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Literatur-Land-Karte Tirol

"Innsbruck liegt herrlich in einem breiten, reichen Tale, zwischen hohen Felsen und Gebirgen. Erst wollte ich da bleiben, aber es ließ mir keine Ruhe."  (Johann Wolfgang von Goethe. Italienische Reise I. In: Goethes Werke. Festausgabe. Bd. 17. Leipzig 1926)

So wie hier Johann Wolfgang v. Goethe, haben sich viele Autorinnen und Autoren im Laufe der Zeit mit Tirol auseinandergesetzt. Schon alleine durch seine geographische Lage kamen viele Reisende „ins Herz der Alpen“ und verarbeiteten ihre Erfahrungen in ihren literarischen Texten.

 

Dies wurde von Prof. Johann Holzner und Mag. Iris Kathan vom Innsbrucker Brenner-Archiv nun in einer Datenbank zusammengetragen, in der Texte von 65 AutorInnen abgespeichert sind. Darunter finden sich Texte von Niccolo Macchiavelli, Ernest Hemingway, Ludwig Ganghofer, Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine, Robert Musil, Erich Kästner oder auch Alois Hotschnig.

 

Durch diese Texte kann man erkennen, wie sich das Bild von Tirol und den Tirolerinnen und Tirolern im Laufe der Jahrzehnte bzw. Jahrhunderte verändert hat. Vor allem der Tourismus, der in den 30er Jahren in Tirol Einzug hielt, führte zu Veränderungen. Mag. Iris Kathan, stellt bei ihrer Arbeit mit den Texten auch fest, dass „Literaten von den Darstellungen, die uns vertraut sind, abweichen. Ihre Beschreibungen schärfen aber auch unseren Blick für Vertrautes“

 

Für dieses Projekt wurden zahlreiche Texte sowohl von bekannten als auch von unbekannten AutorInnen auf Tirolbezüge untersucht. Durch diese aufwändige Arbeit ist es nun möglich in der Datenbank der „Literatur-Land-Karte“ sowohl nach Orten als auch nach Namen von AutorInnen zu suchen.

 

Elli Sporer

One Comment

  1. „Insbruck selbst ist eine unwohnliche, blöde Stadt. Vielleicht mag sie im Winter etwas geistiger und behaglicher aussehen, wenn die hohen Berge, wovon sie eingeschlossen, mit Schnee bedeckt sind, und die Lawinen dröhnen und überall das Eis kracht und blitzt.“ 


    (Heinrich Heine. Reisebilder. Leipzig 1887)

     

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