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Ermutigung

Sag zum Abschied leise: Scheiße
Sammle schräge Augenblicke
Leih der Geschichte dein Gesicht
Aber bitte: vergiss dich nicht

 

Deine Seele ist ein mögliches Geständnis
Dein Körper ist ein schwankendes Zuhaus
Dein Geist haust außerhalb der Flasche
Deus ex machina, Maschinengott
es gibt ihn nicht

 

Halt dir alle Wünsche offen
Hoffe, träume, widersteh
Übe dich im Eigensinn
Scheiß auf jede Etikette

 

Hüpfe, tanze und vor allem: aus der Reihe
Wenn du mutig bist, dann schrei
Was du berechnest, macht sich nicht bezahlt
Wer spekuliert, hat schon verloren
Es gibt dich einmal – nutze es!

Andreas Wiesinger

4 Comments

  1. ich glaube dieses gedicht bereits einmal mit blick auf innsbruck gehoert zu haben; kann mich sehr gut mit diesem gedicht anfreunden! ein fan, down under 😉

  2. Hey David, freut mich bärigst, dass Du auch in Down Under immer mal wieder auf unsere Seite schaust; ich kann dich ja hoffentlich bald wieder "live" mit lyrischen Ergüssen traktieren. Geschätzter MüThos: wäre gerne ein bisschen weise – oder zumindest ein wenig dichter 😉

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