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sperrstunde.tt erinnert an gestern

Seit der Übernahme von sperrstunde.at durch die Moser Holding erinnern Szenefotos vom Tiroler Bauernbundball tatsächlich irgendwie an gestern. Ob es der Realität entspricht, dass man auf einem Partyportal „Leser abholen kann“, wie Hermann Petz, Vorstandsvorsitzender des dominanten Verlagshauses, kürzlich in einem Interview preisgab, sei dahingestellt.

 

In wie weit die öffentliche Zurschaustellung Minderjähriger in Lokalen wie der Innsbrucker Mausefalle ihren, hinter den Worten des Medienunternehmers zu vermutenden Bildungsauftrag – nämlich lesen – erfüllen wird, da es seiner Meinung nach nun „einen weiteren Grund für junge Leute gibt, auf die Tiroler Tageszeitung Online zu schauen“, auch.

Links:

http://sperrstunde.tt.com/
http://www.medianet.at/marketing-medien/article/hermann-petz-unsere-staerke-liegt-in-der-nachrichtenvermittlung-moeglichst-nah-an-der-eigenen-m/
http://www.moserholding.com/index.php

Isabella Krainer

12 Comments

  1. Mich würde interessieren, wie viel die Innsbrucker Mausefalle der Moser Holding zahlt. Donnerstag, Freitag, Samstag…. und immer mit Mädchen und Burschen die spätestens um MItternacht daheim sein müssten. Jugendschutz ist wohl kein Thema, wenn die Kassa stimmt.

  2.  hm, sperrstunde.at ist eben ein erfolgreiches geschäftsmodell und spielt mit dem prinzip des sehens und gesehen-werdens – die große verschwörung würde ich da nicht sehen. die tt möchte halt für ein junges publikum auf "cool" machen. und auch wenn die mausefalle absolut nicht mein fall ist: feiern ist geschmacks- und altersabhängig, da gleich den jugendschutz zu bemühen, finde ich ehrlich gesagt ziemlich spießig.

  3. Mich erschreckt eher was alles zur Moser Holding gehört: Tiroler Tageszeitung samt Online und TT-Kompakt, 6020 – das Stadtmagazin, Tirolerin, weekend, mein monat, impuls, Life Radio, Welle 1 usw.

  4. Man vergönne der Moser Holding ihren Ankauf, ansonsten kommt sie bei der jungen Generation ja eh nicht besonders gut an. Man erinnere sich:

    Get-united.at, großes soziale Onlineportal das in der TT bereits vor dem Launch hoch gelobt wurde (ohne dass groß erklärt wurde, dass sowohl TT als auch get-united ein Produkt der Moser H. sind) floppte fürchterlich und verkam nach kurzer Zeit zu einer sperrstunde-Kopie, die konsequenterweise ebenfalls floppte. Zumindest hat man jetzt durch den Kauf des Originals zumindest noch ein paar Besucher, denen noch nicht aufgefallen ist, dass mittlerweile die Moser H. dahinter steckt.

  5. @ georg: das hast du richtig erkannt! ich weiß zwar nicht, was ein "pisspapillon" (klingt ein bissl nach punk-band) ist, aber das foto wurde am inn aufgenommen 😉

  6. Ma krisa, so wird das nie was mit unserem Pissnessmodell … ärger* Im Ernst: ich denke, dass die große Zeit von Portalen wie sperrstunde schon vorbei ist, das machen fressnbuch und co längst besser. Wobei Rolli, der Gründer ein voll netter Typ ist ;-),

    •  die muss ich dir leider widersprechen, dass die zeit für solche seiten vorbei ist.

      denn auf facebook schaust du dir ja nur sachen an, die du "magst" – somit wird es schwer, zb. auf ein neues lokal aufmerksam zu machen.

      facebook bündelt informationen, ist meiner meinung nach aber immer auf regionale seiten & content angewiesen.

  7. bitte verstehe mich nicht falsch: Ich gebe dir recht, dass regionale Seiten sehr wichtig sind und sehe fakebook in vielem sehr kritisch. mein Einwand bezog sich auf die Sinnhaftigkeit für die TT, sperrstunde zu integrieren … diese inhalte (fotos von partys und kneipenbesuche) sharen inzwischen die meisten ohnehin über ihre profilseite.

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