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noch mehr möglichkeiten zur „urban guerilla“: guerilla gardening

im gegensatz zum bereits vorgestellten guerilla knitting, das der umgarnung sich horizontal oder vertikal erstreckender urbaner infrastruktur dient, wird es beim guerilla gardening so richtig bodenständig. die zum undercover gärtnern notwendigen mittel nennen sich seed bombs, die leicht und schnell zuhause hergestellt werden können, garantiert bio sind und auch wieder biologisch abbaubar.

 

was sich nach öko-terrorismus mittels „seed granades“ anhört, entpuppt sich bei etwas recherche als öko-posthippie-projekt aus den 1970er jahren, als erste „green guerillas“ in new york damit begonnen haben kondome (wie sinnig – verhütungsmittel zur samenverbreitung einzusetzen) mit samen lokaler pflanzen, wasser und etwas dünger zu befüllen und in der stadt über zäune und in nachbars noch-nicht-garten zu schmeißen.

 

das statement das damit abgegeben werden will, liegt in der geisteshaltung des bombenlegers selbst – die aktion kann zur heimlichen grünlicher und bunter gestaltung urbaner graufläche dienen oder sich bis hin zum politischen statement auswachsen, zum beispiel dadurch die absicht der rückeroberung sich im besitz anderer befindlicher flächen zum erblühen zu bringen.

 

der nächste frühling kommt bestimmt, es wäre also hochsaison um als zukünftiger gartenpirat in die bombenproduktion zu gehen. es gibt neben der kondom-methode noch eine ganze reihe andere herstellungsoptionen, leicht im netz zu finden.

 

gaaanz wichtig: es werden ungiftige pflanzen (kinder, tiere) und lokale pflanzen verwendet. (also mit bananen in innsbruck noch abwarten ob das mit der globalen erwärmung schon auch stimmt!)

 

laut zeit.de ist die gärtnerguerilla-metropole in deutschland eh klar, berlin, aber boom sei keiner zu verzeichnen. also provinnsbruckis – die unibrücke als vorhängeschlossinstallation, strick-und häkelware für nackerte straßenlaternen und ein bischen flowerpower in gehsteigritzen…wär das nix?

 

HINWEIS: vermutlich ist die private stadtbesamung im lande österreich total strengstens verboten, daher dient dieser artikel der reinen wissensvermittlung.

Gabriele Czerny

4 Comments

  1. feine idee, alles was ibk auch lebendiger und bunter macht, ist gut. säen und sehen, was sprießt.
    —-(((—-ß*

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