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6020 Straßenrat(t)en: Level 8

Wie so ziemlich alles, folgt der Innsbrucker Straßenverlauf einer Hierarchie. Und wie ebenfalls so ziemlich alles, wird auch das städtische Straßennetz in Klassen eingeteilt. In Kategorien, die uns den Weg von A nach B erleichtern & uns unserem Ziel näher bringen sollen. Dass unser Vorankommen am Besten direkt und im Vorbeigehen passieren sollte, scheint kein Thema zu sein. Doch kein Thema, gibt’s nicht.

Der Weg ist das Spiel

Die Innsbrucker Straßen liegen uns zu Füßen, denn wir stehen drauf. Doch kennt ihr das Pflaster wirklich, das ihr jeden Tag betretet? Welchen Gedanken hängt ihr beim Gehen nach? Treffen sich eure Blicke? Kreuzen sich eure Wege? Welche Beobachtungen macht ihr Tag für Tag? Was verbindet euch mit bestimmten Orten? Ist es euch wichtig, heute hier und morgen dort zu sein? Setzt ihr euch überhaupt gerne in Bewegung? Und wenn ja, warum?

Straßenrat(t)en sucht nach Antworten, wirft neue Fragen auf und lebt von eurer Beteiligung. Obwohl davon auszugehen ist, dass die abgebildete Straße diesmal schnell erraten wird, heißt es auch in Level 8 vorerst wieder schauen wir mal, dann sehen wir schon. Blöd schauen aktuell übrigens jene 717, die aufgrund ihrer elektro-, hybrid- oder gasbetriebenen Fahrzeuge in den Genuss des Gratis-Parkzuckerls gekommen sind. Denn: Die „Gratistür“ ist zu und Blechbruck bleibt in jedem Sinne des Wortes Programm. 

Isabella Krainer

7 Comments

  1. Rennweg… neben der Tanke… des passt sogar zum Thema. Ich geh ausschließlich zu Fuß und spar mir die Tankfüllung und das Parken gleich mit. Wirklich grüner ist Innsbruck in letzter Zeit aber nicht geworden kommt mir vor. 

  2. naja, BLECHbruck gilt ja auch für Gas-, E- und Hybridautos, die lösen sich auch nicht in Luft auf, sondern verblechen die Stadt. Diese Modelle gehören zu den teuersten – also ist davon auszugehen, dass die stolzen BesitzerInnen sich die Parkkohle locker leisten können. Und wie umweltfreundlich so ein schickes E-Mobil wirklich ist, sei dahingestellt und hängt von der Art der Stromerzeugung und der Fertigung solcher Autos ab.

     

    Dementsprechend: Mobilitätspolitik entscheidet sich nicht an Parkzuckerln. Ich würde sogar befürworten, das Parken in der Stadt massiv zu verteuern und dafür die Öffis zu verbilligen oder überhaupt gratis anzubieten (z.B. in Kombi mit einer nach Hubraum gestaffelten Citymaut).

  3.  BLECHbruck wird es immer geben. Willst du deine Grundbedürfnisse halbwegs befriedigen, ist es in dieser Stadt einfach schwierig. Darunter verstehe ich aber weder schnieke Autos (aufs Börserl bezogen egal, ob mehr oder weniger umweltschonend) noch das sauteure IVB-Vergnügen. Ich verzichte  auf Beides. Essen, Wohnen, Kinderbetreuung – alles ist zu BLECHen – darauf kann ich aber nicht verzichten. 

  4. Lieber "Straßenkehrer", da gebe ich dir völlig recht: Innsbruck ist eine sehr teure Stadt und ein Teil dieser Kosten ist hausgemacht. Hoffentlich erkennen auch die politisch Verantwortlichen die Brisanz der sozialen Fragen. "Lebensqualität" ist ja ein nettes Schlagwort, hängt allerdings hauptsächlich vom nötigen Kleingeld ab!

  5. Ok, Gast aka Albi – mal sehen, ob das nächste Rätsel auch innerhalb von S E K U N D E N  gelöst wird. Rennweg stimmt natürlich & beim nächsten Mal bitte wieder volle Konzentration 😉

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