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Wir sind mit dem Radl da

Kein Aprilscherz – ab 1. April plant der Stadtsenat ein Abstellverbot für Fahrräder in der nördlichen Maria-Theresien-Straße. Ob das Ermittlungsverfahren positiv abgeschlossen wird, ist allerdings fraglich.

Innsbrucks neue Prachtstraße soll möglichst steril bleiben und nur ja nicht zu urban werden. Vor wenigen Monaten kündigte Bürgermeisterin Oppitz-Plörer ein Demoverbot an – um es nach lauten Protesten doch nicht durchzuziehen.

Ernst wird es allerdings mit dem geplanten Abstellverbot für Fahrräder, das der Innsbrucker Gemeinderat Anfang Dezember mehrheitlich beschlossen hat. Allerdings gibt es noch einen Hoffnungsschimmer: Für die behördliche Verordnung, die dieses Verbot erst möglich macht, braucht es ein Ermittlungsverfahren. Im Zuge dessen haben sich mehrere Personen gegen ein Radparkverbot ausgesprochen.

Visionen statt Verbote

Helmut Krainer, der Radkoordinator der Stadt Innsbruck, kann kein Rad-Chaos in der Maria-Theresien-Straße erkennen. Die Räder stehen da, wo es schon bei den Planungen prognostiziert wurde. Nennenswerte Behinderungen gebe es keine.

Es bleibt abzuwarten, was das Ermittlungsverfahren ergibt – und wie die Politik schließlich entscheidet. Fest steht, dass Innsbruck weit davon entfernt ist, eine wirklich radfreundliche Stadt zu sein. Hier sind Konzepte und Visionen gefragt – keine neuen Verbote.

http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/Nachrichten/2180428-6/abstellverbot-für-räder-droht-die-luft-auszugehen.csp

Foto von Claudia Grünzweig

Andreas Wiesinger

2 Comments

  1. Es ist ja eh nicht so, dass da jemand bis jetzt besonders viele und/oder einladende Radlständer hingestellt hätte…

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