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Was sagt dir côté intérieur, die „Innenseite“?

Im Kunstpavillon ist ab heute die Ausstellung côté intérieur (7.2. – 22.3.) zu bewundern, die das Spannungsfeld „Interieur“ verhandelt. Gewohntes wird in einen anderen Blickwinkel genommen, der Skulpturenbegriff in Frage gestellt, scheinbar Alltägliches verwehrt sich der Funktionalität und psychosoziale Aspekte treten in den Vordergrund.

Côté intérieur bedeutet „Innenseite“, was einerseits durchaus technisch verstanden werden kann, andererseits aber auch auf die Befindlichkeit und das Verhältnis des Individuums zu anderen sozialen AkteurInnen hinweist.

Im Rahmen dieser Ausstellung lädt die Tiroler Künstlerschaft und die Initiative Cinema Next – Junges Kino aus Österreich zu einem besonderen Filmabend im Leokino ein.

Es werden 8 Filme von jungen heimischen Filmkünstler_innen gezeigt, diese suchen das Innenleben von Räumen ab und erzählen dabei von ganz anderen Geschichten und Bedeutungen. Spannend!

Die teils dokumentarischen Experimentalfilme Baumeister, Peep Tempel und Wilder Westen erzählen in langen Kamerafahrten von fiktiven und realen Produktionsbedingungen im ORF-Zentrum Dornbirn und im Rotlicht-Milieu.

In Hotel Room findet Bernd Oppl, der Co-Kurator der Ausstellung, dafür ein stimmiges Endbild: das Hotelzimmer als erstarrte Eishöhle.

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Die filmischen Raum-Einblicke tinamv1 und 2×10 m2 Ostseeblick zeigen, dass Räume auch ein freudiges buntes oder trotz architektonischer Gleichschaltung individuelles Eigenleben haben.

In The Back Room und Spitzendeckchen wird das freundliche Interieur zum nimmersatten Monster. Die Ausstattung wird den Figuren in den narrativen Kurzfilmen zum Verhängnis.
Programm:

BAUMEISTER von Claudia Larcher, 2013, 9 min
PEEP TEMPEL von Susanne Quehenberger & Michaela Schweighofer, 2009, 14 min
WILDER WESTEN von Claudia Dworschak & Marion Geyer-Grois, 2006, 5 min
HOTEL ROOM von Bernd Oppl, 2011, 4 min
tinamv1 von Adnan Popovic, 2011, 4 min
2×10 m2 OSTSEEBLICK von Miguel José Gonzalez-Gonzalez, 2013, 6:30 min
THE BACK ROOM von Mirjam Baker & Mike Kren, 2011, 5 min
SPITZENDECKCHEN von Dominik Hartl, 2012, 26 min
Gesamtlänge: ca. 75 min.

Wo: Leo Kino Anichstraße 36

Wann: Mittwoch, 12. Februar 2014, 19:30 – 21:00

http://kuenstlerschaft.at/kue/modules.php?op=modload&name=PagEd&file=index&topic_id=1&page_id=1026

 

Barbara Tatschl

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