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Look inn from the outside Pt.2 – Maria Rozhina

Die Maria Rozhina kenne ich, seitdem ich dazumal bei der Unipress die „L’Auberge Innsbruck“-Reihe über Erasmusstudierende ins Leben gerufen habe. Neben irischen, amerikanischen, belgischen, taiwanesischen und englischen Studierenden habe ich eben auch die aus Jakutien stammende Maria interviewt.
Als wir uns am Christkindlmarkt trafen, um ein paar Fotos unter dem Christbaum und inmitten des Glitzermeeres zu machen, wurde mir klar, dass Maria mysteriös cool war. Unter einem samischen karierten Umhang trug sie eine Lederjacke über einem T-Shirt einer Heavy Metal Band, die mir gerade nicht mehr einfällt (nachzulesen und nachzusehen in der Dezember-Ausgabe 2008 der Unipress)…Maria ist wieder in Jakutien, denkt aber gerne zurück an ihre schöne Zeit in Innsbruck und möchte bald mal wieder kommen:  
Was führte dich nach  Innsbruck?
Ich studierte in Innsbruck als Austauschstudentin mit drei Mädchen aus meiner Heimatstadt, Jakutsk, Russland. Wir wohnten im Kranebitten, so in den Bergen, dort war es sehr cool, ich habe viele schöne Dinge über Alpen gehört und das alles war im Kranebitten versammelt. Kirche, Kühe und viele andere „K“, sehr alpisch finde ich. Wir haben dort auch einen Esel gesehen und gekrault, erstes Mal in meinem Leben.
Was vermisst du an Innsbruck?
Ich vermisse die Menschen in Innsbruck, sie sind ganz offen und nett. Weiters vermisse ich meine Professoren (Hallo, INTRAWI!). Und ich vermisse es wie ich war, als ich dort war, weil ich dort wirklich poetisch gelaunt war und viele lange Briefe über Natur und Volk in Innsbruck nach Russland geschickt habe
Was waren deine Lieblingsorte?
Meine Lieblingsorte, also, das sind Treibhaus (besonders am Freitag), Tyrolia Buchhandlung, ein Büchergeschäft am Sparkasseplatz, unser Wohnheim in Kranebitten und mir hat die Atmosphäre im Bierstindl ganz gut gefallen, wo ich mit Dir war. Und das Kreml, aber das ist glaube ich schon geschlossen.
Was würdest du an Innsbruck ändern?
Was will ich ändern? Nichts, vielleicht sollte es mehr Feste geben, wo die Innsbrucker ihre nationalen Trachten anziehen könnten. Ich habe nur dreimal Leute in Trachten gesehen, das war wirklich schön und angenehm. Im großen und ganzen finde ich, dass alles in Innsbruck schön ist. Und das sind keine servierten süße Worte, ich denke wirklich so.
Wie erscheint dir die kulturelle Szene?
Das Kulturleben in Innsbruck ist reich an verschiedenen interessanten Treffpunkten. Ich war auf vielen Konzerten, Ausstellungen usw. Alles war toll und auf einem hohen Niveau durchgeführt.
Was hast du in Innsbruck am liebsten gemacht?
Innsbruck ist eine sehr schöne Stadt, die liegt wie ein schleckeres Cuisine im Teller. Und tja, in Innsbruck habe ich immer die verschiedensten Süßigkeiten genascht. Ich verstehe, unser Leben ist kein Märchen, aber in Tirol ist man einem Leben wie im Märchen sehr nahe.
Wo bist du im Moment und wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?
Ich bin in Jakutsk jetzt, das ist mein letztes Studienjahr an der Uni. Ich muss mich wirklich anstrengen, um die letzten Prüfungen ausgezeichnet zu bestehen und dann bin ich eine Weile ein freier Mensch. Ich weiß noch nicht genau, was ich in Zukunft machen werde, aber ich weiß zwei Dinge, die ich unbedingt machen will. Ich will ins All fliegen und noch einmal Innsbruck besuchen.
Maria, Innsbruck freut sich auf ein Wiedersehen mit deiner poetischen Aura und “may the force be with you“ auf deiner Reise ins All!

Fotos = Maria Rozhina


Christina Burger

One Comment

  1.  Interessanterweise sind fast alle, die nach Innsbruck kommen, recht begeistert von der Stadt … nur die Einheimischen motzen ständig …

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