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Und das Christkind wurde vom Winde verweht

Während der zarte Eissturm über Innsbruck herfiel, die Straße zur Rutschbahn machte und kleine eisige Tröpfchen einem ins Gesicht blies, da war’s geschehen, dass das liebe Christkind von einer Windböe aus seiner Kutsche gehoben und weit in den Himmel zurückgeweht wurde, von wo es nun wieder auf all die Liederlichkeiten der Menschen gütig herunterschauen und Mitleid mit dem armen Kreaturen haben mag. Oder auch nicht, wer weiß das schon so genau. Jedenfalls, es ward nicht mehr gesehen und kam auch niemals wieder zurück.

 

 

Helmut Schiestl

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