Wähl doch bunt!

Demokratie lebt von allen, die sich einmischen und nicht resignieren oder einfach so über sich bestimmen lassen.

Du hast die Wahl!
Wenn du nicht hingehst, stärkst du die Stärksten. Allen Umfragen nach ist das die ÖVP, die schon seit 68 Jahren Tirol regiert. Wer nicht wählt, stimmt den Mächtigen stillschweigend zu: Hände falten – Goschen halten: So haben sie ihre Untertanen am liebsten.

Wer weiß wählt, macht die Mandate „billiger“ – jede ungültige Stimme senkt die Zahl der Stimmen, die für ein Mandat erreicht werden müssen. Wobei die MandatarInnen nicht schlecht verdienen – ihr Gehalt zahlen wir mit unseren Steuern.

So bunt war´s noch nie!
Elf Parteien und Listen bewerben sich um deine Stimme. Das Spektrum reicht von rechten Hetzparolen bis kommunistischen Utopien, dazwischen tummeln sich neben Fritzen, Piraten, Grünen und Roten auch die unterschiedlichen Schwarz-Schattierungen.

Bunt ist gesund. Das gilt für Obstkörbe ebenso wie für Parlamente. Nichts ist langweiliger und gefährlicher als eine Farbe, die allein den Ton angibt. Jahrzehntelang waren absolute Mehrheiten der ÖVP hierzulande der Normalzustand.

Wer wählen geht – und sei es das berüchtigte „geringste Übel“ – stärkt die Vielfalt und schwächt die (aus subjektiver Sicht) schlimmsten Alternativen. Buntheit und mehr Mitsprache können Tirol nur gut tun. Wählen wir bunt und bleiben wir wachsam: Demokratie wird uns nicht geschenkt und die politisch Mächtigen haben ihre Macht nur von uns geliehen!

6 Antworten : “Wähl doch bunt!”

  1. Miriam sagt:

    *Zerknirscht*. Ich habs zum Beispiel nicht geschafft, mir meine Wahlkarte zeitgerecht zu organisieren, und jetzt tut es mir ziemlich leid – denn irgendwie rechne ich doch mit der einen oder anderen Überraschung bei dieser – von mir zuerst für total öde befundenen – Landtagswahl. Warum weiß ich nicht, sagt mir irgendwie mein Bauch! Und schade, dass ich nicht dabei sein kann 🙁 …

  2. Daniel Furxer sagt:

     Mhm, ja ganz so bunt ist es dann doch wieder nicht. Ich seh viel schwarz auf dem Stimmzettel, ohne dass ich jetzt schwarzmalen will.

    ÖPV – verlierert bei so vielen Listen, da die Konservativen, wenn sie Platter nicht mögen genug schwarze Alternativen haben

    Piraten, KPÖ, Team Stronach kommen zusammen auf 1% – mehr geb ich Ihnen nicht

    Die Grünen gewinnen leicht dazu,

    SPÖ verliert wahrscheinlich auch leicht.

    Fritz ,keine Ahnung, aber sie hatten den besten Speck am 26. Oktober und volle Bude in ihrem Büro im Landhaus. Also i sag die machen auch ein paar wichtige Stimmen. Mit Essen und Trinken kann man die Leute halt überzeugen. 

    So genug geweissagt und in die Kugel geschaut 😉

  3. Chris sagt:

    ganz allgemein halt ich es aus überzeugung mit dem gedanken“ wenn wahlen was verändern würden, wären sie verboten!“ – die geister scheiden sich bei der frage ob das zitat vom kurt tucholsky oder der emma goldmann ist….. auch egal. – & ganz egal wer (nach einer wahl) „regiert“ oder „herrscht“ um wieder zu zitieren: „“Die Regierung des Menschen über den Menschen ist die Sklaverei. Wer immer die Hand auf mich legt, um über mich zu herrschen, ist ein Usurpator und ein Tyrann. Ich erkläre ihn zu meinem Feinde.“ (Pierre Joseph Proudhon) – diesmal scheint mir die kommunistische utopie der anarchistischen am nächsten. & ich wähl heuer auch : ) viel glück der UTOPIE!!!!!!

  4. Helmut sagt:

    "Wählen gehen" auf alle Fälle.
    Aber diesmal ist es echt schwierig.
    Vom Papier abgesehen – da muss ich noch einen Blick drauf werfen – habe ich als Entscheidungshilfe

    1 Feuerzeug
    1 (Schwarz)Buch
    2 Pkg. Manner-Schnitten
    1 Topf Narzissen
    1 Pkg. Kressesamen
    1 Becher Limo (getrunken)

    Was nun?

  5. Lothar.Müller sagt:

    Bunt ja, aber gezielt wählen!
    Das Wichigste an diesem Beitrag: die Aufforderung, zur Wahl zu gehen! Wie gehen mir doch diese MitbürgerInnen auf die Nerven, die herablassend und cool erklären, „zu sowas“ schon gar nicht mehr hinzugehen. Seien ja eh alles GaunerInnen oder so. Sie sollen in ihrer Überheblich – oder Wurschtigkeit einmal darüber nachdenken was es bedeutet, keine freien und geheimen Wahlen mehr zu haben. Wenn der Wahlleiter sagt, daß alle offen abstimmen und vor der Wahlzelle SA – Leute mit Schlagstöcken sitzen. Man könne sich ja entscheiden!

    Wer wirklich etwas ändern will, kann sich auch eine Idee der AK – Tirol zu eigen machen und ganz bewußt und gezielt Vorzugsstimmen vergeben. Für KandidatInnen aus dem Arbeitnehmerbereich, für Jugend – und PensionistenvertreterInnen auf den hinteren Plätzen. Nehmt Euch Zeit in der Wahlzelle! Der ganze Druck auf die Wahlbehörden kommt doch nur deshalb zustande, weil um Punkt 17 Uhr die ersten gesicherten Trends veröffentlicht werden sollten. Ist das etwa wichtiger als die Freiheit der WählerInnen?

    Es gibt ein Land, welches habe ich vergessen, das veröffentlicht die Wahlergebnisse überhaupt erst am nächsten Tag – geht auch bestens!

    Meine Bitte – geht`s hin und wählt`s jedenfalls. Und immer: gezielt! Wählt`s jene, die Ihr vom Engagement her kennt.

    Ich danke den Vielen, die sich auf meine drei „Sozialpunkte“ (Verdoppelung Schulstarthilfe,sofortige & umfassende Einführung Mietzinsbeihilfe, 400.- € –

    jährlich für Mindesteinkommen/Mindestpensionen – Betriebskostennachzahlungen)

    gemeldet haben! Es waren auch drei wahlwerbende Gruppen darunter: in chronologischer Reihenfolge: Vorwärts, Fritz und SPÖ. Da müßte schon ein Antrag bei der ersten Arbeitssitzung des neuen Landtages drinnen sein! Darf ich mich dazu rechtzeitig melden?
    Lothar Müller  

  6. ICH Würstl sagt:

    Schönes Ergebnis.
    Sieht so aus, als hätten die Sozialdemokraten die Talsohle erreicht. 
    In der Landeshauptstadt sogar ein leichter Zugewinn.
    Danke "DU".


Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.