Film und Diskussion: Mali – ein Krieg und wir...

Mali und wir? Aber Mali ist doch so weit weg … Nun, immerhin ist Österreich seit kurzem in Mali bei einer Militärintervention dabei. Grund genug für das FriedensForum Innsbruck, einmal nach den Hintergründen der Situation in Mali zu fragen: wie ist es zu der Eskalation dort gekommen, welche Kräfte handeln dort, wessen Interessen spielen eine Rolle?    Und Grund genug, es bei den Fragen nicht zu belassen, sondern auch Raum zu geben für Erfahrungen über die Lage in dem Land und für eine Diskussion darüber, was dies für die Menschen in Mali und Österreich bedeutet. Und welche Perspektiven es für Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit dort wie hier geben kann.     Mali: Ein Krieg und wir Hintergründe, Erfahrungen und Perspektiven für den Frieden. Mittwoch, 27.03.13, 19 Uhr, diebäckerei Kulturbackstube Diskussionsveranstaltung mit Filmvorführung Eine Veranstaltung des FriedensForums Innsbruck   Dieter Behr berichtet von den Erfahrungen des Netzwerks afrique-europe-interact in Mali und die Einschätzungen und Perspektiven , die sich daraus für die AktivistInnen in Mali und international ergeben haben.   Klaus Heidegger von der Kommission Pazifismus-Antimilitarismus von Pax Christi Österreich stellt die Diskussion aus Friedenssicht in Österreich dar. Ausschnitte aus dem Film "… parce que nous vivons le meme air / denn wir leben von der gleichen Luft", der während der "Karawane für Bewegungsfreiheit und gerechte Entwicklung" von afrique-europe-interact im Frühjahr 2011 entstanden ist, zeigen die Bemühungen um Demokratie und Gerechtigkeit in...

klein. fein. Verein! _ die Fünfte: ZeMiT...

Das Zentrum für MigrantInnen in Tirol (ZeMiT) leistet seit einem Vierteljahrhundert eine immense Arbeit zur Integration sowie Partizipation von MigrantInnen in Tirol. Der Verein unterstützt sie in vielen Belangen. Angefangen von Fragen zum Aufenthaltsrecht bis zur Eingliederung am Arbeitsmarkt bekommen sie kostenlos und in den meisten Fällen muttersprachliche Beratung. In diesem Sinne hat ZeMiT seit Anfang 2013 eine enorm wichtige zusätzliche Aufgabe übernommen. Im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz ist ZeMiTeine Anlaufstelle für verschiedene Personen, die nach Tirol kommen und in ihren Heimatländern verschiedene Qualifikationen erworben haben. So kommt es leider immer noch vor, dass Menschen mit Universitätsabschluss putzen gehen oder überhaupt keine Arbeit finden. Unser Ziel ist eine qualifikationsadäquate Integration der MigrantInnen am Arbeitsmarkt. Die Zielgruppe umfasst alle Personen mit im Ausland erworbenen formalen Qualifikationen mit Fragen zur Anerkennung bzw. beruflichen Verwertungen ihrer Kompetenzen. Bei Bedarf können die KlientInnen im gesamten Anerkennungsverfahren begleitet werden. Das Einholen beglaubigter Übersetzungen von Diplomen, Zeugnissen und anderen Unterlagen sowie Weiterleitung von Diplomen an die Bewertungsstellen gehören zu den weiteren Aufgaben der Anlaufstelle.   Das Zentrum für MigrantInnen in Tirol verlegt sein Sitz von Blasius Hueber Str. 6 in die Andreas Hofer Str. 46. Die bisherige Telefonnummer wird beibehalten und lautet 0512 57 71 70. Weitere Informationen zu den breitgefächerten Tätigkeiten des ZeMiTs erfahrt ihr auf der Homepage (www.zemit.at) des Vereins.   Text: Bediha...

Innsbruck, deine Plätze … Karl-Rahner-Platz...

Vielleicht für viele auf Anhieb gar nicht als solcher erkenn- und benennbar – wenn es etwa um die Frage eines/r auskunftheischenden Touristen/in gehen würde – bildet dieser Platz mitten im Zentrum der Stadt, seit er von der Last der dort parkenden Autos befreit wurde, zusammen mit der Jesuitenkirche und den beiden markanten Gebäuen der alten Universität, die jetzt die Fakultät der Theologie und das Jesuitenkolleg beherbergen, ein schönes architektonisches Ensemble. Schon als an der Baukunst interessiertes Kind hat mich die Jesuitenkirche schon immer beeindruckt, da sie doch stark an den Salzburger Dom erinnert, was nicht von ungefähr kommt, war dieser doch Vorbild für den 1627-1633 errichten frühbarocken Bau, der durch seine große Lichtkuppel, die vielen Kapellen, und Emporen schon was hermacht. 1561 wurden die Jesuiten vom damaligen Tiroler Landesfürsten Maximilan dem Deutschmeister, dessen Grabmahl im Dom zu besichtigen ist, nach Innsbruck gerufen und errichteten dort ein Kolleg eine Bildungseinrichtung, heute würde man wahrscheinlich sagen, eine Art höhere Schule, wohl vorwiegend für geistliche Berufe, bestimmt. Aus der sich dann später die hiesige Universität entwickelt hat Gegründet. Gegründet wurde das Kolleg von Petrus Canisius, einem niederländischen später heilig gesprochenen Theologen und Kirchenlehrer. Vielen vielleicht nur noch vom Ausflugsgasthof Canisiusbrünnl und dem Weg dorthin bekannt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche durch einen Bombetreffer schwer beschädigt und verlor dabei einen Teil ihrer barocken Einrichtung. Erst 2004 bekam sie einen neuen Hochaltar, der detailgetreu  nach dem alten im Krieg zerstörten rekonstruiert wurde und eine Menge Geld kostete, was nicht zuletzt zu vielen Diskussionen geführt hat. Trotzdem muss man sagen: die Kirche hat dadurch sehr gewonnen, wobei sicher die Frage berechtigt ist, ob und wie weit man Kunstwerke aus früheren Jahrhunderten, die im Krieg zerstört wurden, wieder originalgetreu nachbauen soll, Beispiel etwa die Frauenkirche...

Kein Schwei(ge)n im Landhaus...

Die Landtagswahl wirft ihre Schatten voraus, von den Plakatwänden grinsen retuschierte PolitikerInnen und wollen uns überzeugen, dass gerade sie nur das Allerbeste für Land und Leute wollen.   Vergleicht man die Aufgaben des Landtags und die Kosten dieser Institution, ist zumindest fraglich, ob es wirklich 36 Mitglieder plus Verwaltungsapparat braucht, um die föderale Demokratie zu gewährleisten.   Da es im Zweifel besser ist, sich zu amüsieren als zu ärgern, möchte ich euch folgendes Webvideo nicht vorenthalten:      [video:http://youtu.be/x–ScDi9cU0]     Auch Markus Koschuh, Tirols agrargemeinster Kabarettist, nimmt anlässlich der LT-Wahl die hiesige Politszene aufs Korn und bittet zum Landtagsmahl 2013.   Wer kennt das nicht: Es wird aus- und dann auch manchmal lukullisch fremdgegangen, indem man sich selbst ein Essen bestellt und dann vom Essen seines Gegenübers „kostet“. Manchmal schmeckt’s, manchmal nicht. Und doch: Beim Über-den-Tellerrand-blicken ist schon so manche/r auf den Geschmack gekommen.     In „Landtagsmahlzeit 2013“ dechiffriert Kochlehrling Koschuh die Rezepte der zur Landtagswahl antretenden Parteien, würzt & versalzt, gabelt auf & löffelt aus. Kurzum: Ein 2-gängiges Menü mit Lach-, doch ohne Weinempfehlung – den einen zu scharf, den anderen zu mild: eben feinstes Chili con Kabarett …     Landtagsmahlzeit 2013: 12./17./21. April Um 20:13Uhr, Treibhaus Innsbruck   Karten: Treibhaus-Café, www.treibhaus.at bzw....

Wir lassen uns nicht verbannen!...

Gestern wurde das Radfahrverbot vom Gemeinderat beschlossen. Demokratische Entscheidungen sind zu akzeptieren – das Verbot steht dennoch auf der Kippe.   Lokalaugenschein in der MaThesi heute Nachmittag: Wie eh und je radeln Menschen gemütlich durch Innsbrucks Flaniermeile. Das ist auch ihr gutes Recht, schließlich tritt das Verbot erst in Form einer Verordnung in Kraft und das kann noch einige Wochen dauern.   Wie gesagt: Demokratische Entscheidungen sind anzuerkennen – allerdings kann auch die Mehrheit irren und auch Gesetze und Verordnungen können in einem Rechtsstaat beeinsprucht werden. Sogar die JuristInnen der Stadt warnen davor, „dass ein Radfahrverbot aufgrund mutmaßlich fehlender rechtlicher Deckung in der Straßenverkehrsordnung im Falle einer Anfechtung vor dem Verwaltungsgerichtshof wieder gekippt werden könnte“ (Quelle: Tiroler Tageszeitung).   Vom Radweg zum Rechtsweg Ich werde es jedenfalls darauf ankommen lassen. Wenn das Verbot in Kraft tritt, werde ich weiterhin (rücksichtsvoll und im Schritttempo) durch die MaThesi radeln. Vielleicht werde ich dafür einen Strafzettel bekommen – vielleicht drückt die Polizei, die ja selbst gegen ein Verbot ist, auch ein Auge zu.   Aber ein bisschen hoffe ich sogar, eine Strafe auszufassen. Denn dann werde ich Einspruch einlegen – ich habe einige gescheite JuristInnen in meinem Freundeskreis. Wir werden ja sehen, ob dieses sinnlose Verbot nicht schneller fällt als die nächsten Schneeflocken.    Foto: Lea...

Wir wollen eine Nahwelt bauen...

Im Freien Theater steht eine spannede Karwoche bevor, hier der offizielle Flyer und Ankündigungstext: "Ich wünsche mir eine Welt, die nur aus anderen Menschen besteht. Nur dich und alle anderen, mehr will ich ja nicht"   WIR WOLLEN EINE NAHWELT BAUEN stellt sich und seinem Publikum vor allem eine Frage: Welche Formen von Beziehung und Zusammenleben sind jenseits der bestehenden denk- und lebbar. Während SchauspielerInnen auf einer Bühne zwar über vieles, normalerweise aber nicht über sich selbst sprechen (dürfen), treten die Beteiligten von WIR WOLLEN EINE NAHWELT BAUEN als ihre eigenen Kunstfiguren auf, geben Intimes preis, ohne aber die Illusion von Authentizität zu beschwören. Inszenierung / Performance.   Von und mit: Ale Bachlechner, Martin Fritz, Franz-Xaver Schumacher, Lia Sudermann sowie Stefan Ramírez Pérez Grafik: Nina Fuchs   Wann: 28./29./30./31. MÄRZ – jeweils um 20:00 Uhr Eintritt: 5 / 8 Euro Reservierung: freiestheater.at    Wie bedingungslose Liebe ohne Knechtschaft ein funktionierendes Instrument würde, wie unsere gemeinsame Nahwelt kein Kerker sein muss, in dem wir ganz wir selbst sind und wie der andere als Subjekt und nicht bloß als Substanz Teil einer gemeinsamen Nahwelt wird und von allen würde ich am meisten dich durchliken, durchfaven, durchplussen, durchstarren und das System würde mir sagen: This object cannot be liked. Wir müssten eben alle alle durchliken, durchfaven, durchplussen, durchstarren und das Netzwerk würde uns sagen: Friends won’t know you’ve starred them." Gefördert vom Land Tirol im Rahmen von TKI Open 13 Zum Event bei...

Kulturschmankerl PROSAFESTIVAL...

Schon seit gestern läuft das 11. Innsbrucker Prosafestival und kann mit literarischen Stars aufwarten.  Zum 11. Mal lesen Autoren & Autorinnen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum an drei Abenden in Innsbruck. Altersgrenzen, Geschmackspräferenzen oder Verlagsprovenienzen sind dabei nicht ausschlaggebend, viel mehr die Qualität der Texte, gepaart mit der Qualität, die eigenen Texte trefflich präsentieren zu können.   Am Freitag, dem 22. März hat man in der bäckerei/kulturbackstube das große Vergnügen, die allererste Lesung von Judith HERMANN in Tirol zu erleben. Judith HERMANN wurde mit ihrem ersten Buch "Sommerhaus, später" (1998) praktisch über Nacht bekannt! Es folgten "Nichts als Gespenster" (2003) und "Alice" (2009), nebst einiger Verfilmungen.   [video:http://youtu.be/22QTlXdq0ws]   Aber aus Deutschland kommt auch noch Leif RANDT in die bäckerei, der 2011 zweiter beim Bachmann-Wettlesen wurde und mit seinem Roman "Schimmernder Dunst über CobyCounty" die deutsche Prosa still revolutioniert hat.   Eröffnet wird der Abend vom Schweizer Markus BUNDI, den viele als Moderator der Wochenendgepräche kennen. Er tauscht die Rollen und liest erstmals in Österreich aus seiner neuen Novelle "Emilies Schweigen". Und beendet wir der Abend wieder mit einem Autor aus der Schweiz. Der junge Zürcher Daniel MEZGER liest aus seinem Debut "Land spielen".   Freitag 20:00 in der Bäckerei (Dreiheiligestraße 21) Eintritt: freiwillige Spenden   Am Samstag lesen dann Vea Kaiser (A), Clemens Berger (A), Michael Stauffer (CH) und Mischa-Sarim Verollet (D) im Treibhaus.   eine Veranstaltung von 8ungKultur...

Radfahrverbot in argumentativer Not...

Heute wird der Gemeinderat darüber abstimmen – und alles deutet darauf hin, dass ein Radfahrverbot in der Maria-Theresien-Straße durchgesetzt wird. Wirklich absurd ist dieses Verbot auch deshalb, weil Radverkehr zwar verboten wird, aber Autos am Vormittag weiterhin durch die MaThesi brettern dürfen (siehe Foto).   Die MaThesi ist eine breite Straße, die eher Platzcharakter hat. Bislang war die friedliche Koexistenz von Fußgänger(innen) und Radfahrer(innen) gelebte Realität: Der einzige größere Unfall ereignete sich zwischen einer Fußgängerin und einem Taxi; Radunfall wurde kein einziger angezeigt. Ich halte es eine unwürdige „Pflanzerei“, dass Räder jetzt draußen bleiben sollen, obwohl sogar die Polizei gegen ein Verbot ist.   Scheinargument: Sicherheit Echte Argumente haben die Radgegner(innen) keine, sie wiederholen aber gebetsmühlenartig, man solle doch bitte an die Sicherheit denken. Dazu ist zu sagen, dass der Radfahrverkehr in Innsbruck schon immer ein „Stiefkind“ war und der – an sich unterstützenswerte – Straßenbahnausbau die Situation weiter verschlechtert.   Für Radfahrer(innen) sind brenzlige Situationen an der Tagesordnung, als ein Beispiel unter vielen ist die Situation in der Anichstraße zu nennen: Zwischen Bus und Autos ist kaum Platz, außerdem ist es saugefährlich, sollte man in die Straßenbahnschienen einfädeln. Da scheint das Sicherheitsargument nicht viel zu gelten.   Fakt ist: Innsbruck bricht regelmäßig Feinstaubrekorde – Radfahren vermeidet Abgase und Lärm, außerdem nimmt ein Rad im Vergleich zum PKW kaum Platz weg. Die Verbieter(innen) werden sich fragen lassen müssen, ob sie wirklich in InnsBLECH statt in InnsbRADL leben wollen. Schon jetzt erklären Expert(inn)en, dass ein Radverbot vor dem Verwaltungsgerichtshof wohl kaum haltbar ist.   Wer ein Zeichen gegen dieses unsinnige Verbot setzen will, hat heute (Do, 21.3.) um 16 Uhr vor der Annasäule Gelegenheit dazu: Dort starten die Jusos ihren Flashmob gegen das Radverbot. Machen wir uns stark für eine...

Music and the province (Vol. 4) – Was wurde eigentlich aus PREY?...

Schon über ein Jahr ist es mittlerweile her, dass uns die Jungs der jungen “Provinz-Band” PREY in einem Audio-Interview Rede und Antwort standen und zum Schluss sogar mit einer Special-Unplugged-Version ihres Songs Leading Nowhere beglückten. (nachzuhören hier) Von “solidem Klang” bis hin zu “weltklasse” reichten damals die LeserInnenmeinungen zu ihrer Musik. Ich wollte nun wissen: Was ist aus der Band geworden? Musste sie das Schicksal der Versenkung ertragen wie so viele Tiroler Musikgruppen vor ihr oder hat sie vielleicht sogar eine Art Durchbruch geschafft? Ihre neue Single-Release (den Hinweise gab mir eine bekannte Social-Media-Plattform) hat mich dazu veranlasst, nachzufragen. Was hat sich bei euch so getan seit unserem Interview letztes Jahr? Sehr viel! Kurz darauf ist unsere damals veröffentlichte Single „Running Dry“ direkt in die gotv Top20 Charts eingestiegen und war anschließend in der Rotation. Außerdem konnten wir uns mehrmals in den gotv Vote Charts platzieren. Seit Ende September arbeiten wir eng mit einem sehr engagierten Management zusammen und unsere Musik wird mittlerweile auch in deutschen Radios gespielt. Außerdem wurden wir zu „Österreichs Künstler des Jahres 2012“ auf band-scout.com gewählt. Somit war 2012 ein sehr spannendes und erfolgreiches Jahr für uns! Wie hat sich eure Musik entwickelt? Hm, schwierig zu beantworten, aber es hat sich doch einiges getan. Wenn man unsere neuesten Songs so im Nachhinein betrachtet, lässt sich schon eine gewisse Entwicklung feststellen. Wir basteln immer an neuen Sounds. Neue Effektgeräte und viele Jam-Sessions ermöglichen uns jedem Song einen individuellen Touch zu geben. Jeder von uns hat so unterschiedliche Zugänge zu Musik, was uns immer wieder gegenseitig motiviert und hilft, auf neue Ideen zu kommen. Wie immer arbeiten alle Bandmitglieder an einem neuen Song und daher ist es egal, von wem die eigentliche Idee kam – am Ende...

Wider die plakative Verdummung!...

Der Wahltermin naht – am 28. April wählt Tirol seinen neuen Landtag. Da diesmal elf Listen antreten, muss mit einer unvergleichlichen Materialschlacht gerechnet werden.   Schon jetzt grinsen im Innsbrucker Stadtgebiet zahlreiche Möchtegernmächtige von den Plakatwänden. Angesichts von Einsparungen im Bildungs- und Sozialbereich ist es blanker Hohn, dass der Wahlkampf, der ja mit Steuergeldern finanziert wird, immer gigantomanischere Züge annimmt.   In Kärnten haben übrigens genau die beiden Parteien –  nämlich die SPÖ und die Grünen – deutlich gewonnen, die auf Plakatwerbung komplett verzichtet haben. Die FPÖ (bzw. FPK, vulgo: Jörg-Haider-Gedächtnisverein) hat das Land zugekleistert und steht jetzt bekanntlich vor einem Scherbenhaufen.   Auch die FPÖ Tirol scheint in einem regelrechten Schockzustand zu sein. Zwar ist bekannt, dass Parteichef Gerald Hauser in der FPÖ nicht unumstritten ist – dieses Plakat zeigt aber deutlich, dass die Blauen in Tirol regelrecht Kopf stehen. Einmal mehr erweist sich: Wer Hass und Hetze sät, erlebt schließlich doch nur selbst ein blaues Wunder.     Foto: Daniel...