Schloss und aus!

Liebe währt manchmal ewig – zumindest träumen wir davon. Symbole für die ewig währende Liebe gibt es viele, über eines wurde hier schon berichtet: Die Liebesschlösser, die verschiedene Brücken in Innsbruck und besonders den Innsteg schmückten, sollen von der Stadtverwaltung entfernt worden sein.

 

 

 

 

Die Facebookgruppe www.facebook.com/LovePadlocksInnsbruck verbreitet jetzt folgenden Aufruf über ihre Seite: SKANDAL: Die Stadt Innsbruck hat alle Schlösser mit der Kneifzange entfernen lassen. Wir haben nicht einmal die Möglichkeit erhalten, das entfernte Schloss irgendwo abzuholen. Es ist klammheimlich passiert. Ich fordere ALLE auf, einen Protestbrief bzw eine Mail an Fr. Opitz (sic) Plörer zu schreiben!

 

Ich habe keine Ahnung, wer dafür verantwortlich ist und ob wirklich die Stadt die Schlösser entfernen ließ. Jedenfalls ist es nicht in Ordnung, dass diese Symbole, die manchen Menschen viel bedeuteten, sang- und klanglos "entsorgt" wurden – die Schlösser störten schließlich niemanden und es ist schade, dass sie einfach entfernt wurden.

 

9 Antworten : “Schloss und aus!”

  1. Gast°C sagt:

    Hat die Stadt nicht andere Probleme als Schlösser am Brückengeländer !?

     

     

     

     

     

  2. Michael sagt:

    Mal einfach unterstellt, dass dies eine Amtshandlung war: Das so klammheimlich zu tun ist wirklich nicht nett, und auf die Begründung bin ich schon gespannt.  Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass man sich wegen des Gewichts Sorgen macht, wenn es zum Beispiel um den Innsteg geht.  Ist die Unibrücke denn auch betroffen?  Da sollte das ja wirklich kein Problem sein, nachdem die ja zusätzlich zu den ganzen schweren Maschinen, die da jetzt schon drauf bewegt werden, auch Straßenbahnen tragen können soll …

  3. schlossherrin sagt:

    typischer fall von vorher  und nachher. innsbruck darf wohl alles sein, aber a bissl urbanes flair wäre wohl zuviel verlangt :-(

  4. schlossherrin sagt:

    äh, VORHER = http://www.provinnsbruck.at/content/liebesschl%C3%B6sser-der-unibr%C3%BCcke :) selbst da funktioniert fortschritt nicht ;-)

  5. WauWau sagt:

    das ist doch beides ein schmarrmn.

    - erst das komische maschendrahtgeflecht, "wegen der Kinder"

    - und die schlösser haben also diese beschriebene bedeutung?

    beides hat auf der brücke nichts verloren.

    als nächstes kommt dann irgendein plastikverschlag, damit niemand mehr aufs geländer steigen kann.

    und die zeit hat sich so gedreht, dass junge menschen ein metallschloss als liebessymbol sehen?

    für mich Alten komisch.

     

  6. Andreas Wiesinger sagt:

    na, WauWau: Geschmacksfrage würde ich sagen … für mich wirkts auch eher kitschig, andererseits: Wen sollen sie denn stören? Für manche war es sicher ein schönes Symbol. Angeblich wurden die Schlösser seitens der Stadt aufgrund von Beschwerden entfernt. Da scheint wieder die Ordnungmussebensein-Liga zugeschlagen zu haben …

     

  7. Herzog von Kummersbruck sagt:

    Schon lustig, dass in Innsbruck nicht mal das erlaubt ist. Will Innsbruck vielleicht Moskau werden? War eben in Bamberg, eine wunderschöne Stadt, mit Innsbruck auch von der Größe her vergleichbar.  Dort hängen die Schlösser an der Brücke über der Regnitz. Und wir machten schon unsere Späße über diese Schlösser. Etwa, dass die Leute beim Aufhören ihrer Beziehung dann noch mal in diese Stadt fahren und die Schlösser wieder eigenhändig aufmachen (mit einer Draht- oder Blechschere also ihre Beziehung physisch beenden!) und sie sich zurückgeben oder einfach in den Fluss werfen oder anderen Verliebten geben. Ja, so dachten wir und lachten wir über diesen zeitgeistigen Brauch. Aber vielleicht dachten eben auch die in Innsbruck dafür Verantwortlichen, dass es da mit der Zeit schon zu Problemen kommen kann. Wenn da eines Tages mal so viele Schlösser am Gelände hängen, dass am Ende die ganze Brücke kippt oder zusammenbricht.

    Übrigens: Wie wärs mit der "Hundertausend-Küsse-Liebe" oder -beziehung? Ein verliebtes Paar verspricht sich hundertausend Küsse. Dieses Versrepchen wird – notariell beglaubigt – in einem Banktressor hinterlegt, dem Parter / der Partnerin ein Kusszähler implantiert, und bei Erreichen des hunderttausendsten Kusses wird die Beziehung ganz einfach beendet. Was für Mathematiker: Wie lange muss eine Beziehung halten, bis das Hunderttausend-Küsse-Guthaben völlig aufgebraucht ist? Und wenn die Beziehung vorher endet, dann kann das Guthaben auch an andere versc henkt werden – also ein, sagen wir mal, fünfzig- oder fünfundzwanzigtausend-Küsse-Abo zu verschenken, einzutauschen oder gar zu verkaufen? Auch damit könnte schließlich Handel getrieben werden. Also ab auf die Börse mit den Liebesbeziehungen!Und gar erst die Freunde, die darauf wetten, wie lange wohl die Beziehung von X und Y noch halten wird. Die Beziehungshedgefonds lassen grüssen!

     

     

  8. Alex sagt:

    Ich bin zigmal über die Unibrücke, bevor ich die wenigen Schlösser dort überhaupt bemerkt habe. Und "komischer Alter": Hast du die Riesenlöcher im Maschendraht gesehen, die man hineingeschnitten hat, weil es einfacher ist, den Zaun zu zerstören, als die Schlösser durchzuknacken? Ist das jetzt schöner? Ist das jetzt kindersicherer? Hm…..

  9. Minne sagt:

    Dû bist mîn, ich bin dîn. 

    des solt dû gewis sîn. 

    dû bist beslozzen 

    in mînem herzen, 

    verlorn ist das sluzzelîn: 

     

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>