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Morgens, halb 10 in der Altstadt

morgens_halb_zehnEin Foto (copyright: Kathrin Heis) sagt mehr als tausend Worte: Unsere Stadt erstickt im Verkehr – täglich staut es sich in der Innenstadt und die Abgasbelastung steigt. Wer auf Bus und Bim umsteigt, blecht ebenfalls: Die Preise liegen österreichweit im Spitzenfeld.

Gutes Rad ist zwar nicht teuer, aber Radfahren ist zwischen Blechkolonnen und Abgasschwaden ein zweifelhaftes Vergnügen. Abstellplätze sind Mangelware und wer mit dem Blechesel durch die Maria-Theresien-Straße oder die Altstadt reitet, riskiert saftige Strafen.

Liebes InnsBLECH: Ich will nicht nur jammern, aber mir bleibt langsam, aber sicher  die Luft weg. Willst du eine Stadt für die Autos sein – oder haben Lebens- und Luftqualität Vorrang? Werde InnsbRADL und lass dich nicht weiter verblechen!

Andreas Wiesinger

5 Comments

  1. Verfasst am Do., 09.01.2014 – 15:34.
    kann ich nur zustimmen. und die parkgebührerhöhung (bei gleichzeitiger ironischer baumabschneidung damit am innrain ja gefahren werden kann) wird auch nicht viel am status quo ändern. und wenn ich selbst mit dem auto in ibk bin fühl ich mich oft schuldig, weil ich ja auch durch straßen fahre bei denen ich mir denke „wahnsinn, da darf man wirklich druchfahren?“ zum beispiel durch die triumphpforte. da darf man wirklich durchfahren. oder bei der neuralgischen kreuzung zu den bögen hin – da darf man wirklich links abbiegen! und solange man darf macht man’s natürlich. parkende autos in der altstadt findet man auf alten fotos auch nach halb 10 vormittags. bis es eben nicht mehr erlaubt war.
    also liebe stadt – verschmeißt endlich die verkehrskonzepte aus den 80ern und macht was in anderen städten längst schon erprobt ist. so schwierig ist das nicht.

  2. Verfasst am Do., 09.01.2014 – 16:51.
    Meines Wissens dürfen die Autos aber in der Altstadt nur bis 10 Uhr am Vormittag fahren, und das auch nur Lieferfahrzeuge für die Geschäfte und Gastronomien. Ausgenommen natürlich Taxis und Einsatzfahrzeuge. Dass war ja bis in den achtziger Jahren noch anders. Da fuhr man/frau überall. Auch die Maria-Theresien-Straße ist mittlerweile Fußgängerzone.
    Dass natürlich immer noch zu viele Autos in der Stadt fahren, ist leider auch klar. Ideal wäre natürlich eine Stadt, in der der gesamte Innenstadtbereich autofrei ist, bis auf den Anwohner/innen-Verkehr zumindest. Leider weiß ich bis jetzt noch keine. Aber der Weg ist schon mal der richtige, denke ich.

  3. Verfasst am Do., 09.01.2014 – 17:34.
    Bis 10 Uhr 30 dürfen die Autos durchfahren. Über die FuZo in der Maria-Theresien-Straße hat man auch zwanzig Jahre diskutiert und die will wohl kaum noch jemand missen. Umso mehr wundert mich, wie wenig sich im Sinne der Verkehrsberuhigung und einer „fußgängerfreundlicheren“ Innenstadt sonst tut: Der Vergleich mit den 80ern hinkt allein schon deshalb, weil damals eben noch viel weniger Autos zugelassen waren.

    50 Millionen sind allein für den Ausbau der Grassmayr-Kreuzung vorgesehen – allerdings weiß man aus Erfahrung, dass solche Großprojekte selten im „Kostenrahmen“ bleiben. Ein Bruchteil dieser Kohle könnte das Radwegenetz vervollständigen und viele Verbesserungen (zB überdachte Abstellplätze) schaffen. So gehts eben leider weiter in Richtung InnsBLECH statt InnsbRADL.

  4. Verfasst am Fr., 10.01.2014 – 08:25.
    Lieber Wiese,
    wofür habts dann die GRÜNEN In die Stadtregierung gewählt?
    Innsbruck hat den höchsten GRÜNwähleranteil in Österreich – DIE werden euch das Radwegnetz schon vervollständigen.
    Oder ist Frau Pitscheider nur zur Bewältigung ihrer Lebens- und Ehekrisen in die Politik gewechselt?
    Dann wählts nur weiter fleißig GRÜN!
    Ihr seht’s ja wie toll das in der Landeregierung jetzt funktioniert – die koalieren wunderbar: die überziehen jetzt schon ganz Tirol mit Radwegnetzen und Erler Festspielen.
    Die Schlafmützen gibts gratis dazu.

    Anm.:
    Ich find die Grünen schon immer noch wichtig – aber sie sind gerade in Tirol personell annähernd so falsch besetzt wie die „PIraten“
    Seit Lichtenberger sich mit dem langjährigen arbeitslosen Versorgungsjob in Brüssel belohnt hat, war auch in der „Wir sind die besseren Menschen“-Partei allen klar, dass es letztlich nur mehr um die Mäuse geht.
    Das Radwegnetz? ja;
    wirf einmal einen Blick auf die Kulturpolitik …

  5. Verfasst am Fr., 10.01.2014 – 10:29.
    Wen meinst du denn mit „ihr“? Ich habe die Grünen in Innsbruck nicht gewählt, auch wenn einige nette und kompetente Menschen auf der Liste waren. Ich habe schon 2011 über die schwarzgrüne Option gebloggt, die Grünen haben daraufhin ziemlich verschnupft reagiert: http://www.provinnsbruck.at/content/schwarzgrün-innsbruck.

    Dass die Ampelkoalition insgesamt wenig visionär agiert, ist allerdings wohl kaum die Alleinschuld der Grünen: Für Innsbruck sucht sich flexible Mehrheiten und auch die SPÖ stimmt immer mal wieder auch mit ÖVP und FPÖ gegen die Grünen (siehe Grassmayrkreuzungsausbau).

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