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Furioser Gewinn

Manchmal ist es erstaunlich, aber es ist nun mal so, dass es Leute gibt, mit denen es das Schicksal offensichtlich sehr gut meint. Einer davon scheint der Gärtnereibesitzer, Wiltener Feuerwehrkommandant und ÖVP-Stadtteilobmann Peter Pfeifer zu sein. Denn wie die Tiroler Tageszeitung berichtet, gehörte ihm ein Grundstück, das eine Wertsteigerung von über 200% erfahren hat – von 227.581 Euro auf 753.000 Euro. Um diesen Preis nämlich wurde ihm das Grundstück abgekauft – von der Stadt Innsbruck für die Wiltener Feuerwehr, die es braucht.

 

Dass er deren Chef ist, dürfte nur Zufall sein, oder maximal Schicksal.
Die Art und Weise, wie es über die Bühne ging, war offensichtlich ziemlich kompliziert (und, wie zugegeben wird, teilweise optisch leicht ungünstig), was man ohne weiteres glauben darf, denn das ganze Geschäft wurde von Fachleuten abgewickelt – die Details kann man der TT entnehmen.
Herr Pfeifer ist also ein Liebling Fortunas. Wir alle sollten uns darüber freuen, und vielleicht hat ja der eine oder andere auch einmal soviel Glück. Wobei hier kann man sagen, es trifft hier niemanden ohne Grund, denn jemand, der so viel Engagement zeigt, wird nun einmal belohnt.

Ulrich Lobis

2 Comments

  1. … wieder einmal ein Beispiel dafür, wie es sich die, die an der Macht sitzen, richten: Vielleicht ist ja auch alles rechtens gelaufen und die betroffenen Personen müssen keine juristischen Konsequenzen fürchten. Aber die politischen Konsequenzen müssen sie auf jeden Fall tragen!
     
    So geht es nicht an, dass Leute enorme Summen mit Freunderldiensten verdienen: BUWOG-Wohnungen zum Schleuderpreis kaufen können, riesige Grundstücksflächen und Gemeinderessourcen in Agrargemeinschaften auslagern und die Gewinne nur den Einflussreichen zugute kommen lassen oder "einfach" auch nur neue Logos oder Designs für Stadt und Land machen.
    Es kotzt mich an, dass so etwas bei uns zu fast keinen politischen Konsequenzen führt und die politische Allmacht der ÖVP weiterhin ungebrochen ist.
     
    Die nächsten Wahlen kommen und ich werde das sicherlich nicht alles vergessen.
     

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