Lang lebe van Staalin

Herwig van Staa hat es noch einmal geschafft: Der 70-Jährige setzte sich knapp als Spitzenkandidat der ÖVP in Innsbruck für die Landtagswahl 2013 durch. Von 17 Stimmberechtigten enthielten sich gleich neun Personen, sieben stimmten für den Landtagspräsidenten, der eine Gegenstimme erhielt.

 

Interessant finde ich, dass die Innsbrucker Bürgermeisterin COP sich für eine Kandidatur van Staas aussprach, obwohl dieser während der Innsbrucker Gemeinderatswahl gegen sie Stimmung machte und sogar Für Innsbruck den Rücken kehrte. Ob ihre Taktik darin liegt, dass van Staa in Innsbruck ordentlich verliert und schließlich auch COPs "Lieblingsfeind" Landeshauptmann Platter den Hut nehmen muss?

 

Für die Innsbrucker ÖVP ergibt sich kein gutes Bild – die TT berichtet von internen Kritikern, die sogar selbst von einem zerstrittenen Haufen sprechen. Es darf bezweifelt werden, dass der Politopa, der überregional vor allem durch den berühmten "Schwein-Sager" bekannt wurde, den Schwarzen in Innsbruck Stimmen bringen wird.

25 Antworten : “Lang lebe van Staalin”

  1. Irmgard sagt:

    weil ihnen   der allerwerteste auf  glatteis geht, in anbetracht  des gerhard reheis als  LH 🙂 und als  landesvater  würde  er  eventuell punkten

  2. Anonym sagt:

     ge hoam!

  3. Trauriger sagt:

    Sorry, aber van Staa mit Stalin zu vergleichen finde ich unterstes politisches Niveau! Unter Josef Stalin wurden Millionen Menschen deportiert und hingerichtet! Einen aktuellen Politiker damit zu vergleichen ist weit übers Ziel hinausgeschossen. Lieber Wiese, ich hätt dir doch mehr Feingefühl zugetraut! Der „schwein sager“ ist da im Vergleich lächerlich!

    • vanvan sagt:

      danke.

      das wortspiel Van Staalin find ich auch ungustiös.und unterste schublade. sinnspielchen mit den nachnamen, den sich kaum jemand selbst ausgesucht hat, sind nicht sehr sinnstiftend – in diesem fall weder neu,  hõchstens ein wenig entlarvend für den nutzer. schad drum. 

      diese provokation ist in die hose gegangen. provoziert wen? und wozu? van staa zu verteidigen –  also doppelt deustiös.

  4. Miki sagt:

     Toll, das kostet den Schwarzen massiv Stimmen. So soll es sein.

  5. Andreas Wiesinger sagt:

    Trauriger: von einem Vergleich van Staas mit Stalin kann keine Rede sein – es handelt sich um ein Wortspiel (nicht von mir übrigens) und lebt als solches von der Provokation. HvS ist ja selbst für seine deftige Wortwahl bekannt. Der Schwein-Sager wäre auch nie so hoch gespielt worden, wenn van Staa sich damals einfach entschuldigt hätte.

  6. Chris sagt:

    Perkeo ist nie bei FI ausgetreten, das wurde genauso von den Medien berichtet wie dass COP eine klare Empfehlung für ihn ausgesprochen hat. Sie hat lediglich gesagt, dass von den kolpotierten Kandidaten der Herwig den anderen intellektuell weit überlegen ist. und wenn man sich den Kandidatenpool so anschaut wird das wohl niemand ernsthaft in Abrede stellen… 

  7. Trauriger sagt:

    Vollkommen egal, von wem das „Wortspiel“ stammt, du verwendest es und du bist für deinen Artikel auch verantwortlich. Für den Namen kann van Staa nix, ihn damit aber zu verarschen diskriminiert ihn doch auch ein wenig. Ich wollte nicht, dass man mich mit einen Massenmörder in zusammenhang bringt und ich glaube auch nicht, dass du ein wortspiel mit hitler gut fändest!?! aber ist ja nur ein wortspiel.

  8. Gästin sagt:

    Na ja was solls, hab heute in der TT übrigends auch Bestellung van Staas gelesen, mein erster Impuls war Häme, jetzt kommen die ganzen alten Männer zum Zug, v.Staa, Stronach, welcher Metusalem solls noch sein. KeinWunder, daß Tirol dann in allen Angelegenheiten hintennachhinkt.

  9. Staalinist sagt:

     Herwig van Staa, jetzt bist allan … herrlich: http://www.youtube.com/watch

  10. Helmut Schiestl sagt:

    Heißt das jetzt eigentlich, dass Van Sta auch Landeshauptmannkandidat für die kommende Wahl wird, oder wird der LH direkt gewählt? Vielleicht sollte man das auch mal kurz aufs Tapet bringen

  11. Andreas Wiesinger sagt:

    Nein, lieber Helli: Van Staa führt die Liste der ÖVP im Wahlkreis Innsbruck Stadt an, das hat mit dem Landeshauptmann nix zu tun – der wird vom Landtag gewählt. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird die ÖVP mit dem amtierenden LH Platter ins Rennen gehen.

    • Helmut Schiestl sagt:

      Obwohl Van Staa meines Wissens in Mieming wohnt oder lebt, und da wohl der Bezirk Imst für ihn zuständig wäre. Wie geht das wieder zu? Können wir kandidieren wo wir wollen?

  12. Haidiho sagt:

     Sicher kann jeder kandidieren wo er will. Ich erinnere mich da vor allem an die Innsbruck-Wahl, als Platzgummer als Bürgermeister kandidierte obwohl er in Mils wohnt. Ein Trick hat es damals möglich gemacht, dass er dann doch als Bürgermeisterkandiat antreten durfte.

  13. Isch doch wurscht sagt:

    COP hat diese Empfehlung ausgesprochen, da sie ihn für den Besten der Möglichen hält. Ob sie dann eine Wahlempfehlung für die VP macht, sehen wir später.

    Die Ãœberschrift „van Staalin“ finde ich übrigens auch geschmacklos, zeigt aber deine tiefe Ablehnung gegen schwarz. Zusammenhänge zwischen einem aktuellen tiroler Politiker und einem kommunistischen Diktator, der für millionen Tote verantwortlich ist, herzustellen, egal ob als Wortspiel oder sonst wie, das geht zu weit! Unabhängiger Journalismus bedient sich keiner Elemente wie diesem!

  14. Andreas Wiesinger sagt:

    Vanvan / isch doch wurscht: Wie ich schon weiter unten erklärt habe, handelt es sich um ein provokantes Wortspiel, auf das ich ganz unterschiedliche Reaktionen bekam – viele fanden es witzig, andere weniger, manche finden es eben "ungustiös".

     

    Ich nehme eure Meinung zur Kenntnis, allerdings fällt es auch recht leicht, sich hier anonym aufzuregen. Ein derart kontroversieller und hemdsärmeliger Politiker wie van Staa, der ja in seiner Wortwahl keineswegs zimperlich ist, muss sich so etwas schon gefallen lassen. Deshalb einen Zusammenhang von Stalin und van Staa zu implizieren, erscheint mir ziemlich abenteuerlich – da schätze ich die Kritikfähigkeit der provi-LeserInnen viel höher ein.

     

    Übrigens habe ich keine "tiefe Abneigung gegen schwarz" – ich stamme selbst aus einer ÖVP-Familie und habe einige Freunde, die bei dieser Partei ihr Kreuzchen machen (oder zumindest bisher machten). Wenn du den Blog aufmerksam liest, wirst du Artikel von mir finden, die Kritik an ganz unterschiedlichen Parteien (selbstverständlich auch SPÖ und Grüne) enthalten.

     

     

  15. joseph sagt:

    Nein, auf die Kritikfähigkeit würde ich mich nicht verlassen (wie die Kommentare hier ja auch gut zeigen!). Es zeugt von Kleingeistigkeit, sich an diesem Wortspiel festzuhaken …

    Übrigens finde ich van Staa unerträglich! Ein Machtmensch durch und durch, dem das Volk so was von egal ist, der in der Rettungsaffäre seinen Teil dazu beigetragen hat, dass es überhaupt eine "Affäre" geworden ist, der nur Klientelpolitik macht und längst in Pension geschickt gehört!

     

  16. Innsbrucker Wähler sagt:

    Dass der Wiese dunkelrot ist, ist ja kein Geheimnis, aber auch vollkommen egal. „Van Staalin“ hätte man sich auch meiner Meinung nach sparen können, sowohl als Ãœberschrift, wie auch als Spitzenkandidat. Kritikfähigkeit kann man sich erwarten, muss man aber auch selbst haben.

    Ich denke, dass der „Schwein-Sager“ schon lange bei den meisten vergessen und vergeben ist, seine politischen Gegner graben das halt ständig wieder aus. Ich denke mir, dass van Staa auch ein paar andere, wichtigere Dinge geleistet hat, für die er überregional bekannter ist. Ich glaube, dass er für Innsbruck und später für Tirol viele sehr gute Dinge geleistet hat, fehlerlos ist halt auch er nicht. Qualitiative Politik findet qualitiative Argumente gegen politische Mitbewerber und muss sich Dinge wie den „Schwein Sager“ hervorkramen.

    Obs der innsbrucker VP schadet, das werden wir nächstes Jahr sehen, bis dahin wird aber noch viel wasser den Inn runterfliessen!

    • Anonymous sagt:

      Wenn der Wiese dunkelrot ist, bin ich es auch, nur hab ich mit diesen unseren Politikervertretern wirklich nichts am Hut, bei den dunkelschwarzen ist es doch genauso. Und wie gesagt, alte erzkonservative Männer gehören nicht mehr an die Front, wie soll sich denn da irgendetwas Gutes für das 21 Jhd. verändern. Alte Männer bleibt hinter dem heißen ofen, so wie das auch von uns Frauen verlangt wird, laßt endlich die Jungen ran, die haben schon was drauf, versprochen!.

  17. Andreas Wiesinger sagt:

    Ich finds immer wieder lustig, wie groß das Interesse an meiner Person ist und wie wichtig es für viele ist, Menschen in "Schubladen" (ÖVP, links, dunkelrot etc.) einzuteilen. Für mich ist es jedenfalls wichtiger, wie jemand konkret handelt, als seine/ihre jeweilige politische Einstellung. Übrigens hat van Staa den berühmten Schwein-Sager selbst noch bekannter gemacht, indem er den Blogger Markus Wilhelm geklagt (und diese Klage verloren) hat.

  18. Wiese sagt:

    Ob ihrs glaubt oder nicht, liebe Leute: Die Welt ist nicht nur dunkelrot und tunnelschwarz und auch nicht lilablassblau – die Welt ist bunt und genau deshalb ist sie schön. Wer ideologisch denkt, denkt nicht mehr, sondern will nur in der persönlichen Weltsicht bestätigt werden … wie langweilig 😉

  19. joseph sagt:

    Was hat denn der van Staa Positives für den Nicht-Agrarier und Nicht-Großkopferter-ÖVP’ler gemacht? Das würd mich grad interessieren! Und es ist so typisch ÖVP, dass sie niemand Besseren haben, als den van Staa, dem ich nicht grad soziale Politik unterstelle! Aber wie gesagt, es wird der ÖVP den Rest geben!

  20. Alex sagt:

    Hui liebe Leuteln, jetzt beruhigt euch mal ein bisschen. van Staalin mag zwar ein bisschen unglücklich gewählt sein, aber es ist und bleibt halt doch nur eins: ein Wortspiel. Über die Qualität kann man streiten, ich persönlich finds gar nicht so schlimm. Wir haben schon genug zum Weinen, da muss man sich nicht auch noch wegen unreflektierten Vergleichen, die auch noch gar nicht so gemeint sind, echauffieren.

     

     

     

     

     

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