Nachlese zur NationalratsQUAL...

Warum es nach dieser Wahl überhaupt keine Gewinner gibt eine kleine Abrechnung mit den bestehenden Verhältnissen: 1.) SPÖ mit dem historisch schlechtesten Ergebnis ist es gerade noch einmal ausgegangen den ersten Platz und somit die besten Ausgangsposition für den Koalitionspoker zu erringen – dumm nur dass als einziger Koalitionspartner ausgerechnet wieder jene Partei übrig bleibt, gegen die man spätestens seit dem unseligen Jahr 2000 abgrundtiefe Aversionen hegt, weil sie keine Gelegenheit auslässt einen am Nasenring durch die Manege zu führen – die ÖVP – dafür gibts zum Trost die Gratisausrede warum man wieder nicht in der Lage war sein Programm zumindest in Ansätzen durchzusetzen – eigentlich gar nicht so schlecht 2.) ÖVP mit dem historisch schlechtesten Ergebnis ist es gerade noch einmal ausgegangen den zweiten Platz und Dank einer zumindest theoretischen schwarz-blau-Stronach Option die beste Ausgangsposition für den Koalitionspoker zu erringen – dumm nur dass als einziger realistischer Koalitionspartner ausgerechnet wieder jene Partei übrig bleibt, gegen die man seit dem unseligen Jahr 1970 abgrundtiefe Aversionen hegt – verdammt nochmal wie kann es sein dass man schon wieder mit diesen roten Gfrießern arbeiten muss und noch nicht einmal den Bundeskanzler wird stellen können – gibt es vielleicht doch keinen Gott? 3.) FPÖ ganzsupertoll, dass es gelungen ist, obwohl sich so viele Kellernazis ganz offen in und um die Partei tummeln und es dieses Mal eigentlich wirklich jeder gewusst haben muss, das viertbeste Ergebnis in der Geschichte – also wenn diese historische Missgeburt, die sich 2. Republik Österreich nennt, überhaupt einen Geschichte haben kann – zu erzielen und damit knapp Dritter zu werden – blöd nur, dass wiedereinmal niemand mit den blau-braunen Schmuddelkindern koalieren wird wollen und die Macht und damit das gute Geld und die schönen Posten und der Einfluss...

AUstria – Heimat, die wehtut...

Diese Republik versumpft und den Protest ernten wieder einmal die rechten Hetzer. Das Wahlvolk hat gesprochen: Eh scho‘ wurscht –  jetzt dürfen wir uns wieder einmal herzlich leid tun. Dieses Land ist ein Schnitzel: Zu fett und goldbraun rausgebacken. Skandale in der Endlosschleife, Stagnation und jammern, bis der nächste Führer kommt. Es lebt sich nicht schlecht in der Talsohle der Hinterfotzigkeit. Der Kommentator meint: Man solle die Kirche doch im Dorf lassen – ja und bitte auch die Keller immer gut absperren. Den seligen Insulanern geht die Sonne nicht unter, am Ende haben sie wieder von nichts gewusst und spielen das Opfer. Dieses Land ist ein Zustand: Es österREICHT mir! Foto: Manni...

Liebe Stadt Innsbruck!

Liebe Stadt Innsbruck! Vielen Dank, dass du wieder einmal gezeigt hast, dass auch Staedte so richtig peinlich sein koennen. Was beim Afterstash abgelaufen ist, ist eine Frechheit und auch ein Niveau, dass man eigentlich aus Ländern kennt, die demokratisch nicht ganz einwandfrei sind. Am Nachmittag (!) kam zum ersten Mal die „Mobile Ueberwachungsgruppe“, da es angeblich zu laut war. Ja, um ca. 17:00 Uhr! Das naechste Mal kamen die Damen und Herren um kurz vor 20:00 Uhr. Da schon in Begleitung der uniformierten Kollegen von der Polizei. Bei einem der leisesten Konzerte, das ich in meinem Leben erlebt habe. Offenbar war das dem kommandierenden Polizisten trotzdem noch zu laut (von einer Messung der Lautstaerke mit dafuer geeigneten Geraeten ist uebrigens nichts bekannt). Somit beschloss er, um kurz vor 21:00 Uhr das Ende der Veranstaltung! Dass die Veranstaltung bis 22:00 Uhr genehmigt wurde, zaehlt in Innsbruck nichts! Was mich freut ist, dass es in Innsbruck endlich wieder motivierte junge Menschen gibt, die auch noch bereit sind, ihr Geld dafuer auszugeben, dass Innsbruck ein wenig cooler wird. Dass unsere Stadt dann aber so ekelhaft ist, gegen alle und jede dieser Veranstaltungen vorzugehen, solange nicht irgendein Politiker mit an Bord ist und ueberall das Inns’bruck Logo runterstrahlt, sagt schon einiges ueber die Regierung dieser/unserer Stadt aus! Das Afterstash ist eine Veranstaltung, die fuer ganze Familien ist, wo kleine Kinder mit ihren Skateboards von „alten Hasen“ lernen koennen. Wo Drogenaufklaerung betrieben wird, wo es gutes Essen fuer alle gibt und wo vor allem kein Eintritt verlangt wird! Aber offenbar braucht unsere Stadt so etwas nicht! Niemand muss sich wundern, wenn irgendwann niemand mehr bereit ist, irgendetwas in dieser Stadt zu unternehmen, wenn nicht endlich kapiert wird, dass Kultur mehr ist, als ,,alte Musik“...

Tag des Denkmals

Wer am Sonntag vor oder nach dem Wählen noch Zeit hat, kann sich an dem schon seit mehreren Jahren immer am letzten Sonntag im September in ganz Österreich stattfindenden TAG DES DENKMALS auf die Suche nach zum Teil Unbekanntem und weil oft auch nicht allgemein zugänglichen Denkmälern machen.     Heuer ist es das Thema Stein, das sich die Organisator/innen des Bundesdenkmalamtes zur Präsentation ihrer oft nicht geschätzten Arbeit zur Erhaltung unserer schönen Baudenkmäler gesetzt haben. Sind es doch gerade die vielen, Schlösser, Burgen und Paläste, die Kirchen und Klöster und nicht zuletzt auch die Industriedenkmäler, ja selbst schon die Bauten aus der oft verkannten Zwischen- und Nachkriegsarchitektur , die sowohl ein wichtiger Anziehungspunkt für den Tourismus sind als auch Teil unser kulturhistorischen Identität darstellen.   Um eben Bewusstsein auch bei der heimischen Bevölkerung für eben diese Ziele zu schaffen, das alte, auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so Schöne und Wertvolle zu erhalten, ist dieser Tag vielleicht Gelegenheit, einmal das eine oder andere denkmalgeschützte Kleinod in unserer näheren Umgebung genauer unter die Lupe zu nehmen. Dazu bietet sich morgen Sonntag eben Gelegenheit, das mittels kompetenter Führungen zu machen.   Da wäre mal die vielleicht nur wenigen bekannte Innsbrucker Brekzie als wichtiger Baustein für die Gestaltung der Innsbrucker Alt- und Neustadt, auf deren Spuren man sich morgen mittels Führung machen kann. Ein römischer Meilenstein in Wilten kann ebenfalls genauer besichtigt werden. Den Restaurator/innen  der schönen barocken Stadtpfarrkirche im nahegelegenen Hall kann man mittels Baugerüst über die Schulter schauen, eine Gelegenheit den Fresken von Josef Adam Mölk mal aus unmittelbarer Nähe zu betrachten, vielleicht auch nur für ganz Schwindelfreie.   Das schöne westlich von Innsbruck gelegene Dorf Flaurling , das noch einen großen Bestand gut erhaltener...

Über die Arschlöcher der allerdümmsten Kälber...

Nichts ist für die Mächtigen bequemer als jene, denen jede Entscheidung recht ist, weil sie selbst keine treffen wollen. Wer nicht einmal zur Wahl geht, signalisiert damit: Wurscht – entscheidet bitte für (oder besser: über) mich, ich bin zu blöd oder zu faul, um für mich selbst zu sprechen. Das Spektrum der zu Wahl stehenden Parteien reicht von kommunistisch bis nazional – wer da keinen Unterschied erkennen kann, ist ein Idiot im doppelten Wortsinn. Es treten auch neue Listen an, die noch nie im Parlament waren, womit auch die Stammtischparole „Das sind eh nur alle Gauner“ jede Relevanz verliert. Das Wahlrecht ist keine Selbstverständlichkeit und überall auf der Welt sitzen Menschen im Gefängnis oder werden totgeschossen, weil sie dafür kämpfen. Demokratie mag widersprüchlich und mühsam sein, aber jede andere Gesellschaftsform ist ungleich grausiger und unmenschlicher. Auch ein weißer oder bunt verzierter Stimmzettel ist immerhin ein politisches Signal – „Gegen alle“ ist ein legitimes Statement. Wer nicht einmal zur Wahl geht, entmündigt sich selbst und ermutigt alle, die demokratische Mitbestimmung abbauen wollen. Darum: Geht hin und wählt bunt – Demokratie lebt von allen, die sich beteiligen und nicht einfach nur...

Die neue Straßenbahn

Dass der Ausbau der Straßenbahn für Innsbruck sowohl aus umweltpolitischen wie auch im Hinblick auf die Bevölkerungszunahme in den westlichen und östlichen Stadtteilen zu begrüßen ist, ist wohl unbestreitbar. Trotzdem scheinen die Innsbrucker Verkehrsbetriebe in ihrer  derzeitigen Werbestrategie nicht unbedingt ein glückliches Händchen zu haben. So klärt die vor einigen Tagen in alle Haushalte entlang der neuen Streckenführung in den Briefkasten geflatterte  Informationsbroschüre weder über die neue Linienführung der neuen Straßenbahn noch über die einzelnen Abschnitte bzw. Fertigstellungen der Strecke auf. Man hat dabei eher den Eindruck, als hätte man da etwas geplant, über dessen Sinn man sich selbst noch nicht so richtig im Klaren ist. So überzeugt man niemanden richtig, und schon gar nicht Skeptiker/innen, denen der Sinn einer neuen zusätzlichen Straßenbahn für Innsbruck überhaupt nicht einleuchten will. So gesehen war die eher ablehnende Haltung bei zwei kürzlich abgehaltenen Bürgerversammlungen – einmal in Pradl, und einmal in Hötting-West –  zum Teil zumindest verständlich. Wenngleich ich die vorgetragenen Proteste zum Teil auch übertrieben fand. Die Angst, dass mir die Straßenbahn ins Schlafzimmer fährt oder diese meinen Schlaf raubt, und das in einer Gegend, in der schon jahrzehntelang der Fluglärm ein größeres Problem darstellt, und die Bahn die Nacht über ja sowieso nicht fahren wird, kann ich also so gesehen nur schwer nachvollziehen,  Auch den Protest über durch den Straßenbahnbau verlorengehende Parkplätzen scheint mir schon sehr egoistisch zu sein. So nach der Devise: ich bin zwar für grün und umweltbewusst, aber mein Auto oder auch das meiner Gäste muss schon bis vor die Haustüre fahren können.Dass für die neue Bahn auch ein bisschen Grün geopfert wird,  na gut, wenn dafür eine umweltfreundliche Straßenbahn kommt, was dann ja auch heißt, weniger Umweltbelastung durch Dieselbusse, könnte damit wohl auch ein wenig relativiert werden. Dass...

Töchterle macht Universität im schlechtesten Sinne!...

Erinnert ihr euch? 2009 lobte der damalige Rektor Karlheinz Töchterle die Hörsaalbesetzungen als „Universität im besten Sinne“  – und schaffte es damit in „Die Zeit“. Damals war er bekannt für demokratische Entscheidungsfindungen und Gesprächsbereitschaft. 2011 wurde er Wissenschaftsminister und vieles hat sich verändert. Karlheinz Töchterle ist Spitzenkandidat der ÖVP in Tirol und er ist Wissenschaftsminister. Aber Universitäts- und Bildungspolitik haben in den letzten Wochen des Wahlkampfes keine Rolle bei ihm gespielt. Er sprach in Interviews und Diskussionen über allgemeine ÖVP-Positionen, nie jedoch wurde sein Kernthema, die Universität, aufgegriffen. Warum? Vielleicht, vielleicht liegt es ja daran, dass Töchterle selbst weiß, dass seine „Bilanz“ als Wissenschaftsminister verheerend ist und die Universitäten nicht geschlossen hinter ihm stehen. Dabei wären in Tirol die Themen Wissenschaft, Forschung, Lehre, Hochschulen und Universitäten wichtig und aktuell. Allein die LFU bildet den Lebensmittelpunkt für über 4.500 Angestellte und 27.500 Studierende, integriert die Landesbibliothek und fördert die ständige Innovation im Forschungsbereich. Sie bietet beispielsweise auch den Rahmen, dass Betriebe wie Med-EL sich in Innsbruck niederlassen, und dass junge wie alte Menschen die Möglichkeit haben, höhere Bildung zu erlangen. Der Zustand der Universitäten und Hochschulen ist für eine Region wichtig. Dass sich Fehler nachhaltig negativ auswirken können, zeigt allein das Beispiel der beschränkten Medizin-Studienplätze: Heute wird beklagt, dass wir in Tirol zu wenig Landärzte und -ärztinnen haben. Töchterle fördert als Wissenschaftsminister eine teure Medizinische Universität, deren Sinnhaftigkeit in Frage steht, denkt aber als Tiroler ÖVP Spitzenkandidat nicht über die kausalen Zusammenhänge und die Notwendigkeit von mehr MedizinerInnen in Tirol nach. Es wäre sein Pflicht gewesen, dieses Thema im Wahlkampf aufzugreifen oder sogar politische Schritte zu setzen. Aber wie gesagt. Karlheinz Töchterle weiß, dass er als Wissenschaftsminister Universität im schlechtesten Sinne gemacht hat. Er hat verfassungswidrige autonome Studiengebühren eingeführt und...

„Katzenmusik – Tage für Improvisation“ (26. – 28.09., Vierundeinzig)...

Vom 26. – 28.09. wird in Innsbruck (Vierundeinzig) ein „Mini-Festival“ stattfinden, das sich sowohl mit der Grauzone zwischen „Neuer Musik“ und improvisierter Musik als auch mit der Frage nach Konvention und Sperrigkeit beschäftigt. Ein paar Tage im Geist der Improvisation und der Fragen, die nicht immer Antworten finden. Die Musikerinnen kommen aus Paris, Berlin und ja, auch aus Österreich… Obwohl „Neue Musik“ dem eigenen Kulturkreis erwachsen ist, gilt sie als schwierig, verkopft und sperrig – klingt in den Ohren vieler fremd, wenn nicht gar „falsch“, da sie sich gewohnter Harmonik entzieht. Wir scheinen ein bloßes Nebeneinander-Existieren, eine Art von Parallelgesellschaft vorzufinden: Jene Welt, in welcher das Spiel mit Atonalität als „Lärm“ und „Dissonanz“ wahrgenommen wird und bloß „Katzenmusik“ ist. Auf der anderen Seite die Welt der Künstler_innen und Rezipient_innen, welche sich im Experiment wiederfinden und dieses „verstehen“ und schätzen. [video:http://youtu.be/mWkAb9q9A74] Ein Mauerfall? Ziel der „Tage für Improvisation“ ist es zum einen, jener „Katzenmusik“ Raum zu geben: Ein Hinlocken zum Hören und Empfinden des Ungewohnten. Eine der zentralen Fragen wird sein, ob und wie „fremd“ jene Musik ist. Oder um es in Anlehnung an Foucault zu formulieren: Ob man das „Murmeln des Außen“ begreifen kann und welche Ansprüche an Konventionen über Bord geworfen werden müssen, um zu einem „Begreifen“ dessen zu gelangen, was Musik ist und was nicht. „Begreifen“ kann dabei auch mit dem Empfinden beschrieben werden, etwas „Fremdes“ durch die Änderung der eigenen Ansprüche und Kategorien „vertrauter“ wahrzunehmen. Damit soll auch die Möglichkeit eines Dialogs eröffnet werden, in dem nach den Anteilen des „Fremden“ im „Eigenen“ gesucht wird. Denn die Konfrontation mit „fremder“ Musik, die aus dem „eigenen“ Kulturkreis stammt, macht den Grad der Verwerfungen und Ausschließungen sichtbar, welche von der „konventionellen“ Rezeption vorgenommen werden. Wünschenswert wäre insofern, wenn das...

Lederhose statt Jogginghose!...

Das waren noch Zeiten, als der Schüler einer Innsbrucker Schule mit einem Bestellschein in den Rappoldipark ging, um dort für sich und seine Mitschüler diverse Drogen einzukaufen! Artig hatte der junge Mann Mengen und Namen der Empfänger aufgelistet, leider wurde er von einem Polizisten erwischt. Der damalige Schuldirektor hatte allerdings sogleich versichert, dass es in seiner Schule kein Drogenproblem gäbe. Zu solchen Entgleisungen kann es in der Innsbrucker Handelsakademie nicht kommen, dort wehrt frau den Anfängen: Die neue Direktorin sorgte, kaum in Amt und Würde, sofort für Ordnung. Ihr fiel auf, dass Schüler in Jogginghosen (!) durch die Gänge schlurften. Ein eklatanter Verstoß gegen die Erfordernisse der Wirtschaft, wenn man von Berufen wie Animateur, Verkäufer in Sportgeschäften, Reinigungskraft oder Fußballtrainer mal absieht, obwohl selbst Trainer heutzutage lieber Armani-Anzüge als Adidas-Hosen tragen. Nur Erfolglose wie Apple-Gründer Steve Jobs wagten sich seinerzeit mit Rolli und Jeans (ohne Gürtel!) zu einer Präsentation. Daher erließ die Frau Direktorin ein Verbot von Jogginghosen, weil es „in fast jedem Unternehmen einen Dresscode gibt“, wie sie dem KURIER erklärte. Nun kann zwar keine Direktorin in Österreich willkürlich solche Befehle erteilen, dafür ist der SGA, der Schulgemeinschaftsausschuss, zuständig. Dort entscheiden Lehrer-, Schüler- und Elternvertreter gemeinsam, wir leben schließlich in einer Demokratie – oder? Mit solchen Kleinigkeiten hielt sich die Direktorin nicht auf, sie schickte „eine Checkliste an die Klassenvorstände, damit diese das Thema Jogginghose in den Klassen besprechen“, wie der Standard berichtete. Schließlich hat das Kantönli Tessin sich soeben für ein Burka-Verbot ausgesprochen, dagegen ist das Jogging-Hosen-Verbot eine nahezu liberale Maßnahme. Eine genaue Definition des Begriffs „Jogginghose“ fehlt noch, jedenfalls fällt die Lederhose, ob kurz oder lang, nicht darunter. POSITV DENKEN! So wirtschaftsfördernd der Vorstoß der HAK-Innsbruck ist, bedenklich ist sein negativer Charakter. Aus der Neurobiologie ist bekannt,...

Reden wir über INNzucht...

Als Freund schräger Wortspiele freue ich mich sehr über diesen Stickerfund. Außer dem Wort INNZUCHT ist nichts zu entdecken und ich nehme an, dass einfach eine kreative Privatperson aktiv wurde. Der Begriff INNZUCHT ist ebenso drastisch wie witzig und trifft es auf den Punkt: Innsbruck sieht sich gerne als Alpenmetropole, ist aber in Wahrheit eine Kleinstadt. Durch Universität und Tourismus wirkt die Stadt mondäner, als sie ist, aber im Prinzip „kennt man sich eben“ – und auf diesem Umstand ist ein Großteil des gesellschaftlichen Lebens aufgebaut. Nicht nur, aber besonders in Österreich ist es wichtig, die „richtigen“ Leute zu kennen. Wer in den richtigen Kreisen verkehrt, hat es einfach leichter: Egal, ob es um einen guten Arbeitsplatz oder auch um eine noch leistbare Wohnung geht – gute Verbindungen entscheiden oft darüber, wer zum Zug kommt. Zugegeben: Das Prinzip der „Verhaberung“ gilt überall auf der Welt und nicht nur speziell für Innsbruck. In diesem Sinn ist sie eben doch eine echte...