Silvester im Licht

Er fragte sich, ob es laut war und viel geknallt wurde an diesem Silvester.  Und ob er dann am besten gar nicht aus dem Haus hätte gehen sollen, um sich nicht einen Gehörschaden zu holen, wenn etwa direkt neben ihm oder vor oder hinter ihm ein Silvesterknaller losgegangen wäre. .Aber jetzt war er ja schon hier, und mit der Knallerei musste er dann klar kommen, wenn er wieder nach Hause ging.  So klappte er die Mappe auf, in der sich die Speisekarte befand. Er hörte am Nebentisch zwei Frauen sich Gespenstergeschichten erzählen. Und zwei andere am anderen Nebentisch sich gegenseitig Neujahrsvorsätze schwören. Er hätte die Kellnerin gerne zu einem Glas Champagner eingeladen, und noch lieber hätte er ihr mit seinem Kugelschreiber dabei die beiden Worte „Süße Maus“ auf ihren Arm geschrieben.  Er tat aber keines von beiden, weil die Kellnerin keine Zeit für so etwas hatte, auch keine Zeit für ein  Gespräch, welches ja erst die Voraussetzung für so etwas gewesen wäre. So war es nur bei einem unverbindlichen Gedankenspiel geblieben. Und die Frage, wie weitermachen und wie es überhaupt weiterging mit ihm, war dann doch heftiger gewesen und hatte sich über erstere Überlegung gelegt und hatte wohl noch nach weiteren Fragestellungen verlangt. Und im Übrigen wusste er auch nicht, ob nicht der schon etwas ältere Mann, der ihm schräg gegenübersaß, nicht in den nächsten Minuten durchdrehte, so ernst sah er aus, saß allein bei seinem Bier, und viel Grobkörniges mochte durch seinen Kopf gehen. So wie auch durch seinen Kopf viel Grobkörniges ging. Der Silberflitter am Kleid der jungen Frau, die ein paar Tische weiter saß. „Und gehen sie mit uns …“ hörte er am Nebentisch jemanden zu seinem Gegenüber sagen. Die Spiegelung im Fenster, die das normalerweise...

Heute: Bäckerei SonntagsCafé – Supp’n Sound Weihnachtsspezial...

Das Trio Flanell lädt wieder zum prä-natalen Weihnachtskränzchen! Mit leckeren Suppen und feinem Sound verpassen sie dem Bäckerei SonntagsCafé eine weihnachtliche Note (im erweiterten Sinn). Für ein paar Stunden wollen sie ein Zufluchtsort sein, fern vom geschäftigen Treiben. Das Rezept lautet: ein Nachmittag mit Freunden, dazu allerlei Musik und himmlische Brühe! Reichlich rieselt der Schmäh! Das TRIO FLANELL präsentiert: Oscar & Fred aka UKULELE EXPLOSION Max & Simon aka GIRLS LIKE US LISSIE RETTENWANDER SONO (der Chor) GREGOR BLÖSL unplugged & very special CHRISTMAS SURPRISE guests! Dazu Musik aus der Keksdose (inkl. handverlesener Weihnachtshadern) vom TRIO FLANELL DJ-TEAM! Unkostenbeitrag: 5 Sterntaler (Für Sound & Suppen) – der Sonntagscafébetrieb ist natürlich kostenlos! Allerherzlichste Einladung! Bäckerei Dreiheiligen, Dreiheiligenstraße 21a, 6020 Innsbruck Start: 15:00 Ende:...

Radweg der Woche? File not found…...

Ein Netz ist ein engmaschiges Gebilde. Es besteht aus vielen Fäden, zwischen ihnen bestehen Knoten und Verbindungen. Das Netz ist eine zusammenhängende Einheit. Wenn Teile fehlen oder kaputt gehen, ist ein Netz kein Netz mehr, sondern ein Fragment, ein Fadengewirr. Um ein loses und nicht zusammenhängendes Fadengewirr handelt es sich auch beim Innsbrucker Radwegenetz. Die Misere ist seit Jahren bekannt, die Politik schläft – trotz schöner Versprechungen. Siehe unten. provinnsbruck will helfen, das zu ändern und hat ein redaktionell geschultes und voll motiviertes Recherche-Team losgeschickt, um die Radwegelücken aufzuzeichnen. Fazit nach vierzehntägiger Arbeit und unzähligen Kilometern am Rad: es ist beinahe aussichtslos und geradezu unmöglich, alle Fehlstellen und Lücken zu dokumentieren. Es sind einfach zu viele. Das ist nun die Stelle, an der diese Rubrik von einer Privatsache zur öffentlichen Angelegenheit erhoben werden muss. Eure Hinweise und Mitarbeit sind gefragt. Ideen und Vorschläge sind herzlich willkommen! Wie kann man das unterstützen? Ganz einfach: macht Radwegelückenselfies und nerdige Notizen, zeichnet Karikaturen oder Skizzen. Protokolliert Euren täglichen Ärger, verfasst ein Speichenpamphlet oder ein Klingelgedicht. Tut, was immer Euch einfällt und worauf Ihr Lust habt, um Eurem Ärger und Eurer Kritik Ausdruck zu verleihen. Dokumentiert, analysiert oder illustriert alles. Schickt Eure Infos, Bilder und Tabellen an diese Mailadresse: baron.johann@yahoo.com provinnsbruck wird das Material in Ruhe sammeln, sichten und nicht nur die schönsten, sondern alle relevanten Beiträge nach und nach veröffentlichen. Je mehr, umso besser. Je origineller und auffälliger, umso stärker die Signalwirkung. Die Verantwortlichen sollen zu spüren bekommen, dass Unzufriedenheit herrscht und diese klar, präzise, klug und konstruktiv geäußert wird. Wenn wir wollen, sind wir viele, und viele sind eine Macht, die auch die Politik nicht ignorieren oder verleugnen kann. Unser aller Ziel kann nur sein, die Stadtkoalition wachzurütteln und aus ihren...

Zwei, eins, …

Als ich vor gut 15 Jahren im Treibhaus-Turm saß, meist im ersten Stock, hatte ich nur eines übrig: Bewunderung. Für die Vitaseks, die Haders, die Dorfers. Was für ein Erlebnis waren deren Auftritte im stets randvollen Turm. Gänsehautstimmung schon als Zuschauer. Der Treibhaus-Turm ist wegen eben dieser Stimmung in der Kabarettszene so ziemlich die beliebteste Spielstätte. Längst könnten die Großen der Szene an zwei Tagen das Congress füllen, der Josef Hader würde wohl auch das Bergisel Stadion voll kriegen – sie ziehen es aber vor, 3 oder 4 Mal hintereinander im Treibhaus zu spielen. Seit ein paar Jahren weiß ich, warum: Hat man sein eigenes Kabarettprogramm auf die Welt des Bühnenlichts gebracht und schmettert einem der ausverkaufte Treibhaus-Turm einen Applaus oder gar Standing Ovations entgegen, ja dann kann Mamas Sachertorte einpacken (Tschuldige, Mama). Weiß man dann, dass sich die Spielzeit eines Programms ihrem Ende nähert, ist man schon vorab wehmütig. Aber man ist auch motiviert wie ein Rennpferd vor dem Startschuss: Zwei Mal soll und wird im Treibhaus noch „geil abgeliefert“ werden. Was im Innsbrucker Kellertheater begann, findet im Treibhaus-Turm sein Innsbrucker Ende: „AUTsch! Österreich dreht auf“ feiert seine Innsbruck-Derniere. Und geht ab 2017 auf Tour. AUTsch! Österreich dreht auf. Laut Kritikern „Hinterfotzig“, „Der kleine Bruder des Herrn Karl“, „Genial, einfach genial“. Freitag, 2., und Dienstag, 6. Dezember, 20 Uhr, Treibhaus. Karten: www.treibhaus.at, 0512/572000, am sichersten aber an der Treibhaus-Bar. Ich freu mich! Aber jetzt bin ich erst mal traurig … Markus...

Wir wollen doch nur spielen!...

Das StreetNoiseOrchestra spielt Musik zum Mitnehmen, im Vorbeigehn, zum Mittanzen, Mitgrooven, hinhören, Zuschauen und Aufhorchen. Zur Zeit werden von uns aber über 1000 Euro Geldstrafen gefordert, weil wir zweimalig die Plätze und Ufer Innsbrucks für kurze sommerliche Spontanauftritte genutzt haben. Blasmusikkapellen haben weltweit und auch in Tirol Tradition. New Orleans, die Partnerstadt von Innsbruck, ist weltberühmt für ihre Marching Bands – während Straßenmusiker_innen in Innsbruck derzeit mit Repressionen zu rechnen haben. Angesichts der Unterstützung, die wir von vielen Seiten erfahren, fordern wir von der Stadt Innsbruck endlich künstler_innen-freundliche Konzepte umzusetzen die auch das StreetNoise Orchstrea einschließen. Innsbruck soll eine weltoffene, solidarische und bunte Stadt werden- auch mit Musik auf der Straße, von ALLEN für ALLE! Um zu zeigen, wie wir uns eine solche Stadt vorstellen, lädt das StreetNoiseOrchestra zum/r vorweihnachtlichen Spaziergang/Demo ein: Wir treffen uns um 17 Uhr beim Franziskanerplatz und spielen/tanzen uns bis zur Annasäule durch.. Direkt im Anschluss an unsere Veranstaltung findet die Demo unserer Freund_innen der Frauenvernetzungsgruppe für Begegnung und Austausch im Zuge des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen* statt. Da wir dies in höchstem Maße unterstützen, bleiben wir und spielen gleich weiter! Wir freuen uns über jede_n die_der gleich da bleibt und sich gegen Gewalt an Frauen* einsetzt! Nur gemeinsam sind wir stark! Freitag, 25. November 2016, 17 Uhr Franziskanerplatz in...

Neue literarische Umsturzversuche im DeCentral...

Für Menschen, die an Vortragstexten wie z.b. beim Poetryslam interessiert sind, ist es meiner Meinung nach (philmarie theatdaggres) empfehlenswert, am 29. November um 20 Uhr (Beginn etwas später) ins Decentral in der Hallerstr. 1 zu schauen und sich dort an meiner Vortragstätigkeit und veganem Focaccia zu laben, wobei sich erstere generell sozialkritisch gebärden wird. Dort wird auch ein neugedrucktes Buch mit einigen meiner Vortragstexte vorgestellt...