Feiger Kreuzzug gegen Kabarettisten

Eine besonders geschmacklose und feige Schmiererei fand sich heute am Innsbrucker Treibhaus: Der fehlerhaft geschriebene Name des bekannten Kabarettisten und Poetry-Slammers Markus Koschuh wird mit einem Kreuz ergänzt.

 

Markus Koschuh hat sich mit seinem viel gefeierten Stück Agrargemein nicht nur Freunde gemacht. Kongenial gelingt es ihm, die Niederträchtigkeit der Agrarier-Lobby aufs Alleramüsanteste bloßzustellen. Verschiedene Boykottversuche gab es, Plakate wurden zerstört oder verschwanden und Auftritte zumindest behindert. Trotzdem ließ Koschuh nicht locker und landete mit dem anspruchsvollen Programm seinen bisher größten Erfolg.

 

Nun versuchen es bestimmte Kreise also auf die feige Tour: Eine recht unverhohlene Drohung – die sich übrigens ebenso auf der Haustüre des Künstlers fand. Das Ganze zeigt, dass Meinungsfreiheit immer noch nicht selbstverständlich ist und welcher feigen Taktik sich manche ihrer Gegner bedienen. Koschuh nimmt es inzwischen gewohnt humorvoll: Auf Facebook kündigt er an, eine Anzeige gegen „Angerannt“ wegen „Herabwürdigung religiöser Leere“ zu erstatten.

 

6 Antworten : “Feiger Kreuzzug gegen Kabarettisten”

  1. Manni Schneiderbauer sagt:

    Da haben sich wohl ein paar rotbackige Hillbillies aus ihrer subventionierten Hütt’n glei neben dem Mischthaufen nach ein paar söbabrennt’n Formaldehydschnapsl’n in die große Stadt begeben, um mal so richtig auf den Putz zu hauen, weil dös geht ja gor nit wos der Herr Kuschuh macht, do dreht si da Andr Hofr im Grob!

    Ich plädiere dafür, ab sofort einen Mitschnitt von "Agrargemein" auf großen LED-Bildwänden in den Dorfzentren aller Umlandgemeinden rund um die Uhr laufen zu lassen.

    Eventuell könnte man dann das Grab des Alpen-Taliban durch Ankoppelung eines Generators zur Ökostromerzeugung nutzen.

    • hemlock sagt:

      Lieber Manni Rundumschläger, die bösen Agrargemeinen sitzen auch in IBK, wohnen in deiner Gegend und (davon ausgehend dass du Kinder hast) du triffst die in der Kindergruppe beim Nespressokapslkaffe. Lass du bitte die Dörfer, Misthaufen und Taliban in Ruhe. …ah ja…Formaldehyd gibts vorzugsweise im Wein…und noch was…Franzbranntwein ist zum auf die Haut Auftragen und nicht zum Trinken!

  2. Manni Schneiderbauer sagt:

    Lieber hemlock,
    nachdem es in meiner Gegend keine durch die, naheliegenderweise nur in ruralen Gebieten aktive, Agrarmafia okkupierten Grundstücke gibt, kann ich deiner Theorie mangels nachvollziehbarer Motive nicht wirklich folgen.
    Und Rundumschlag ist allenfalls was für Apfeltörtchen. 
    Wir sind uns aber hoffentlich einig, dass das eine arge Sache ist?

    • hemlock sagt:

      ein guter Teil dieser Mafia wohnt nicht in Bauernhöfen am Land. Ich meine damit die Anwälte, Landesregierer und Beamte die in deiner Gegend wohnen und auf ihren ruralen Balkonen alte Tomatensorten gießen. Passt das so für dich in Sachen Nachvollziehbarkeit und arge Sache?

      Schönen Abend!

  3. Manni sagt:

    hemlock, da hast du natürlich Recht. Aber dieser Teil der Mafia macht keine solchen Droh-Schmier-Aktionen.Die tätern vom Schreibtisch aus.

  4. ilona sagt:

    Ich habe das kabarett von markus koschuh gesehen und muss gestehen, natürlich war es amüsant aber das lachen steckte  im hals. Meine lieben mitbürger, wie kann man in solcher angelegenheit an schmierereien denken, wären die nicht im landhaus angebrachter aber natürlich da wird man bestraft, also geht man zum künstler. Feiglinge. Hoffentlich  hat Herr Kioschuh noch soviel energie und bringt das in einem seiner nächsten Stücke zum Ausdruck. Ich schwörs, ich lade alle meine freundinnen zu einem besuch ins treibhaus und vielleicht nehmt ihr dann die Stifte zum Beschmieren gleich mit, wird eine riesen Gaudi. Oder kennt ihr ein Theater gar nicht von innen?????

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