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Tierrechte: Protest vor Innsbrucker ÖVP-Zentrale

Die Tierrechtsbewegung in Innsbruck ist wieder aktiv: Gestern, am 20. August 2012, wurde vor der Innsbrucker ÖVP-Zentrale demonstriert – zeitgleich fanden Protestaktionen in anderen Landeshauptstädten statt.

 

„Unsere Geduld ist am Ende!“ war der Tenor der TierschützerInnen heute vor den Parteizentralen der ÖVP in Wien, Linz, Innsbruck und Klagenfurt. 16 Jahre nach dem Tierschutz-Volksbegehren und mehr als 8 Jahre nach dem einstimmigen Beschluss des Parlaments, Tierschutz in die Verfassung aufzunehmen, ist noch immer nichts geschehen.

 

Schon Anfang Februar 2012 wurde die Konstituierung eines Unterausschusses im Parlament ausschließlich zu diesem Thema beschlossen. „Doch bis heute blockiert die ÖVP diesen Schritt und sabotiert in undemokratischer Weise die Umsetzung dieses uralten Versprechens!“, ist VGT-Obmann DDr. Martin Balluch, der in Wien bei der Kundgebung eine Rede gehalten hat, erbost.

 

„Nach außen hin gibt sich die ÖVP tierschutzfreundlich und meint, sie stehe zu ihrem Beschluss, Tierschutz in die Verfassung aufzunehmen. Doch im typischen Stil des Lobbyismus wird dann in Wirklichkeit jede Ausrede gefunden, die Umsetzung zu sabotieren. Die Agrarindustrie will natürlich Tierschutz nicht im Verfassungsrang sehen, und die LobbyistInnen dieser Industrie sitzen in der ÖVP an den Schaltstellen. Wir werden deshalb unsere Proteste ausweiten und diesen Konflikt eskalieren, bis sich die ÖVP an die demokratischen Spielregeln erinnert!“, kündigt der VGT-Obmann an.

 

Und der Tiroler Künstler und VGT-Kampagner Chris Moser ergänzt: „1996 forderten 460.000 BürgerInnen im Rahmen eines Volksbegehrens Tierschutz in der Verfassung festzuschreiben. 2004 sprach sich das Parlament einstimmig für eine Staatszielbestimmung Tierschutz im Verfassungsrang aus. Grüne, SPÖ, BZÖ und FPÖ sehen auch weiterhin Handlungsbedarf. Einzig die ÖVP verhindert die Umsetzung!“

 

Link

www.vgt.at/

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