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Bereit zum Entern

Die Piraten-Partei macht ernst und kündigt an, bei der Innsbrucker Gemeinderatswahl antreten zu wollen. Insgesamt sind 100 Unterschriften notwendig, um als Liste auf den Wahlzettel zu kommen.

 

Die Piraten – sie verzichten bewusst auf die weibliche Form – haben schon ein detailliertes Parteiprogramm zu bieten. Von der Basisdemokratie bis zu psychoaktiven Substanzen spannt sich der Bogen, wobei lokalpolitische Themen bislang noch kaum vertreten sind.

 

Ob die Piraten-Partei schließlich wirklich den Gemeinderat entern wird, hängt neben ihrer Mobilisierungsfähigkeit hauptsächlich von der Wahlbeteiligung ab. 2006 errang der Tiroler Seniorenbund mit 1.381 Stimmen ein Mandat. Jedenfalls ist es ein gutes Zeichen, das die politische Szene in der Landeshauptstadt bunter macht.

 

Link: www.entern.org/home

22 Comments

    • sie verzichten nicht nur auf die weibliche form, sondern auch auf weibliche kanditatinnen. kommt den schützen sehr nah….

      • Also Piratinnen gibts natürlich auch…ich bin schon an Bord, weil ich denke: es gibt nicht Gutes außer man tut es. Nur daheimsitzen und rumlamentieren ist zu bequem… Und freilich ist es nur willkommen, wenn noch mehr weiblicher Wind in den Segeln bläst…jetzt ist der beste Zeitpunkt um mitzugestalten.

        LG

        Irene

  1. Jeder ist herzlich eingeladen Zukunft mitzugestalten!

    Zitat aus dem Parteiprogramm:

    Unsere Themenwahl

    Die Piratenpartei erweitert ihr Themenspektrum schrittweise unter breiter Einbeziehung aller Mitglieder. In Arbeitsgemeinschaften, die für alle Mitglieder und auch Nichtmitglieder offen sind, werden umfangreiche Diskussionen geführt und Standpunkte erarbeitet. Diese werden dann über verschiedene Medien breit kommuniziert und den anderen Piraten vorgestellt. Kritik, Verbesserungen und Anregungen werden aufgenommen und berücksichtigt. An den Parteitagen werden dann diese programmatischen Anträge von allen anwesenden Piraten diskutiert und abgestimmt. Es gibt keine Delegierten, jeder Pirat ist gleichberechtigt an der Auswahl und Ausgestaltung der Themen beteiligt.

     

  2.  klingt schon mal gut – ich weiß nicht, ob ich die piraten wählen werde, aber mit den meisten punkten kann ich mich anfreunden. noch wichtiger als allgemeine themen wie netzpolitik sind für mich konkrete projekte in innsbruck. jedenfalls viel erfolg!

  3. Leutln, überarbeitet’s doch bitte dieses Logo… "Tirol" in rustikaler Frakturschrift löst bei mir und wahrscheinlich auch bei vielen anderen Angstzustände und Alpträume von mistgabelbewehrten ÖVP-nahen Schützen aus.
    Und warum überhaupt "Tirol"? Das am Ende leider gescheiterte steirische Pendant hieß ja auch nicht "Piratenpartei Steiermark", sondern "Piratenpartei Graz".
    Just my two cents! Ansonsten: viel Erfolg, auch wenn ich persönlich Grün wähle. Es ist gut und wichtig, dass es die Piraten gibt!

  4. Was ist denn so schlimm an dem Adler?

    Tiroler Wappen

    Adler als Wappentier

    Vielleicht verleiht er uns ja Flügel 😉

    Klar haben wir schon über das Logo diskutiert, kamen aber zum Schluß, daß vermutlich die meisten Tiroler mit diesem Geflügel keine negative Assoziation haben. Für die Piratenpartei Tirol ist er einfach ein Symbol um den Regionalbezug herzustellen. Es kann ja nicht sein, daß irgendwelche Traditionsvereine ein Patentrecht auf dieses Allgemeingut eines Wappentieres haben!

    Aaaber: da wir ja basisdemokratisch eingestellt sind, so kann es freilich sein, daß irgendwann, wenn unsere Interessensgemeinschaft wächst, die Mehrheit der Piraten Tirols der Meinung ist, daß er überflüssig ist…dann darf er wegfliegen…wir sind ja nicht unbeweglich 😉

    • ich glaube, dass rustikaler Lokalpatriotismus mit Tiroler Adlern und derartigem Zeug in Innsbruck genauso wenig gut ankommt wie etwa in Graz. Am Land mag das anders sein. Trends werden aber in den großen Städten vorgegeben, deshalb solltet ihr euch IMO zuerst die Stadt vorknöpfen, das progressive urbane Volk, das sich auch von euem Parteiprogramm angesprochen fühlt. Und diese Leute können mit Lederhosenkram eher nix anfangen.

  5. …also ich kann mit denen nichts anfangen… sich zu engagieren und so finde ich ja super. Aber warum muss man dazu das Rad neu erfinden. Die Meinungen die sie haben, haben andere Parteien ja auch. Warum nicht bei denen sich einbringen und dann wirklich etwas verändern, als nur wieder ein paar Stimmen von jemandem wegzunehmen, der wirklich etwas damit anfangen könnte…

  6. Irgendeine Verbindung zur Piratenpartei Österreichs oder anderen Piratenorgs? Auch wenn Lokalwahlen… Netzwerk wäre auch bei den Piraen wichtig – vor allem wenn man noch am Rekrutieren ist.

    Irgendwas sagt mir in Tirol hat mann noch schwerer mit solchen Ideen; auch wenn man versucht diese mit loklalpatriotischem Populismus zu paaren.

    Will aber auch nicht demotivieren – viel Glück auf hoher See!

  7. wer hat uns verraten – die piraten!! wer verrät uns nie – die psychatrie!! im ernscht: ich finds gut, wenn die piraten antreten, einige programmpunkte gefallen mir gut und die finde ich so auch bei anderen parteien nicht. insgesamt sind sie noch nicht sehr professionell. das kann aber auch durchaus charme haben – demokratie do it yourself sozusagen 😉

  8. Zitat:

    Die Piratenpartei Österreichs (PPÖ) nimmt die Podiumsdiskussion „Von Parteien, Protesten und Piraten…“ vom vergangenen Donnerstag zum Anlass, sich abermals mit Nachdruck von der Piratenpartei Tirol zu distanzieren. Der Sprecher dieser unrechtmässig gegründeten Partei hatte bei der Diskussion in St. Pölten mit Frauen diskriminierenden Aussagen für Entrüstung im Publikum dieser Veranstaltung gesorgt. Einer der Grundsätze der PPÖ ist die Nicht-Diskriminierung aller Menschen.

    Die Piratenpartei Österreichs weist weiters darauf hin, dass die jetzige Piratenpartei Tirol unrechtmäßig auf einem Parteitag der Landesorganisation Tirol der Piratenpartei Österreichs gegründet wurde.

    Die Piratenpartei Tirol hat in ihrer derzeitigen Form nichts, außer dem Namen, mit der Bundespartei zu tun und es gibt Bemühungen, wieder eine den Grundsätzen der PPÖ entsprechende Landesorganisation aufzubauen.

    Das Vorstandsmitglied der Piratenpartei Tirol, Alexander Ofer, wurde am 16. Jänner 2012 von der PPÖ ausgeschlossen.

     

    http://www.piratenpartei.at/

     

     

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