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Über den Wolken

Schon über eine Million Passagiere haben im laufenden Jahr den Innsbrucker Flughafen angesteuert. Das freut die Wirtschaft und Touristiker(innen) – die Innsbrucker Bevölkerung hört es zumindest mit einem dröhnenden Ohr.

Da die Einflugschneise über nahezu das gesamte Stadtgebiet führt und die Schallwellen von den Bergen reflektiert werden, ergibt sich eine beträchtliche Lärmbelastung. Besonders im Westen der Stadt, so etwa ab dem Innrain, gewinnt man leicht den Eindruck, einzelne Flieger wurden es eben gerade noch schaffen, sich zwischen den Häusern durchzulavieren. Gerade mein Arbeitsplatz im 9. Stock des GEIWI-Turms eröffnet mir tagtäglich einen gewissen Nervenkitzel: „Schafft er es – oder knallt´s?“ – so lautet die bange Frage beim Blick zum Himmel. Vor allem bei Föhnlage erscheint das schon fast als riskantes Glücksspiel.

Sicher braucht eine Tourismusstadt einen leistungsstarken Flughafen. Allerdings wäre hier eine Kosten-Nutzen-Abwägung ratsam: Wäre eine Verlegung sinnvoll und unter ökologischen wie wirtschaftlichen Gesichtspunkten vertretbar? Wie verhalten sich Fragen der Lebensqualität und Sicherheit zu Mobilität und Standortfaktoren?

 

Foto unter CC von Stephan Mosel

www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Ãœberblick/Wirtschaft/WirtschaftTirol/WirtschaftTirolContainer/1931287-8/innsbrucker-airport-verzeichnete-erstmals-eine-million-passagiere.csp

Andreas Wiesinger

3 Comments

  1. Die Flugzeuge fliegen nur deswegen so laut am Geiwi-Turm vorbei, damit Studierende nicht alles hören müssen, was ProfessorInnen sagen – geschweige denn die Verwaltungsapparate der Universität. Oder anders gesagt: Fluglärm = Hirnpause
  2. Das Flugzeugaufkommen ist gerade wieder an diesen Tagen ziemlich hoch. Da ich im achten Stock des GeiWi-Turms arbeite, hattem wir vor allem gestern das Vergnügen, einige sehr laute Maschinen zu hören, ein fast ohrenbetäubendes Gedröhne. Allerdings staunte ich dann nicht wenig, als meine Arbeitskollegin die den Innsbrucker Flughafen ansteuernde Maschine nicht als Passagiermaschine sondern eine des Bundesheeres identifizierte. Was unser Heer  gerade an diesen ohnehin stark frequentierten Tagen dazu antreibt, noch zusätzlich mit ihren Flügen (Aufklärungsflüge werden es ja wohl kaum sein oder Terrorabwehr auch nicht) die Umwelt mit Kerosin und Lärm zu verpesten, bleibt ein Geheimnis. Die generelle Zunahme der Flugbewegungen über unseren Köpfen, verursacht durch Billigflüge und immer mehr Menschen, die es an diesen Tagen zu Hause nicht mehr aushalten – also müssen wir uns da alle auch selbst mal an der Nase nehmen! – gerade in dieser Stillen Zeit, wird heute in einem Standard-Themen-Artikel recht aufschlußreich abgehandelt.

    derstandard.at/1292462392120/Winterwetter-in-Europa-Eine-schoene-Bescherung

     Vor allem die Postings dazu sind sehr aufschlussreich und lesenswert!

     

     

     

  3. Verlegung??? Wohin sollte man denn den Flughafen verlegen? Nach Telfs? Mieming? Ich glaube, eine Verlegung ist hier in Tirol wohl nicht wirklich möglich und sinnvoll. Auflassung vielleicht und dann von München mit dem Zug nach Innsbruck…

    Was mich zurzeit mehr stört als der Tourismusflugverkehr sind die militärischen Anflugübungen… die sind um einiges lauter als ein normales Verkehrsflugzeut. Muss die österreichische Luftwaffe zeigen, was sie hat, damit sie nicht ganz eingespart wird?!

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