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Wenn Barbara Rosenkranz beinahe sympathisch wirkt …

In meiner persönlichen Rubrik „Hingehen, wo es weh tut„ stand gestern abend ein Besuch einer Podiumsdiskussion an. Hört sich gut an? Nein, nicht alles, was sich gut anhört, ist auch tatsächlich gut, handelte es sich bei der Diskussion um eine Veranstaltung der rechtsextremen Burschenschaft „Brixia“ – mit dem Titel „Feminismus oder Gleichstellung“. Auf dem Podium hätten sitzen sollen: Barbara Rosenkranz (FPÖ), Buchautorin Kerstin Steinbach (ich habe keines ihrer Bücher gelesen und werde das nach dem von ihr Gehörten auch sicher nicht tun), Gisela Wurm (SPÖ) und die Gleichstellungsbeauftragte der Medizin-Uni Innsbruck. Letztere beide waren dann doch nicht in der Stimmung, mit ersteren beiden zu diskutieren – und ich kann es ihnen nicht verdenken. Es blieben also nur Rosenkranz und Steinbach, und, ja, es kam zur für mich absurden Situation, dass ich Rosenkranz im Vergleich zu Steinbach beinahe sympathisch fand. Beinahe.
 
Jemanden ausreden lassen gehört bei den Brixen zum guten Ton und so durfte Steinbach in epischer Breite von „Überbevölkerung“, einer „weißen Rasse“, „Negern“, dem aus ihrer Sicht völlig abstrusen Gender-Gedankens in der Medizin und der „Unnotwendigkeit von Frauenparkplätzen in Tiefgaragen“, die „nach lediglich einem Vergewaltigungsfall in einer Garage plötzlich überall installiert werden“ schwadronieren, dass man gar nicht so viel essen hätte können, wie man kotzen wollte – unterstützt von ideologisch recht extrem Gefestigten Männern wie Frauen im Publikum.
 
Unter lautstarkem Protest verließen einige als „linkes Pack“ bezeichnete ZuhörerInnen schließlich den Meinhardsaal im Hotel Europa Tyrol. Einige andere der so Bezeichneten – darunter auch ich – taten sich die Qual des Zuhörens weiter an und räumten Steinbach in Wortmeldungen das Gesims leer. Man konnte dazu einfach nicht Nichts sagen.
 
Warum lud die Brixia jemanden wie Steinbach zu einer Podiumsdiskussion ein? Das Verfechten der Redefreiheit ist ein nur allzu leicht durchschaubares Scheinargument, nein: da teilt man sehr wohl Vieles des von Steinbach Gesagten. Und auch wenn Rosenkranz mit Steinbach nicht immer einer Meinung war: bei Steinbach-Aussagen wie „weiße Rasse“ oder „Neger“ verhielt sie sich verdächtig still.
 

Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: Jenen im Publikum, die Fotos vom „linken Pack“ gemacht haben, sei angetragen: falls die Fotos unscharf geworden sind, kann ich gerne Fotos in guter Qualität zukommen lassen …

Markus Koschuh

21 Comments

  1. Rosenkranz, Königshofer, Gudenus und viele andere mehr – anderswo müssen sich solche Leute vor Gerichten verantworten, in Osterei bereiten sie sich schon auf die Regierungsverantwortung vor. Wetten, dass der nächste Rechtsruck bestimmt kommt …

    • Lächerlich!!!

       

      Wenn ich diese, Ihre viel zu voreilig verfassten und profan geschriebenen Zeilen lese, verwundert es mich nicht, dass die Linke Szene in Innsbruck für lächerlich gehalten wird und für unser Lager nicht ernst zu nehmen ist. Steineschmeißer, die im Dunkeln agieren, welche nach nassen Hund stinken und als einziges bei einer Diskussion stumpfe Hetztiraden brüllen können, um sich danach wieder ihrem in      M-Preissackerl mitgeschmuggelten Bierdosen zu widmen, sind nicht nur peinlich, sondern  ebenso assozial wie abartig. 

      Verdrehen sie uns doch die Worte im Mund, beschmeissen sie ruhig unsere Häuser in der Nacht, wir sind aber noch hier und das werden wir immer sein, denn wir sind die akademische Elite, wie man bei dieser Podiumsdiskussion unschwer erkenn konnte, Danke dafür.

      Und so lehne ich mich nach diesem Kommentar mit einem rechten schmunzeln in meinen Stuhl zurück und sinniere noch etwas über Ihre Unwichtigkeit in unserer Gesellschaft.

      • Lächerlich???

        Tja, wenn man das große "S" in der direkten Anrede "Sie" nicht beherrscht, wird es mit der akademischen Elite nicht gar so weit her sein … und, oiweh, das "l" bei Ihrem "Linke Szene" gehört halt auch nicht groß geschrieben.

        "welche nach nassen Hund stinken": richtig muss es heißen: welche nach nassem Hund stinken. "m" statt "n". Mittelschwerer Fallfehler, werter Vertreter der akademischen Elite.

        Die paar anderen Fehlerchen (wie etwa Ihr "rechtes Schmunzeln", das so geschrieben eben als Hauptwort und nicht als Tun-Wort zu schreiben ist, also: mit ohne kleinem "s" 🙂 )  haue ich Ihnen jetzt nicht auch noch um die Ohren, sonst ist Ihr Selbstwertgefühl ja ganz dahin …

        Und unterstellen Sie dem linken Lager doch nicht, dass deren VertreterInnen ihre Dosis Lagerbier nur bei M-Preis käuflich erwerben. Da tun Sie Hofer, Spar und Co jetzt aber wirklich Unrecht.

        Angenehmes Schmunzeln und Sinnieren ..!

        Bussibaba

        • Da haben Sie natürlich vollkommen recht ( hmm….klein, oder groß?), mich ob meiner schlechten Rechtschreibung zu verbessern Frau Kollegin, vielen Dank.

          Feiern und kommentieren verträgt sich wohl nicht.

          Endlich einmal eine scharfes, aber ernst zu nehmendes Kommentar von Ihrer Seite.

          Übrigens ändert die Rechtschreibung nichts am Inhalt und der daraus resultierenden Feststellung, dass Sie einfach nicht ernst zu nehmen sind.

          Ein dickes Bussi zurück

          • Ich hoffe Sie verstehen den kleinen Wortwitz bezüglich der Ernsthaftigkeit in meinen Zeilen, wenn nicht, dann können sie mich natürlich jeder Zeit verbessern Frau Magister.

            Ps Ich bin mir sicher, dass Ihre Fotos von uns scharf genug geworden sind

    • Lieber Peter,

      trösten Sie sich, im Europa der entmachteten nationalen Parlamente (und, dank "Griechenlandkrise", inzwischen auch entmachteten nationalen Regierungen – die Finanzhoheit geht unter dem sog. "Rettungsschirm" auf die europäische Zentralgewalt über) können selbst 100% FPÖ in Wien keinen "Schaden" mehr anrichten.

  2. Frau Steinbach ist übrigens Kommunistin. Und sie wurde keineswegs von allen rechts"extremen" Männern und Frauen im Saal ideologisch unterstützt. Zumindest nicht von den 20, die ich kenne. Wer bei einer Podiumsdiskussion, welche Wortwahl verwendet liegt nicht in der Hand der Organisatoren und darf auch nicht denen in die Schuhe geschoben werden, die versucht haben ein heterogenes Podium zusammenzustellen. Dass Frau Steinbach diese Begriffe verwendet hat, ist ihre Sache – unüberlegt und "dumm" würde ich es fast nennen – nachdem wir ja alle Frauen als vollwertig ansehen, wollen wir mal davon ausgehen, dass Frau Steinbach ein vollwertiger Charakter ist und selbst verantwortlich ist, für diversen Müll oder Strafbares, das sie aus ihrem Mund kommen lässt – oder sind Frauen doch so beeinflussbar von Gruppierungen und gar nicht charakterstark, wollen Sie das damit sagen?

    Mich würde interessieren, woher Sie denn entnehmen welche Einstellung die Burschenschaft Brixia vertritt, haben sich doch von dieser Seite bei der Diskussion insgesamt nur 2 Personen zu Wort gemeldet (übrigens mit sehr gleichheitszustimmenden Aussagen), um insgesamt einem fairen Ausgleich an Positionen zu Wort kommen zu lassen. Ach entschuldigen Sie, es waren 3 Personen – nur eine war ohne Kappe: bei ihrem Kommentar haben alle Linken geklatscht. Falls es ein Beispiel gegeben hat, in dem eine frauenfeindliche Aussage gefallen ist – bitte ich um ein Beispiel und entschuldige mich im Vorhinein, dies "überhört" zu haben. Bis dahin verbleibe ich in Erinnerung an eine abwechslungsreiche Diskussion von allen Seiten (ich kann mich nicht erinnern, dass jemand aufgrund seiner linken Einstellung nicht zu Wort kommen durfte?) – als Frau, als Gleichstellungsvertreterin (ja, Frauen sollten mehr verdienen und ja, Frauen gehören in Führungspositionen) und als jemand, der – ja DER und nicht DIE, weil ich meinen Respekt nicht mit Worten zu erkämpfen versuche – von allen Mitgliedern der rechts"extremen" Burschenschaft Brixia immer zuvorkommend, respektvoll und gleichberechtigt behandelt wurde. Und nein, ich lasse mich durch diese Aussage in keine Richtung oder Schublade pressen, ich finde manches von den Linken sinvoll und manches von den Rechten.

    • "Frau Steinbach ist übrigens Kommunistin." – da brauch‘ ich garnicht weiterlesen, so einen Blödsinn hab ich lang nicht gehört. Steinbach gehört zur rechten Politiksekte "Bund gegen Anpassung", der der "Neuen Rechten" zuzurechnen ist – siehe z.B. http://www.netz-gegen-nazis.de/lexikontext/wer-ist-die-neue-rechte

      Querfront nennt sich das, rechte Gruppierungen versuchen an die Linke anzuknüpfen – Kommunistin ist die dadurch keine. Aber es war durchaus interessant zu beobachten, wie sehr sie sich doch von Rosenkranz unterscheidet, die in der Rechten einem ganz anderen Lager angehört und gleichzeitig vorsichtiger gehandelt hat – Politikerin halt.

       

    • Lieber Gast von 13:12 Uhr,

      wenn schon ein Moderator von der Brixia selbst gestellt wurde, kann sich die Brixia via Moderator von Steinbach-Aussagen wie "weiße Rasse", "Neger" distanzieren. Hat er – übrigens wie ja auch Rosenkranz – nicht getan. Ein Moderator hat nicht nur die Aufgabe, ausgleichend durch eine Diskussion zu führen, sondern bei eindeutigen Grenzüberschreitungen dazwischen zu gehen. Tut er dies – in diesem Fall auch in voller "Brixia-Montur" nicht, dann ist das a) entweder eine schwerer Fehler in der Moderation, b) er hat die mehrfache Nennung des Begriffs "weiße Rasse" überhört oder c) er teilt die Ansicht.

      Von der Kategorisierung Steinbachs als "Kommunistin" würde ich jedenfalls absehen. Mittlerweile nehmen längst viele ideologische Strömungen (rhetorische) Anleihen an anderen Ideologien, um sich einen erträglichen Anstrich zu verpassen (deutsche Neonazis etwa tauchen vermehrt mit Palästinenserschals auf, etc).

      Wer für wen wann geklatscht hat, ist mir egal. Von spaltendem Applaus, von rechts wie von links, habe ich an dem Abend nicht viel gehalten.

      Auch ich lehne nicht alles, was von rechts der Mitte kommt, reflexartig ab. Nein, ich höre/schaue es mir an und mache mir dann ein Bild. Vor allem bei der Gender-Debatte hätte ich mir mehr Sachlichkeit gewünscht – und da wären wir wieder beim Moderator. Die Aussagen Steinbachs waren ja haarsträubend und wider alle Erkenntnisse der letzten 20, 30 Jahre. Frau Steinbach scheint auch nicht zu wissen, dass der Gender-Gedanke nicht mit Feminismus gleich zu setzen ist.

      Dass von Brixia-Seite keine eindeutig frauenfeindlichen Aussagen gekommen sind (jedenfalls von kurz nach halb acht bis Diskussionsende) stimmt, ja. Den Job hat Frau Steinbach aber ohnehin bestens erledigt. Kontroverse Diskussion gut und recht – so ein bisschen Fingerspitzengefühl bei der Einladungspolitk wäre aber doch gefragt. Man muss es halt auch haben wollen. Oder man will es gar nicht haben.

       Gerne diskutiere ich weiter. Gerne hier oder via mail@derkoschuh.at

  3. Gratulation an Koschuh – nicht nur ein genialer Spaßvogel, sondern auch ein politisch g´scheiter Kopf!

  4. Lieber Koschuh,

    ich stimme Ihnen vollkommen zu – die Aussagen von Frau Steinbach waren großteils haarsträubend und auch ich kann ihnen nicht zustimmen. Dennoch finde ich, ist es ihre Meinung und auch, wenn diese für uns oder für die meisten Personen im Saal nicht nachvollziehbar war/ist, hat sie ein Recht sie zu äußern. Ob sie dabei verbotene Begriffe verwendet ist ihre eigene Schuld… dass der Moderator unterbrechen hätte sollen, ist Ansichtssache – es wird sich noch herausstellen, ob die Wortwahl Frau Steinbachs verboten war oder nicht (soweit ich mich bis jetzt informiert habe, ist das juristische Auslegungssache, was nicht heißt, dass ich den Ausdrücken zustimme).

    Zu Ihrem Kommentar während der Diskussion möchte ich gerne etwas hinzufügen , bzw. hätte eine Frage:
    1. Frauenparkplätze gibt es aufgrund der hohen Rate an Vergewaltigungen in dunklen Tiefgaragen. Mag sein, wenn dem so ist, find ich das gut. Aber warum gibt es dann auch Frauenparkplätze auf großen, gut einsehbaren, zentralen Plätzen? Und warum sind diese Parkplätze dann meist um einiges größer als ein "normaler" Parkplatz? Damit Frauen in der Gefahrensituation schneller einsteigen und leichter ausparken können, ohne dem Auto in der Hektik Schaden zuzufügen?
    2. Ihre Kritik richtete sich an die Aufteilung des Podiums – warum denn die Burschenschaft Brixia keine weibliche Moderatorin zu dem Thema gestellt hat. Finde ich ehrlich gesagt sehr ungerechtfertigt, für mich ist es selbstverständlich, dass ein Veranstalter einen Moderator aus eigenen Reihen stellt – es wurden aber, und das muss man ihnen zugestehen, nur weibliche Diskutanten eingeladen. Wenn man von Gleichheit reden will, müssten eigentlich gleich viel Frauen wie Männer am Podium sitzen. Das war nicht der Fall – die Frauen waren in der Überzahl – aber da Gender ja meistens mit Feminismus gleichgesetzt wird, ist eine Überzahl von Frauen natürlich keine Diskrimination von Männern. Das ist in Ordnung.

    In einem Punkt muss ich noch zustimmen – auch ich fand das Klatschen zum Demonstrieren in welches politische Lager man gehört, sehr unangenehm. Genauso unangenehm wie dazwischen lachen oder gröhlen, buhen, etc. in einer respektvollen Diskussion und Meinungsfreiheit haben solche Handlungen nichts zu suchen. Da sitzen aber leider fast alle im selben Boot…

    • .. ich kann Ihnen grad nicht so ausführlich antworten, wie ich das gerne täte. Hole das aber nach dem 17. März nach. Bitte um Verständnis.

      Freundliche Grüße, Koschuh

    • Hallo,

      eingangs finde ich, dass es immer angenehmer ist, zu wissen, mit wem man sich austauscht, diskutiert. Falls Sie Ihren Namen nicht hier kund tun wollen – via mail@derkoschuh.at können Sie das gerne tun.

      Warum Frauenparkplätze manchmal größer sind als andere: weiß ich nicht. Und wenn ich mich wo nicht auskenne, will ich nicht mit Halbwissen und Vermutungen glänzen.

      Zur Aufteilung des Podiums: nun, ich halte es generell für unklug, wenn der Moderator/die Moderatorin vom Veranstalter gestellt wird. Ich war schon einige Male in der Situation, eine Podiumsdiskussion zu veranstalten und als Moderator ins Spiel gebracht zu werden. Da die Moderationsrolle aus meiner Sicht nicht auch nur annähernd in die Nähe der Parteinahme kommen soll (was, wenn man mal wo dazwischen gehen muss, klarerweise der Fall sein kann) ist es also besser, jemand Externes mit der Moderation zu beauftragen (ich habe das in den mich betreffenden Fällen jedenfalls so gehalten).

      Besonders bei einer Diskussion zu Feminismus/Gleichstellung würde ich nicht im Traum daran denken, einen Mann als Moderator zu suchen. Bei der generellen Aufteilung des Podiums stimme ich Ihnen zu: Als Diskutant wäre ein Mann nicht gar so fehl am Platz gewesen. Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass die veranstaltende Organisation die Gleichstellungsdebatte als ein rein weibliches Thema sieht. Dem ist halt absolut nicht so. Männer haben Mütter, Männer haben Töchter. Schon alleine deshalb ist es ein Alle betreffendes Thema. Und jeder und jede, der Gerechtigkeitssinn in sich trägt, will allen die gleichen Möglichkeiten bieten. Diese Möglichkeiten sind auch bei uns in Österreich prinzipiell für alle gleich. Die faktische Situation spricht leider eine andere Sprache. Skandinavische Länder machen vor, wie es anders gehen kann.

      Aber man muss nicht einmal so weit nach Norden blicken: in Deutschland etwa haben einige Gemeinden verstanden, wie man auch handeln kann. Dort wurden Kinderbetreuungseinrichtungen errichtet – und zwar weit über den aktuellen Bedarf hinaus. Die Folgen: massiver Zuzug von Familien und eine höhere Geburtenrate als in vergleichbaren Gemeinden.

      Die viel zitierte "Wahlfreiheit", die oft als Wahl zwischen Familie oder Karriere missverstanden wird, wird so ziemlich abstrus: denn so ist beides möglich – wenn die Firmen mitspielen und umdenken. Nämlich umdenken, dass es auch betriebswirtschaftlicher Unsinn ist, einer Frau mit Kind nicht doch noch weiterhin die Möglichkeit einzuräumen, das im Betrieb erworbene Wissen weiter für den Betrieb einzubringen. Und schön wäre auch, wenn die Kinderbetreuung mehr und mehr auch in Väterhände fallen würde. Hier von 50/50 auszugehen ist aus heutiger Sicht unrealistisch. Ich für mich sähe es jedenfalls als Segen an, möglichst viel Zeit mit meinen Kindern verbringen zu können.

      Freundliche Grüße,Markus Kozuh

  5. Liebe/r GuantanaMo,

    dass der Bund gegen Anpassung, der modernen Bolschewismus vertritt und meiner Meinung nach aufgrund von einigen Ansichten nicht vertretbar ist, zu den rechtsextremen Strömungen zählt, kann ich leider nicht unterstreichen. Man sollte wohl seine Quellen nicht nur von einseitig berichtenden Internetseiten, sondern auch direkt vom Ursprung beziehen (http://www.bund-gegen-anpassung.com).

  6. Sehr geehrter Herr Kotzuh,

    mit Interesse  las ich ihr "Review" über die Podiumsdiskussion vom letzten Freitag. Es ist doch erstaunlich, wie Sie es geschafft haben, inhaltliche Aussagen der immerhin mehrstündigen Debatte einfach komplett unerwähnt zu lassen. Mag sein, daß Ihnen der Schock noch in den Knochen sitzt, da – oh Schreck, oh Graus – die Gröhler und Steineschmeißer das Feld räumen mussten (schluchz) und Sie tatsächlich Argumente "über sich ergehen lassen mussten". Mein Beileid (…gilt auch für GuantanaMos oder sonstige KZ-Fans).

    Sie setzen offensichtlich, wie es sich für einen Möchtegern-Journalisten ja auch gehört (aber bedenken Sie, der staatliche Anus ist eng und voll, für "profil"-Niveau müssen Sie noch ein bisschen mehr Schmackes entwickeln), einfach auf die Wirkung von Schlagworten wie "Rasse", "Neger" und "Überbevölkerung". Seien Sie doch so konsequent und fordern Sie die Verbrennung jedes Biologiebuches worin über Rassen geschrieben wird, fordern Sie doch das Verbort des Lateinunterrichts, in dem man lernen könnte, daß "schwarz" auf Latein "nigrum" heißt und zu guter Letzt bitte fordern Sie doch ein Berufsverbot für jeden Mathematiklehrer, der sagt: Dividend durch Divisor = Quotient (falls Ihnen diese Grundrechnungsart, genannt Division, nicht geläufig ist, hier eine kurze Erläuterung: Natur und Ressourcen = Dividend; viel Mensch mit viel Fress und viel Kack = Divisor; Quotient = wieviel bleibt für den Einzelnen übrig).

    Achja und auf das vielgepriesene "ökonomische Gegenargument" warte ich übrigens bis heute noch. Ich wäre sehr neugierig.

    Für eine Sache wollte ich mich noch bei Ihnen bedanken: daß FeministINNEN und eine Rosenkranz gleichermaßen reaktionär sind, war an jenem Abend sehr schön veranschaulicht. Ob Lohn für Hausarbeit, Mutterglück oder Frauenparkplätze (da wissen die Vergewaltiger endlich, wo sie sich verstecken sollen…) – im Kern ist man sich einig.

     

     

     

  7. Die Debatte, die hier vorgeführt wird, ist völlig absurd. Denn wenn es darum geht, irgendjemandem das Recht auf freie Meinungsäusserung zu nehmen, weil man an seiner Meinung aus üblen oder edlen Gründen Anstoss nimmt, sollte diese Äusserung doch erst einmal bekannt sein und nicht ein paar zusammenhanglose Reizworte.

    Ich war Zuhörerin in der besagten Sitzung, die von Anfang an von einer Truppe von Randalierern gestört wurde, gegen welche sich die Referentin Dr. Steinbach, Rosenkranz‘ Gegnerin von links, nur mit Mut und Mühe durchsetzen konnte. Das war so offensichtlich, wie wenn die SA in alter Zeit mit den gleichen Brüllmitteln versuchte, KPÖ-Redner fertigzumachen. Als Steinbach es endlich schaffte, zusammenhängend gegen das fortbestehende Gebrüll zu Wort zu kommen, widersprach sie der These aus dem Buch von Rosenkranz "MenschInnen", in der Rosenkranz beklagt, "höhere Kulturen" würden von "niederen" verdrängt, wenn sie den Gebärwettlauf mit letzteren verlieren. Dem widersprach Dr. Steinbach mit den Worten, dass die weisse Rasse – denn nichts anderes konnte Rosenkranz mit ihrer gebärschlappen "höheren Kultur" meinen – gegenüber anderen Rassen in der Gegenwart ruhig und sozusagen ohne irgendwelchen Anlass zur Klage prozentual schrumpfen könne, da sie in den Jahrhunderten zuvor durch ihre exorbitante und extreme Vermehrung zwei ganze weitere Kontinente zugesiedelt und dabei die dort schon siedelnden anderen, in Gottes und Rosenkranz‘ Namen "niederen" Rassen ausgerottet oder überwuchert habe.
    Ausserdem sei die rassische Zusammensetzung der Menschheit ohnehin gleichgültig, nicht jedoch ihre extrem umweltschädliche Zahl.- Das war alles, und wenn das faschistisch sein soll, dann ist paradox, warum Mussolini, Hitler, Franco und Ioannidis immer das genaue Gegenteil vertreten haben. Und dafür riefen die letztlich erfolglosen Schreier sogar die willige Polizei! Ekelhaft…

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