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Was ist nur mit dem Landhausplatz los?

Diese Fragen werden sich wohl einige stellen, die zurzeit über den neuen Landhausplatz gehen. Zwar wurde der Eduard-Wallnöfer-Platz schon „pünktlich“ zum Nationalfeiertag eröffnet, doch ganz fertig dürfte er noch nicht sein.

Gut, man kann noch nicht wirklich sagen, wie die paar einsamen Bäume in der Betonwüste des Platzes aussehen werden. Das wird erst das grünende Frühjahr zeigen. Auch, dass die bereits am Platz aufgestellten Denkmäler wieder zurück gefunden haben, ist gut. Was man allerdings jetzt schon sieht, ist ein großer qualitativer Unterschied in der Beschaffenheit des Betons: Direkt vor dem Landhaus bis hin zum Befreiungsdenkmal handelt es sich um eine grobkörnige Struktur mit Einschüssen kleinerer Steine. Die Kanten sind gerade und scharf, die Linien klar. Geht man allerdings ein paar Schritte weiter in Richtung TIWAG bzw. Casino, sieht man sofort einen großen Unterschied: Der Beton ist grau und fahl, die Kanten brüchig. An den Stufen sind schon großräumig Kanten abgebrochen und wurden kurzfristig mit einer anderen Masse aufgefüllt. Eindeutig ein großer Unterschied!

Warum ist das so?

Ich bin kein Experte für Betonfragen. Vielleicht liegt es in der Natur der Sache und im Frühjahr wird der Beton poliert und alles sieht gut aus. Vielleicht wird auch noch auf den Umbau des TIWAG-Gebäudes gewartet, um den Platz erst danach ganz fertig zu stellen. Vielleicht wurde aber auch aufgrund von Kostenerhöhungen ein billigerer Beton verwendet, der schon nach ein paar Wochen beginnt sich aufzulösen. Auf jeden Fall werde ich beim zuständigen Land nachfragen und auch hier über deren Antwort berichten.

P.S.: Natürlich wurden auch wie erwartet (wir haben darüber auch schon hier geschrieben: http://provinnsbruck.at/content/weltgr%C3%B6%C3%9Fter-skateplatz-innsbruck-er%C3%B6ffnet) sofort überall Verbots- und Gebotsschilder aufgestellt. Dies hindert jedoch die SkaterInnen nicht, „ihren“ Platz schon zu benützen und sich über die Obstacles zu freuen. Ob der Platz auch schon videoüberwacht wird, weiß ich nicht. Was nicht ist, kann schon noch werden.





Tobias Orischnig

10 Comments

    • Gestern haben Bauarbeiter jedenfalls mal am Platz Kanten abgeschliffen 😉

      Mit den Ge- und Verbotsschildern (unter anderem derzeit: Fahrradfahren verboten + sich betrunken am Landhausplatz aufhalten – schreib’s dir hinter die Ohren, Alois Partl!) ist die Situation noch ein bisschen unklar: Derzeit wird an einer Ãœberarbeitung der Platzordnung gefeilt, und wir lobbyieren dafür, dass am Landhausplatz nicht nur Skaten erlaubt sein soll (was mir Landesrat Switak zugesagt hat), sondern auch Fahrradfahren.

      Das Ur-Problem ist, dass es sich um einen „Privatplatz des Landes“ handelt und nicht um einen öffentlichen Platz. Das ist zwar eh schon eine Perversion an sich, aber so ist es derzeit einmal.

      Liebe Grüße
      Gebi

    • Grünbolschewik…… Die recht steigt im Niveau…. Bravo!

      Wir finden auch dass der Platz 80 Jahre zu spät geplant wurde. Fascho-aufmarschplatz war’s ein schöner gewesen……

      • „Die recht steigt im Niveau“???
        Wenn schon Kommentare, dann doch bitte so, dass man sie auch versteht…

  1. Hier mein Email an die Hochbautabteilung des Landes:

    Guten Tag!

    Mein Name ist Tobias Orischnig und ich schreibe für den Innsbrucker online-Blog
    http://www.provinnsbruck.at
    Schon im Oktober haben wir die Eröffnung des Landhausplatzes kommentiert.
    Nun wollte ich Sie fragen:

    – Warum gibt es am Landhausplatz 2 unterschiedliche Betonarten für die Bodengestaltung?
    – Warum kommt es vor allem im südlichen Bereich des Platzes bereits zu großen
    Abplatzungen und Rissen im Beton?
    – Wann und wie soll der südliche Bereich des Platzes, der offensichtlich noch nicht ganz
    fertig ist, fertig gestellt werden?

    Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen, über die ich natürlich auch gerne berichten
    werde.

    MfG,
    Tobias Orischnig
    Tagesredakteur http://www.provinnsbruck.at

    • Und hier die schnelle Antwort des Landes auf meine Email:

      Sehr geehrter Herr Orischnig!

      Unter Bezugnahme auf Ihre E-Mailnachricht von Heute 10.00 Uhr möchte die Projektleitung ihre Fragen wie folgt beantworten

      – Warum gibt es am Landhausplatz 2 unterschiedliche Betonarten für die Bodengestaltung?
      Am Eduard-Wallnöfer-Platz wurde nur eine Betonart mit unterschiedlichen Oberflächebehandlungen verwendet. Ausgewählte Teile des Belages – z:b: im Bereich um das Befreiungsdenkmal und auf den Hügeln der Tiefgaragenabgänge wurden im Gegensatz zu den mehrheitlichen Flächen poliert. Die überwiegende Fläche des Platzes ist gefräst.

      – Warum kommt es vor allem im südlichen Bereich des Platzes bereits zugroßen Abplatzungen und Rissen im Beton?
      Die feststellbaren Abplatzungen im Bereich der Fugen, bzw. auch eine vermehrte Lunkerbildung an vertikalen Flächen ist auf die niederen Temperaturen während der Ausführung – anfrieren des Betons an der Schalung – zurück zuführen, bzw. auf einer Platte im Vorbereich zur Pizzeria de Leonardo auf einen überraschenden Regen der Teile der Zementschlämpe – die ohnehin abgefräst werden muss – ausgewaschen hat, zurück zuführen. Diese Fehlstellen wurden im Rahmen der Abnahme und Mängelfeststellung aufgenommen und werden sobald die Mindesttemperatur für Reparaturarbeiten von + 5 Grad Celsius nicht mehr unterschritten werden, saniert. Diese Fehlstellen sind im Verhältnis zur bearbeiteten Platzfläche als gering einzustufen.

      – Wann und wie soll der südliche Bereich des Platzes, der offensichtlich noch nicht ganz fertig ist, fertig gestellt werden?
      Der südliche Platzteil konnte noch vor Weihnachten fertig betoniert werden. Durch die Feuchtigkeit auf und in der Belagsoberfläche war die Endbearbeitung nicht mehr durchführbar. Der Beton muss vor Beginn der Oberflächebearbeitung 21 bi 28 Tage abbinden, bzw. aushärten. Mit der Einkehr entsprechend günstiger Witterungsverhältnisse wurden die Oberflächenbearbeitung ab KW 2-2011 bereits wieder aufgenommen, mussten aber bedingt durch Niederschläge wieder kurzfristig unterbrochen werden.
      Die Fertigstellung der Verglasungen in den Brüstungsbereichen hängt von den Lieferzeiten der Glashersteller ab, die in den letzten zwei Jahren immer wieder beträchtlichen Schwankungen unterworfen waren. Um den Platz dennoch benutzen zu können, wurden Provisorien aus Verbundplatten als Absturzsicherung eingebaut.

      Die ebenfalls noch fehlende taktile Leitlinie vom Haupteingang zum Landhaus 1 Richtung Osten zur Willhelm-Greil-Straße, Richtung Westen bis zur Fuggergasse und Richtung Südosten zur Kreuzung Wilhelm-Greil-Straße – Salurner Straße wird im Rahmen der Oberflächenfertigstellung ausgeführt.

      Die Brunnen können erst nach Ende der Forstperiode in Betrieb genommen werden. Der Abschluss aller Leistungen am Platz ist für Ende April 2011 geplant. Bis zu diesem Zeitpunkt wird immer wieder eine Stellenweise Absperrung, ohne zu einer Komplettsperre zu führen – für Finalisierungsarbeiten erforderliche werden.

      Die Behebung festgestellter Mängel an den einzelnen Gewerken wird ebenfalls in diesem Zeitraum durchgeführt.

      mit freundlichen Grüßen

  2. Also ich bekomme eh jedes Jahr ab Februar schrecklichen Heuschnupfen, der dann bis Oktober anhält. Der Platz ist jedenfalls schöner als vorher und kann jetzt auch für Open-Air-Veranstaltungen herrlich genutzt werden. Aber ihr Grünbolschewiken müsst ja bekanntlich immer ein Haar in der Suppe finden!

    • so isses. wir finden das haar in der suppe. sei es nudel- oder fritattensuppe und wenn sich haar an der unterseite einer fritatte fest klebt: wir finden es. du kannst es noch so gut verstecken. selbst wenn du es in einer semigen gerstlsuppe zu verbergen gedenkst: das haar ist unser. grünbolschewiken haben halt einfach den durchblick. ätschibätschipumperlätschi.

  3. was mir bei der angelegenheit rätsel aufgibt: überall versucht man skateboarder von den öffentlichen plätzen fernzuhalten- warum also wurde der neue landhausplatz so gestaltet, dass er praktisch nur für die skater attraktiv ist… er ist eigentlich ein einziger skatepark, und das nur weil er eben wie ein solcher konstruiert ist! warum?

  4. Mehr als ein Jahr später: Der gerade zwei Jahre alte Platz scheint bereits ziemlich abgenutzt. Zumindest werden Betonplatten ausgetauscht. Hoffentlich ohne weitere Kosten für die Steuerzahler. Oder?

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