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KPÖ die linke Versuchung

Sei 1959 ist die KPÖ nicht mehr im Parlament vertreten, trotzdem tritt sie verlässlich bei jeder Nationalratswahl an. Außerhalb der Steiermark spielen die Kommunisten politisch allerdings keine Rolle.

Es gibt zahlreiche Gründe, warum die KPÖ meistens nur unter „ferner liefen“ gehandelt wird. „Kommunismus“ wird von den allermeisten Österreicher(inne)n mit Hammer und Sichel bzw. Stalin assoziert. Dass dieser Begriff schon erheblich älter ist und auf das (bis heute aktuelle) Kommunistische Manifest zurückgeht, wissen nur wenige.

Die KPÖ ist eine Minipartei, findet aber Zuspruch, wenn sie politisch Verantwortung trägt: In Graz erreichte die Partei 2012 mit 19,86% ein regelrechtes Traumergebnis. Viele, die mit den Forderungen der KPÖ sympathisieren, entscheiden sich in der WahlZELLE (toller Begriff, oder?) dann doch für ein angeblich geringeres Übel – weil sie ihre Stimme nicht „verschenken“ wollen.

Dazu ist zu sagen: Eine Stimme zählt immer als eine Stimme und jede/r muss selbst entscheiden, ob eine Wahlentscheidung nun einen halbherzigen Kompromiss oder echten Protest ausdrücken soll. Auch wenn eine Partei nicht ins Parlament einzieht, ist ihr Ergebnis ein Signal für die anderen. Ebenso entscheidet die Stimmenanzahl über die Rückerstattung der Wahlkampfkosten: Diese erfolgt erst ab einem Prozent der gültigen Stimmen und kann gerade für Kleinparteien über die weitere Existenz entscheiden.

Ich traue mich schon jetzt zu wetten, dass die Wahl am 29. September einen neuen Nichtwähler(innen)-Rekord bringen wird. Deshalb: GEHT WÄHLEN – unabhängig von eurer politischen Einstellung und persönlichen Wahlentscheidung. Wer nicht wählt, entmündigt sich selbst und lässt andere für (oder eigentlich: über) sich entscheiden.

Link
www.kpoe.at/home.html

 

Andreas Wiesinger

4 Comments

  1. Was für ein strohdummer Artikel, derartige Klo-Griffe bin ich von mancherlei anderem Schundblatt gewöhnt, aber nicht von Ihnen Herr Andreas Wiesinger. Vielleicht springen Sie einmal etwas weiter als sich nur mit derartigen "No-Na-Net" Artikeln zu schmücken.

    •  Ich weiß je jetzt nicht, was an diesem Artikel "strohdumm" sein soll. Jedenfalls macht der Autor darauf aufmerksam, dass es bei den Wahlen außerdem noch weitere Parteien zur Wahl stehen. Nicht nur diejenigen, die eh schon im Nationalrat vertreten sind. Überdies ist es nicht unangebracht, sich nachdem sich SPÖ ohnehin schon von ihren ursprünglichen Grundsätzen verabschiedet hat und die Grünen mittlerweile denselben Weg gehen, nach Alternativen ausschau zu halten und sich nicht immer vom "Argument" des "kleineren Übels" blenden zu lassen.

  2. Keine Ahnung, was Sie sonst so "gewöhnt" sind, lieber Herr Manesh – aber über (besonders kritische) Reaktionen zu meinen Texten freue ich mich immer. Für eine inhaltliche Diskussion wäre allerdings eine inhaltliche Auseinandersetzung zielführend: Was genau ist denn "strohdumm" und worauf bezieht sich der "Klo-Griff"? Hochachtungsvolle Grüße, AW

  3. Lieber Herr Manesh!
    Ich weiß nicht was Sie dagegen haben können, wenn Dr. Andreas Wiesinger wiederum zum „Wählen gehen“ aufruft.
    Ich nehme nicht an, daß Sie auch zum Kreis jener zählen, die herablassend erklären, „daß man zu einer solchen Wahl nicht hingehen könne“.

    Es werden Zeiten kommen, gewiß, in denen man selbst über diese – sicher bescheidene weil maximal tendenzbestimmende – Beteiligungsmöglichkeit
    glücklich sein wird. Lesen Sie nur Ugo Bardi, Der geplünderte Planet, jüngster Bericht an den Club of Rome. Was glauben Sie, was da an unsere Nachfahren an Konflikten, Einschränkungen, autoritären Konsequenzen usf. herankommen wird!

    Und wenn Sie`s regional haben wollen: die Informationen der Sozial – und Wirtschaftsgeschichte an der Uni Innsbruck. Erich Kaufer und Josef Nussbaumer haben mich jedenfalls schon etwas geprägt.
    Retten wir für die Jungen – aber auch für uns – jede demokratische Möglichkeit! Es wird eng! Unmd es kann sehr schnell gehen. Sebastian Haffner hat seine Welt (1932/1933) nach nur einem Jahr nicht wiedererkannt.

    Lothar Müller 

     

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