People’s Climate March in Innsbruck...

„Klima vor Profite“ – Unter diesem Motto findet der People’s Climate March am 29. April in Innsbruck statt. Eine Demonstration für echte und solidarische Klimapolitik. Ausgehend vom People’s Climate March in Washington gehen an diesem Tag weltweit Menschen für ihre Zukunft auf die Straße. Sie stellen sich gegen Klimawandelleugner wie Donald Trump und eine Politik, die Klimaschutz heuchelt, aber ein „Weiter wie bisher“ verfolgt. Weltweit kämpfen Menschen für ihre Zukunft. Komm zum People’s Climate March Innsbruck und werde Teil der Bewegung! Wann? Samstag, 29. April 14:00 Uhr Wo? Annasäule, Maria-Theresien-Straße, Innsbruck Was? Ca. 14:30 Begrüßung durch LHStv.in Ingrid Felipe, Eröffnung durch Klimabündnis Tirol Geschäftsführer Andrä Stigger, ca. 15:00 Climate March durch die Innenstadt bis zum Landhausplatz, ab ca. 16:00 Kundgebungen am Landhausplatz. Wer? ATTAC, GRAS, Greenpeace, Junge Grüne Tirol, Klimabündnis Tirol, Kulturverein Evrensel, POW (Protect our Winters), Südwind Tirol, Transition Tirol, VSSTÖ. Hier geht’s zur Facebook-Veranstaltung! Information und Veranstaltungskoordination: Mesut Onay, Tel.: 0650 2731638...

„Amtlich bestätigt“: Der BPS ist innovativ. Und wie!...

Einige können sich wohl noch erinnern, viel zu viele werden sich aber auch denken: verdammt noch mal, warum war ich zuletzt beim Oktober-Slam nicht in der Bäckerei. Denn es war ein echtes Fest. Zum einen ein Geburtstagsfest des Projektes „freiRaum“ zum 20er, zum anderen ein gelebtes Miteinander: Menschen mit Behinderung slammten mit Menschen die denken, sie hätten keine Behinderung. Die Stimmung war wie immer grandios – der BPS war ja auch kurzerhand zum BBPS erklärt worden. Zum „Besonderen Bäckerei Poetry Slam“. Und nun, also besser: seit gestern können wir sagen: WIR SIND BILDUNGSINNOVATIONSPREIS. Feine Sache. Markus Koschuh hatte mit Klientinnen des Projektes freiRaum – Anja, Iris, Hannah und Tina – in einem Workshop Texte erarbeitet. Eigenen Aussagen zufolge hat er dabei lediglich den einen oder anderen Knoten gelöst und eine Riesengaudi gehabt. Im Vorfeld des Oktober-BPS gab’s noch einmal einen Workshop mit allen Auftrittswilligen – ob mit besonderen Bedürfnissen oder speziellen Zerwürfnissen. Dann hieß es unter der gewohnt souveränen Moderation von Stefan Abermann „Bühne frei!“ – und, surprise, surprise: es war alles wie gewohnt: Das Publikum staunte und lachte und war leise und laut und war zu allen Auftretenden gleich fair oder eben unfair. Ganz Poetry Slam eben. Nicht umsonst wurde der BPS 2015 als erster Slam mit dem Slamily-Award „Best Crowd“ ausgezeichnet. An der Kasse hatten Carmen Sulzenbacher und Martin Fritz dem charmantesten Türsteher der Welt, der auf facebook unter „Le Marechall“ firmiert, schon kurz vor 20 Uhr das „Ausverkauft“-Signal gegeben. Und der an diesem Abend abwesende Slam-Papa Köhle war hernach hörbar stolz, dass der BBPS eigentlich gar nicht besonders war sondern wie gewohnt besonders grandios. Am gestrigen Montag erhielt die Projektleiterin von freiRAUM, Renate Krammer-Stark, stellvertretend für alle Beteiligten den Bildungsinnovationspreis des Landes Tirol. Für das von...

Innsbruck hat neuen Bischof: Herwig van Staa zeigt Erbarmen...

Herbe Enttäuschung nach der Sitzung des Ministerrats: Entgegen Gerüchten überbrachte der Apostolische Nuntius der Bundesregierung keinen Namen des neuen Bischofs der Diözese Innsbruck. Am frühen Nachmittag aber der große Paukenschlag: Tirols Landtagspräsident Herwig van Staa erklärte nach Rücksprache mit Nuntius Zurbriggen den sofortigen Wechsel vom Landhaus in den Innsbrucker Dom. Schon seit Jahren ginge im heiligen Land Tirol nichts ohne seinen Segen, was ihm nun kirchenrechtlich angerechnet werde. Es sei keine leichte Entscheidung gewesen, erklärte van Staa im Rahmen eines Pressegesprächs. Er habe sich jedoch zu diesem Schritt genötigt gesehen, denn: „Ein nicht besetzter Stuhl ist wie ein leerer Sessel.“ Er habe sich zwar auch gedacht „ois muass ma söbn mochn“, aber er opfere sich gerne für das höhere Ganze. Auch der besser bestückte Weinkeller in den Katakomben des Doms habe mit den Ausschlag gegeben. Seine nicht existente Zugehörigkeit zu einem Orden sei durch die vielen bisher erhaltenen Orden mehr als wett gemacht (wie etwa die 2010 verliehene Auszeichnung „Komtur des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem“). Im Vatikan zeigt man sich erfreut über die Eigeninitiative, betont aber gleichzeitig die notwendige Trennung von Kirche und Glaube: Wir danken dem Herren, also dem Herren van Staa, glauben aber an ein Provisorium fatalum und werden nun wirklich rasch eine kirchenrechtlich weihwasserdichte Bischofsentscheidung präsentieren. Der zwischenzeitlich vakante Posten eines Landtagspräsidenten soll vorerst nicht nachbesetzt werden. Landhausinternen Quellen zufolge glaubt man ohne das oft quälend langsame Vorlesen der Tagesordnung zu Beginn der Landtagssitzungen bis zu 5 Sitzungstage pro Jahr einsparen zu...

Der Innsbrucker Kunstraum als Kaufladen...

Zurzeit stellt im Innsbrucker Kunstraum die amerikanische Künstlerin Christine Hill aus. Dabei fällt ihre Ausstellung doch etwas ungewöhnlich aus. Nicht Gemälde oder Zeichnungen sind es, die an der Wand hängen oder Skulpturen, die im Raum stehen, sondern ein Kaufladen ist es, so wie ihn – zumindest die Älteren von uns – noch aus dem Lebensalltag in Erinnerung haben. Eine Art Tante-Emma-Laden,  wie er in manchen Hipster-Vierteln diverser Großstädte noch überlebt oder wiederbelebt wurde und ein Nischendasein fristet, in unseren Dörfern und Kleinstädten aber schon längst den globalen und austauschbaren Supermärkten Platz gemacht hat. Dabei hat die Künstlerin, die abwechselnd in den USA und in Berlin lebt, die Idee der Volksboutique  wiederbelebt, eine Art Secondhandladen, der allerlei Gebrauchtes anbietet, so wie wir das ja auch hierzulande kennen, und in dem es neben dem Vorteil des billig zu Erwerbenden auch um den sozialen Kontext geht: Menschen bieten etwas an, man kommt ins Gespräch darüber, tauscht Informationen über dieses und jenes aus, über Erfahrungen der schnelllebigen Konsumwelt, und wie wir dieser etwas entgegensetzen können. Dabei zählt für Hills Arbeit auch der zu Beginn der neunziger Jahre erfolgende Untergang der DDR und der bald darauf einsetzende nostalgische Hype auf Produkte aus diesem Land, das im Gegensatz etwa zu den anderen früheren Ostblockländern keine Chance auf einen Neubeginn mehr hatte,  zum Hintergrund ihres künstlerischen Tuns. Auch auf der documenta X 1997 war Christine Hill mit ihrem Konzept der Volksboutique vertreten, dabei bot sie in der Unterführung eines alten Bahnhofs einen Laden, in dem sie in der einen Abteilung Dinge produzierte, die dann in der anderen ausgestellt und wohl auch verkauft wurden. Dabei ging es eben um die Interaktion der Zuschauer/innen mit der der Produzierenden, etwas was in den Konsumtempeln unserer heutigen Warenwelt nicht mehr...

Auch heuer wieder viel Müll in der Sillschlucht...

Anfang April trafen sich auch dieses Jahr wieder engagierte Menschen um den Innsbrucker Teil der Sillschlucht und dem angrenzenden Naherholungsgebiet rund um den Bergisel, von den weggeworfenen Resten der nicht ganz so naturverbundenen Zivilisation zu befreien.     Bereits im vergangenen Frühjahr konnten durch diese Aktion etwas mehr als 40 volle Müllsäcke (ca. 300kg) zusammengetragen werden. Heuer waren es leider nicht weniger, vor allem viel Plastik, Aludosen, aber auch Glasscherben, Porzellan, alte Teppiche, Dämmwolle und Eisenschrott mussten wieder eingesammelt und an den Abholstationen abgeliefert werden. Der Müll wird dort dann vom Forstamt Innsbruck abgeholt und richtig entsorgt. Sehr viel Müll befand sich natürlich unterhalb der Autobahn und an den Grillplätzen direkt an der Sill. Jedoch gibt es auch einige bekannte Plätze für Partys, die einer intensiven Grundreinigung bedurften. Auch direkt neben dem offiziellen Panoramawanderweg lag leider wieder sehr viel Müll. Dies erklärt sich vor allem darin, dass es im Moment keine Abfallbehälter entlang des Weges gibt. Bis vor einem Jahr standen hier noch Müllkübel, die von Thomas Martini liebevoll aus Holz hergestellt und regelmäßig von ihm entleert wurden. Leider wurden diese allesamt von Unbekannten spurlos entfernt und sind nie wieder aufgetaucht. Ein weiteres Problem für die Natur sind die „Gassisackerln“ in Plastikbeuteln. Die große Mehrheit von denen die in den Büschen und sogar oft auf Ästen und Sträuchern gefunden wurden, sind nicht biologisch abbaubar. Dies bedeutet, dass der Hundekot in diesen Plastiksäcken für viele Jahre liegen bleibt. Für heuer schaut die Sillschlucht nun wieder einigermaßen ordentlich aus. Es liegt an jedem von uns, den Müll den man in die Natur mitnimmt, auch wieder zurück in die Zivilisation zu bringen und richtig zu entsorgen. Und wenn man unserem Innsbrucker Naherholungsgebiet etwas Gutes tun möchte, kann man natürlich auch jederzeit weggeworfene...

Ein Plädoyer für eine liebe Unbequeme...

Dies ist ein Plädoyer für eine liebe Unbequeme. Ich will euch heute erzählen, weshalb ich der festen Überzeugung bin, dass Sonja Pitscheider für das BürgermeisterInnenamt kandidieren können sollte. Das ist ja nicht mehr sicher, seit Georg Willi angekündigt hat, das auch zu wollen, und somit die Frage der Kandidatur auf Listenplatz 1, die laut Innsbrucker Wahlordnung an den Anspruch auf das BürgermeisterInnenamt gekoppelt ist, von den Tiroler Grünen in einer internen Wahl entschieden werden muss. Vorausgeschickt sei: um Georg Willi geht es in diesem Text nicht. Auch nicht um die Genese seiner Kanditatur und die möglichen Gründe dafür. Das ist Basisdemokratie. Es ist völlig in Ordnung. Es geht vielmehr darum, was, nach meinem Dafürhalten und aus persönlicher Erfahrung, gut für diese Stadt ist. Am 14. Juni 2006 wurde Sonja Pitscheider als Gemeinderätin angelobt. Damals war ich schon seit einigen Jahren aktiv im Lobbying für den Umweltverbund in Innsbruck. „Umweltverbund“, das ist die Summe der umwelt- und menschenfreundlichen Verkehrsmittel. Zusammen mit einigen anderen Menschen, die die Schnauze voll hatten von Feinstaub, Blech und Diesel als Resultat der verkehrspolitischen Fehl- und Rückentwicklungen unter Herwig van Staa, hatte ein Bekannter gemeinsam mit mir eine kleine Lobby- und AktivistInnengruppe gegründet mit dem Ziel, unsere Öffis durch gezielte Information an politische EntscheidungsträgerInnen und Verkehrsunternehmen zu verbessern, Fahrgastanliegen durchzusetzen, vor allem aber auch den Autoverkehr zurückzudrängen. Als seit jeher Grün-affiner Mensch hatte ich bei den Grünen dafür naturgemäß von Anfang an meine primären politischen AnsprechpartnerInnen, wobei auch eine Rolle spielte, dass Gerhard Fritz, umtriebiges grünes Urgestein und heute glücklicherweise unser Planungsstadtrat, und Uschi Schwarzl, nicht minder umtriebig und urgesteinig, die einzigen PolitikerInnen waren, die schon 1999 per E-Mail Fragen beantworteten, Anregungen aufnahmen und ausführlich über Sachthemen diskutierten. Ihnen ist es geschuldet, dass ich nicht schon am Anfang die Lust an der Zusammenarbeit...