AUstria – Heimat, die wehtut

Diese Republik versumpft und den Protest ernten wieder einmal die rechten Hetzer. Das Wahlvolk hat gesprochen: Eh scho‘ wurscht –  jetzt dürfen wir uns wieder einmal herzlich leid tun. Dieses Land ist ein Schnitzel: Zu fett und goldbraun rausgebacken.

Skandale in der Endlosschleife, Stagnation und jammern, bis der nächste Führer kommt. Es lebt sich nicht schlecht in der Talsohle der Hinterfotzigkeit. Der Kommentator meint: Man solle die Kirche doch im Dorf lassen – ja und bitte auch die Keller immer gut absperren.

Den seligen Insulanern geht die Sonne nicht unter, am Ende haben sie wieder von nichts gewusst und spielen das Opfer. Dieses Land ist ein Zustand: Es österREICHT mir!

Foto: Manni Schneiderbauer

5 Antworten : “AUstria – Heimat, die wehtut”

  1. Gabi sagt:

    So meine Meinung dazu:

    Ich bin SPÖ Mitglied/Wählerin.
    Ich bin für eine ÖVP/FPÖ und irgendwas Regierung.

    Warum?
    Weil die SPÖ mit ihrer (richtigen) Ausgrenzung von FPÖ derart an die ÖVP gekettet ist, dass die sozialdemokratische Handschrift total untergeht.
    Weil, egal was ausgehandelt wird, immer der Eindruck entsteht, man will "Kanzler um jeden Preis" sein.
    Weil die Sozialdemokraten offensichtlich die Chance brauchen, sich wieder an ihr Programm zu erinnern.
    Weil nichts so schnell entzaubert, wie eine Regierungsbeteiligung.

    Und ich weiß, dass eine rechte Regierung dem Land mehr schadet als nützt – aber offensichtlich wollen die Wähler das so.

     

    • Distl sagt:

       liebe Gabi, ich bin kein SPÖ-Wähler,
      und deshalb will ich auf gar keinen Fall eine rechts/rechtsaussen Regierung
      nur um den Schaden für die SPÖ zu minimieren, die ist mir nämlich wurscht, die Republik aber weniger.

  2. Gabi sagt:

    Tja – aus der Position, die Verantwortung nicht übernhemen zu müssen, kann man leicht schimpfen und sagen, was man besser machen könnte.

    Tatsache ist, dass eine SPÖ/ÖVP Koalition wieder nur des "Stillstandes" bezichtigt werden wird. Was daran liegen mag, dass "echte" politische Arbeit ein bissl trocken zu verkaufen ist, und auch daran, dass es nicht gelingt bzw. möglich ist, gewisse Dinge auf Stammtischniveau zu kommunizieren.

    Was ich nicht möchte, ist dass sich die Partei mit den meisten Stimmen zum Bittsteller macht, nur um den Kanzler stellen zu dürfen.

    Das gibt der ÖVP eine Machtfülle, die ihr vom Wähler – meiner Meinung nach – nicht zugestanden wird. Und die richtige Ausgrenzung der FPÖ macht des halt schwer, einen Koalitionspakt mit der ÖVP zu schmieden, der auch sozial ausgewogen ist.

     

    • Helmut Schiestl sagt:

      Hat nicht gestern Abend der Fellner, der mit seinem Blatt ÖSTERREICH ja für die richtige Aufklärung sorgt, gesagt, dass der Strache eigentlich ein LInker ist. Links jetzt weniger von der Ideologie her oder gar Philosophie, sondern indem er sich die Botschaft der Linken für den "kleinen Mann/Frau" zu Eigen macht, etwa Eu-kritisch, Euro-kritisch,auch wirtschaftskritisch, was die neoliberale Globalisierung anbelangt, mit einem Wort eben "populistisch". Ein Wort das die Neoliberalen, aber nicht nur die, ja sehr schnell bereit haben, um damit die Kritik der vom medialen Mainstream als "Globalisierungsverlierer" Bezeichneten  abzuwerten. Natürlich ist Strache nicht der Mann der LInken, aber wen wundert es, wenn es in diesem Land keine Partei oder Grupierung schafft, neben der SPÖ die Anliegen eben dieser sog. "kleinen Leute" zu vertreten, nämlich von einer fundamentalen EU-kritischen Position aus. Die KPÖ hat es wieder nicht geschafft, und ist unter der Aufmerksamkeitssschwelle geblieben.

  3. Pat sagt:

    strache du rapper 

    [video:http://youtu.be/8aWgT7dlAY0%5D

    – du bist ja jemand, den das revier nicht interessiert (btw faymann, spindi und glawischnig auch nicht) – der es nicht kapiert – warst du jemals dort?
     

    strache als nummer zwei, würde einen drittklassigen kanzler spindellegger (der arbeiter wird noch ärmer) unterstützen. wollt ihr "nächstenliebenden heimatsoziazialisten" das wirklich?
     

    rotschwarzgrünblau ist im nächsten nationalrat fix drinnen. ich fordere jeden dazu auf, kleinparteien zu wählen – das angebot geht von links bis rechts – welche rotschwarzgrünblau eine lästige opposition sein können, wenn sie die 4%-hürde schaffen.
     

    letztlich ist es so wurscht, ob rotgrün an der macht und schwarzblau in opposition oder umgekehrt ist. grünblau mauchelt mit der rotschwarzen regierung seit 5 jahren in allen belangen, wenn es um die einschränkung der freiheit des menschen geht. alle 4 parteichef(innen) tauschten internen machterhalt mit nlp geschulter eloquenz gegen ideologie und intelligenz.
     

    ich will die nächste regierung nicht nur von – wahrscheinlich grünblau – oder schwarzblau oder rotgrün kontrollieren lassen.
     

    ich will, dass so viele kleinparteien, wie möglich, diese 4 mittelklassigen, untereinander freunderlwirtschaftlichen, letzlich großkapitalistischen parteien, kontrollieren.
     

    by the way: alle 4 kennen sich seit rund 25 jahren im nationalrat und spielen recht gekonnt, "der kaschperl und das krokodil"
    .

    österreich hatte noch nie eine revolution (1848 (?) augenommen). die historische chance ist gegeben, dass bahneler; beamte; bauern; feministinnen; braune, die weißer als weis sind; und vor allem menschen/ arbeiter-innen dem parlament ein neues gesicht geben und der regierung bzw. der letztklassigen opposition der letzten 10 jahre, ordentlich einzuheizen.
     

    demokratie braucht liberalismus – nicht umgekehrt. manchesterliberalismus (der totale markt) kommt tenzentiell besser mit diktatur aus (vgl. china und argentinien)

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