Es ist ein Einfaches, sich darüber zu mokieren und sich darüber zu amüsieren, daß ein solcher Mensch in den USA, »und nur in den USA« als Präsident in Frage kommt, weil er trotz all diesen herablassenden Kommentaren und hasserfüllten Aussagen immer noch genügend Unterstützer auf seiner Seite zählen kann, die ihn zum mächtigsten Mann der Welt katapultieren könnten. Only in the US, right? Ich kann mir den Luxus leider nicht leisten, wirklich überrascht und empört zu sein – ich muß sogar zugeben, daß die Aufnahmen über das bereits eingeschaltete Mikrofon mich gar nicht so schockiert haben. Und zwar nicht deswegen, weil das Verhalten des amerikanischen Millionärs bereits auf vielfache Art und Weise auf einen niveaulosen und egozentrischen Charakter hinweist, sondern aus einem einfachen Grund: ich höre zu. Ich arbeite in einem Beruf, der mich in direkten Kontakt zu Menschen bringt und die sich mit mir, untereinander und übereinander unterhalten. Es vergeht kein einziger Arbeitstag, an dem ich nicht auf eine mehr oder weniger »originelle« Art und Weise negativ auf meinen Körper, mein Verhalten, meine Kleiderwahl, mein Wortwahl, mein Auftreten direkt angesprochen werde. Ich werde beleidigt, degradiert, angemacht, beurteilt. Über mich werden...

Nicht’bruck: 18

Was Nicht’bruck ist, steht in Nicht’bruck: 1. Ort 18 Im kalten Großstadtnebel schaue ich auf mein vielleicht tausendstes Sonnenaufgangs-Foto, entstanden vor wenigen Tagen in Griechenland, und fühle mich ein paar Sekunden lang ganz so, als wäre es wieder sechs Uhr morgens auf der Insel. Und ich würde in der morgendlichen Stllle nahe der Akropolis stehen und auf die mittelalterliche Stadt im Meer hinabblicken, die ich nun schon so oft bereist habe weil ich nicht von ihr lassen kann, tief eingesunken in das Farbenspiel von Gelb über Rot und Violett zu tiefem Dunkelblau und nächtlichem Schwarz, die Fotoausrüstung ausgebreitet und den Motorroller nebenan im trockenen, hohen Gras geparkt. Und die warme, salzige Meeresbrise würde mir vom sommerheißen kommenden Tag künden (und mir das Haar in die Stirn wehen, wäre ich eine Anime-Figur und hätte welches), während zu Hause auf der anderen Seite des Balkans, im fernen Innsbruck, schon die Heizanlagen liefen, worauf ich jedoch in Gedanken schisse. In einem Augenzwinkern würde die Sonne dann blutrot dem Meer entsteigen und ich wüsste wieder einmal: davon kriege ich nie genug.       36.444638, 28.212094...

Innsbruck lässt von sich hören...

Die Landeshauptstadt von Tirol bietet viele schöne Plätze, Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen und sonstiges Kurioses und Faszinierendes. Nachzulesen hier auf provinnsbruck, dem digitalen Stadtgeflüster. Was nicht unbedingt allen bekannt ist: Das Stadtgeflüster ist nicht nur lesbar, sondern auch hörbar. Der Radiosender freirad liefert dieses hörbare Geflüster an. Freirad ist eines der freien Radios in Österreich. Abseits der kommerziellen Rundfunkanstalten (wie Ö3, Ö1, FM4 und wie sie alle heißen) bietet dieser Sender die Möglichkeit des partizipativen Journalismus: Jede/r kann mitmachen, genauso wie auf proInnsbruck. Das Programm ist überaus vielfältig. Von Kultur, Musik, Philosophie, Medien, Literatur, Kunst bis hin zu speziellen Projekten (wie etwa Voice of Peace, in dem geflüchtete JournalistInnen zu Wort kommen) reicht die Palette. Freirad bietet somit allen die Möglichkeit, gehört zu werden. Um eine eigene Sendung zu machen, muss ein Basisseminar besucht werden, das zehn Stunden, aufgeteilt auf zwei Abende, umfasst sowie ein Seminar zum UrheberInnenrecht. Diese Seminare sind sehr kostengünstig und werden für jene, die es sich gar nicht leisten können, auch kostenlos angeboten. Dann noch das Konzept präsentieren und schon seid ihr hörbar. Wer nicht hörbar sein will, dem sei aber wärmstens empfohlen, das Programm zu durchstöbern und die eine oder andere Sendung zu genießen. So hört ihr, was die Innsbruckerinnen und Innsbrucker bewegt, was alles so los ist in der Stadt und was ihr so vielleicht noch nie gehört habt. Weitere Infos findet ihr auf der Homepage www.freirad.at               Und um noch Werbung in eigener Sache zu machen. Wer sich für die Medien interessiert und meine Wenigkeit hören will, dem sei der MedienPlausch (jeden letzten Montag im Monat von 19:00 bis 20:00 Uhr) empfohlen, den ich zusammen mit Christiane Dorner mache. Also dann: Man hört sich! 🙂 Die Sendereihe MedienPlausch...

Der Erklärungsnotstand

                  Die rotschwarze Bundesregierung hat eine Verordnung geschrieben. Angeblich, um den durch die hohe Anzahl an Asylwerbern drohenden Staatsnotstand zu verhindern. Diese Verordnung, über die seit Monaten diskutiert wird, soll also irgendwann in nächster Zeit in Kraft treten. Irgendwann vor Jahresende. Verordnung hin und Flüchtlingsobergrenze her. Die Frage, die einer Antwort harrt, bleibt: droht in Österreich ein Notstand oder, noch schlimmer, ein Zusammenbruch des Staatsapparates? Nüchtern betrachtet eine schwierige Frage und zumindest mit dem Wissensstand eines einfachen Staatsbürgers, der nicht ranghoher Ministeriumsbeamter, Politiker, parlamentarischer Mitarbeiter und/oder Insider ist, ist dies kaum zu beantworten. Diejenigen, die eine Antwort geben könnten, geben sie nicht. Zumindest beschleicht mich als politisierten Menschen das Gefühl, dass da schon viel künstlich aufgeblasen und aufgrund einer unberechenbaren Dynamik bewusst Panik geschürt bzw. Politik gemacht wird. Jedenfalls ist das ganze Flüchtlingsthema ein politisches Feld, in dem beinahe ausschließlich über Stimmung gearbeitet und vor allem Stimmung gegen Menschen oder ganze Menschengruppen gemacht wird. Das kann man als offener Mensch, der jeden Menschen an sich als fühlendes, prinzipiell freundliches und sozialfähiges Wesen begreift und wahrnimmt, ohnehin verdächtig finden. Die Ankunft von Flüchtlingen mit Notstand zu verknüpfen, also aus der bloßen Existenz dieser Menschen eine unmittelbare Bedrohung für unsere Gesellschaft abzuleiten, kommt einer pauschalen Kriminalisierung zumindest sehr nahe. Warum und wovor fürchten wir uns eigentlich so? Ich bilde mir ja ein, dass ich mich nicht fürchte, auch wenn ich gestehen muss, dass diese meine Einbildung aufgrund der massiven Stimmungsmache langsam zu bröckeln beginnt. Woher also die Furcht und Angst? Hat es damit zu tun, dass wir unseren gesellschaftlichen Reichtum und privaten Wohlstand künftig mit anderen Menschen, die bisher sehr weit weg von uns waren, zu teilen haben? Aber müssen wir das nicht...

Wort am Montag mit Armin Thurnher: „Ach, Österreich“...

Die Treibhaus-Reihe „Wort am Montag“ startet gleich mit einem ganz besonderen Gast: ARMIN THURNHER, Mitbegründer und langjähriger Chefredakteur des „Falter“. Mit im Gepäck hat Thurnher sein erst vor wenigen Tagen erschienes Buch „Ach, Österreich!“, in dem er die aktuelle Politik aufs Feinste seziert: Bundespräsidenten-Wahl-Farce samt Analyse manch übler Methoden inklusive. Im Gespräch mit Markus Koschuh steht Thurnher, einer der profundesten Kenner der österreichischen Innenpolitik, dem Publikum dann auch gerne Rede und Antwort. Die „New York Times“ illustriert den Aufstieg rechter Kräfte in den Ländern der EU graphisch: Den kräftigsten roten Balken erhält Österreich. Jetzt muss aufgrund bürokratischer Schla…mperei die Wahl des künftigen Bundespräsidenten wiederholt werden. Im Mai erhielt der Kandidat einer Partei, die fundamentale europäische Werte in Frage stellt, fast die Hälfte der abgegebenen Stimmen. Besorgt blicken die Staaten Europas auf das österreichische Beispiel: Ist es Orbánisierung? Jörg Haiders Erbe? Oder nur ein besonderer Fall von Verkommenheit? Es ist, als spürte die krisengeschüttelte EU, dass Österreich wieder einmal die kleine Welt ist, in der die große ihre Probe hält. In seinem fulminanten Essay zeigt Armin Thurnher, Jahrzehntelanger Chefredakteur und Herausgeber der Wiener Wochenzeitung Falter, was es mit der Europaverdrossenheit auf sich hat und was man der Rechten politisch entgegensetzen sollte. Montag, 3. Oktober 2016 von 20 bis 22 Uhr im Treibhaus...