REJECTED 2012 – Impressionen und Meinungen...

Jetzt, eine Woche nach dem feierlichen Abschluss des diesjährigen Filmfest rejected, ist es uns wert, einigen Aussagen und Meinungen von BesucherInnen, Filmschaffenden und MusikerInnen einen Platz zu geben. Die Eröffnungsband In Mir alias Theresa & Maria über ihren Musikstil und ihre Pläne:   Wie nennt ihr euch? Wir sind Theresa an der Geige und Maria an der steirischen Ziehorgel. Wir haben heute Abend erst einen neuen Namen gefunden – wir spielen allerdings schon sehr lange zusammen – der lautet In Mir. Mirals Charaktere oder als mir zwoa. Was macht euren Stil aus? Wir spielen Verschiedenes, viel Volksmusik, aber auch einige Lieder von Herbert Pixner, die von der Volksmusik abweichen und neue Elemente beinhalten. Wir spielen aber auch ruhigere Sachen, manchmal in der Kirche. Wir studieren übrigens beide Theologie – so haben wir uns kennen gelernt. Wir spielen die Lieder so ein, wie es uns passt, meistens ohne Noten. Habt ihr große Pläne? Große Pläne nicht, wir spielen einfach, weil es uns Spaß macht. Wenn man uns fragt, spielen wir immer gerne.     Oliver Werani über seinen Film Plakatieren verboten Auf die Frage nach der Wahl des Themas sagt Werani: Auf das Thema bin ich durch Pascal gekommen, der Diashows macht und im Film vorkommt. So etwas wie Diashows müssen beworben werden: Das Plakat ist das dafür beste Werbemittel. So bin ich reingerutscht in das Thema. Ich habe mit mehreren Wildplakatierern geredet, Fotodokus gemacht und das Thema weiter vertieft. Dieses Projekt ist über Jahre gelaufen und mein erster Film. Ich war das erste Mal hinter der Kamera – das Wissen über die Tätigkeit ist da gewesen, da ich selbst plakatiert habe. Ich habe Historiker interviewt, war viel auf Reisen und habe viel fotografiert – daher war es für mich...

LASERKATZ – Die Katz im Wald...

Volle Deckung! Am 7. Juli werden Huldiger des Katzenkults dazu geladen, sich von der Hungerburg über den Waldweg zur Ar(t)zler Alm durchzuschlagen! Der Weg wird das Ziel sein, denn an vier Stationen zeigen und erzählen wir euch etwas über den Künstler, ohne euch aber das endgültige Exponat zu zeigen. Je weiter ihr bereit seid zu gehen, desto mehr findet ihr darüber heraus, was neben Grillage und Getränken im Ziel auf euch wartet. Also Bergschuhe raus und Hunger mitbringen!   Saturday, 7. Juli 2012 
Art(z)ler Alm, Innsbruck   Wer denkt, die Katz wäre im Ziel am Ende, der irrt gewaltig. Nach der Alm geht es abwärts! Und zwar direkt in den Club Aftershave zur Afteralm Party! Ab 22:00 wird DJ Saund beginnen, dort das Schlachtfeld mit Rock´n Roll zu befeuern. Um Mitternacht werden "The White Miles" den ersten Live-Gig im Aftershave überhaupt geben und es euch mit ihrem "Dirty Pole Dance Stoner Blues Rock" besorgen! Direkt danach wird seine Hoheit DJ Joko / Oh… No! uns die Ehre erweisen und dem Rest der Nacht die Lichter ausblasen! Weiter Infos unter www.facebook.com/LASERKATZ   Man sieht sich im Wald!   Foto von Susi Stiller Stay Katz...

Politik zum Selbermachen...

Das Akademische Forum für Außenpolitik (AFA) ist sicherlich nicht das, wofür es des Öfteren gehalten wird: Es handelt sich dabei nämlich weder um einen eingestaubten elitären Verein, noch um eine Studentenverbindung – aufgrund der Abkürzung wurde das leider schon öfters vermutet.   Obwohl es jetzt Richtung Sommerpause geht, möchten wir hier noch einmal die Gelegenheit nutzen, unser Team in Innsbruck vorzustellen, damit wir im Herbst vielleicht das eine oder andere neue Mitglied bei uns begrüßen können. Das Akademischen Forum für Außenpolitik ist eine unabhängige und überparteiliche Vereinigung, die sich größtenteils mit Fragen zur internationalen Politik und außenpolitischen Beziehungen beschäftigt. Die Veranstaltungen und Projekte sind dabei größtenteils von Studierenden für Studierende und JungakademikerInnen aller Studienrichtungen organisiert, die sich für politische Themen interessieren.   Derzeit besteht das Team in Innsbruck aus 13 Mitgliedern, wobei wir (meine Wenigkeit inbegriffen) uns sehr über neue IneressentInnen freuen würden. Hier ein kurzes Interview mit der derzeitigen Teamvorsitzenden, Elisabeth Kollreider (Lizz), die ihren Posten aber – aufgrund des jährlichen Wechsels – an die nächste Generation übergeben wird.   Wie kamst du zum AFA Innsbruck? Vor 4 Jahren hat mich ein Studienkollege auf den Verein hingewiesen, dessen Lokalkomitee in Innsbruck gerade neu aufgebaut werden sollte. Die Möglichkeit bei der Wiederbelebung des Lokalkomitees mitzuwirken, Ideen einzubringen und gemeinsam erste Erfahrungen in der Organisation von Exkursionen und Veranstaltungen zu sammeln hat mich von Anfang an begeistert.   Politik zum Selbermachen – was genau darf man darunter verstehen? Das Akademische Forum für Außenpolitik bietet mehrere Möglichkeiten, um Theorie mal anders zu erleben. Angefangen von der jährlich stattfindenden UNO-Simulation VIMUN, wo den TeilnehmerInnen die Möglichkeit geboten wird, mit selbstvorbereiteten Statements ein Land der UNO-Gemeinschaft zu repräsentieren, über die Organisation von Vortragsreihen zu bestimmten außenpolitische Themen, bis hin zur Möglichkeit, eigene Artikel...

Nicht nur für Nachtschwärmer: Innsbruck by night...

Zugegeben: Promovideos sind meistens nicht so der Burner – vielfach handelt es sich dabei um peinliche Eigenwerbung in Form von geschönten und klischeehaften Filmchen mit erhöhtem Kitschfaktor. Das Video Urban. Mountain. Sky. A new nighttime view on Innsbruck ist zwar auch ein klitzekleinwenig kitschig, ermöglicht allerdings auch einen wunderschönen Nachtflug über und durch Innsbruck – absolut sehenswert!   Video und Foto vom Tourismusverband Innsbruck /...

König Fußball in Innsbrucks Innenstadt...

Auch wenn Österreich bei dieser Europameisterschaft nicht mitspielt, erfreut sich das Public Viewing größter Beliebtheit – besonders auf den Innsbrucker Marktplatz strömen die fußballbegeisterten Massen und lassen sich auch durch Wind und Wetter nicht vertreiben. Unser rasender Repoter Christian Niederwolfsgruber aka NIEWO war wieder unterwegs und veröffentlichte hier die schönsten Schnappschüsse.   Persönlich ist mir Fußball zwar absolut wurscht, ich finde aber interessant, welche Emotionen durch Fußballspiele mobilisiert werden. Die alte These, dass Sport eine Art Krieg mit halbwegs friedlichen Mitteln sei, bestätigt sich durch Fußball am offensichtlichsten: Das beginnt mit den Kommentatoren und den Schlachtgesängen und führt sich fort im Verhalten mancher „Fans“ – wobei es da auch mit der Friedfertigkeit nicht mehr weit her ist.   Positiv ist allerdings zu vermerken, dass ein Phänomen mit dem auch ich groß geworden bin, sich inzwischen stark verändert hat. Gemeint ist die Diskriminierung und der bisweilen blanke Hass der unseren nördlichen Nachbarn entgegenschlägt: Auch in Kreisen, die Rassismus und Ausgrenzung zurecht ächten, war es hierzulande bis vor wenigen Jahren noch üblich, über die Piefke aufs Übelste herzuziehen.   In den letzten Jahren haben die Deutschen ihr Image nicht nur grundlegend gewandelt, sondern – vor allem durch Universtät und MCI – in Innsbruck eine zweite Heimat gefunden. Die Deutschen sind jetzt nicht mehr nur TouristInnen, sondern auch ArbeitskollegInnen, WG-MitbewohnerInnen und bisweilen ergeben sich sogar österreichisch-deutsche Liebesbeziehungen. Ein gewisse österreich-teutonische Hassliebe wird wohl immer bestehen bleiben, aber wohl eher als lokale Floklore statt als echte Feindschaft. So sollen sogar schon vereinzelte Tiroler Fans gestern der deutschen Mannschaft die Daumen gedrückt haben. Und das ist – unabhängig vom Ergebnis – ein erfreuliches Zeichen gegen Chauvinismus und...

Der öffentliche Raum

Der Ton der offensichtlich schwer gekränkten alten ÖVP wird immer extremer: In der letzten Ausgabe des „amtlichen Mitteilungsblattes Innsbruck informiert“ schreibt Herr Platzgummer von einer „linken Regierungsallianz“, vom „Verteilen von Pfründen“, während es der ÖVP„nicht um Ämter, sondern um Inhalte“ gehe.   Das haben die Wählerinnen und Wähler offenbar anders gesehen. Anscheinend braucht die alte Garde ÖVP aus Mangel an Inhalten ein Feindbild und wenn keines da ist, muss man sich halt eines konstruieren. Gelingt mehr schlecht als recht, aber vielleicht hilft ja die Unterstützung durch die  Liste Rudi Federspiel („Kommunismus pur … Kampfansage an Innsbruck“)? Wer all das ernst meint, hat keine Visionen, sondern Halluzinationen, aber das ist ein medizinisches Problem, in das ich mich nicht einmischen möchte.   Viel interessanter als diese verbalen und sinnfreien Empörungen finde ich das neue Zelt zwischen Markthalle und Inn. Rudi Federspiel würde wahrscheinlich von einer brutalen Enteignung von Autoparkplätzen sprechen, in Wirklichkeit sitzen nun Menschen gemütlich beisammen, essen und trinken auf einigen Quadratmetern, auf denen vor kurzem noch Blechkisten sinnlos in der Gegend rumstanden. Dieser Raum ist ein öffentlicher, sprich: Er gehört den Bürgerinnen und Bürgern von Innsbruck, nicht den Autos.   Ein Anfang ist gemacht, energische weitere Maßnahmen sollten folgen! Was spricht gegen eine Fußgängerzone in diesem Bereich? Es gibt einige wenige Autofahrer, die der Meinung sind, mit ihrem Gefährt am besten direkt in die Markthalle einfahren zu können. Weil das nicht gelingt, verstopfen sie die Straße, um einen der wenigen Parkplätze zu erobern. Für dieses Ziel warten sie minutenlang auf einen Kollegen, der sein Auto vielleicht irgendwann aus einer Parklücke fährt. Entgegenkommende Radfahrer bahnen sich ihren Weg, indem sie in aufgeregtem Zick-Zack-Kurs gegen die Einbahn fahren, Ungeduldige hupen genervt.   Besonders an Samstagen ist das entstehende Chaos ein Highlight...

Kultur statt Kulturhauptstadt...

Ist Innsbruck eigentlich eine Kulturstadt? Zwar gibt es zahlreiche Vereine, Institutionen und Festivals, die von der Hoch- über die Pop- bis hin zur Sub-Kultur ganz unterschiedliche Kulturen repräsentieren. Trotzdem ist es oft ein Nebeneinander ohne klares Leitbild – und vielleicht ist das auch ganz gut so: Kultur entsteht ohne Plan und kann nicht verordnet werden; sie lebt von Auseinandersetzung und Kreativität.   Christine Oppitz-Plörer ist nicht nur die alte und neue Bürgermeisterin, sondern auch für das Kulturressort verantwortlich – neben Finanzen, Personal, Wirtschaft und Tourismus übrigens. COP hat der Tiroler Tageszeitung ein Interview gegeben und dabei einige Leitlinien für die nächsten Jahre abgesteckt.   Die für mich zentrale Vision ist die eines "Kulturquartiers zwischen Herrengasse und Sillgasse, das die Hofburg, das Volkskunstmuseum, das Tiroler Landestheater, das Haus der Musik, das Treibhaus, die Schuleinrichtungen, die Jesuitenkirche bis hin zum MCI umfassen soll". Auch soll endlich die Rotunde am Rennweg genutzt werden: Die Bevölkerung wird eingeladen, eigene Ideen zu formulieren, die in den Planungsprozess einfließen. Eine Bewerbung Innsbrucks als Europäische Kulturhauptstadt strebt COP nicht an – das zeugt von Realitätssinn, denn davon sind wir wirklich weit entfernt.   Wenn die Ampel frischen Wind in die Stadt bringen will und Kultur als "Kitt der Gesellschaft" wirklich ernst nimmt, ist der erste Schritt, sich mit den Kulturschaffenden zusammen zu setzen. Die wissen nämlich in aller Regel am besten, wo der Schuh drückt und welche Pläne sie umsetzen wollen. Wichtiger als Großevents und Prestigeprojekte sind Planungssicherheit (in Form von mehrjährigen Subventionszusagen) und transparente Dialoge auf Augenhöhe.   Die Fotos stammen von der Facebookgruppe Street Art Innsbruck und hier nochmals der Link zum Interview...

Das z6-Sommerfest: STRASSENTAUGLICH...

Der Sommer ist endlich da und damit die Jahreszeit der Straßenfestln. Wie jedes Jahr gibt es auch heuer ein Z6-Straßenfest, vollgepackt mit guter Musik, Spaß, Spielen, gutem Essen und lieben Menschen.   Das Fest findet am Samstag, den 30. Juni, in der Dreiheiligenstraße 9, statt.   Unter dem Moto STRASSENTAUGLICH wird ab 15.00 Uhr wie gewohnt mit kulinarischen und musikalischen Leckerbissen bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Das z6 Straßenfest ist ein Fest für JEDEN UND JEDE. PROGRAMM Nachmittags: Kinderprogramm, Aktionen für Jugendliche und Erwachsene, Bikerei – die offene Radwerkstatt (speziell für Kinder (-radln) und deren Eltern), Straßenmusik mit Cassovia.   Auftritte von KünstlerInnen aus Innsbruck Um 17.00 Uhr: Tyrolian Angels Cheerleader Juniors, Unique Dancer Juniors, Um 20 Uhr: Battle Holex crew, Das Spielvolk (Akrobatik- und Artistenschule) und um 22.40 Uhr: Tanz- und Feuerperformance mit Ninaruna. Musikalisch umrahmt von: Djane Karinne   LIVE MUSIK ab 21.00 Uhr: MONOlisa (Alternative Pop / Rock) ab 23 Uhr VASEVA (Akustisch / Alternative Folk) ab 1 Uhr bis zum Ende: worldbeat grooves by Dj Raiz und im Café ab 23:00: DJ Virux   Außerdem feiert Z6 Streetwork 20-jähriges Bestehen und der Abschluss des Jubiläums findet am z6 Straßenfest statt....

DÖRFL in der STADT

Die neulich von mir in diesem Forum angekündigte Lesung der Grazer AutorInnen Versammlung findet zwar im bereis erwähnten FORUM VERBALE, Innstraße 55, statt, trägt aber nicht den Titel“Schönheit in der Stadt“ –  das war ein Fake –  sondern  DÖRFL in der STADT: Die TeilnehmerInnen lesen weder in alphabetischer Reihenfolge noch nach dem Grad ihrer Schönheit sondern wie hier...

Syrien befindet sich im Krieg...

…so zitieren die Zeitungen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad heute. Der syrische Präsident, mittlerweile international isoliert, weist weiterhin alle Rücktrittsaufforderungen zurück und stellt die Revolution als einen Rebellen-Aufstand dar, der vom Ausland finanziert wird. Russland und China bevorzugen weiterhin diplomatische Verhandlungen und wollen keinem militärischen Eingriff zustimmen. Die Vereinten Nationen brachen ihre Beobachtermission in Syrien ab, da es für die Mitarbeiter im Land zu gefährlich ist. Die Situation in Syrien ist eskaliert  – die UNO geht von 10.000 Todesopfern aus.   Wie weit wird/kann das Al Assad Regime gehen? Welche Rolle spielen UNO und Europa in Augen der syrischen Bevölkerung? Wie schaut es mit den Minderheiten aus? Inwiefern hat sich die Lage geändert? Und: Welche Visionen gibt es für die Zeit nach der Revolution?   Über diese Fragen diskutieren heute drei Betroffene, Hasan Helwani, Amir Shihab, Dr. Ayad Shihab mit Adel El Sayed ab 19:30 Uhr im Haus der Begegnung, Rennweg 12.   Es gibt eine Darstellung der bereits 15 Monate dauernden syrischen Revolution gegen 40 Jahre Unterdrückung, und es wird ein Blick auf die Stärken und Schwächen der Bewegung geworfen.   Einführungsreferat und Moderation: Mag. Dr. Adel EL SAYED – Universität Innsbruck, Institut für...