Sie hab´n a Haus baut

Der neue PEMA-Tower an der Kreuzung Museumstraße/Bruneckerstraße steht kurz vor der Eröffnung. Mit dem 49 Meter hohen Gebäude entsteht ein neues Wahrzeichen in direkter Nähe des Insbrucker Hauptbahnhofs.

 

Auf einer Fläche von rund 3.300 Quadratmetern beherbergt der multifunktionale Gebäudekomplex unter anderem ein Designerhotel, ein Day Spa, eine Shoppinggalerie sowie Büros. Auch die Redaktion der Tiroler Tageszeitung soll im Herbst 2012 hier einziehen.

 

In den letzten Jahren verändert sich Innsbrucks Stadtbild geradezu rasant: Die Neugestaltung des Landhausplatzes, das neue Kaufhaus Tyrol, die Hungerburgbahn und das Tirol Panorama sind nur die neuesten Prestigeprojekte – mit dem O3 auf dem ehemaligen Lodenareal sind dringend benötigte Wohnungen entstanden.

 

Sie hab´n a Haus baut von Arik Brauer

 

Andere Projekte wie die Grassmayr-Kreuzung und die Neugestaltung des Südrings harren noch ihrer Verwirklichung. Man wird sehen, ob das Versprechen der Ampelkoalition, die Wünsche der Bevölkerung einzubeziehen, auch umgesetzt wird.

 

Persönlich gefällt mir das „neue“ Innsbruck nicht schlecht, wenn ich mir auch mehr Grünflächen und vor allem verkehrsberuhigte Zonen wünsche. Die FuZo in der Ma-Thesi zeigt eindrucksvoll, wie urbaner Lebensraum gestaltet sein kann. Hoffentlich wird das Projekt „Kulturgarten“ (Angerzellgasse und Universitätsstraße) bald umgesetzt: Hier könnte ein Innsbrucker Museums- und Kultur-Quartier entstehen und neue Akzente im Stadtbild setzen.

 

Foto von Haydar Zeki

13 Antworten : “Sie hab´n a Haus baut”

  1. Igno sagt:

     gerade die Maria-Theresienstraße zeigt wie Urbaner LEBENSraum nicht aussehen kann. eine Betonwüste ohne Schatten, außer in den überteuerten Touristencafes, umringt von zwei Seelenlosen Einkaufszentren. Wo kann man da denn leben?

  2. Andreas Wiesinger sagt:

    Igno – wie so vieles ist auch das eine Geschmacksfrage: Mir gefällt, dass es mehrere Sitzgelegenheiten ohne Konusmzwang gibt und auch die Annasäule wieder "be-sitzbar" ist. Das neue Kaufhaus Tyrol halte ich für architektonisch ziemlich gelungen und endlich gehört die Ma-Thesi den Flanierenden statt den Blechbüchsen. Im Stadtzentrum erwarte ich mir keinen lauschigen Waldwanderweg und in überteuerte Touricafes muss man ja nicht gehen, oder? Wie gesagt: Geschmäcker sind verschieden, aber ich halte die Umgestaltung insgesamt für gelungen.

  3. Mars sagt:

    Ich frage mich ernsthaft wie nötig hier noch mehr Shoppingraum ist, wenn schon immer mehr Geschäfte den Sillpark verlassen und dieser mehr und mehr zu einer postapokalyptischen Bretterhalle wird. Aber hässlich finde ich den Bau nicht unbedingt.

  4. Irene Labner sagt:

    PEMA-Tower…pfuh, hoffe, die finden da noch einen andren Namen dafür :-/

  5. Wiese sagt:

    Das wäre doch was für einen öffentlichen Namensgebungswettbewerb, oder? Ich werfe mal "Die goldige Schnitte" ins Rennen 😉

  6. Mars sagt:

    Mit den braunen Schichten, wäre ich für…

    "Baumkuchen"

  7. A.W. sagt:

     Z-Gast: Ein Hoch auf die Toleranz! Wenn du den Artikel liest, dürfte dir nicht entgangen sein, dass "ich mir auch mehr Grünflächen und vor allem verkehrsberuhigte Zonen wünsche". Als Betonfetischist und realtätsfremdes Stadtkind bekenne ich mich jedenfalls voll und ganz zur Meinungsfreiheit – auch wenn mich die Selbstgerechtigkeit mancher angeblich so naturverbundenen Mitmenschen manchmal nervt.

    • Z-Gast sagt:

      >ich mir auch mehr Grünflächen und vor allem verkehrsberuhigte Zonen wünsche

      Verkehrsberuhigte Zonen <> Grünflächen in der Stadt

       

       

      >Betonfetischist und realtätsfremdes Stadtkind

      Das muss dich aber sehr getroffen haben, wenn du das gleich nochmal zitierst?

       

      > Selbstgerechtigkeit mancher angeblich so naturverbundenen Mitmenschen manchmal nervt.

      Hat da jemand den 😉 Smiley nicht gesehen?

       

      MfG
      Z wie ZuernstsolltemandasInternetzvollerpubertierenderTastaturkriegersowiesonichtnehmen

  8. pamplmuse sagt:

    "Kulturgarten?"

    Das klingt interessant! Gibts dazu mehr Informationen? Da wünsch ich mir doch einen Artikel drüber, falls du da was weißt!

    Oft, wenn ich am Bahnhof ankomme oder zum Bahnhof gehe, stelle ich mir vor, wie ich den ersten Eindruck in dieser Stadt als Fremde finden würde… der neue "Baumkuchen" hat mein Urteil nicht gerade verbessert.

  9. ein gast sagt:

    5min von der ma-the-str entfernt befindet sich eine grünfläche mitten in der innenstadt, die nicht unbedingt winzig ist, der hofgarten. richtung süden kommt man nach wilten, auch da findet man eigentlich in fast allen innenhöfen und gärten sehr viel grün. wenn man in den osten schaut, dann muss man wahrscheinlich 10 minuten gehen, dann steht man im rapoldipark. quasi als einstimmung gehr man an den bäumen in vorm europahaus vorbei. westlich kann man z.b. am inn entlang schlendern, egal ob am nord- oder südufer, bäume findet man überall.

    dass innsbruck eine betonwüste ist, das halte ich einfach für falsch. innsbruck ist sehr grün, aber man muss es auch sehen wollen.

    • blauerDunst sagt:

      Dem kann ich nur zustimmen, leider sehen viele das grün nicht.
      Innsbruck ist leider duch die Berge baulich begrenz, sonst wäre sicher noch mehr Grünflächen zu finden.

      Halt.. Berge.. Wald.. Achja.. der Wald.. der ist ja auch grün.

      Wie viel Grünfläche hat eigentlich Innsbruck, gib es hier zu Unterlagen, Aufzeichnungen?

       

       

  10. A. Wiesinger sagt:

    Liebe pamplmuse, zum Kulturgarten findet sich im Arbeitsübereinkommen der Ampelkoalition folgende Passage:

     

    Zwischen Herrengasse und Sillgasse durch Maßnahmen der Verkehrsberuhigung
    ein Innsbrucker Kulturquartier schaffen, das dem Wert der
    angrenzenden Kulturinstitutionen sowie dem anzustrebenden Mehrwert
    des geplanten Hauses der Musik gerecht wird.

     

    Gute Idee, das Areal zwischen Treibhaus, Volkskundemuseum, Stadtsälen (dort soll das Haus der Musik ja wahrscheinlich entstehen) bis zur SOWI als autofreien Kulturgarten zu gestalten und hier mit wenig Aufwand etwas Ähnliches wie das Wiener MQ zu schaffen. Wollen wir hoffen, dass dieses Projekt nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag aufgeschoben, sondern mutig und visionär umgesetzt wird.

     

    Und lieber "ein Gast": Du sprichst mir aus der Seele – es ist natürlich leichter zu kritisieren als auch die positiven Tendenzen anzuerkennen. Kritik ist natürlich auch sinnvoll und notwendig, aber darüber sollte man nicht vergessen, dass wir allgemein auf "hohem Niveau" jammern (Zwinkersmiley bitte dazudenken).

     

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