Weihnacht ohne Ende

Es soll ja Menschen geben, für das ganze Jahr Weihnachten ist,  andere wiederum sind froh, wenn der ganze Spuk wieder vorbei ist, manche mögen es überhaupt nicht und würden sich am liebsten an diesen Tagen verkriechen. Und eine nicht unerhebliche Zahl von Zeitgenoss/innen ärgert sich über die bereits in der zweiten Oktoberhälfte einsetzenden Weihnachtswerbung und wohl auch über die bereits ab Mitte November eröffneten Weihnachtsmärkte. Wenige dürften wissen, dass mit dem Fest Marie Lichtmess, welches von der katholischen Kirche am 2. Februar gefeiert wird, die Weihnachtszeit zu Ende ist. Die Krippen in den Kirchen abgeräumt werden, und auch das dazugehörende Tannengrün wieder verschwindet. Der Astronomiekalender verrät uns,  dass um Lichtmess der Tag bereits um eine Stunde gewachsen ist.  Eh schon eine lange Zeit, könnte man denken, die das Weihnachtsfest jetzt schon wieder zurückliegt, auch   man die ersten Christbäume schon gleich nach den Weihnachtsfeiertagen vor den Hauseingängen oder auf den Müllinseln liegen sehen kann. Nichtsdestotrotz hält man es in Innsbruck damit nicht so genau und kann sich von der Weihnachtsstimmung nicht so leicht trennen. Geht man etwa dieser Tage durch die inzwischen auch schon längen vom Schnee befreiten Straßen der Innenstadt, so stoßt man immer noch auf diverse Weihnachtsbäumchen, und man denkt, ist es nur Nachlässigkeit, sie wegzuräumen, oder doch eher das noch schöne Wintergrün, das diese davor rettet, im Ofen oder im Biomüll zu landen. Auch die stählerne Weihnachtskrippe vor dem Tiroler Landesmuseum hat noch nicht in den Schrank zurückgefunden, wo sie das Jahr über wahrscheinlich aufbewahrt wird, und steht noch da und lässt sich wohl von den immer stärker werdenden Sonnenstrahlen zusätzlich bräunen. Sei’s drum. Wir werden ja sowieso immer wieder an Weihnachten erinnert, nicht zuletzt in einem Geschäft unter den Lauben in der Altstadt, wo man das...

10 Jahre Theater der Aggressionen...

            Am Freitag, den 17. Februar 2017,  findet  ab 20 Uhr die Zelebrierung des 10- jährigen Jubiläums des Theater der Aggressionen ihren vorläufigen Höhepunkt mit den Kchuttnbruntza, Inky And The Pain und Focaccia. Außerdem gibt es leckerstes veganes Futter! Bezüglich des Ortes der Feierlichkeiten kontaktiert bitte info@theatdaggres.at Davor und während der Focaccia wird es Teile aus den bisherigen Theaterstücken von Philmarie Theatdaggres literarisch zu konsumieren geben und natürlich können sich auch andere Menschleins literarisch austoben, ganz wie bei den „literarischen Umsturzversuchen“ Auf der Internetseite könnt ihr jetzt den Lnk zur Aufzeichnung von “Accion Muttante- Die Integrationsunwilligen” im freien Theater Innsbruck aufrufen. Sogar Untertitel sind dabei! Auf vimeo könnt ihr euch einige Gustostückerln von Philmarie und dem Theater der Aggressionen anschauen. Hier noch einen Vorgeschmack auf...

Die Sprache der Dinge

Nur noch diese Woche läuft in der Galerie im Taxispalais eine Ausstellung der kanadischen Künstlerin Jana Sterbak, die ich den provinnsbruck-Leser/innen noch sehr ans Herz legen möchte. Geht es darin doch um eine Art Materialität der Dinge,  künstlerisch gestaltete Artefakte,  kunstvoll angefertigte Gegenstände wie etwa Glaskugeln, oder verschiedene ineinandergeschobene Glasgefäße wie in der Arbeit  Hard Entry Y genannt.  Neun mundgeblasene Schalen aus Glas, die alle ineinandergesteckt sind. Laut Ausstellungsbegleitheft vom Essgeschirr buddhistischer Mönchen inspiriert ist,  und einen beinahe magischen Sog auf mich ausgeübt haben. Vielleicht auch nur, weil sie mich an jene Uhrspiralen erinnert haben, vor denen ich als Kind eine undefinierbare  Angst hatte, vielleicht wegen ihres plötzlichen Herausschnellens aus einem Spielzeugauto oder einem alten Uhrwerk, dass ich gerade neugierig zu zerlegen begonnen hatte. Dabei sind es „nur eng ineinander geschobene Gläser, die man gar nicht einzeln herausnehmen könnte, wie die Führerin mal erklärte, und sie strahlen eine Ruhe aus, die einen in den Bann zieht, zumindest mich hat dieses Ausstellungsstück in Bann gezogen. Ebenso fasziniert war ich von The Dress, einem mit Stromdrähten besetzten Stahlgeflecht, das, sobald man sich ihm nähert, magisch zu glühen beginnt. Es soll an Medea erinnern, jene Sagenfigur aus der griechischen Mythologie, die ihrer Rivalin ein vergiftetes Kleid zukommen ließ, dass die Haut derselben, sobald sie es anzog, verbrannte. Das Aufglühen der Drähte erfüllt einen mit Respekt, sich dem Objekt nicht zu nähern, Respekt vor der Macht? Auch noch in diesen Zeiten? Ebenso auch Hot Crown, ein metallener Ständer mit einer Krone, die ebenfalls stromdurchflossen ist, sobald sich die Besucherin / der Besucher nähert. In einer anderen Ecke des Galerieraumes zwei überdimensionale Krücken, wie für einen Riesen gemacht oder für einen gestiefelten Kater. Schön finde ich auch die schon an Eingang kurz erwähnten Glaskugeln....

Echte Männer singen (nicht) ?!...

Ich gestehe, ich habe ein Hobby. Ich bin leidenschaftliche Chorsängerin und es gibt in jedem gemischten Chor ein Dauerthema, das unter den Nägeln brennt. Wo sind die singenden Männer? Es grenzt schon fast an Manie, wenn die singenden Damen beinahe jedes männliche Wesen in der Umgebung auf Gesangstauglichkeit und vor allem -willigkeit prüfen. Es wird gefleht und gewinselt und ich hörte, manchmal wird Bier als Bestechungsmittel angeboten. Allein, die Herren der Schöpfung wollen nur in der Minderzahl ihre Umgebung mit ihren Stimmen erfreuen. Liebe Männer ich verrate euch ein Geheimnis. Ihr werdet wahrscheinlich in keiner anderen Gruppe so geschätzt wie in einem Chor. Die singenden Damen hegen und pflegen ihre Mitsänger. Tenöre und Bässe werden eifersüchtig bewacht, damit sie nicht von der Konkurrenz abgeworben werden. Sie werden umschwänzelt, man sorgt sich um ihr Wohlergehen und auch für die Partnerschaftsanbahnung bieten Chöre gegebenenfalls ein wunderbares Spielfeld, denn die männlichen Gegenspieler sind zahlenmäßig stark reduziert und meist schon in festen Händen. Sänger, Single, wunderbar 🙂 Männer traut euch!! Man erwartet von euch ja nicht, dass ihr á la Musical bei jeder sich bietenden Gelegenheit schmachtend in Gesang ausbrecht, ihr müsst auch nicht von Anfang an perfekt sein. Chorgesang braucht Übung, das ist klar, aber dafür gibt es auch Proben. Freude am Singen ist wichtig, der Rest kommt, wenn ihr nicht vollkommen unmusikalisch und ataktisch seid, mit der Zeit fast von allein. Kommt, singt mit, ein Chor ist sicher auch in eurer Nähe, vielleicht erschallt dann in nächster Zeit häufiger: „It’s raining men! Hallelujah!“   Alles Liebe Euer Plaudertäschchen   PS: Und gesund ist das Ganze auch noch!! https://www.medizinpopulaer.at/archiv/medizin-vorsorge/details/article/singen-ist-medizin.html Und wer auf Chorsuche ist, dem darf die Seite des Sängerbundes ans Herz gelegt werden:...

Silvester im Licht

Er fragte sich, ob es laut war und viel geknallt wurde an diesem Silvester.  Und ob er dann am besten gar nicht aus dem Haus hätte gehen sollen, um sich nicht einen Gehörschaden zu holen, wenn etwa direkt neben ihm oder vor oder hinter ihm ein Silvesterknaller losgegangen wäre. .Aber jetzt war er ja schon hier, und mit der Knallerei musste er dann klar kommen, wenn er wieder nach Hause ging.  So klappte er die Mappe auf, in der sich die Speisekarte befand. Er hörte am Nebentisch zwei Frauen sich Gespenstergeschichten erzählen. Und zwei andere am anderen Nebentisch sich gegenseitig Neujahrsvorsätze schwören. Er hätte die Kellnerin gerne zu einem Glas Champagner eingeladen, und noch lieber hätte er ihr mit seinem Kugelschreiber dabei die beiden Worte „Süße Maus“ auf ihren Arm geschrieben.  Er tat aber keines von beiden, weil die Kellnerin keine Zeit für so etwas hatte, auch keine Zeit für ein  Gespräch, welches ja erst die Voraussetzung für so etwas gewesen wäre. So war es nur bei einem unverbindlichen Gedankenspiel geblieben. Und die Frage, wie weitermachen und wie es überhaupt weiterging mit ihm, war dann doch heftiger gewesen und hatte sich über erstere Überlegung gelegt und hatte wohl noch nach weiteren Fragestellungen verlangt. Und im Übrigen wusste er auch nicht, ob nicht der schon etwas ältere Mann, der ihm schräg gegenübersaß, nicht in den nächsten Minuten durchdrehte, so ernst sah er aus, saß allein bei seinem Bier, und viel Grobkörniges mochte durch seinen Kopf gehen. So wie auch durch seinen Kopf viel Grobkörniges ging. Der Silberflitter am Kleid der jungen Frau, die ein paar Tische weiter saß. „Und gehen sie mit uns …“ hörte er am Nebentisch jemanden zu seinem Gegenüber sagen. Die Spiegelung im Fenster, die das normalerweise...

Heute: Bäckerei SonntagsCafé – Supp’n Sound Weihnachtsspezial...

Das Trio Flanell lädt wieder zum prä-natalen Weihnachtskränzchen! Mit leckeren Suppen und feinem Sound verpassen sie dem Bäckerei SonntagsCafé eine weihnachtliche Note (im erweiterten Sinn). Für ein paar Stunden wollen sie ein Zufluchtsort sein, fern vom geschäftigen Treiben. Das Rezept lautet: ein Nachmittag mit Freunden, dazu allerlei Musik und himmlische Brühe! Reichlich rieselt der Schmäh! Das TRIO FLANELL präsentiert: Oscar & Fred aka UKULELE EXPLOSION Max & Simon aka GIRLS LIKE US LISSIE RETTENWANDER SONO (der Chor) GREGOR BLÖSL unplugged & very special CHRISTMAS SURPRISE guests! Dazu Musik aus der Keksdose (inkl. handverlesener Weihnachtshadern) vom TRIO FLANELL DJ-TEAM! Unkostenbeitrag: 5 Sterntaler (Für Sound & Suppen) – der Sonntagscafébetrieb ist natürlich kostenlos! Allerherzlichste Einladung! Bäckerei Dreiheiligen, Dreiheiligenstraße 21a, 6020 Innsbruck Start: 15:00 Ende:...