Aufgedeckt: Ausländer klauen Spaniern das Meer weg!...

Mich beschäftigt gerade folgende Frage: Sind Ausländer für die FPÖ eigentlich auch zu Hause Ausländer? Ist Ausländer sein eine Eigenschaft oder ist es eine Ortsangabe? Und wo müssen Ausländer hin, damit sie nicht gefährlich sind? Wo liegt das Ausland genau und wer wohnt dort? Jedenfalls, um Ausländer zu sein muss man grundsätzlich aus einem Land kommen und in ein anderes hinein gehen. Wechsle ich dann den Ort oder meine Eigenschaften?   Und: Wie ist das denn eigentlich? Also: wenn jetzt in ganz Nordafrika, also im Ausland, Proteste der dort ansässigen Menschen, wie zum Beispiel Marokkaner, stattfinden, die dort gegen ihre Obrigkeiten ziemlich demonstrieren und ihre Unterdrücker stürzen wollen, um zu versuchen, soetwas wie Demokratien zu errichten – sind das dann die guten oder die bösen Marokkaner in den Augen eines August Penz und der FPÖ und deren Wähler? Denn sich gegen die Obrigkeit des eigenen Staates erheben, steht ja nicht gerade im Portfolio der FPÖ oder?   Nächste Frage: Sind für August Penz und die FPÖ und deren Anhänger „Ausländer“ nur im Ausland gefährlich oder auch wenn sich diese Ausländer in ihrem eigenen Land befinden? Also zum Beispiel: sind die Marokkaner auch in Marokko selbst potentielle Asylbetrüger, ausländische Konkurrenten und Diebe, oder nur wenn sie sich in Boote, Flugzeuge oder Autos setzen und in ein anderes Land flüchten, fahren, verreisen oder einen Fuß über die Grenze setzen?   Das Problem ist ganz klar: Grenzen und Diskriminierung enstehen allein durch die Beschränktheit in Köpfen, wenn sich das Gehirn sozusagen im Ausland befindet und daher viel Platz ist für die Einlagerung von Schranken und Barrieren. Wenn das Gehirn aus dem Ausland zurückkommen will hat es leider Pech, weil es vor verschlossenen, verbarrikadierten Türen steht und die dadurch Beschränkten können dann nur mehr verzweifelt versuchen, mit ihren...

machen wir dunkel und erleuchten uns...

Wir alle verbrauchen (zu) viel Energie – ob wir nun im Internet surfen oder Kaffee kochen. Die Energieressourcen der Erde sind ungleich verteilt: Während wir uns kaum Gedanken machen müssen, wie unsere elektronischen Helferchen betrieben werden, haben Milliarden von Menschen nicht einmal einen Stromanschluss.   Am 31. März 2012 wird bereits zum sechsten Mal die Earth Hour begangen. Dabei geht es darum, uns unseren Umgang mit Ressourcen bewusst zu machen und auf die Umweltschäden (z.B. durch Treibhausgase) aufmerksam zu machen.   Von 20:30 bis 21:30 schalten fast alle Metropolen und Städte der Welt die Beleuchtung ihrer Wahrzeichen sowie vieler Geschäfte und Privathaushalte ab, um so ein Zeichen gegen die globale Erwärmung zu setzen und Bewusstsein dafür zu wecken, dass jede/r einzelne von uns Verantwortung für unseren Planeten und all seine Lebewesen trägt.   Auch Innsbruck begeht die Earth Hour mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm: Details findet ihr hier. Wollen wir hoffen, dass es nicht nur ein Marketingschmäh ist, sondern vielleicht wirklich bewusst macht, wie kostbar diese Erde für uns alle ist. Machen wir dunkel und erleuchten gemeinsam die Welt: Es ist genug für alle da!...

Elefantenrunde: Rüssel in die Höh...

Einige hundert Interessierte fanden sich gestern am Dienstag den 27. März in den Innsbrucker Stadtsälen zur „Elefantenrunde“ ein. Die Tiroler Tageszeitung lud die SpitzenkandidatInnen der Gemeinderatswahl zur Podiumsdiskussion; ein Protokoll dazu findet ihr hier.   Mein Eindruck: Die Diskussion war teilweise unterirdisch und zum Teil sehr untergriffig. Die Damen waren um einiges zivilisierter, aber auch sie gingen unisono auf Platzgummer los: Es ist zwar berechtigt, ihn darauf hinzuweisen, dass er vor zwei Jahren eine Kandidatur „definitiv“ ausgeschlossen hat – aber einem Politiker Wortbruch nachzuweisen, ist in etwa so spektakulär wie die Existenz der Schwerkraft nachzuweisen.   Worin die Unterschiede zwischen Schwarz-Gelb (Für Innsbruck) und ÖVP-Schwarz bestehen, dafür braucht man mindestens einen Master in Politologie – eigentlich eh wurscht, nach der Wahl wird man sich zum „Wohle der Macht“ sicher wieder zusammenraufen.   Da Fragen aus dem Publikum erwünscht waren, habe auch ich mich zu Wort gemeldet. Meine Frage an alle KandidatInnen, die z.T. überlebensgroß von jeder Straßenecke grinsen, war, ob sie sich eine Obergrenze ihres Werbebudgets vorstellen könnten. Diese Frage erntete Applaus, das wird auch im TT-Protokoll (siehe 20.50) vermerkt.   Darauf antwortete die Bürgermeisterin, sie habe widerrechtlich aufgestellte Plakate entfernen lassen. Eine Obergrenze wolle sie nicht, Wahlkampf sei nur alle sechs Jahre und es sei ihr wichtig, die BürgerInnen zu informieren. Auch Sonja Pitscheider wies mein Ansinnen zurück. Der Einzige, der mir zustimmte, war der rechte Rudi Federspiel. Er nutzte die Frage auch gleich, um voller Selbstmitleid darauf hinzuweisen, dass er kaum Geld habe, weil keine große Partei hinter ihm stehe.   Obwohl die Frage nochmals von einem Mann gestellt wurde, weil sie nicht von allen beantwortet wurde, kam keinerlei Reaktion von Pokorny-Reitter (SPÖ), Platzgummer (ÖVP) und Penz (FPÖ). Auch die beiden Moderatoren hakten nicht nach – vielleicht, weil...

Ich schäme mich…“HEIMATLIEBE STATT…“...

…und frage mich, wo die Grenzen der Polemik liegen.   Die Geschichte: Ich fahre heute ins Büro und zwar extrem gut gelaunt und erfreue mich des blauen Himmels und der Leichtigkeit des Lebens, da schaltet die Ampel auf rot. Soweit nicht schlimm; mein Blick schweift über den – zugegebenermaßen – optisch unattraktiven östlichen Einfahrtsbereich von Innsbruck und meine Augen bleiben auf einem riesigen Wahlkampfplakat hängen. Mein Vertrauen in eben jene versagt: Augen-blicklich!   Ich überzeuge mich mehrmals durch in-den-Arm-kneifen, ob ich nicht doch noch im Bett liege und einen Alptraum habe. Ich glaube es einfach nicht!   Da prangt in mega-lettern: „HEIMATLIEBE STATT MAROKKANER DIEBE“   Gottseidank zieht sich bei einem solchen Schock der Magenpförtner automatisch auf Stecknadelkopfgröße zusammen, sonst hätte ich mir aufs Lenkrad und mein neues Frühlingskleidchen gekotzt.   Das ist also das neue FPÖ-Plakat  mit dem Konterfei von August PENZ, Hotelier und Bürgermeisterkandidat für Innsbruck.   Ich stelle hier die wirklich ernsthafte Frage: Gibt es eine Grenze bei Wahlkampfsprüchen? Nicht nur, dass ich mich persönlich durch solche Aussagen belästigt fühle – ich halte sie weit darüber hinaus für diskriminierend und eigentlich schon fast eine Menschenrechtsverletzung. Wenn ich jetzt zu August Penz „Arschloch“ sage, werde ich vermutlich wegen übler Nachrede verklagt, … wenn die FPÖ ein ganzes Volk verleumdet können die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen werden?   Es ist so ekelhaft und dermaßen DUMM, dass mir fast die Worte fehlen!   Es ist so extrem peinlich, soetwas neben einem Ortsschild zu präsentieren! Ich schäme mich für Tirol! Und nach der Scham kommt die Wut und hoffentlich viele Menschen, denen eine solche Polemik reicht und mit einer solchen Politik Schluss machen...

Radfrust in Innsbruck

An sich wäre Innsbruck aufgrund seiner überschaubaren Größe eine perfekte Stadt zum Radfahren. Durch Versäumnisse der Stadtplanung und viele kleinere wie größere Hindernisse und Schwachstellen wird Radeln immer mehr zur Mutprobe.   Mein täglicher Weg zur Arbeit führt mich am Cammerlander vorbei, wo die Situation für RadlerInnen wenig attraktiv gelöst wurde: Auch wenn hier inzwischen offiziell ein Radweg vorbeiführt, muss man höllisch aufpassen, um zwischen KellnerInnen und FußgängerInnen unbeschadet durchzukommen.   Wirklich heftig ist die Strecke hinter der Markthalle bis zur Unibrücke: Am Herzog-Siegmund-Ufer matchen sich auf einem schmalen Straßenstück RadlerInnen mit Blechschüsseln auf Parkplatzsuche. An der Uni fehlen dann vor allem überdachte Radabstellplätze. Die Unibrücke ist für RadfahrerInnen eine weitere Schikane – dort hat sich durch den (an sich begrüßenswerten) Ausbau der Regionalbahn die Situation weiter verschlechtert.   Wahrscheinlich kann jede/r Radler/in weitere Hindernisse und verkehrsplanerische Wahnsinnstaten aufzählen – bitte nützt dafür unsere Kommentarfunktion. Um aber nicht nur berechtigt  rumzujammern, möchte ich euch noch auf eine tolle Initative aufmerksam machen, die jeden Dienstag in der Bäckerei stattfindet.   Die Bikerei ist ein Ort, wo’s das nötige Werkzeug gibt, man mit Leuten Tipps und Erfahrungen tauschen kann und man die Möglichkeit hat, Projekte zu realisieren. Ob Radl reparieren, ein Custom Bike bauen, Workshops zu speziellen Themen und Techniken machen oder nur andere Radl-Kreative treffen, hier soll es möglich sein.   immer dienstags von 17:00 – 21:00 in der Bäckerei Werkstatt freier Eintritt, kleiner Beitrag fürs Basteln   Die Bäckerei – Kulturbackstube Dreiheiligenstraße 21a 6020 Innsbruck  ...

Stricken für den Weltfrieden...

Anna Schwitzer war am 18.3.2012 live beim Knitting-Workshop der Strikistinnen in Hall dabei und hat für uns davon berichtet.   Am Samstag, den 18.3.2012, treffen sich ca. 25 bis 30 Frauen im Stromboli in Hall, um das zu tun, was sie (mehr oder weniger) gut können. Sie klappen ihre Köfferchen auf, packen ihre Strick- und Häkelnadeln aus und suchen sich rote, grüne, blaue oder pinke Wolle aus dem Einkaufswagen in der Mitte. Das Nadelgeklapper beginnt, manche arbeiten konzentriert und schweigend, andere ratschen nebenbei. Bald übersiedeln sie in den Park ums Eck und sitzen handarbeitend in der Sonne. Es sind Frauen jeden Alters dabei und alle schauen zufrieden aus. Langsam entstehen die wollenen Werke.     Doch halt!!! Was tun die denn da? Da entstehen nicht flauschige Pullover für den Herrn Gemahl, wärmende Socken für die Enkel oder Neffen, die stricken auch nicht einfach nur so weil’s Spaß macht, die machen KUNST!!! Und das auch noch mit subversiven Botschaften und gesellschaftskritischem Unterton. Da lese ich das Wort „Lust“ eingestickt in ein Werkstück, sehe phallische Formen und den Schriftzug „Wir sind viele“! Die Strickerinnen und Häklerinnen tauschen neben ihrer Tätigkeit nicht Kochrezepte aus, erzählen nicht von ihren erfolgreichen Männern und ihren neuen Mixern, wie man es erwarten würde, sie unterhalten sich über Feminismus, Politik und Genderkritik! Und nennen das, was sie tun, „Guerilla Knitting“! Ist das nicht ein Skandal? Darf denn das sein?                     Ja tatsächlich – auch Frauen machen Kunst, auch Frauen wollen Veränderung, auch Frauen gestalten die Stadt. Im Workshop kreierten sie mit Unterstützung der „Strickistinnen“ Streetart, die sie dann in der Haller Altstadt, im öffentlichen Raum also, montierten. Parkbänke wurden überhäkelt, Brunnen wurden eingestrickt (und nicht deshalb, weil Frauen weltweit...

abgespeichert – nicht mit uns!...

Ab 1. April 2012 soll sie in Österreich in Kraft treten: Die Vorratsdatenspeicherung (VDS). Dieses Gesetz verpflichtet Netzbetreiber in Zukunft, Telefon- und Internetverbindungsdaten sechs Monate lang zu speichern und auf gerichtliche Anordnung den Strafverfolgungsbehörden zu übermitteln. Gerechtfertigt wird dieses Vorgehen vor allem damit, das organisierte Verbrechen und den internationalen Terrorismus zu bekämpfen.   Die allermeisten ExpertInnen und der gesunde Menschenverstand bezweifeln die Sinnhaftigkeit dieser (sauteuren und letztlich ineffizienten) Maßnahmen: Mafia und terroristische Vereinigung sind in aller Regel leider zu clever, um ihre Schandtaten per Handy oder Mail zu planen und anzukündigen.   Warum? Warum wird die VDS dennoch umgesetzt? Zum einen ist die Überwachungsindustrie ein prosperierter Wirtschaftszweig, der somit auch staatlich gefördert wird. Das Geld fehlt zwar für Bildung und Soziales – für Banken und die hoch gelobte "Sicherheit" zeigt sich Vater Staat gerne mal spendabel.   Zum anderen überwacht unsere Staatsmacht uns eben einfach gerne. Die Mächtigen sind immer ein bisschen paranoid, da liegt es nahe, ein Klima der Überwachung und Bespitzelung zu schaffen. "Freiheit stirbt mit Sicherheit" – und "Sicherheit" ist inzwischen einen Fahnenwort fast aller politischen Parteien.   In Innsbruck finden in dieser Woche mehrere Veranstaltungen zur Vorratsdatenspeicherung statt. Heute am 26. März findet an der SOWI im Hörsaal 3 um 19 Uhr ein Vortrag mit dem Titel Vorratsdatenspeicherung vs. Grundrechte statt. Andreas Krisch vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung gibt einen aktuellen Überblick über die Einführung der Vorratsdatenspeicherung in Österreich und die wichtigsten Entwicklungen auf europäischer Ebene.   Die grundrechtlichen Probleme dieser Überwachungsmaßnahme und die gesellschaftliche Bedeutung des Datenschutzes werden ebenso thematisiert wie die laufende Bürgerinitiative "Stoppt die Vorratsdatenspeicherung" (www.zeichnemit.at) und weitere aktuelle Protestmaßnahmen.   Dann ist mir noch ein Flyer in die Hand gefallen, der eine Demo gegen die Vorratsdatenspeicherung für kommenden Samstag, der 31. März 2012, ankündigt. Treffpunkt...

Schwarzgrün gewinnt!

Unsere Telefonkorrespondentin war jedenfalls hellauf begeistert: Wacker Innsbruck schlägt Rapid Wien mit 2:1 (2:0), die Tore schossen Marcel Schreter (2., 11./Freistoß) und Atdhe Nuhiu (60.). Wacker unser freut sich und auch provInnsbruck gratuliert den Fans, den Spielern vulgo „unsre Buam“ und der gesamten Wackerei!   Schwarzgrün – das ist auch mein heißer Tipp für die kommende Gemeinderatswahl. Eine Koalition von Für Innsbruck und den Grünen Innsbruck ist aus heutiger Sicht wahrscheinlich, beide Parteien liegen in den Umfragen mit 22% (FI) und 21% (Grüne) vorne. Das kann sich bis zum Wahltag freilich noch ändern – auch die Reihenfolge natürlich – aber eine Wackerkoalition ist somit möglich.   Die Chemie zwischen Christine Oppitz-Plörer und Sonja Pitscheider scheint zu stimmen und die grüne Kandidatin dürfte der Bürgermeisterin als „Vize“ wohl um einiges lieber sein als Christoph Platzgummer  von der Stamm-ÖVP. „Schauen wir mal, dann sehen wir schon“, wie ein nicht ganz erfolgloser Fußballer zu sagen pflegt: Wie die ganze Sache ausgeht, wissen wir frühestens Mitte April oder nach der Stichwahlqual.   Morgen hat uns die Bürgermeisterin ein Interview zugesagt, wir werden sie unter anderem auch danach fragen. Wenn ihr Fragen habt, sendet uns bitte einfach per mail.   Danke an Luca Tschiderer für das...

Used but useful: Tausch doch mal!...

Wer kennt das nicht – ein paar Lieblingsklamotten würde man am liebsten jeden Tag anziehen, viele Teile nehmen aber nur Platz weg und sind zum Wegwerfen doch noch viel zu schade. In der glitzernden Kosumwelt quellen unsere Kleiderschränke meistens über – auch und gerade mit Zeug, das unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wurde.   Unser aller Bäckerei und die Organisatorinnen Lara und Nina haben sich zumindest für den ersten Teil des Problems eine Lösung einfallen lassen: Schon zum fünften Mal findet morgen am 25. März ab 15 Uhr die used-but-useful-Klamottenparty statt. Aus dem Veranstaltungstext:   Was ist denn eine Klamottentauschparty? Ihr tauscht eure Klamotten -> ihr bringt eure ausgemisteten Sachen und nehmt bei der Party alles mit nach Hause was euch gefällt -> shoppen am Sonntag und das auch noch gratis 😉   In der Bäckerei werden die bereits vorher abgegebenen Klamotten und Accessoires schön hergerichtet und präsentiert.   Es gibt Weiberheftln und das Cafe hat natürlich auch geöffnet. Ab 15  Uhr nachmittags könnt ihr dann kommen und wild drauf los stöbern, alles anprobieren und mitnehmen was ihr wollt. Vorrausgesetzt ihr habt auch etwas abgegeben oder mitgebracht. -> Solltet ihr nichts herzugeben haben, könnt ihr zu kleinen Flohmarktpreisen auch einkaufen.   …und so geht’s: !!! Zuerst zuhause ausmisten !!! BITTE ganz ganz wichtig NUR TRAGBARE KLEIDUNG & ACCESSOIRES !!! (wir nehmen KEINE Unterwäsche, Badesachen und Socken, sowie keine kaputten, stinkenden und dreckigen Sachen – bitte denkt daran wenn ihr die Sache abgebt, die Leute möchten das ja auch anprobieren und wir müssen das alles vorher aussortieren, und wenn nichts brauchbares dabei ist, schmeisst ihr es dann bitte lieber doch in den Müll 😉   -> Sachen bitte gut verpacken (Plastiksackerl) und mit eurem Namen versehen (damit wir wissen wer etwas mitgebracht...

Definier mal „Politikverdrossenheit“...

Das Phänomen der viel zitierten „Politikverdrossenheit“ ist bekannt. 1992 von der Gesellschaft für deutsche Sprache zum Wort des Jahres gewählt, stellt der inflationär gebrauchte Terminus bereits eine Konstante im politischen Diskurs wie auch der öffentlichen Debatte, dar. Medienwirksam in Szene gesetzt deckt der diffuse Begriff seit Jahren eine breite Palette sozialer Fehlentwicklungen ab und sorgt vor allem in Wahlkampfzeiten für die Zurschaustellung tiefer Besorgnis aus den Reihen der Parteipolitik. Zeitgleich sorgen Politskandale für sinkende Beliebtheitswerte, klagen Gewerkschaften und Parteien über rückläufige Mitgliederzahlen und der Prozentsatz der Nichtwähler_innen steigt rasant an. „Politikverdrossenheit“ als universelles Phänomen… Ein Mehr-Länder-Vergleich, in dem die Bildung sozialen Kapitals in Großbritannien, Schweden, Australien, Japan, Frankreich, Deutschland, Spanien und den USA untersucht wurde, brachte zum Vorschein, dass es sich bei rückläufigem Engagement in Gewerkschaften, Kirchen und politischen Parteien praktisch um ein universelles Phänomen handelt.  Ein Phänomen, das auch die Ergebnisse der österreichischen Wertestudie belegen, in der zum Ausdruck gebracht wird, dass das Vertrauen in gesellschaftlich etablierte Institutionen seit dem Jahr 1990 stark gesunken ist. Warum das Vertrauen in herkömmliche Institutionen zusehends schwindet, lässt sich davon ableiten, dass sich Parteien und Gewerkschaften allmählich in professionelle Agenturen verwandelt haben, die ihr Engagement an konkrete Auftragstellungen knüpfen, anstatt sich für eine solidarische Gesellschaftsordnung stark zu machen. „Politikverdrossenheit“ als Ausdruck von Stabilität… Bei einer Konferenz der österreichischen Landtagspräsidenten, die im Mai 2007 stattfand, kam Anton Pelinka zu dem Schluss, dass die vorherrschende Politikverdrossenheit nicht unbedingt ein Zeichen für Zufriedenheit, aber für Stabilität sei. Pelinka merkte an, dass die Bereitschaft, sich konfliktreich zu engagieren markant zurückgehe, wenn sich die Gesellschaft stabilisiere. Auch die sinkende Wahlbeteiligung stellt für den Politexperten keinen Anlass zur Sorge dar, „denn zur Demokratie gehöre auch die Freiheit, sich nicht um Politik kümmern zu müssen“. Die Tatsache, dass zum...