Ostern

  Ostern Und zu Ostern schenk ich dir ein Osterei oder auch Deren zwei oder drei Oder schenk mich Dir auch gleich als Osterlamm Und du dich mir als Osterhase . Ich mit Lamfellkostüm und du im Osterhasendress und einer Feder im Haar spazieren wir so Durch unser Leben  und singen dazu ein frohes...

Maria-Theresien-Straße: Vollgeparkt und zugeblecht...

Ein Bild unserer Tage: An Vormittagen gleicht die Maria-Theresien-Straße einem Großparkplatz – die ganze Straße wird zugeparkt. Aber Fahrräder sollen bald nicht mehr durchfahren dürfen, auch wenn Innsbruck jährlich Feinstaubrekorde bricht.   Lieber nimmt man Abgase, Lärm und Blech in Kauf, als die angeblich gemeingefährlichen RadfahrerInnen fahren zu lassen. Seltsam nur, dass in all den Jahren der friedlichen Koexistenz zwischen PassantInnen und RadlerInnen kein Unfall zur Anzeige gebracht wurde.   In der Innenstadt ist Radfahren fast schon ein Hochrisiko-Sport, dafür ist die Situation in der angrenzenden Anichstraße nur ein Beispiel unter vielen: Die enge Fahrrinne wird von PKW und Öffis heiß umkämpft, am Boden lauern die Schienen der Straßenbahnen. Will man allen Ernstes ein versmogtes InnsBlech statt ein InnsbRadl der kurzen, feinstaubfreien Wege? Eine weltoffene und umweltfreudliche Stadt sieht jedenfalls anders aus – handeln wir gemeinsam!   Foto: Claudia...

6020 Stadtteilfotos_nummer drei...

Eh schon wissen: Wir wohnen, wo andere Urlaub machen. Und obwohl wir manchmal ganz gern Ferien von unserer Stadt machen, gibt es Momente, in denen wir dazu nicht mal wegfahren müssen.   nummer drei: Dreiheiligen...

Liebster Jesu mein … (II)...

Die Post bringe allen was, manchen auch einen Jesus, der oder die ihn braucht. An der Brücke steht er aufrecht, in gelbem Plastik verhüllt, wie eine Osterüberraschung. Transparent, zeichnen sich im Sonnenlicht seine Konturen drunter ab, fast möchte man sagen: eine erotische Geschichte, wäre da nicht Karfreitag, und damit eng verbunden Tod und Sterben eines leidenden Menschen. Darum tut sich der Kommerz auch so schwer damit, das österliche Fest gut zu vermarkten und ist wohlweislich und auf Nummer Sicher gehend auf den Osterhasen und Osterlämmchen ausgewichen. Also nichts mit silberglänzendem Engelhaar, oder Osterlametta aus Dornenkronenstacheln. Vielmehr ein Mensch, der seinen Kampf um eine gerechtete Welt verloren hat, und – nach christlicher Auffassung – den Tod durch seine leibliche Auferstehung besiegt hat. Interessanterweise aber sind doch das Kreuz und der Tod des Gründers dieser weltumspannenden Religion in ihrer Ikonologie präsenter geblieben als der Auferstandene, den man meistens nur in der Osterzeit in der Kirche als Figur oder Tafelbild zu sehen kriegt.     Was allerdings die Kirche jetzt bewogen hat, eben jenes christlichste Zeichen auch auf öffentlichen Plätzen zu verhüllen – der Bischof  tat es ja schon am Aschermittwoch am Gipfelkeuz des Großglockners – und jetzt ist es auch an der Innbrücke einem Verhüllungsakt anheimgefallen, daran wird sich zumindest ein weltlich orientierter Mensch schwer einen Reim drauf machen können. Soll es etwa gar eine Antwort auf das Verhüllen des Haupthaares gläubiger Muslimas sein, eine Herausforderung für Fundamentalismen jeglicher Art, oder ist die Farbe Gelb, die das Wachkreuz auf der Innbrücke zur Zeit beinahe modisch verhüllt, gar ein Zeichen der momentan regierenden Fraktion „Für Innsbruck“, wie eine Leserbriefschreiberin vor wenigen Tagen in der TT. kundgetan hat? Das hieße doch ein starkes Stück und ein christliches Symbol parteipolitisch zu vereinnahmen.  Und da...

Wahl. Hilfe! (II)

 … weiter geht’s mit copy & paste policy (abgerufen am 19. März 2013 auf den jeweiligen Homepages)   Für Tirol hat im Land mittig und mutig die „brennendsten Probleme“ identifiziert: Bildung Arbeit und Soziales Wirtschaft und Finanzen Gesundheit Demokratie Verwaltung Raumordnung und Grundverkehr Umwelt und Verkehr Bekämpfung der Korruption Weitere sachdienliche Hinweise unter http://www.fuertirol.at/.     Das Team Stronach denkt – zumindest in geografischer Hinsicht – weit darüber hinaus: Weniger Verwaltung. Mehr Leistung. Schluss mit Schulden machen. Schluss mit Steuerprivilegien. Arbeiter am Gewinn beteiligen. Die Flut der Gesetze eindämmen. Neue Regeln für den Euro. Politiker müssen dem Land dienen. (Anm.: Leute, Leute …) Für ein starkes Europa. (Anm.: sic!) Weitere sachdienliche Hinweise unter http://tirol.teamstronach.at/de/.     Die CPÖ schließt in ihre Gebete mit ein: Ehe und (Anm.: oder besser: ist gleich) Familie Erziehung und Bildung Lebensschutz (Anm.: der noch nicht irdisch gewordenen, potenziellen künftigen Wählerstimmen) (Anm.: christliche) Kultur- und (Anm.: an ebensolchen Werten orientierte) Europapolitik Weitere sachdienliche Hinweise unter http://www.christlicheparteioesterreichs.at/.     Die KPÖ solidarisiert sich mit: einer solidarischen Gesellschaft einer solidarischen Gesellschaft, die leistbaren Wohnens bedarf einer solidarischen Gesellschaft mit einer Energiegrundsicherung für Tirols Bevölkerung einer solidarischen Gesellschaft mit einem hohen Bildungsniveau für alle einer solidarischen Gesellschaft, die gesicherte, menschenwürdige Arbeitsplätze braucht einer solidarischen Gesellschaft, die eines gerechten Lebens für alle Frauen bedarf einer solidarischen Gesellschaft mit solidarisierter Mobilität einer solidarischen Gesellschaft durch Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen einer solidarischen Gesellschaft ohne ständige Überwachung einer solidarischen Gesellschaft, die mehr Demokratie verlangt einer solidarischen Gesellschaft durch Teilhabe am gesellschaftlichen Leben einem solidarischen Tirol mit KapitalistInnen … NOT! Weitere sachdienliche Hinweise unter http://tirol.kpoe.at/news/.     Die PiratenPartei hat geliket und möchte sharen: ein gläsernes Landhaus Volksabstimmungen in Tirol nachhaltige Energiewirtschaft faires Wohnen leistbarer Wohnraum gelockerter Ortsbildschutz Freunderlwirtschaft abschaffen anonyme Bewerbungen Unterbindung...

Betreten der Baustelle verboten...

Unter dem Titel "Wir arbeiten für Tirol" hat die ÖVP Tirol als Baustelle, bestenfalls als einen Rohbau, skizziert. Vermutlich als Ablenkungsmanöver von gleichnamigen Splittergruppen gedacht, ging der Schuss eindeutig nach hinten los. Während die ÖVP seit 1945 alle Landeshauptmänner gestellt hat, wird das Bundesland als sanierungsbedürftig dargestellt.   Als sanierungsbedürftig ist hingegen maximal der Zustand innerhalb des bürgerlichen Lagers zu bezeichnen, treten doch vier weitere, ehemals der ÖVP zuzurechnenden Listen an. Während ein Vater der Splitterung –  Herwig van Staa –  über die Jahre der Trennung hinweg wieder auf dem ersten Listenplatz der ÖVP in Innsbruck vorzufinden ist, versuchen sich andere ehemalige Mitstreiter_innen (u.a. Hosp) von der angeblichen "Volks"partei zu distanzieren. Da dürfte es ordentlich brodeln. Da scheinen die Trennungs- und Wiedervereinigungstaten von Rudi Federspiel fast lächerlich. Zerstrittenheit in reinster Perfektion wird da an den Tag gelegt.   Fraglich bleibt hingegen weiterhin, ob "gstandene" Parteien den Wählerstrom sichtlich verändern können. Dem Land tät´s gut, wenn Tirol bunter wird und nicht mehr nur schwarz sieht.   Autor: Rene Fischer Anmerkung: Der Autor ist Mitglied der SPÖ Tirol und dieser Kommentar spiegelt seine persönliche Meinung wider....

16 Jahre Cognac & Biskotten – Ein Gespräch mit Thomas Schafferer...

Am 27. März wird die Jubiläumsausgabe von Cognac & Biskotten, die im Rahmen der stadt_potenziale gefördert worden ist, in einem Innsbrucker Luftschutzkeller präsentiert. Vorab habe ich mit Thomas Schafferer ein Gespräch geführt, um einen Einblick in 16 Jahre Kulturarbeit in Tirol zu gewähren. Wie bist du auf die Idee gekommen, das Literaturmagazin mit dem Wow-Aha-Effekt, Cognac & Biskotten, zu gründen? Ursprünglich wollte ich gemeinsam mit Melanie Steiner, inspiriert durch eine Lehrveranstaltung an der Universität, ein regelmäßiges TV-Magazin herausbringen. Irgendwie hat sich das aber verlaufen, weil es sehr aufwändig gewesen wäre. Da wir beide geschrieben haben, wollten wir unsere literarischen Texte mal zusammenwerfen und ein Magazin daraus basteln. Doch wie sollten wir es nennen? Schon 1998 wollten wir Stermann und Grissemann als Stargäste für dieses vorerst geplante TV-Magazin gewinnen. Da haben wir uns in so „Alte-Oma-Cafés“ Mut mit Cognac angetrunken. So haben wir den scharfen Teil des Namens gefunden. Dazu passen brüchige, etwas antiquiert wirkende Biskotten. Und so haben wir dann unser vorerst nur kopiertes Magazin auf den damaligen Poetry Slams im Bierstindl präsentiert. Schon bei der dritten Ausgabe haben wir dann eine Audio-Kassette herausgebracht, weil wir bei den Slams zu zweit sehr speziell gelesen haben und diese Texte in ihrem vollen Klang auch hörbar machen wollten. Denn wir sind damals als zwei Kunstfiguren aufgetreten, nämlich als Putzfrau und Fernsehstar, die Cognac & Biskotten verkörpert haben. Das Magazin hat immer den Zweck gehabt, unsere eigenen Texte nach außen zu bringen. Das ist bis heute so geblieben. Co & Bi ist nicht nur ein Magazin, um irgendjemanden zu veröffentlichen, sondern um sich auch selbst künstlerisch zu betätigen, inhaltlich, textlich, gestalterisch. Es hat ja auch ein Publikationsorgan für junge AutorInnen gefehlt.   Ja, das hat damals gefehlt. Vor unserem Start 1998 hat...

Wahl. Hilfe! (I)

 Wir haben keine Wahl, am 28. April geht es an die Urne. Parteien, Listen, Foren, Bündnisse und Klubs wollen, dass man – und je nach Grad der politischen Korrektheit der Wettbewerber auch frau – sich entscheidet. Aber wofür? Dass Tirol „endlich“ in einer Zeit der Sauberkeit „immer öfter“ ein gutes, grünes Land war, ist oder sein wird? Warum auch nicht.     … und wie sie alle heißen   Tiroler Volkspartei, SPÖ Tirol, die Grünen Tirol, FPÖ Tirol, Bürgerforum Tirol – Liste Fritz, Bürgerklub Tirol, Vorwärts Tirol, Für Tirol, BZÖ-Tirol, Tirol Team Stronach, CPÖ, KPÖ Tirol, PiratenPartei Tirol. Es lässt sich also mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass Tirol bei der kommenden Landtagswahl eine gewisse Rolle spielen wird. So möchten die Grünen symbolisch den Adler, die Blauen symptomatisch die Heimat schützen. Die Schwarzen arbeiten für Tirol, was zu hoffen wäre, die Roten möchten mehr miteinander möglich machen. Auch der Rest zeigt Profil. Darum geht es.     copy & paste policy (abgerufen am 19. und 23. März 2013 auf den jeweiligen Homepages)   Die ÖVP arbeitet für Tirol (Anm.: sic!) an: einem neuen Paket für leistbares Wohnen an dem Ziel, unser Land energieunabhängig zu machen an Millionen-Investitionen für Gesundheit und Lebensqualität an weiteren Schritten zum familienfreundlichsten Land an der Sicherung des besten Arbeitsmarktes in der EU Weitere sachdienliche Hinweise unter http://www.tiroler-vp.at/.     Die SPÖ will ein gutes Land gerecht gestalten, und zwar mittels: gerechter Löhne gleichem Geld für gleichwertige Arbeit evaluierten Förderrichtlinien dem Aus für Privilegienritter einer vereinheitlichten Grundsteuer dem Aufheben einer Grundsteuerbefreiung dem Verhelfen der Gemeinden zu ihrem Recht (Anm.: Das klingt doch gut!) der stärkeren Besteuerung von Vermögen dem Ja zur Ganztagsschule Weitere sachdienliche Hinweise unter http://www.spoe-tirol.at/.     Die Grünen garantieren konkret: auf die Interessen aller...

Liebster Jesu mein …...

Palmsonntag, schwer liegen die Wolken über dem Inntal. Fahrt mit dem Bus über die Dörfer nach Hall. Die letzten Teilnehmer/innen der eben zu Ende gegangenen Palmprozession eilen mit hochgeschlagenen Krägen nach Hause. In Hall angekommen, Gang in die fastenviolett verhüllte Pfarrkirche. Fast menschenleer. Nur schütter besetzte Kirchenbänke. Mitten im Hauptgang sitzt ein Akkordeonist und spielt einen Tango. Schön hallen die für die große barocke eher ungewöhnlichen Rhythmen durch das Kirchenschiff. Palmstangen stehen in den Kirchenbänken, vorne am Altar der Palmesel. Am Vormittag wurde er in einer Prozession durch die Stadt gezogen. So wie schon seit hunderten Jahren wahrscheinlich. Ich denke, würde ein Bischof oder gar der Priester sich dieses tierischen Gefährtes bedienen, wie würde es aussehen und wie würde das ankommen? Wäre das nun eine einzigartige Sensation, von den Medien gierig aufgegriffen und von den Intellektuellen weltweit zur Deutung freigegeben? Oder wäre es der Abgang der Kirche oder des Papsttums in die völlige Bedeutungslosigkeit? Egal. Es wird nicht geschehen. Das Konzert ist zu Ende. Wieder hinaus in das kalte Wetter. Ostern ist ja heuer sehr früh und deshalb die fast winterlichen Temperaturen gar nicht so ungewöhnlich wie man sie vielleicht empfinden mag. Es fröstelt einen, aber es fröstelt einen nicht innerlich. Nur außen ist es kalt. Drinnen aber, drinnen hat man die Musik. Die eben gehörte. Die noch lange nachhallt. Buxtehude, Strawinsky, auf dem Akkordeon gespielt, von Peter Bombardelli, einem noch jungen Akkordeonisten, den ich voriges Jahr schon beim 1. Haller Orgelfestival gehört habe. Auch damals schon hat er dem doch so sehr als Volksmusikinstrument verschrienen Gerät ungewöhnliche Töne entlockt. Noch Schöneres dann am Abend im Salzlager Hall. Dietrich Buxtehudes „Membra Jesu nostri“. Übersetzt: „Die allerheiligsten Gliedmaßen unseres leidenden Jesus“) Ein von seinem Titel her schon sehr schräges Werk,...

LITERATUR IM BUNKER: Im Namen der Dose...

Seit 16 Jahren gibt es COGNAC & BISKOTTEN, den Literaturclub mit dem Wow-Aha-Effekt. Die CO&BI-Ausgaben bringen Literatur in immer neue Formen – die Variationsvielfalt reicht vom Lineal übers Plastiksackerl bis zur literarischen Straßenbahn. Inhalt und Form ergänzen einander und ermöglichen unterschiedliche Lesarten und Beschreibungen.   Hier seht ihr ein Video von der letzten Ausgabe, der literarischen Demonstration, u. a. mit dem bekannten Schriftsteller Franzobel:   [video:http://youtu.be/IpVuPxlF7nA]   Diesen Mittwoch folgt nun also mit Ausgabe Nummer 35 „Die literarische Konservendose“ die vielleicht letzte ihrer Art. Das programmatische Thema lautet „Endzeitstimmung“ und die Präsentation der Ausgabe wird im Luftschutzstollen Guggenbichl stattfinden.   Am Mittwoch 27. März 2013 um 19.00 Uhr im Luftschutzstollen Guggenbichl, Innsbruck (rechts neben dem Hotel Heimgartl, Hoher Weg 12, die Verlängerung der Innstrasse, vom Saggen aus über den Hans-Psenner-Steg erreichbar) Einlass NUR nach Voranmeldung per Mail an bunker@cobi.at bis 26.3. Eintritt frei! Präsentation der vielleicht letzten Ausgabe Nr. 35 „Die literarische Konservendose“ des wohl weltweit schrägsten Literaturmagazins Cognac & Biskotten zum Thema Endzeitstimmung mit Führung & Lesungen von 16 AutorInnen bzw. KünstlerInnen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Italien. Mit Joanna Maria Egger (A), Daniel Furxer (A), C.H. HUBER (A), Roland JORDAN (Turmbund / A), Christian KÖSSLER (A), Anja Larch (A), Gudrun Lerchbaum (A), Thomas SCHAFFERER (A), Bruno SCHLATTER (König von Noseland / CH), Kamil SZLACHTA (A), Sylvia Tschenett (A), Andreas WIESINGER (A), Frank Wittmer (D) und Barbara Zelger (I/A)   Freakshow-Performance by Wolfi Peer (A) Führung: Dr. Peter Gstrein (Ehemaliger Landesgeologe / A)   DRINGEND BEACHTEN: Keine Parkmöglichkeit! Teilnahme auf eigene Gefahr. Der Veranstalter übernimmt keine Haftung! Schutzhelmpflicht! Nicht rollstuhltauglich! Bitte bringt entsprechende Ausrüstung gegen Dunkelheit, Kälte, Feuchtigkeit und rutschige Wege mit. Das Projekt „Die literarische Konservendose“ wurde im Rahmen der stadt_potenziale 2012 ausgezeichnet und gefördert. Epilog?...