„Amtlich bestätigt“: Der BPS ist innovativ. Und wie!...

Einige können sich wohl noch erinnern, viel zu viele werden sich aber auch denken: verdammt noch mal, warum war ich zuletzt beim Oktober-Slam nicht in der Bäckerei. Denn es war ein echtes Fest. Zum einen ein Geburtstagsfest des Projektes „freiRaum“ zum 20er, zum anderen ein gelebtes Miteinander: Menschen mit Behinderung slammten mit Menschen die denken, sie hätten keine Behinderung. Die Stimmung war wie immer grandios – der BPS war ja auch kurzerhand zum BBPS erklärt worden. Zum „Besonderen Bäckerei Poetry Slam“. Und nun, also besser: seit gestern können wir sagen: WIR SIND BILDUNGSINNOVATIONSPREIS. Feine Sache. Markus Koschuh hatte mit Klientinnen des Projektes freiRaum – Anja, Iris, Hannah und Tina – in einem Workshop Texte erarbeitet. Eigenen Aussagen zufolge hat er dabei lediglich den einen oder anderen Knoten gelöst und eine Riesengaudi gehabt. Im Vorfeld des Oktober-BPS gab’s noch einmal einen Workshop mit allen Auftrittswilligen – ob mit besonderen Bedürfnissen oder speziellen Zerwürfnissen. Dann hieß es unter der gewohnt souveränen Moderation von Stefan Abermann „Bühne frei!“ – und, surprise, surprise: es war alles wie gewohnt: Das Publikum staunte und lachte und war leise und laut und war zu allen Auftretenden gleich fair oder eben unfair. Ganz Poetry Slam eben. Nicht umsonst wurde der BPS 2015 als erster Slam mit dem Slamily-Award „Best Crowd“ ausgezeichnet. An der Kasse hatten Carmen Sulzenbacher und Martin Fritz dem charmantesten Türsteher der Welt, der auf facebook unter „Le Marechall“ firmiert, schon kurz vor 20 Uhr das „Ausverkauft“-Signal gegeben. Und der an diesem Abend abwesende Slam-Papa Köhle war hernach hörbar stolz, dass der BBPS eigentlich gar nicht besonders war sondern wie gewohnt besonders grandios. Am gestrigen Montag erhielt die Projektleiterin von freiRAUM, Renate Krammer-Stark, stellvertretend für alle Beteiligten den Bildungsinnovationspreis des Landes Tirol. Für das von...

„Ideen in Songs verwandeln“ SONGWRITING WORKSHOPS in Innsbruck...

Die song-werkstatt.at ist für alle Stilrichtungen offen und  brachte bereits Leute im Alter von 16-70 Jahren zum ersten Song, zum ersten Album oder zur Aufnahme an Musikhochschulen. Den Kursleiter Thomas Riesner selbst als Co-Writersong-werkstatt logo raw bereits zweimal in die Albumcharts in Deutschland! Bist du Profi oder Beginner? Steig jetzt ein! Wie wird gearbeitet? Die song-werkstatt ist die Gelegenheit in Innsbruck sich mit SongwriterInnen und MusikerInnen zu vernetzen. Alle sind eingeladen Instrumente mitzunehmen und Songs zu präsentieren oder sich einfach von den Teilnehmenden inspirieren zu lassen. An einzelnen Workshops teilzunehmen ist ebenso möglich wie beständiges kreatives Arbeiten in der ganzen Workshopreihe mit verschieden Schwerpunkten. Techniken und Formen des Songwritings werden in einem kurzen Vortrag vorgestellt, um dann in der song-werkstatt zu experimentieren. Alle können individuelles Feedback für eigene Songs bekommen. Dabei werden verschiedene Varianten und mögliche Strukturen der Songs erkundet und gemeinsam entwickelt. Anmeldung an: Thomas Riesner, song-werkstatt@outlook.com Im Vorfeld unbedingt notwendig zur Vergabe der Plätze! Kosten: 28 Euro pro Workshop, 5er Block für für 5 Workshops nur 120 Euro -ermäßigt für SchülerInnen, Lehrlinge und StudentInnen: 5er Block für fünf Workshops nur 95 Euro -ermäßigt für Teilnehmende, die in der song-werkstatt.at aktuell Gitarre, Violine oder Gehörbildung lernen: Nur 14 Euro pro Workshop -ermäßigt für ehrenamtlich in Kulturvereinen Engagierte, Abklärung im Vorfeld bei der Anmeldung per Mail Als Nachschlagewerk für Notation und Harmonielehre wird „Die neue Harmonielehre 1“ von Frank Haunschild verwendet. Die gelernten Formen bilden im Songwriting keine Grenzen, vielmehr machen sie als Kompositionswerkzeug und Kreativtechnik das persönliche Schaffen leichter und intuitiver. Zur Ermutigung für Einsteiger: Die „Anatomie eines Hitsongs“ ist oft einfach und klar! Wo? Im „Spielraum für Alle“:  koch-lokal.at, Franz-Fischer-Straße 12, 6020 Innsbruck (beim Mpreis nach hinten gehen, die Treppe hinauf) Wann? 14 Uhr, Beginn 14.15 Uhr,...

MAKE YOUR HEART BEAT AGAIN: Stückentwicklung von Theater Melone...

            Drei junge Schauspielerinnen, Live-Musik, klassische Dramatik, eigene Texte, Wasserbälle und Globen mischen sich zu einem Abend voller Poesie, Komik, Liebe, Verzweiflung und Hoffnung. In innerlich und äußerlich stürmischen Zeiten, steht an diesem Abend einmal der blaue Planet selbst im Mittelpunkt. In der Regie von Florian Hackspiel wird sich das Ensemble auf ausdrucksstarke Weise den vorherrschenden gesellschafts- und umweltpolitischen Machenschaften dieser Tage nähern. Zeitgenössisches Theater frisch serviert! verspielt, kraftvoll, poetisch! Premiere: 20. April, 20 Uhr weitere Termine: 21./22./26./27./28./29. April 20 Uhr 21./27./28. April zusätzlich 10 Uhr diemonopol Innsbruck, Egger Lienz Straße 20 Karten: 18/ 12 ? (10 Uhr Vorstellungen 8 ?) www.theatermelone.at office@theatermelone.at 0650 23 515 75 Regie: Florian Hackspiel Kompositon: Magdalena Zenz Bühne: Thomas K Mörschbacher Musik: Magdalena Zenz, Valentin Eybl Schauspiel: Claudia Carus, Stefanie Darnesa, Angela...

Der Tod kommt auf leisen Sohlen...

Die Zeichen mehren sich… Der Tod geht um in Innsbruck!! Ein Grund zur Panik?! Nein keineswegs, aber ein guter Grund, Theaterluft zu schnuppern, denn das Tiroler Landestheater startet nächste Woche mit den Aufführungen der Rockoper Everyman. Der zur Aufführung gelangende Bühnenstoff beruht auf einem englischen Moralitätenspiel aus dem 15. Jahrhundert, an welchem sich schon Hugo von Hofmannsthal für seinen Jedermann orientiert hat. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes hat eine lange Tradition und so alt die literarischen Vorlage sein mag, sie hat doch nichts von ihrer Aktualität verloren. Wie oft geht im Strudel des allgegenwärtigen Konsumwahns der Blick für Andere verloren, die Gesellschaft scheint geradezu zu erwarten, dass man sich mit Ellbogentechnik über Andere erhebt. Doch was steht am Ende unseres Lebensweges? Was bleibt? Können wir erworbenen Reichtum mit ins Jenseits nehmen, wie sich das der/die Einzelne auch immer vorstellen mag? Es ist klar, am Ende unseres Weges stehen wir allein und bloß da. Was in Erinnerung bleibt ist die Art und Weise, wie wir unseren Mitmenschen begegnet sind. Dem alten Bühnenstoff wird nun durch die Musik der deutschen Progressive-Metal-Band Vanden Plas neues Leben eingehaucht, welche einen musikalischen Bogen von Metal über Bombast-Rock, Klassik und Irish Folk bis hin zur Kirchenmusik spannt. Im Rahmen der Einführungsmatinee zu Everyman am letzten Sonntag fiel der Satz, dass sich der Sucus des Stückes wohl zusammenfassen ließe in: „Tu Gutes und glaube.“ Intendant Johannes Reitmeier definierte dabei den Glauben über jegliche Religionsgrenzen hinweg als den Glauben an das Gute im Menschen. Gerade in diesen unruhigen Zeiten, wo man allmählich daran zweifelt, dass die Menschheit jemals wirklich in friedlicher Koexistenz leben wird, ein schöner Denkansatz. So bleibt zu hoffen, dass die hoffentlich zahlreichen Zuschauer des sich anbahnenden Spektakels nicht nur musikalisch beflügelt, sondern...

Auch heuer wieder viel Müll in der Sillschlucht...

Anfang April trafen sich auch dieses Jahr wieder engagierte Menschen um den Innsbrucker Teil der Sillschlucht und dem angrenzenden Naherholungsgebiet rund um den Bergisel, von den weggeworfenen Resten der nicht ganz so naturverbundenen Zivilisation zu befreien.     Bereits im vergangenen Frühjahr konnten durch diese Aktion etwas mehr als 40 volle Müllsäcke (ca. 300kg) zusammengetragen werden. Heuer waren es leider nicht weniger, vor allem viel Plastik, Aludosen, aber auch Glasscherben, Porzellan, alte Teppiche, Dämmwolle und Eisenschrott mussten wieder eingesammelt und an den Abholstationen abgeliefert werden. Der Müll wird dort dann vom Forstamt Innsbruck abgeholt und richtig entsorgt. Sehr viel Müll befand sich natürlich unterhalb der Autobahn und an den Grillplätzen direkt an der Sill. Jedoch gibt es auch einige bekannte Plätze für Partys, die einer intensiven Grundreinigung bedurften. Auch direkt neben dem offiziellen Panoramawanderweg lag leider wieder sehr viel Müll. Dies erklärt sich vor allem darin, dass es im Moment keine Abfallbehälter entlang des Weges gibt. Bis vor einem Jahr standen hier noch Müllkübel, die von Thomas Martini liebevoll aus Holz hergestellt und regelmäßig von ihm entleert wurden. Leider wurden diese allesamt von Unbekannten spurlos entfernt und sind nie wieder aufgetaucht. Ein weiteres Problem für die Natur sind die „Gassisackerln“ in Plastikbeuteln. Die große Mehrheit von denen die in den Büschen und sogar oft auf Ästen und Sträuchern gefunden wurden, sind nicht biologisch abbaubar. Dies bedeutet, dass der Hundekot in diesen Plastiksäcken für viele Jahre liegen bleibt. Für heuer schaut die Sillschlucht nun wieder einigermaßen ordentlich aus. Es liegt an jedem von uns, den Müll den man in die Natur mitnimmt, auch wieder zurück in die Zivilisation zu bringen und richtig zu entsorgen. Und wenn man unserem Innsbrucker Naherholungsgebiet etwas Gutes tun möchte, kann man natürlich auch jederzeit weggeworfene...

Karl

Das Paar war ihm wieder eingefallen, dass sich immer zerstritt, wenn er bei ihm war. So dass er sich schon fragte, ob es vielleicht an ihm lag, dass es sich immer in seiner Gegenwart zerstritt. Bis es dann eines Tages nicht mehr zu sehen war, einfach auf und davon. Er rief ein paarmal an um zu sehen was los war, aber es war nichts los, es meldete sich einfach niemand bei der angegeben Nummer, die er von ihm besessen hatte. Das beunruhigte ihn, und er befürchtete schon Schlimmes. „Vielleicht haben sie sich abgemurkst“, ging es durch ihn. Es war alles ein bisschen crazy, ja es war wirklich crazy. Er stellte sich vor wie sich das Paar nach seinem letzten Streit, der sich wieder in seiner Gegenwart in einem Café zugetragen hatte, einfach zur Brücke des Flusses ging und hineinsprang, ohne großen Schmerz, fast in einem Gefühl der Erhabenheit über die Widrigkeit seiner nicht funktionierenden Beziehung, einfach beschlossen hatte, mit eben dieser seiner Beziehung und dann auch gleich mit dem Leben Schluss zu machen, weil keiner den Kummer des Überlebenden überlebt hätte. Die Trauer darüber oder zumindest das schlechte Gewissen davon hätte einem der überlebenden schlichtweg das Herz gebrochen. Er war damals allein im Café zurückgeblieben, nachdem sich das Paar wieder einmal gestritten hatte und dann mit einem Mal auf und davon gerannt war, nachdem es sich wenige Minuten zuvor noch umarmt und geküsst hatte. Dann aber war es wieder losgegangen zwischen ihnen. Ein Wort hatte das andere gegeben, dann wollte noch kurz der eine und der andere von ihnen jeweils allein mit ihm, Karl, weiterreden, sich weiter mit ihm unterhalten. Karl war das alles ziemlich peinlich und unangenehm, schließlich hörten es ja auch die anderen Leute an den Nebentischen,...