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Frauen feiern Geburtstag

Das AFLZ (Autonomes Frauen Lesben Zentrum), ein Verein, der sich vor 30 Jahren, 1983, von einer Gruppe engagierter Frauen gegründet wurde, feiert am Samstag, den 7. Dezember, seinen Geburtstag.

Ein Blick zurück zeigt, wie schwer es für Frauen damals war- die Rechte auf freie Bildung, Chancen bei der Berufswahl und Gleichstellung waren kaum gegeben, in der Politik selten ein Thema; häusliche Gewalt gegen Frauen wurde tot geschwiegen, beinahe in Kauf genommen, nur um ein vermeintlich intaktes Familienbild zu reproduzieren.

Genau dagegen kämpften Feminist_innen an- und auch das AFLZ, denn es bat und bietet auch heute noch einen geschützten Raum für Frauen, um sich über ihre Situationen austauschen zu können, die Chance zu haben, darüber gemeinsam zu reflektieren und damit eine Basis für Verbesserungen schaffen zu können. Es bietet damit auch den einzigen Frauenraum in Westösterreich.

Das Zentrum bietet verschiedene Aktivitäten an: Selbstverteidigungkurse und eine Chorgruppe, Barbetrieb und Lesungen, Tauschmärkte und verschiedenen selbstorganisierten Tätigkeiten. Im Fokus liegt die Verbesserung von Lebensrealitäten, mit denen Frauen und Lesben konfroniert sind und das wird immer, auch mit neuen, zum Teil positiven Entwicklungen, ein harter Kampf bleiben.

Das Geburtstagsfest findet am 7. Dezember von 17-21 Uhr im AFLZ in der Liebeneggstraße 15 (mit Bühnenshow zur AFLZ-Geschichte, Kunstinstallation von Angela Zwettler und Buffet) und weiterführend von 21:30 im Z6 in der Dreiheiligenstrasse 9 ( Live-Act von "Les Reines Tyroliennes", Filmpremiere "Rückblick Gegenwart" und Disco) statt. Das Fest richtet sich an Frauen und ist auch nur offen für jene, dies bedeutet aber in keinsterweise, dass Männer sich nicht auch für Gleichstellung einsetzen können.

Autorinnen: Carina Moizi und Sarah Milena Rendel

 

2 Comments

  1. Ich finde es schade, dass das AFLZ selbst Männer von Veranstaltungen systematisch ausgrenzt. Auch Männer können Feministen sein und sich aktiv für Emanzipation einsetzen, es gibt auch auf Seiten der Frauen Sexistinnen und solche, die andere wegen ihres Geschlechts abwerten … leider gibt es in dieser Institution dafür einige Beispiele.

  2. Servus "Emannzer",
    diese Diskussion ist jetzt auch schon fast so alt wie das FZ und sie führt zu überhaupt nichts.
    Die Medis sind gern einmal unter sich, wenn sie einen heben oder Bubenspiele spielen und da haben Zumpfis einfach nichts verloren.
    Du versäumst nichts – glaub mir.
    Spätestens nach z.B. zehn Jahren Partnerschaft wirst du froh sein um jeden Männerabend, der dir bleibt.
    Die troubles sind sowieso überall dieselben.

    Alles Gute zum Geburtstag, FLZ.

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