3

INNS‘ STINKTs!

Laut Weltgesundheitsbehörde (WHO) gehört die Feinstaubbelastung in den Industriestaaten zu jenen Umwelteinflüssen mit den größten gesundheitlichen Folgen. Man schätzt, dass Menschen, die sich über einen längeren Zeitraum einer hohen Feinstaubbelastung aussetzen, um Jahre kürzer Leben.

 

In Innsbruck wurde allein im Winter 2011/12 an 31 Tagen der Grenzwert für Feinstaub (zum Teil massiv) überschritten. Das gesamte Inntal st ein so genanntes Luftsanierungsgebiet und dennoch steigt die Belastung seit Jahrzehnten immer weiter.

 

Aus der Tiroler Tageszeitung vom 9. Mai 2012: 17.000 Lkw wurden zurück auf die Straße verlagert: 47 % der ehemals vom sektoralen Lkw-Fahrverbot betroffenen Güter werden wieder auf der Straße transportiert.

 

Wie lange wollen wir noch Dreck atmen und unsere Gesundheit auf dem Altar des Profit und des freien Warenverkehrs opfern? Das Problem wird wahlweise ignoriert oder politisch zerredet – es ist an der Zeit zu handeln: Als einzelne (Radl und Öffis statt Blechkiste, Fahrgemeinschaften) und politisch (Umweltzonen, Blockaden): Sonst bleibt uns am Ende allen die Luft weg.

 

Foto: Christian Niederwolfsgruber

Andreas Wiesinger

3 Comments

  1. Das Problem des LKW-Transitverkehrs muss man auf europäischer Ebene lösen, aber die ausgeuferte Autofahrerei von Privatpersonen, die können und müssen wir selber in den Griff kriegen.

    • Immer noch entstehen Wohnanlagen, in denen, obwohl bestens mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen, Garagenstellplätze gesetzlich vorgeschrieben sind. Diese verteuern nicht nur die Mieten, sondern laden auch geradezu zum Besitzen und Fahren eines Autos ein. ÄNDERN!
       
    • Immer noch nerven Autofahrende die Menschen, die in der Innenstadt bummeln und shoppen wollen. Selbst in der verkehrsberuhigten Zone Anichstraße, im Herz der Stadt. ÄNDERN!
       
    • Immer noch müssen Trams und Busse an vielen Stellen hinter stauenden Autos anstehen, weil es nicht überall Tram- unbd Busspuren gibt. Den Passagieren wird von den Autofahrenden täglich Zeit gestohlen. ÄNDERN!
       
    • Immer noch werden Radfahrende gefährdet, weil oft "kein Platz" ist für einen Radstreifen – der Platz wird stattdessen für Parkplätze "benötigt". ÄNDERN!

    Ich breche an dieser Stelle ab, obwohl ich diese Aufzählung noch lange fortsetzen könnte. Es dürfte aber schon klar sein, dass sich mit Beseitigung all dieser Probleme auch das Luftqualitätsproblem lösen würde. Laut Prof. Hermann Knoflacher, Verkehrswissenschafter an der TU Wien, ließe sich der Autoverkehr um 75% reduzieren, wenn auf alle nicht notwendigen Fahrten verzichtet würde. Dort hin müssen wir uns entwickeln. Solang jedeR Autobesitzende jederzeit zum Spaß überall hin fahren kann, ganz egal welche Auswirkungen das auf Umwelt und Gesundheit aller hat, tun die Leute das auch und es wird sich nichts ändern.

  2. Wußtet ihr, daß Hackschnitzel- und Pelletsheizungen in Kanada angeblich verboten sind, weil die soviel Feinstaub machen…und bei uns werden sie gefördert? Weiß dazu jemand näheres?

    Der LKW-Verkehr muß endlich auf die Schiene, aber solange die ÖBB so teuer ist und die Verladezeiten für die Laster so lange dauern, ist das für Spediteure einfach nicht rentabel…da kann ich auch nur sagen: ÄNDERN!

     

Schreibe einen Kommentar zu Irene Labner Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.