Songcontest: Countdown zum Showdown

Eurovision Song Contest 2014 c Andres Putting EBU

Eurovision Song Contest 2014 c Andres Putting EBU

Bald wissen wir’s: Der ORF wird kund tun, wo der Songcontest 2015 stattfinden wird: Wien, Graz oder Innsbruck. Hat es Innsbruck etwas gebracht, 30.000 Euro für das Conchita-„Gratis“-Konzertchen zu spendieren? Hat Wiens Bürgermeister Häupl ORF-Generaldirektor Wrabetz nicht ohnehin unlängst beim Heurigen unter den Tisch gesoffen und alles geklärt? Und Graz? Was ist mit diesem Graz? Hier der Städetbattle Wien vs Innsbruck. Die Argumente sprechen für sich – nicht für eine der beiden Städte.

Wien: Aufwändige Hubschrauberflüge für atemberaubende Bilder von Wien können eingespart werden. Es werden einfach zwei ORF-Kamerateams auf den Donauturm und den Stephansdom geschickt.
Innsbruck: Nimm das, Wien: so viele Kamerateams wie rund um Innsbruck Berggipfel sind, hat der ORF gar nicht.

Wien: Im Prater kann das Songcontest-Logo problemlos mit geschätzt 1.500 Schweinsstelzen aus dem Schweizer Haus nachgebaut werden. Product placement der Österreichischen Metzger-Innung und Ansprache des „Ja-natürlich!“-Schweinderls inklusive.
Innsbruck: Lachhaft. Dort, wo vor einigen Jahrzehnten das Hakenkreuz an der Nordkette aufgemalt war, malen original Tiroler Kinder das Songcontest-Logo hin. Mit dem Blut der für die Schweinsstelzen geschlachteten Schweinderln. Und das nervige „Ja natürlich!“-Ferkel muss als erstes dran glauben.

Wien: Das hervorragende Netz des Öffentlichen Verkehrs, seine dichte Vertaktung und das Fassungsvermögen vor allem der U-Bahn sind ein Garant für den raschen Transfer der ZuschauerInnen. Das Netz der Wiener Linien entspricht der Strecke Wien-Wien, also einmal der Erdumrundung.
Innsbruck: Wer in Innsbruck zwei Mal umfällt muss einmal zurück umfallen um dort zu sein, wo er oder sie hin wollte.

Wien: Die Bundeshauptstadt ist UN-Standort und somit quasi offiziell bestätigt eine Stätte des gelebten Miteinanders, der Offenheit und der Toleranz.
Innsbruck: Innschbrugg isch a volle tollarant, es depperten Wiana ****lecha. Ckontschittaaa!

Wien: Die exklusive Lage abseits des Wohngebiets garantiert, dass es zu keinen Beschwerden aufgebrachter AnrainerInnen wegen der Lärmbelästigung durch falsch singende Songcontestende kommt.
Innsbruck: Unsere top geschulten MitarbeiterInnen der Mobilen Überwachungsgruppe sind ohnehin nur für Getränkekontrollen in der Fußgängerzone und Beschwerden wegen Lärms einsetzbar. Nehmen wir ihnen nicht ihre Daseinsberechtigung.

Wien: Wien stellt eine topmoderne Halle bereit, in der Konzerte von A wie ABBA bis Z wie Zappa, Frank stattfinden. Wenn sie noch leben würden. Bereits fixierte Konzerte im Zeitrahmen des Songcontests werden abgesagt.
Innsbruck: Innsbruck muss nur den Vertrag mit „meinelagerbox.at“ stornieren und die Olympiahalle von dem ganzen eingelagerten Krempel befreien. Für den Zeitrahmen des Songcontests würden bereits fixierte Konzerte abgesagt werden. Muss aber eh gar nicht, weil für 2015 kein einziges Konzert fixiert ist.

Wien: Über eine eventuelle Kostenbeteiligung der Stadt Wien wird zu gegebenem Zeitpunkt diskutiert. Wien sieht keine Veranlassung, im jetzigen Stadium über konkrete Zahlen zu reden.
Innsbruck: 10 Mille. Vorvorletztes Wort. Plusminus.
Wien: Sads es deppat?
Innsbruck: 11.
Wien: Wos?
Innsbruck: 12.
Wien: Ui, ah so. Wo hobtsn leicht dös vüle Göd her?
Innsbruck: Wir sagen nur: Abgabe. Tourismusabgabe. Und übrigens: 13.

Wien: Na seawas.
Innsbruck: Gusch. Und wenn mir den Schaas trotzdem nit kriagn, dann nur wegn eich depperte Wiener *****lecha.

2 Antworten : “Songcontest: Countdown zum Showdown”

  1. Whisker sagt:

    Exzellent geschrieben! *wischt sich die Lachtränen weg*

    > Und das nervige “Ja natürlich!”-Ferkel muss als erstes
    > dran glauben.
    Dazu sag ich nur: +1. Aber sowas von +1, das ist schon mindestens +10.

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