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5, 6, 7, 8! Eine Einführung ins Swinglisch

Rock-Step, Triple-Step, Rock-Step, Triple-Step und Kick, Kick, Kick, Kick!”. Ja, da sind sie wieder, die 6-Counts und 8-Counts, die Triple-Steps, Kicks und Slides und die Switches, die Kick-the-Dogs und die Lolly Kicks, die Helicopters und Scare-Crows… All dies don’t mean a thing if it ain’t got that swing! Genau, der Swing, um den geht’s nämlich, genau genommen um Swingtanz. Wieder mal.

 

Wer schon einmal einen Kurs besucht hat oder vielleicht einen internationalen Workshop, kennt es bestens, das „five, six, seven, eight!“ mit dem vor dem Beginn einer Tanzfigur eingezählt wird. Was den Anfängern gewöhnlich zunächst schwer fällt, nämlich die „1“ eines Taktes in einem Swing-Song wiederzuerkennen und dann auch noch im richtigen Moment mit dem richtigen Schritt, häufig ein Rock-Step (Ausfallschritt), zu beginnen, ist spätestens nach ein paar Monaten auf der Tanzfläche automatisiert – auch wenn man beim Social Dance (das freie, spontane und nicht choreographierte Tanzen mit unterschiedlichen Partner*innen z. B. auf einer Party) hin und wieder den ein oder anderen Leader (derjenige, der führt) leise das „5, 6, 7, 8“ vor sich hin flüstern hört.

Tatsächlich sind es in vielen Fällen die Leader, denen das mit der „1“ einfach nicht in den Kopf bzw. in die Füße will, was wir Follower (diejenigen, die folgen) gar nicht so recht verstehen können. Deshalb gibt es uns auch stets in der Überzahl – obwohl es doch so ein LÄSSIGER Tanz ist, der rein gar nichts mit dem Besenstiel im *** und dem ***-Wackeln anderer Partnertänze zu tun hat – und wir stehen gerne mal reihenweise unfreiwillig und im Takt wippend am Rand (Wallflowers). Damit bloß niemand auf die Idee kommt, wir wären müde oder hätten vielleicht sogar keine Lust zum Tanzen werfen wir wo es geht eine Suzie Q oder einen Fall off the Log (Solo-Authentic-Jazz Schritte) ein oder legen einen flotten Solo-Charleston mit Around-the-World aufs Parkett (eine Art von Drehung).

 

Werden wir dann doch aufgefordert freuen wir uns über jeden He-goes/She-goes (Platzwechselvariation), selbstverständlich eingeleitet mit einem Tuck-Turn (puh, kompliziert…soll ich damit wirklich anfangen?) und in einen Swing-Out from open (typische offene Position im Lindy Hop) mit Circle (Drehung mit Partner*in) übergehend und endend in einem Texas-Tommy mit zweifacher Drehung. Wird das Ganze dann mit einem Windshield-Wiper aus dem Tandem-Charleston (Variation aus dem 30er/40er Partner-Charleston) abgeschlossen, sind wir vollends glücklich und können bei Jumping at the Woodside (Count Basie, ca. 232 bpm) zufrieden zu unserem Platz neben den anderen Damen, äh, Followern zurückkehren.
In diesem Sinne liebe zukünftige Leader: …5, 6, 7, 8 und los!

(Los tanzen kann man z. B. jeden Sonntag ab 17 Uhr im Treibhaus beim Five O’Clock Jump, Crash-Kurs für Neulinge inklusive und Eintritt frei, oder bei einem der Anfänger-Kurse auf der VHS Innsbruck: Wochenend-Workshop am 19./20.01.oder wöchentliche Kurse wieder ab Februar!)
Text: GRETA GÜNTHER


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