Wahlkampf als akustische Folterqual...

Wenn ihr nicht wählen geht, singen sie einfach weiter! Es ist nur schwer zu glauben, aber diese beiden Webvideos sind KEINE politische Satire. Der einzige Hoffnungsschimmer: In einer Woche ist alles vorbei und meine Entscheidung steht schon jetzt fest: Ich wähle nur Parteien, die mir GARANTIERT nichts vorsingen (bzw. rappen, dudeln etc.). [video:http://youtu.be/QLBi2p1QaW4] … und er rappt schon wieder: [video:http://youtu.be/8aWgT7dlAY0] Foto von...

Geh wählen – Song aus dem Kabarettprogramm SCHWARZMALEN von Markus Koschuh...

Aus der Provinz eine gesungene Botschaft zur Wahl 2013: Zugabensong zur österreichischen Nationalratswahl aus dem aktuellen Kabarettprogramm „SCHWARZMALEN“ von Markus Koschuh: [video: http://youtu.be/C-DwchqevEU] Kritik: „Koschuh trifft souverän ins Schwarze“ (Kronen Zeitung), „Aktuell, humorvoll, zeitkritisch. Schwarzmalen ist ein tagesaktuelles Programm, das viel Typisches aus dem Alltagsirrsinn filtert“ (ORF) Hier der Songtext zum Nachlesen: Sie inserieren, woll’n uns verführen und schwingen Reden, bis uns die Ohren glüh’n Versprechen Manches, oft auch recht Krankes aus vollen Kehlen, bis die Stimme bricht sie schütteln Hände, plakatieren Wände im Querformat kommen dich besuchen, oft auch mit Kuchen, denn sie wissen wo du wohnst Die nächsten Wochen, so Tag für Tag wird’s für uns hart, vielleicht a echte Plag‘ es wird gereimt wer’n, wir wer’n viel Stuss hör’n, Per Zeitung, Internet, Plakat und Radio sie poli-ticken manchmal wie Zicken, es naht die Wahl alles was nichtig, ist plötzlich wichtig, vom ein ums and’re Mal Bei Gagen wie diesen wünscht man sich mehr Sparsamkeit Bei Gagen wie diesen wünscht man sich mehr Ehrlichkeit Wünsch‘ ich mir bei Strache mehr Heiserkeit But do remember, end of september nicht hinzugeh’n, ist gar keine Option wenn du enttäuscht bist, weil du zu viel liest von Bankenrettung, Telekom und KHG sei kein Wahlbengel in deinem Sprengel, geh trotzdem hin nicht die voll Irren sollen uns regieren im Parlament in Wien In Zeiten wie diesen braucht’s Wahlbeteiligung In Zeiten wie diesen braucht’s keine Wahlbeleidigung geh aus dem Häuschen und mach dein Kreuzchen in einen Kreis oder protestiere und verwirre und lass den Zettel weiß geh aus dem Häuschen und mach dein Kreuzchen in einen Kreis geh hin grad zu...

Wohnen ist ein Menschenrecht – Ausstellung und Konzert...

Eine Wohnung – eine Ausstellung: eine leerstehende, möblierte Wohnung wird zum scheinbar bewohnten Ausstellungsraum umgestaltet. Im Hausgang, am WC und in der Küche lesen die BesucherInnen über die allgemeine Wohnsituation in Innsbruck. Sie erfahren, dass besonders für Menschen mit Fluchthintergrund die Wohnraumsuche eine große Herausforderung darstellt und was Nachbarschaft in diesem Zusammenhang macht. Im ersten Zimmer stoßen interessierte Ausstellungs-BesucherInnen auf eine von Asylsuchenden gemeinsam mit zwei FotografInnen organisierte Fotoausstellung, die die vielfältige Auffassung von Nachbarschaft verbildlicht. Im Wohnzimmer wird eine Video-Installation auf drei Bildschirmen gezeigt, in der vier Menschen von unter Anderem ihrer Auffassung von Nachbarschaft und ihren Visionen von Zusammenleben von Menschen erzählen. Die Ausstellung Wohnen ist Menschenrecht wird in den Räumlichkeiten der Wohnung in der Innstraße 19, 2. Stock organisiert. Bis inklusive 28. September wird sie für die Öffentlichkeit zugänglich sein. HEUTE, am 21. September, wird sich der wundervolle Kamil Szlachta die Ehre geben. Die Ausstellung ist ab 18h30 geöffnet. Circa eine Stunde später beginnt der musikalische Teil des Abends....

Wie wir wählen werden

(Wahl-)Prognosen haben hohes Peinlichkeitspotenzial, aber darin habe ich durchaus einiges Talent. Demokratie ist kein Wunschkonzert, sondern die zivilisierteste Gesellschaftsform – verspielen wir sie nicht! Weiß gewinnt Ziemlich sicher werden mehr Menschen nicht bzw. weiß wählen, als die stärkste Partei Stimmen bekommt. Die Wahl-Beleidigung wird sich wohl irgendwo zwischen 60 und 70 Prozent einpendeln. Auch wenn ein Parteienspektrum von kommunistisch bis rechts-national zur Wahl antritt, fühlen sich viele von der (Partei-)Politik nur noch angeödet oder schlichtweg verraten – ein demokratisches Alarmsignal! Alles bleibt anders Die SPÖVP-Koalition scheint einzementiert zu sein, auch wenn die große Koalition kaum noch echte Fans hat. Daher auch der Unsicherheitsfaktor und der einzige echte Spannungsfaktor dieser Wahl: Schaffen SPÖ und Volkspartei gemeinsam nochmals die Mandatsmehrheit? Meiner Einschätzung nach hängt das vor allem davon ab, ob es sechs Parteien ins Parlament schaffen. Die NEOS haben als Neueinsteiger nichts falsch gemacht, aber die ÖsterreicherInnen sind politisch nicht gerade experimentierfreudig. Ich könnte mir auch vorstellen, dass das BZÖ überraschend den Wiedereinzug schafft – und in einem 6-Parteien-Parlament wird es verdammt eng für eine rot-schwarze Mehrheit. Geld kauft kaum Stimmen Stronach hat einiges an Staub aufgewirbelt, ist aber vor allem durch (unfreiwillige) Komik aufgefallen. Vor allem in den TV-Konfrontationen wirkte der Milliardär oft weltfremd und nur noch skurril. Ich schätze, das Team Stronach wird trotz des millionenteuren Wahlkampfs deutlich unter 10% landen. Österreich bleibt rechts Am 29. September wird es eine deutliche Mehrheit rechts der Mitte geben: Eine SSS-Koalition (Spindi, Strache und Stronach) geht sich zwar locker aus, hat realpolitisch allerdings kaum Chancen. Die FPÖ wird klar vor den Grünen bleiben, die nur zu gerne in eine „ganz große Koalition“ mit Rot und Schwarz eintreten würden. Überraschungen sind nicht ausgeschlossen, schließlich wird das Bundesland Salzburg inzwischen von einer schwarz-grün-strohigen Dreierkoalition regiert. Wie...

Bestattung und mehr J. Neumair – TAG DER OFFENEN TÜR...

Samstag, 28. September 10:00 bis 16:00 Uhr, Innsbruck, Schöpfstraße 37 Wir laden alle interessierten Erwachsenen und neugierigen Kinder ein, führen euch durch unsere Räumlichkeiten in der Schöpfstraße 37 und beantworten alle Fragen!    Was gibt‘s zu sehen?     ·        Aufnahme- und Abschiednahme-Räumlichkeiten ·        Versorgungsraum und Versorgungstechnik ·        Cadillac, Baujahr 1962 und andere Bestattungsfahrzeuge ·        Kinderbuch-Ausstellung  zum Thema Trauer und Tod ·        Särge, Urnen und andere Bestattungs-Artikel ·        Probeliegen ·        Ritual- und Räucher-Ecke ·        Sargbemalen ·        uns selbst natürlich! Einfach vorbeikommen und mit weniger Angst nach Hause gehen! Christine Pernlochner-Kügler und ihr Team vonBestattungundmehrfreuen sich schon auf euch!...

Wöchentliche Infodemos in Innsbruck: Kreativ gegen Tierpelzhandel und Repression...

Anlässlich einer Kundgebung bei Kleider Bauer wurde am Samstag vor zwei Wochen der erste Teil der Strassentheaterperformance „Denk‘ mal!“ von der Strassentheatergruppe Ein/Aus aufgeführt. Vergangenen Samstag folgte der zweite Teil und während in der ersten Sequenz vor zwei Wochen die farbe Rot eine wesentliche Rolle spielte – Blutrot wie die Tierpelze der Herbskollektion in den Schaufenstern, agierten die Akteur_Innen der Strassentheatergruppe im Teil Zwei des Stücks ganz in Schwarz. – Schwarz wie die Trauer und Schwarz wie die Wut! Den ganzen Nachmittag über erregten die Akteur_Innen mit bedrückenden Standbildern und expressiven Sturzsequenzen viel Aufmerksamkeit neben der Kleider Bauer Filiale. Während am Freitagnachmittag vier Aktivist_Innen bei der Kleider Bauer Filiale in der Innsbrucker Museumstrasse mit Schildern, Transparent und unzähligem Infomaterial protestierten, fanden sich am Samstag wieder bis zu 10 Aktivist_Innen ein um Transparente zu halten, Infoflugzettel zu verteilen, persönliche Gespräche zu führen oder sich an der Performance zu beteiligen. Über die Theaterperformance aufmerksam geworden, kamen natürlich wieder unzählige Passant_Innen zum innsbrucker VGT-Infostand um sich dort neben Informationen zum Tierpelzverkauf des Kleider Bauer Konzerns auch in persönlichen Gesprächen mit den anwesenden Aktivist_Innen zudem über die Repression gegen Tierrechtsaktivist_Innen, allgemeine Tierrechtsthemen sowie auch Veganismus als logische Konsequenz zu informieren. Die Kundgebungen in innsbruck finden praktisch ohne Unterbrechung seit Herbst 2006 statt, und die Tierrechtsgruppe in Innsbruck freut sich immer über engagierte Unterstützung! CHRIS...

Do what must be done! Österreich ist auf der Suche nach Larissa B....

Kaum ein Gesicht ist auf der digitalen Plattform facebook aktuell bekannter als das von Larissa B. Zahlreiche Flyer in Innsbruck und Umgebung holen Larissas Abwesenheit immer wieder in Erinnerung und auch die lokalen Medien arbeiten kontinuierlich daran, das Gesicht des jungen Mädchens so präsent wie möglich zu halten. Die furchtbare Tatsache, dass Larissa seit diesem Wochenende nicht mehr auffindbar ist, war Anlass für Ihre Schwester eine großräumige und großartige Suchaktion ins Leben zu rufen, bei der sich durch einen simplen Klick ganz Innsbruck, ganz Tirol, ganz Österreich und der gesamte deutschsprachige Raum beteiligen kann. Immer mehr Menschen wirken darüber hinaus seit einigen Tagen aktiv an der Suche mit. In regelmäßigen Abständen wird in und um Innsbruck nach der jungen Außerfernerin gesucht. Auf der eigens für Larissa erstellten facebook Seite kann man sich über die Suchaktionen informieren. https://www.facebook.com/suchaktionlarissa Wichtige Informationen können der zuständigen Polizeistelle Innsbruck rund um die Uhr übermittelt...

Willkommen Cubique!

„Ein Club mit dem Fokus auf das Wesentliche, das Hauptaugenmerk stets auf die Musik gerichtet, jedoch passend unterstrichen mit Visuals in einfacher Form. Holz statt Leder, Dunkel statt bunt und Tanzen statt Stehen.“ Innsbrucks breit gefächertes Nachtleben bekommt erfreulicherweise weiteren Zuwachs. Auf dem Gelände des ehemaligen „Studio 21“ öffnet an diesem Wochenende erstmals das Cubique seine Pforten. Bis auf die Lage scheint der Neuling jedoch nur noch wenig mit dem Vorgänger zu tun zu haben. Musikalisch orienitiert sich das Cubique elekrtonisch, jedoch ausschließlich in dem Bereich zwischen den Grenzlinien House und Techno. Visuell lassen die ersten Fotos auf eine angenehm düstere Stimmung hoffen. Unterstützt wird das Projekt von verschiedensten Innsbrucker Musik-Kollektiven: Soundterasse, tuneinn, Bonanza, Y-Club und Tyrolean Dynamite waren teilweise in Planung und Gestaltung mit eingebunden. Wir dürfen gespannt sein, am Freitag ist Opening. Den Anfang machen am kommenden Wochenende diese Herren: Catekk (Parquet|Schönbrunner Perlen| Vienna) Pyjamas (Circle Music| Estrela|Innsbruck) Samstag: Soundterrasse Showcase Xander & Niederreiter (Mother Recordings) Tion & Leroy (Netzwerk) uvm. Club Cubique Karmelitergasse 21 6020 Innsbruck Techno, House, Deephouse, Minimal www.facebook.com/pages/Club-Cubique/ Autoren:...

Kindermund tut Vielfalt kund...

? Papà! ? Cosa c’è? ? i bin „stanca“. Bitte „aufilupfen“, „sulle spalle“. Und schon bringt sich meine fast dreijährige Tochter in Position, damit ich sie auf die Schultern nehmen kann. Vor einiger Zeit wurde schon in diesem Blog über die Vielfalt der Sprachen in unserer Stadt berichtet (http://www.provinnsbruck.at/content/innsbruck-spricht-vielfalt). Ich kann diese Beobachtung bestätigen, und zwar von Spielplätzen und den verschiedensten Einrichtungen für Kinder in Innsbruck. Wahrscheinlich liegt es daran, dass Zweisprachigkeit ein wichtiges Thema in unserer Familie ist, deshalb fallen mir Kinder, die in mehreren Sprachen mit Ihren Eltern sprechen eher auf. Ich fühle mich daher mit meinem Verhalten nicht als Exot – sondern eher schon als (stetig wachsende) Minderheit. Fast jeder, mit dem ich mich über Zweisprachigkeit unterhalte, berichten mir von Verwandten oder Freunden, die Ihre Kinder zwei- oder mehrsprachig erziehen. Es ist glücklicherweise nichts Außergewöhnliches mehr. Es ist meiner Meinung auch das Ergebnis der oft verpönten Europäischen Union. Im Bereich der Mobilität scheint die EU die richtigen Maßnahmen zu setzten. Es ist selbstverständlicher geworden, sich innerhalb der EU sich zu bewegen, und dass dadurch Liebe grenzüberschreitender wird ist nur eine logische Folge. Durch die Verstärkte Mobilität innerhalb (und auch außerhalb) Europas hat meiner Ansicht nach die Zweisprachigkeit einen neuen, höheren Stellenwert in der Gesellschaft erhalten. Vor einigen Jahren waren fast ausschließlich Kinder mit Migrationshintergrund zweisprachig. Ich bin selbst noch als „Gastarbeiterkind“ in Deutschland auf die Welt gekommen. Es war damals einfach nur meine Familiensprache. Eltern wussten oft nicht, ob sie ihre Kinder in der Öffentlichkeit in der Muttersprache anreden sollten, oder nicht. Es gab noch die Befürchtung angepöbelt zu werden und aufgefordert zu werden „gefälligst deutsch zu sprechen“. Heutzutage ist Mehrsprachigkeit kaum mehr mit einer soziale Schicht assoziiert, deswegen sprechen Eltern viel selbstbewusster mit dem Nachwuchs...

Innsbruck, deine (Gast)häuser … das Breinössl...

Für mich eine der schönsten Fassaden der Maria-Theresien-Strasse, die das wohl sehr bekannte ehemalige Gasthaus und Hotel Breinössl ziert. Dieses Gebäude, das 1908 im Besitz des damaligen „Bürgerlichen Bräugasthauses gekommen war, und von Anton Dietrich völlig umgestaltet wurde und dabei eine ziemlich frei komponierte Fassade im damals so präsenten Heimatstil bekam, hat schon vieles gesehen in Innsbrucks wohl beliebtester Straße.Es ist ein stattliches Gebäude, das dann auch als Veranstaltungsort volkstümlicher Art gedient hat. So hat es dort auch die legendäre „Breinösslbühne“ gegeben, auf deren Bretten viele Volksstücke das Licht der Theaterscheinwerfer erblickt haben mochten, nicht zuletzt auch Felix Mitterers erstes Theaterstück Kein Platz für Idioten das Licht der Theaterwelt erblickten Das Theater gibt es schon länger nicht mehr, die schöne Stube vom Innsbrucker Architekten Franz Baumann wahrscheinlich auch nicht mehr. Das Hotel wurde dann nach dem Krieg erneut vom Architekten Otto Mayer umgebaut. Damals führte noch die bekannte Tiroler Volksschauspielerin Ilse Exl das Theater, die legendäre Breinösslbühne. Paul Flora steuerte Bühnenbilder bei und so war dieser Ort bald mal ein Ort der Tiroler Volkskultur geworden. Das ist schon alles lange Geschichte.Nachdem das Wienerwald-Restaurant vor einigen Jahren auch seine Pforten in diesem Haus geschlossen hatte, schien für dieses der sprichwörtliche Dornröschenschlaf ausgebrochen zu sein. Es gab mehrere Pläne für das Haus. Nespresso wollte mal einen Shop darin eröffnen, daraus wurde dann doch nichts. Jetzt hat ein Bekleidungsgeschäft darin seine Pforten geöffnet. Was mit dem übrigen Haus passiert, scheint wohl noch nicht so recht klar zu sein. Immerhin ist das Haus, dem vom berühmten österreichischen Architekturkritiker Friedrich Achleitner in seinem leider schon länger vergriffenen Standardwerk Die österreichische Architektur im 20. Jahrhundert „eine erstaunlich moderne, modifizierte Interpretation lokaler Architektur- oder baulicher Strukturelemente“ attestiert wurde, denkmalgeschützt. Und auch einen Max Weiler findet man dort...