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Innsbruck, deine Plätze … Sonnenburg(platz)

Für mich einer der schönsten Plätze Innsbrucks , wenngleich er genaugenommen gar kein solcher ist – zumindest listet der Stadtplan ihn nicht als solchen auf. Es gibt nur die Sonnenburgstraße, die den Platz von Nord nach Süd quert, und ihren Namen vom alten Gericht Sonnenburg hat, das im Mittelalter eine wichtige Rolle im Innsbrucker Gerichtwesen gespielt hat.

 

Die Burg ist bereits im 14. Jahrhundert verfallen, man braucht also nicht mehr nach ihr zu suchen. Aber die Ruhe, die der Platz mit seiner Trauerweide ausstrahlt, und seine Abgeschiedenheit lassen ihn zu einem Stück Innsbruck werden, das den Touristenströmen meistens verborgen bleibt und gerade dadurch an Reiz gewinnt.

Inmitten des Platzes steht ein Brunnen, der früher auf dem Bahnhofsplatz gestanden hat und zwei ineinander verschlungene Delphine zeigt und 1905 vom Bahnhofsplatz hierher übertragen wurde. Was es mit den Delphinen auf sich hat, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. Immerhin sind die Delphine ja intelligente Tiere und gelten in der griechischen Mythologie als Symbol des Meeres aber auch als Seelenführer, die die Seelen der Toten in das Jenseits geleiteten.
Interessant, dass der Brunnen früher den Innsbrucker Bahnhofsplatz geziert hat, Hier mag vielleicht die Möglichkeit mit der Bahn ans Meer zu fahren einen gewissen Hinweis bieten. Aber vielleicht ist das auch zu weit hergeholt. Schön sind die Fassaden der Häuser, zum überwiegenden Teil im Jugendstil, Historismus und Klassizismus errichtet. Sie verleihen dem Platz das schöne Gepräge, wie es für österreichische und mitteleuropäische Städte so typisch ist. Und das einem vermittelt, dass Innsbruck auch abseits der Sightseeinrouten Schönes zu bieten hat. Man muss nur offenen Auges durch die Stadt gehen.

Fotos: Wikipedia und von mir.

Helmut Schiestl

5 Comments

  1. Der Platz würde sich als Zentrum einer kleinen StadtteilfußgängerInnenzone geradezu anbieten – dann wäre er auch als Platz wahrnehmbar. So geht er leider etwas unter – mensch nimmt ihn wahr als Kreisverkehr, auf allen Seiten zugeparkt, mit Baum und Brunnen.

    • Ja, gute Idee! So wie ja auch die Maria-Theresien-Straße seit Errichtung der FußgängerInnenzone mehr als Platz wahrgenommen wird.

  2. und direkt am Sonnenburgplatz befindet sich das RINCON DE GINA – die stimmungsvollste und schönse kubanische Bar in Innsbruck und Umgebung:

     

  3. Ja! Ein gutes Pflaster für einen echten Platz – der Metzger gegenüber der kubanischen Bar hat ja schon ein paar Parkplätze für seinen feinen kleinen Gastgarten bekommen – warum nicht noch mehr Platz am Platz?

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