Der Senior zum Wahlausgang

Hier wurde zum „bunt wählen“ aufgefordert. Ich habe zum „gezielt bunt“ wählen aufgerufen. Also: Inklusive Reihungen usw. Für KandidatInnen aus Arbeitnehmerkreisen, PensionistInnen, Jungen. Ein Vorschlag aus der AK Tirol!

Die Wahl ist so ausgegangen wie sie ist: an der ÖVP führt kein Weg vorbei – aber der sicher zukünftige Landeshauptmann ist ein ÖAABler. Und das ist „nicht nichts“, um den mir sehr gut bekannten früheren LH Eduard Wallnöfer zu zitieren!
„Nicht nichts“ – das ist eine soziale Chance und es wäre das Dümmste, diese zu vermasseln.

Schon deshalb – und da werde ich persönlich – weil das Engagement für die zunehmende Zahl der Armen im Lande im Wahlkampf relativ gering war.
Es geht immerhin um etwa 100 000 – die derzeit politisch noch schweigen. Noch!!!

Die Wahlanalysten rechnen und zuordnen noch. Aber eine Frage hinsichtlich Buntheit ist für mich klar: Welchen Sinn hat es, programmatisch unbekannte, neu erstandene Wahllisten zu wählen? Was haben die „Piraten“ in Innsbruck bisher gebracht? Welchen Aufwand hatten die Wahlbehörden mit dem Team Stronach?

Ich glaube es wär schon besser, „die Buntheit“ in bereits bestehenden Wahlparteien kräftig und nachweislich zu forcieren?

Danke für Antworten – Lothar Müller
Foto: Christian Niederwolfsgruber

9 Antworten : “Der Senior zum Wahlausgang”

  1. Wiese sagt:

    sitze in Boston im Jetlag und werde immer Platter bezüglich des Wahlausgangs … Tirol bleibt ein demokratisches Kuriosum. Positiv immerhin: Die Blauen wurden gestaucht und die Strohsäcke bleiben draußen. Allerdings war die WahlBeleidigung unter aller Kanone und die ÖVP hält mit knapp unter 40% der Stimmen die Hälfte der Mandate. Die dürfen sich jezt genüsslich umwerben lassen …

    Immerhin dürften jetzt zwei, drei Monate ins Land gehen, bis die PLAKATive Dummheit wieder die Umgebung verschandelt: Schlaf gut, Tirolerland!

    Lothar, dem schlauen Senior ist freilich nichts hinzuzufügen: Wir treiben es bunt und wollen die Demokratie endlich voller Farben sehen!

    • Gästin sagt:

      War ja klar, dass unsere Tirolerweh(wahl), freudscher Versprecher in Amerika kommentiert wird.Aber wie lautet der schöne Satz „wir bekommenn die Politiker, die wir verdienen“. Aber ich hab mir was anderes verdient und bin daher sehr sehr mürrisch. Beim Fernsehteil „im Zentrum“ hat wenigstens noch Koschuh aufgezeigt, dass wir nicht alle alles gutheißen.Wie war das noch bei Frau Thurnherr, die Grünen haben sich sehr der ÖVP „angebiedert“.Mal schauen, wie oft man jetzt wieder hört „Wir haben zwar dagegengestimmt wurden aber überstimmt“F (Radfahrverbot) Theresienstrasse?

    • Gästin sagt:

      War ja klar, dass unsere Tirolerweh(wahl), freudscher Versprecher in Amerika kommentiert wird.Aber wie lautet der schöne Satz „wir bekommenn die Politiker, die wir verdienen“. Aber ich hab mir was anderes verdient und bin daher sehr sehr mürrisch. Beim Fernsehteil „im Zentrum“ hat wenigstens noch Koschuh aufgezeigt, dass wir nicht alle alles gutheißen.Wie war das noch bei Frau Thurnherr, die Grünen haben sich sehr der ÖVP „angebiedert“.Mal schauen, wie oft man jetzt wieder hört „Wir haben zwar dagegengestimmt wurden aber überstimmt“F (Radfahrverbot) Theresienstrasse?

    • agnes sagt:

      Du sagst es, Wiese!

      Schlaf gut weiter, schwarzes Land!

  2. Echter Innsbrucker sagt:

    Ich seh in dem Ergebnis eigentlich ein Versagen aller Parteien, ausser der ÖVP. So einfach wie dieses Jahr hatten es die anderen noch nie. Eine ÖVP, die stehend KO ist und niemand schafft es, sie einfach umzuwerfen!?! Die Grünen wollen 50001 Stimmen und bekommen 15000 weniger, versuchen aber einen Erfolg draus zu machen???? Vorwärts hätt sich auch viel mehr erwartet, zumindest die VP Dominanz wollten sie brechen. Auch hier muss man sagen, mehr als eine Alternative zum Dinkhauser waren sie dann für die meisten Wähler doch nicht. Die Strohsäcke habe sich selbst zerstört, denn wenn man sich schon vor der Wahl so dämlich gibt, dann erwartet man danach auch ähnliches.

    Natürlich werden sich jetzt alle Parteien als Sieger geben, einzig die ÖVP wars gestern wirklich. Alles andern hatten selbstgesetzte Ziele klar nicht erreicht und können deshalb keine Sieger sein!

    PS.: Gebi Mair ist der einzige Grüne, der zumindest einen persönlichen Erfolg in Innsbruck einfahren konnte!

  3. umpalumpa sagt:

    dass jetzt alle parteien super sind, find ich auch peinlich. etwa eine grüne felipe, die "total happy" ist, obwohl sie das wahlziel weit verfehlt hat? wofür setzt man ziele, wenn die eh vollkommen wurscht sind? wenn man mit den aktuellen politischen vorzeichen mikrige 1,5% dazugewinnt, dann ist das auch kein erfolg! alle anderen vp-herausforderer haben noch mehr versagt, ganz zu schweigen von der wahlbeteiligung, aber da kann man vermutlich sogar auch der vp einen vorwurf machen. ich finde es schade für und und die demokratie!

  4. Gast923318 sagt:

    liebe Gästin,

    über die GRÜNEN jammern sollen die, die sie gewählt haben.

    Wer sich am Radfahrverbot in der "Prachtstraße" stößt und trotzdem GRÜN gewählt hat, ist selber schuld.

  5. Gast923318 sagt:

     … wenigstens haben Sie nicht diese paranoiden Samsinger-Piraten gewählt.

    Neben den Strohsäcken sind mir die am ehesten mit eigenverliebter Schönrederei und ihrer Unfähigkeit zur Selbstkritik negativ aufgefallen.


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