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Tag des Denkmals

Wer am Sonntag vor oder nach dem Wählen noch Zeit hat, kann sich an dem schon seit mehreren Jahren immer am letzten Sonntag im September in ganz Österreich stattfindenden TAG DES DENKMALS auf die Suche nach zum Teil Unbekanntem und weil oft auch nicht allgemein zugänglichen Denkmälern machen.  
 
Heuer ist es das Thema Stein, das sich die Organisator/innen des Bundesdenkmalamtes zur Präsentation ihrer oft nicht geschätzten Arbeit zur Erhaltung unserer schönen Baudenkmäler gesetzt haben. Sind es doch gerade die vielen, Schlösser, Burgen und Paläste, die Kirchen und Klöster und nicht zuletzt auch die Industriedenkmäler, ja selbst schon die Bauten aus der oft verkannten Zwischen- und Nachkriegsarchitektur , die sowohl ein wichtiger Anziehungspunkt für den Tourismus sind als auch Teil unser kulturhistorischen Identität darstellen.
 
Um eben Bewusstsein auch bei der heimischen Bevölkerung für eben diese Ziele zu schaffen, das alte, auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so Schöne und Wertvolle zu erhalten, ist dieser Tag vielleicht Gelegenheit, einmal das eine oder andere denkmalgeschützte Kleinod in unserer näheren Umgebung genauer unter die Lupe zu nehmen. Dazu bietet sich morgen Sonntag eben Gelegenheit, das mittels kompetenter Führungen zu machen.
 
Da wäre mal die vielleicht nur wenigen bekannte Innsbrucker Brekzie als wichtiger Baustein für die Gestaltung der Innsbrucker Alt- und Neustadt, auf deren Spuren man sich morgen mittels Führung machen kann. Ein römischer Meilenstein in Wilten kann ebenfalls genauer besichtigt werden.
Den Restaurator/innen  der schönen barocken Stadtpfarrkirche im nahegelegenen Hall kann man mittels Baugerüst über die Schulter schauen, eine Gelegenheit den Fresken von Josef Adam Mölk mal aus unmittelbarer Nähe zu betrachten, vielleicht auch nur für ganz Schwindelfreie.
 
Das schöne westlich von Innsbruck gelegene Dorf Flaurling , das noch einen großen Bestand gut erhaltener Bauernhäuser und ein interessantes Schloß hat, kann besichtigt werden.
 
Weitere Stationen, die etwas weiter weg von Innsbruck führen, wären etwa die Lindenkirche in Stans bei Schwaz, das Schloss Matzen bei Brixlegg, Alte Bergwerksruinen bei Pfunds im Oberinntal  und noch vieles mehr. Am  besten, man verschafft sich selbst einen Überblick unter

http://www.tagdesdenkmals.at/tirol/

Foto: Ausschnitt aus einem Deckenfresko in der Stadtpfarrkirche Hall von Josef Adam Mölk. Quelle: Webseite des Bundesdenkmalamtes.

Helmut Schiestl

One Comment

  1.  Interessant und auch nur in Österreich möglich, nämlich das das Denkmal für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus auf einen Platz steht, der nach einen NSDAP Mitglied benannt ist- Eduard Walnöfer Platz.

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